Archiv des Monats “Mai 2014

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Aufmerksam zuhören, respektvoll begegnen

© Brian Jackson - Fotolia.com

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Wenn ich ein paar Dinge mit meinen 32 Jahren gelernt habe, dann sind das, Aktives zuhören und Menschen respektvoll zu behandeln.

Immer wenn ich irgendwo das Buch, der Vorleser sehe, muss ich innerlich ein wenig schmunzeln und denke bei mir, dass ich vielleicht der Zuhörer bin.
Ich bin gerne für andere Menschen da und bin für einige zu einer Art Vertrauensperson geworden. Ich höre gerne zu und sage ehrlich meine Meinung, wenn mich jemand etwas fragt.
Das hat mir in meinem Leben schon so viele intensive Momente und Freundschaften geschenkt wie wenige andere Eigenschaften.
Mit 15-17 habe ich beim Optiker gejobbt und Sonnenbrillen an Samstagen verkauft, um mir mit einem 400 Euro Job mein Taschengeld aufzubessern. Ich war mit der Situation konfrontiert, wildfremden Menschen, meine Beratung und Hilfe anzubieten. Ich habe mich immer als Berater und weniger als Verkäufer gesehen. Mein Ziel war es die schönste, beste und auch bezahlbare Brille für meinen Kunden zu finden.
Das Stichwort bezahlbar, hat mich eine frühe Lektion gelehrt. Entscheide nie über die Geldbörse deines Kunden.

Wie sehr habe ich mich über die erste schwarze Amex, oder einen Geldversteck im Inneren eines Gürtels gewundert.
Ich habe gewertet, Menschen in Schubladen gesteckt und gelernt, dass dies alles Quatsch ist.
Prommi´s wollen, wie andere Kunden behandelt werden und nicht beim Einkaufen noch Autogramme schrieben, professionelle Distanz kann in so einem Fall wirklich entscheidend sein.
Auf der anderen Seite ist mir aufgefallen, wie schlimm es ist, nach seiner Kleidung beurteilt zu werden.
Wenn ich samstags in der Stadt im Anzug unterwegs war, wurde ich freundlicher, schneller und respektvoller bedient, als, wenn ich einmal unter der Woche in meinen normalen Klamotten unterwegs war.
Ich versuche jedem mit Respekt zu begegnen, sei er der Kassiererin im Discounter, der Bedienung im Restaurant, meiner Bankberaterin oder mitfahrenden in der Straßenbahn.

Irgendjemand hat mal gesagt: Nimm die Menschen so, wie sie sind, es gibt keine anderen. Und genau das ist der Punkt. Wenn jeder so handeln würde, gäbe es viel weniger Konflikte, Stress und Kriege auf der Welt.

Wie nehmt Ihr es mit dem wirklichen zuhören und mit dem Respekt euren Mitmenschen gegenüber? Stehe ich mit meiner Erfahrung alleine?!

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Veränderung ist eine Entscheidung

© Coloures-pic - Fotolia.com

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Viele Menschen haben ein große Probleme damit, ihre Gewohnheiten zu ändern oder etwas Neues anzufangen.
Ich möchte gar nicht die ganzen Tipps wiederholen, nur eine Gewohnheit zu ändern oder diese für mindestens 30 Tage beizubehalten oder mit 5 Minuten zu starten.
Mir geht es ganz einfach um den Schritt davor.

Was motiviert dich etwas zu ändern? Warum willst du überhaupt etwas ändern? Welche positiven Veränderungen werden eintreffen, wenn du etwas anders machst. Wie wirst du dich fühlen, wenn du diese Veränderung in deinem Leben umgesetzt hast, was werden andere von Dir denken?

Wenn du dich wirklich ändern willst, dann gibt es einen bestimmten Moment. Viele Menschen sagen, es hat klick gemacht, irgendjemand hat den Schalter umgelegt.
Ich bin der festen Überzeugung, wenn dies nicht bewusst passiert, brauch man gar nicht erst anzufangen.
Es ist diese erste Einsicht, die den Grundstein für den Erfolg legt. Danach heißt es die Wiederholung zu leben (Üben, Üben, Üben) und bei Zweifeln oder einem Tief, einfach einmal durchatmen und sich bewusst machen, das war eine Ausnahme, ab morgen geht es weiter wie nach Plan.

Jeder, der bewusst die Entscheidung zum Minimalismus getroffen hat, ist den ersten und wichtigsten Schritt schon gegangen. Nun heißt es, auf dem Weg bleiben und das Ziel nicht aus den Augen verlieren und nie vergessen, warum Ihr diesen Weg gewählt habt.

Was sind eure Gedanken zu dem ersten Schritt? Bei welchen Veränderungen habt Ihr diesen bewusst vollzogen?

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Minimalismus Treffen 2014 Hamburg

© Jörg Hackemann - Fotolia.com

© Jörg Hackemann – Fotolia.com

Liebe Leser, Freunde, Minimalisten und Blogger. Es ist wieder so weit, das Minimalismus Treffen nähert sich in großen Schritten. Dieses Jahr treffen wir uns in Hamburg bei Planten un Blomen. Der Termin steht fest. Es wird der 26 Juli. Alle weiteren Informationen findet Ihr nach und nach auf der Seite Minimalismus-Treffen.de (oder via Twitter , Facebook). Frau Ding Dong (Frau Ding Dongs leben) wird die Seite mit Infos über Treffpunkt, Anfahrt und Co in der nächsten Zeit bestücken.

An dieser Stelle möchte ich noch mal auf meinen euphorischen Blog Post vom letzten Jahr über das Minimalismus Treffen 2013 hinweisen.  Letztes Jahr waren sehr viele Interessiere, Minimalisten und unter anderem folgende Blogger dabei:Finn(s)land.net, Frau Ding Dongs Leben, schlichtheit.com, Zen Monkey, Minimalismus und mehr, mamadenkt.de, reduziert leben, Apfelmädchen & sadfish, Minimalismus21, EinfachLeben, MalMini Blog, JanaDillo.de, blog.hboeck.de, Minimalism.us, einfach einfach leben

Ich bin schon sehr gespannt, wer in diesem Jahr noch alles dazu stößt. Ich weiß schon von einer Meetup Gruppe aus Hamburg und einigen neuen Bloggern und interessierten. Da wir im letzten Jahr mehr wie 30 Leute waren, gehe ich davon aus, dass sich in diesem Jahr rund 50 Interessierte einfinden werden. Ich liebe diesen Austausch vor Ort und endlich einmal wieder gute Freunde und Gleichgesinnte live zu treffen. Ich hätte nie gedacht, dass sich wir unsere Zahl von Teilnehmern in nur 3 Jahren verzehnfachen würden, aber das Thema ist, auch durch Hilfe der Medien, immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ich freue mich sehr über die vielen neuen Blogs, die im letzten Jahr an den Start gegangen sind und das Thema in ihren ganz individuellen Facetten beleuchten.

Ich freue mich auf #MT14HH

Michael

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Wiederholung schafft Gewohnheit

© Minerva Studio - Fotolia.com

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Mit 11 oder 12 hatte ich den großen Wunsch Keyboard spielen zu lernen. Gesagt, getan. Mit der finanziellen Unterstützung meiner Eltern hatte ich von nun an regelmäßig Unterricht zu Hause und habe immer wieder Fortschritte gemacht. Irgendwann war meine Leidenschaft dafür verflogen, die Leidenschaft für Musik ist immer geblieben.Jeder der ein Instrument lernt hat Folgendes von seinem Lehrer oder seiner Lehrerin immer wieder gehört.
Üben, Üben, Üben.

In meiner Optikerlehre war es genau so. Ein Bewusstsein für gerade flächen und Feinmotorik muss man entwickeln, es gibt natürlich auch ausnahmen und Überflieger, zu denen ich aber nicht gehörte. So musste ich Kunststoffmaterial mit Raspeln, Feilen und Schmirgelpapier so bearbeiten, dass es 4-eckig und auf 0,05mm gleich groß wurde.
Mein Ausbilder hat sich dann meine Werkstücke angesehen, mir meine Fehler aufgezeigt, ich habe mit Kollegen daran gearbeitet, wo es mir an Technik fehlte und habe es letztendlich geschafft. Die Wiederholung hat mir den Erfolg gebracht.
In eine der Tai Chi Klassiker steht sinngemäß und aus meinem Kopf hervorgeholt drin: Übst du eine Stunde, hast du den Erfolg einer Stunde, übst du einen Monat bekommst du den Erfolg eines Monats, usw.

Wenn ich am Anfang in einer bestimmten Position keine 5 Minuten ruhig stehen konnte, habe ich mir über Wochen und Monate eine Routine aufgebaut und konnte diese Position immer länger halten. Heute müsste ich auch wieder von vorne Anfangen.
Jeder der etwas Neues lernt, egal ob zeichnen, ein Instrument, eine neue Sportart, wird sehen, dass durch Wiederholen alles einfacher wird und irgendwann automatisch abläuft.

Wir machen es uns in unserem Leben oft, viel zu schwer und suchen nach der Zauberformel, um schnell abzunehmen, der Beste in einer Disziplin zu werden und verkennen dabei allzu sehr, dass es diese einfach Gleichung gibt.
Auf den Minimalismus bezogen, kann ich nur sagen, dass es mir sehr geholfen hat, mich regelmäßig mit dem Thema, anderen Blogs und dem Loslassen von Dingen, schlechten Gewohnheiten und unguten menschlichen Beziehungen zu beschäftigen.

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let me entertain you

© vetal1983 - Fotolia.com

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Nein, es geht hier nicht um Popmusik. Oder vielleicht doch ein bisschen. Ich habe mir in den vergangenen Wochen die Frage gestellt, wie viel an Entertainment ich in meiner Wohnung brauche. Ich streame mir Filme auf meinem Fernseher, spiele öfter mal an einer Konsole und höre Musik.

Aber was bringt mir diese Ablenkung wirklich? Bringt Sie mich in meinem Leben weiter, trägt sich wirklich qualitativ zu meiner Erholung bei?
Meine Freizeit von Montag bis Freitag ist momentan, bedingt durch einen langen Weg zur Arbeit, recht begrenzt. Ich habe Abends maximal 3 Stunden Zeit bevor ich mich wieder auf den Weg ins Bett mache. Morgens habe ich je nachdem wie früh ich aufstehe eine halbe Stunde bis maximal eine Stunde Zeit, die ich produktiv nutzen könnte.

Ich denke es gibt gar kein Pauschalrezept in dieser Angelegenheit. Ich höre wahnsinnig gerne Musik und empfinde dies weder als verlorene noch schlecht genutzte Zeit.

Was ich gelernt habe, ist mein Verhalten immer wieder zu hinterfragen und Entscheidungen zu treffen.

Entertainment ist zu eine Droge unserer Zeit geworden. Ich meine damit nicht nur Dinge wie den Fernseher sondern auch Freizeitaktivitäten. Der Kick muss immer größer werden. Auf der Kirmes reicht die Achterbahn nicht mehr aus. Man muss aus 80 Meter fallen um zu spüren, das man am leben ist. Man muss Erlebnisse und Aktivurlaube machen. Was man durch so etwas allerdings auch immer unterstützt ist eine wachsende Industrie.

Sollten wir unser verdientes Geld nicht dafür nutzen, Dinge mit Menschen zu machen. Uns an der Natur un den kleinen Dingen zu freuen. Anstelle unser Geld für Gadgets und Co herauszuwerfen? Wenn eins wirklich nicht zurück kommt, dann ist es die verlorene Zeit. Und man weiß nie, wie lange einem davon noch geschenkt ist.

Ich genieße einen tollen Sonnenaufgang, den Geruch, wenn es lange nicht mehr geregnet hat, tolle Gespräche mit Freunden und die ganzen kleinen Wunder dieser Welt.

Wie siehst du das Thema Entertainment? Was ist für dich ein „must have“ und was überflüssig.