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Was ist Minimalismus für dich!

Back view of handsome young businessman in casual clothes and eyeglasses writing in his notebook while lying on couch at home

© VadimGuzhva – Fotolia.com

Ganz kurz zur Einleitung: Ab heute gibt es einen Adventskalender auf Minimalismus leben! Und weil 3 Türchen pro Tag besser sind wie eins, gibt es auch jeden Tag einen Beitrag zum gleichen oder einem anderen Thema bei Kerstin und Daniel auf dem Blog. Ich freue mich sehr das beide mitmachen und bin gespannt auf Ihre Beiträge. Und nun wünsch ich euch viel Spaß beim lesen.

Was ist Minimalismus? 

Für mich ist Minimalismus ein Weg, am Anfang ging es darum, Dinge loszuwerden. Es fing also auf einer äußeren Ebene mit dem aussortieren und aufräumen an.

Ich habe aber schnell gemerkt, das sich Inneres und Äußeres gegenseitig stark beeinflussen . Durch das mehr am Platz in der Wohnung habe ich mich direkt auch innerlich freier gefühlt. Außerdem hat es viele Dinge vereinfacht. Wie, zum Beispiel, die Auswahl des täglichen Outfits oder auch des nächsten Buches, welches gelesen wird.

Minimalismus beschränkt sich nicht auf Dinge. Für mich war es einfach der erste Schritt in Richtung eines freieren, selbstbestimmteren und reflektierten Lebens. Die Fragen, die mich nach dem Aussortieren am meisten beschäftigen sind: Wie will ich leben?  Und: Was macht mich glücklich? Mittlerweile kann ich zu der letzten Frage ergänzen, das Glück ein ganz  schön großes Wort ist und ich es lieber mit zufrieden ersetzen möchte.

Ich finde es schwer eine allgemeine Definition zu geben. Die Grenzen zu anderen Themengebieten wie Nachhaltigkeit, Konsumkritik, einfachem leben,Zero Waste und Achtsamkeit im Alltag sind fließend. Wenn mich jemand fragt, ab wann er sich Minimalist nennen kann, dann sage ich ihm, wenn er sich mit dem Wort identifizieren kann und es für sich, ganz persönlich, mit leben füllen kann.

Es geht also nicht darum, unter 100 Dinge zu haben, asketisch zu leben oder ortsunabhängig zu arbeiten. Zumindest nicht für mich. Ich finde es gerade eine Bereicherung, das diese Begriff von jedem einzelnen, ganz persönlich gefüllt werden kann.

Für mich ist es definitiv ein Weg, der mit Persönlichkeitsentwicklung, Achtsamkeit, bewussteren Entscheidungen und einem reicheren Leben einhergeht. Ich habe mich am Anfang nicht gefragt, ob ich damit ein Konsumkritiker bin, oder die Welt rette, weil ich bewusstere Kaufentscheidungen treffen. Ich habe einfach gemerkt, das ich viele Dinge geändert habe und es mir gut tut.

Wie definierst du, für dich, Minimalismus ?

 

Hier findest du die andern Türchen für heute

Beitrag von Kerstin    //   Beitrag von Daniel 

 

und .. .nicht vergessen. Der erste Dezember ist Welt Aids Tag. Macht mit und zeigt Schleife

 

2 Kommentare

  1. Minimalismus ist für mich, wenn ich meine Zeit, meine Räume und mein Leben nicht vollrümple. Dazu muss ich nicht einmal irgendwann die klassische Über-Konsumentin gewesen sein, die nun ihre Berge von Zeugs reduziert. Dieses Klischee hat bei mir noch nie gepasst. Ich habe mich immer schon gerne wieder von Dingen befreit und lebe das lediglich heute konsequenter als früher. Die eigentliche Herausforderung finde ich, ist es zu schauen, was ich nun mit freiem Platz und freier Zeit so mache.

  2. Die Eine

    Für mich ist Minimalismus, nach dem obligatorischen Ausmisten von Dingen vor allem eins: Nicht einfach. Nicht mehr abgelenkt von Dingen und Konsum, ist der Kopf frei für die Fragen des Lebens: Wie will ich leben? Was erwarte ich davon? Mit wem teile ich meine Zeit? Wer tut mir gut und vor allem aber: Wer bin ich?
    Natürlich ist es erstrebenswert, sich über diese Fragen Gedanken zu machen und auch Antworten zu finden. Doch diese sind nicht immer einfach zu greifen und noch viel schwerer umzusetzen. Vorallem, wenn sich die Gesellschaft um einen herum nicht damit beschäftigt und das eigene reflektieren nicht verstehen kann. Niemals würde ich zurückwollen in mein „altes“ Leben voller unnötiger Dinge und Normen, die nicht zu mir passen. Dennoch finde ich, das der Weg zum eigenen „zufrieden sein“ kein leichter ist.

    Vielen Dank Micha für deinen tollen Beitrag!

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