Archiv des Monats “Oktober 2012

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BuchTipp – Simplicity

© Daniel Ernst - Fotolia.com

© Daniel Ernst – Fotolia.com

Ich lese die beiden wirklich gerne, eine Mischung aus Essay, Erfahrungsbericht, allgemeinem Aufruf und praktischen Tipps. In Ihrem letzten Buch „Simplicity Essays“, werden viele Blog Artikel in E-Book Form gepresst. Man findet wenig Neues, hier und da eine Überarbeitung, ein paar unveröffentlichte Texte, aber das bringt dem Lesespaß keinen Abbruch. Für mich ist es eine ideale Form, tiefer in die Welt der beiden abzutauchen. Auf dem Kindle lese ich auch gerne länger am Stück, als am Laptop Bildschirm. Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man für dieses Büchlein, Geld nehmen sollte. Aber die Erstellung eines Buchs im Kindle Format kostet Zeit, vielleicht sogar Geld, wenn man es nicht selber gemacht hat. Die Selektion der Essays und das Einordnen in thematische Kategorien ist sehr gut gelungen. Ich sehe es immer auch als eine Unterstützung für die beiden und eine Anerkennung Ihrer Leistungen. Wer also tiefer am Stück eintauchen will und dafür einige Euro ausgeben möchte, dem seinen die Essays empfohlen. Wer ohnehin schon jeden Artikel auf der Website der beiden gelesen hat, kann sich aber auch den Preis sparen. Entscheidet selbst.

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„Mit dem aufräumen, bin ich durch“ – wirklich?

© silvae – Fotolia.com

Der Satz kam mir am letzten Samstag über die Lippen, bei unserem ersten Minimalismus Bloggertreffen, über die Lippen, aber so richtig verdaut, ist er noch nicht.
Bin ich wirklich fertig? Oder stehe ich auf dem Sprung zu einer neuen Ebene? Oder habe ich sogar Angst vor den nächsten Schritten? Fragen über Fragen, aber nun der Reihe nach.
Ich bin im letzten Jahr so einiges losgeworden: 2000 Cds, Kleidung, mehr wie 150 Bücher, habe den Keller ausgemistet und meine PC Dateien aufgeräumt.
Für viele tritt nun etwas ein, was wie eine Prüfung verstanden werden kann – Ernüchterung!
Jetzt hat man die Mühe auf sich genommen, reduziert und minimalisiert, aufgeräumt, Platz geschaffen und geordnet. Aber was ist der Lohn und wie geht es weiter? In vielen Blogs im amerikanischen wird dann das folgenden Mantra wiederholt – freu dich an den leeren Flächen, Ruhe durch weniger Ablenkung! Glück durch Raumgestaltung. Meiner Meinung nach, ist das vollkommen übertrieben. Natürlich ist das Reduzieren & Ausmisten von Gegenständen der Anfang des Minimalismus, aber für die meisten Menschen ist dies leider auch schon das Ende. Sie verharren als Zen-Raumgestalter mit dem Credo – weniger ist mehr. Aber führt ein Container voller entrümpelungs Ballast und ein bisschen Glückskeks-Philosophie zum Ziel? Meine Antwort: ein klares Nein!
Wo führt das Ganze denn sonst hin? Wir werden zu Asketen reduziert auf eine Schüssel, ein Meditationskissen hinter Klostermauern auf der Suche nach unserem Glück? Das kann für einige der Weg sein, aber nicht für alle. Die Suche nach dem Sinn hat uns zu einem Lebensstil geführt, der dem Konsum entgegentritt.
Die Antwort, wie es weiter geht, kann nur jeder für sich selbst beantworten. Aber nachdem die Wohnung und Lebensbereiche wie Ernährung, Sport, Arbeit, gesellschaftliche Interaktion abgefrühstückt worden sind, geht es nach innen. Das innen folgt dem Außen und umgekehrt.
Minimalismus ist ein individueller Weg und je mehr Menschen ihn leben, darüber schreiben und sich in Gruppen zusammenfinden, wird eine Gegenbewegung wachsen.
Wie sieht Deine Antwort aus? Was kommt nach dem Reduzieren der Wohnung? Wo stehst du gerade und fühlst du ähnlich wie ich?

 

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Bloggertreffen – Tradition beginnt

© Jörg Engel – Fotolia.com

In Köln ist es so, dass alles was 3-mal stattgefunden hat Tradition ist. Den Anfang, dafür dass unsere Treffen Tradition werden, haben wir am letzten Wochenende in Köln gelegt. Wir waren uns alle einig, dass dies nicht das letzte Treffen sein wird und es nächstes Jahr in größerem Rahmen weiter gehen wird.

Ein strahlendes Herbstwochenende mit Temperaturen von über 20° hat uns ein tolles Treffen bereitet. Die Stadtführung und das alternative Rahmenprogramm wurden einfach mal gekippt und so gab es am Rande des Treffens die Möglichkeit in Skater Subkulturen, indische Genüsse und Biergartenatmosphäre einzutauchen. Ich hatte so unglaublichen Spaß an dem Austausch, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Minimalismus ist so viel mehr, wie ausmisten und reduzieren. Es gibt so viele Schnittmengen und doch unterschiede. Ich werde in nächster Zeit mehr experimentieren, do it yourself Ratgeber entdecken, mich mehr mit den Themen Nachhaltigkeit, Bio, Umwelt auseinandersetzen und Artikel zu festen Tagen online stellen. Ich habe mich besonders über unsere 2 Besucherinnen gefreut, die trotz der Kurzfristigkeit ihren Weg zu uns ins Café Feynsinn gefunden haben. Ich danke euch allen für das tolle Wochenende und den offenen und herzlichen Austausch, es kommt mir wirklich so vor als wäre das Treffen ein Wiedersehen gewesen und nicht das erste seiner Art. Ich freue mich auf viele weitere und darauf wie sich diese Sache weiter entwickelt.

Schaut euch doch die Eindrücke von Frau Ding Dong & Finnsland auch einmal an.

 

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Minimalismus & mehr Live erleben – Sonntag 21.10 Café Feynsinn Köln 11 Uhr

© dubova – Fotolia.com

Liebe Leser, Blogger, Freunde und Weggefährten. Am kommenden Sonntag gibt es ein Meet & Greet mit einigen Bloggern in Köln ab 11:00 im Café Feynsinn in Köln. Wir treffen uns an diesem Wochenende um uns gegenseitig kennenzulernen und mehr über andere Blogger / Ihren Lebensstil und Minimalismus zu lernen. Mit aabei sein werden Frau Ding Dong, Finnsland, Die Entdeckung der Schlichtheit , Zen Monkey und ich.

Ich freue mich wahnsinnig auf den direkten Austausch mit den anderen. Wie hat es jemand bei der Vorbereitung zum Treffen so gut formuliert: Wir lesen uns alle gegenseitig, warum sollten wir uns dann nicht treffen!

Wenn Ihr vorhabt zu kommen, dann schreibt doch bitte einen Kommentar, dass wir die Anzahl abschätzen können. Ich werde den Blogbeitrag noch mit ein paar Links ergänzen, sobald die Beiträge auf den anderen Seiten auch online sind.

Frau Ding Dong –> Ich, Du & die Anderen

Der Schlichte –>; Ankündigung zum Treffen

Finnsland –>; Blogbeitrag zum Treffen

Ich freue mich auf euch.

Michael

Sonntag 21.10 Café Feynsinn Köln

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Der Flow der Zombies – ferngesteuerter Arbeitsweg

© Aaron Amat – Fotolia.com

Jeden Morgen finde ich mich in einem Horror Film wieder. Ich sehe Menschen mit ausdruckslosen Gesichtern, die wie ferngesteuert durch die Welt laufen. Ich arbeite nicht als Assistent am Set eines Horrorfilms, ich Pendel zur Arbeit wie Millionen andere auch.
Bei vielen Menschen setzt beim Pendeln sogar das Aufzug Gen aus. Dies ist der Reflex, dass alle nach kurzer Zeit auf den Boden starren, weil sich die Blicke im innenseitig verspiegelten Aufzug zwangsläufig treffen müssen. Wenn hier noch der Trio Klassiker, du siehst, mich nicht, ich seh dich nicht, greift ist es unter Pendlern ein Zen Mantra. Ich sehe dich, lass los, sehe durch dich hindurch, erkenne dein Wesen, du bist Pendler wie ich und bist mit dem Kopf nicht da.
Den apathischen Zustand dieser Spezies Zombie Sapiens, erkennt man, wenn sie aus dem Zustand heraus gerissen werden. Die Frage, ob dies der richtige Zug sei oder welches Buch der Zombie gerade liest, dringt erst nach 5 Sekunden zu im durch und eine Antwort braucht genau so lange.
Irgendwann öffnen sich die Türen des RE am Bahnhof, Menschen strömen die Treppen herunter, als ob es etwas umsonst gibt und nur die ersten 20 etwas bekommen können. Sommerschlussverkauf ist ein Witz gegen dieses Gedränge. Kaum einer nimmt Rücksicht, jeder geht auf seiner eigenen Ideallinie zum nächsten Bestimmungsort.

Ich fühle mich da manchmal wie der Aufgeweckte zwischen den Schläfern. Ich bin im Moment, erlebe Sonnenaufgänge, schöne Bäume am Wegrand und genieße die Zeit im direkten Moment.
Fragt doch heute auf dem nach Hause jemanden nach dem Weg oder seinem Buch und lockerst damit seine Heimfahrt etwas auf!
Wie nehmt Ihr denn euch als Pendler und die anderen wahr?

Und der Bezug zum Blog? – Minimalismus heißt – bewusstes Erkennen ohne Ablenkung. Im Jetzt sein

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Herbstliebe

Bahnhof Köln Deutz im Sonnenaufgang

© Michael Klumb

Gestern war ein wundervoller Montagmorgen. Der Herbst ist nun wirklich bei uns angekommen, die Bäume verfärben sich langsam im schönsten Orange und Rot. Es war eine klare und trockene Luft, so wie man Sie im Herbst am liebsten hat. Viel besser wie Regen, Wind und ein trüber Himmel.  Als ich in dann in Köln Deutz auf meinen Zug gewartet habe, kam die Sonne über dem Dach des Bahnsteigs zum Vorschein und ich konnte etwas von der Stimmung einfangen. In dem Moment hätte ich mir eine Profi-Kamera gewünscht, aber ich finde das Handy hat das Licht auch gut eingefangen.

Für mich ist auch das Minimalismus. Den Moment bewusst erleben, im Jetzt sein, sich über einen Sonnenaufgang freuen und diese Freude mit anderen teilen.

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BuchTipp: Minimalism – Essential Essays

© Daniel Ernst - Fotolia.com

© Daniel Ernst – Fotolia.com

Minimalism: Essential Essays ist ein Buch von Joshua & Ryan – beide Bloggen unter http://www.theminimalists.com und das Buch ist sicherlich ähnlich entstanden wie das Buch von Leo Babauta. Es ist eine Sammlung von Artikeln von Ihrer Website, thematisch geordnet und überarbeitet.

Das Buch ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt (Introduction – Living in the Moment – Emotional Health – Groth – Contribution – Passion & Mission – Talking Action – Change & Experimentation). Der Schreibstil des Essay ist das Markenzeichen der beiden und ist ein Stück weit blumiger als die Blog Artikel von Leo Babauta. Dieses Buch eigentlich hervorragend für den Weg zur Arbeit. Ich lese dann immer 1-2 Essays und mache mir dann Gedanken darüber, ob ich selbst auch diesen Weg einschlagen kann, oder auch nicht.

Ich werde bis zum ende der Woche auch ein weiteres Buch der beiden gelesen haben und ein Fazit, welches Buch ich eher empfehlen würde, veröffentlichen.

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BuchTipp: Simple Guide To A Minimalist Life – Leo Babauta

© Daniel Ernst - Fotolia.com

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Wer sich mit dem Thema Minimalismus beschäftigt und etwas englisch kann, kommt an diesem Mann einfach nicht vorbei. Leo Babauta ist so etwas wie der Ur-Blogger des Minimalismus. Ich lese zwar regelmäßig seine Blog Artikel aber wollte einfach mal mehr am Stück lesen. In seinem Buch findet man viele Blog Texte wieder, die jetzt in einer thematisch geordneten Reihenfolge antreten. Von der Grundidee, was Minimalismus ist, geht es weiter zu seinen Prinzipien, über das Aufräumen, des Computers / Arbeitsplatzes und der Wohnung weiter über das minimalistische Reisen, Essen, Fitness und Finanzen. Es ist so etwas wie der ultimative Rundumschlag und sollte wie ein Ratgeber gelesen werden, man pickt sich hier und da eine Idee heraus und setzt Sie auf seine eigene Weise um. Ich mag Leos klaren, direkten Schreibstil, er spricht direkt an, kommt auf den Punkt und beleuchtet in seinen Artikeln das jeweilige Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.

Das Buch ist auf der Kindle Platform erschienen und bei Amazon erhältlich. Ich möchte an dieser Stelle auch gerne noch einmal auf die Seite ZenMonkey verweisen. Thomas Bagausche hat sich die Arbeit gemacht, viele Artikel von Leo Babauta ins deutsche zu übersetzen.

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Kindle vs Billy – Bücherregal digital

© robepco – Fotolia.com

Seitdem Gutenberg im 15. Jahrhundert den Buchdruck erfunden hat, ist das gedruckte Buch eine absolute Erfolgsgeschichte.  Wo wäre das wissen der Menschheit, wenn wir es nicht festgehalten hätten? Aber die Zeiten ändern sich und es gibt seit einem guten Jahr immer mehr Meldungen über die Rekord Verbreitungszahlen von Ebooks. 2011 wurden in Amerika mehr Ebooks über Amazon vertrieben wie Hardcover und Taschenbücher zusammen.Bei Amazon.co.uk wurde dieser Durchbruch im August 2012 erreicht. Und bei mir seit einigen Tagen auch. Ich habe schon seit 2 Jahren immer mal wieder ein Buch über die Kindle Plattform erworben und es entweder auf meinem Handy oder am PC gelesen. Vor einem Monat habe ich mir dann, als die Preise für einen Kindel auf 79 Euro gesunken waren, einen solchen gekauft, weil ich es leid war, immer am Bildschirm zu lesen. Die E-Ink Technologie kommt ohne die ermüdende Hintergrundbeleuchtung aus und das Schriftbild ähnelt viel mehr einer Zeitung man vermuten kann. Mit der dazu gekauften Hülle vermisst man auch nicht so sehr das Gefühl etwas in der Hand zu halten, so kann man es weiterhin auf und zu klappen und es macht einen wertigeren Eindruck.

Das unschlagbare Argument dafür ist auf jeden Fall das Gewicht. 100 Bücher auf unter 300Gramm mitzunehmen ist einfach nicht zu toppen.Man kann sich natürlich herrlich darüber streiten, in welchem Verhältnis, die Anschaffung eines weiteren elektronischen Gerätes, etwas mit Minimalismus zu tun hat, aber für mich zählt die Platz- und Gewichtsersparnis mehr wie diese Argumente. Natürlich könnte ich mir die Bücher auch für 20 Euro im Jahr ausleihen, aber man kann nicht alles haben. Es gibt unzählige Klassiker von Sherlock Holmes über Göthe und Kafka zum Nulltarif.

Dieser Trend wird sich in Deutschland, so denke ich, erst in 5 Jahren richtig durchsetzen. Zu träge sind die Bemühungen etwa etwas an der Buchpreisbindung zu ändern. Es droht der gleiche Verfall wie im Musikbereich, weil große Konzerne sich dem neuen Markt viel zu langsam öffnen.20% Preisersparniss im Vergleich zum traditionellen Buch sind einfach noch zu wenig.

Das Ebook  bietet noch eine große Chance für alle die etwas zu sagen haben. Bücher selbst verlegen. Es war noch nie so einfach wie heute, Bücher für die Kindle Plattform zu schreiben, zu vermarkten und zu verkaufen. 2013 könnte mein erstes Buch über Minimalismus erscheinen.

Wie sind eure Erfahrungen mit Ebooks? Oder kommt dieser Trend für euch gar nicht in Frage?

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Hotelzimmer – Minimalismus auf Zeit

© slavun – Fotolia.com

Immer wenn ich für die Firma unterwegs bin, merke ich, das es wunderbar ist, in einem Hotelzimmer zu sein.Ich betrete das Zimmer und der erste Blick geht ins Bad.  Es ist alles schon da: Handtücher liegen über den Badewannenrand, es befindet sich genug Duschgel in der Dusche, Seife liegt auf dem Beckenrand und es gibt eine Ablagefläche für den mitgebrachten Rasierer, alles ist sauber, hell und wunderbar aufgeräumt. Bis auf das Nähpäckchen ist nicht zu viel dort. Es gibt meistens einen kleinen Schreibtisch, auf dem man den Laptop aufstellen kann, vielleicht ist noch genug Platz für einen Stift und ein Blattpapier, mehr braucht man nicht und sollte man wirklich mal etwas ausdrucken müssen, kann man immer noch der Rezeption eine E-Mail schicken, mit der Bitte diese Seite auszudrucken. Das geht meistens problemlos und ist im Service des Hauses inbegriffen. Vielleicht gibt es noch einen Sessel mit einem kleinen Tisch, dass man auch bequem in einem Buch lesen kann. Dann legt man legt den Koffer auf das Bett und fängt an die Kleidung an die Garderobe zu hängen darunter ist genug Platz für 4-5 Paar Schuhe und daneben für die anderen Sachen, die man mit sich trägt. Was braucht man schon mehr? Das Hotel bietet Essen, einen Wäscheservice und ist für alle Sonderwünsche Ansprechpartner.

Man kommt wieder nach Hause und wäscht seine Sachen, hängt Sie in den Schrank, lässt den Blick durch den Raum schweifen und fragt sich, brauche ich das wirklich alles?