Alle Artikel in der Kategorie “digitaler Minimalismus

Kommentare 4

ein Gerät für alles? Oder lieber mehrere?

Handsome businessman in classic shirt and eyeglasses is using a smart phone and smiling while working in office

© VadimGuzhva – Fotolia.com

Heute soll es einmal um digitalen Minimalismus gehen. Die Artikel der letzten beiden Tage werden so schnell wie möglich nachgereicht. Leider bin ich die letzten zwei Tage nicht zum schreiben gekommen. Ich hoffe ihr habt euch einfach in der Zwischenzeit die Artikel von Kerstin und Daniel angesehen

Früher hatte ich für viele Dinge immer ein eigenes Gerät. Einen separaten MP3 Player, eine Point and Shoot Digitalkamera einen Ebook Reader und ein Navi. Seit längerer Zeit nutze ich für diese Dinge nur noch mein Handy.

Für mich war es einfach der optimale Kompromiss ein Smartphone für all diese Aufgaben zu nutzen. Ich habe es meist immer dabei und griffbereit, es ist immer nur eine Anschaffung die ich tätigen muss, wenn ich dieses Gerät neu kaufe, habe ich dann aber auch immer in der Regel eine bessere Kamera gleich mit dabei.

Es gibt natürlich bei diesen multifunktionalen Geräten auch Grenzen. Der Akku ist meist etwas zu schwach und perfekte Tonaufnahmen bekommt man mit dem Gerät auch nicht hin. Für den Hausgebrauch reichen die Fotos auf jeden Fall, aber professionelleren Ansprüchen genügen Sie natürlich nicht immer. Trotzdem überwiegen für mich einfach positiven Aspekte.

Deswegen hat sich rund um das Smartphone und den Laptop noch ein wenig an Peripherie angesammelt. Das Podcast Mikrofon, ein Mikro fürs Handy, sowie ein LED Licht und eine Powerbank. Eine Halterung für Auto und mindestens 3 Ladekabel (Arbeit, Auto, zu Hause).

Ich bin mir natürlich bewusst, dass dies nicht für jeden Funktioniert und wenn ihr ambitionierter Fotografieren wollt, werdet ihr schnell an eure Grenzen stoßen. Ich finde es in solchen Fällen ja auch völlig in Ordnung für das Hobby öder den Beruf andere, einzelne Geräte zu nutzen, die in Punkten wie Qualität, Geschwindigkeit und Individualisierung deutlich besser abschneiden als mein „digitales“ Schweizer Taschenmesser.

Wie ist es bei euch? Setzt ihr mehr auf Kompromisse oder habt ihr mehr separate Geräte

 

Hier findet Ihr die Beiträge von Kerstin und Daniel

 

 

Kaffeebecher Macbook und Notizbuch auf einem Schreibtisch
Kommentare 12

Beim Bloggen geht es um Dich

Ich lese immer wieder Fragen zum Thema bloggen, die darauf abzielen Mehrwert für den User zu generieren. Texte werden SEO optimiert, gestylt und mit Keywords versehen, damit auch noch die Suchmaschine ihre helle Freude hat.
Ich finde diese Überlegung grundsätzlich falsch. Die ursprüngliche Idee eines Blogs ist immer noch ein online Tagebuch, in dem Du Dinge festhälst, die Dir persönlich passiert sind.

Wenn ich einen Blog lese, will ich durch die Zeilen den Menschen sehen. Mitfühlen, miterleben, mit dabei sein, ungefilterte Emotionen, Erkenntnisse, Umbrüche, Höhen und Tiefen.
Ich will etwas Ehrliches.

Ehrlichkeit ist selten geworden in einer Welt, in der es darauf ankommt, welchen BMI man hat, welche Klamotten man trägt und welchen Lifestyle man pflegt.

Das heißt natürlich nicht, dass alles auf dem Blog egal ist und es nur auf die geschriebenen Wörter ankommt. Ich freue mich darüber, wenn ein Blog klar strukturiert ist. Wenn sich jemand Gedanken über das Design, die verwendeten Farben, die Menüstruktur und seine Social Media Kanäle gemacht hat.
Zu wider sind mir diese ganzen anderen Überlegungen. Meld dich jetzt an für meinen Newsletter und du erhälst mein Ebook XY in 10 Schritten zu mehr … bla bla….

Ich sehe diese verschiedenen Kanäle immer nur als Angebot, die Inhalte über einer anderen Platform nutzen zu können. Ähnlich wie das bereit stellen eines RSS Feeds. Du willst die Seite nicht immer ansurfen? Dann Aboniere sie, dort wo du bist. Egal ob als E-Mail. Facebook Seite, TwitterAccount oder bei google+ .

Angebote wie Pinterest und Instagramm sehe ich als Erweiterung an. Hier geht es nicht darum nur dein Artikelbild zu pushen, sondern weitere Einblicke zu geben. In dein Leben, deine Interessen und passend zu Themen, die dich interessieren.

Was für Blogs lest ihr gerne und wie seht ihr massive Werbung und zu starke Optimierung?

Kommentare 15

Gefahren des privaten Outsourcings

die aktuelle Lage

Outsouring ist in aller Munde. Callcenter werden nach Indien oder in Osteuropäische Länder verlagert, Produktionsstätten wandern in die dritte Welt und Krabben werden in Afrika gepult, weil es dort billiger ist. Jeder von uns kennt diese Mechanismen. Es wird durch das Auslagern Geld gespart und der Gewinn maximiert.

Ich möchte hier gar nicht darauf eingehen, welchen Boom es an Personaldienstleistern in Deutschland durch die Harz Gesetze gegeben hat oder welche schlimmen Folgen für viele tausende Beschäftigte dieser Trend hat. Mir geht es darum, dass wir auch ständig im privat Leben outsourcen und so schleichend Fähigkeiten verlieren und immer unselbstständiger werden könnten.

Wir leben in einer Welt von Spezialisten

Die Industrialisierung und die immer schnellere Verdopplung des Wissens der Menschheit hat dazu geführt, dass nicht mehr jeder alles kann. Wir haben uns auf einem der letzten Minimalismus Stammtische in Köln darüber unterhalten, dass man oft Ratlos ist, wenn man einen Jobtitel hört. Der Facility Manager (Hausmeister), ist nur das bekannteste Beispiel. Ich frage dann meist konkret nach, wie ihre Tätigkeit im allgemeinen aussieht. Das verschafft mir ein konkreteres Bild als ein anglizistischer Phantasiename.

Aber wie sieht es nun im privaten aus? Was sourcen wir denn hier alles aus? Eine ganze Menge!

Viele von uns kochen nur noch wenig frisch. Anstatt hier wieder mehr selbst zu tun, suchen wir die Abwechslung zwischen dem China Man und dem Pizza Taxi. Ich hatte ein paar Tage Urlaub und meine Freundin und ich haben viel frisch gekocht und dabei auch einige neue Rezepte ausprobiert. Es kostet schon etwas Zeit, aber die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.

Der Schublade des CD Players meiner Mutter fährt nicht mehr raus. Es muss, wie schon die Male zu vor, am Riemen liegen, der für diesen Mechanismus verantwortlich ist. Wir waren dann in einer Kette eines Elektronikfachmarkts, der in der Vergangenheit für einen sehr kleinen Betrag diese Reparatur selbst durchgeführt hat. Leider mussten wir feststellen, dass es diesen Service nicht mehr gibt. Er wurde ausgelagert. Wir könnten den CD Player nun einschicken lassen, müssten mehrere Wochen Warten und der Preis wäre in etwa 5 mal so hoch, wie zuvor. Ich werde daraus ein kleines Projekt machen und mich einmal mit dem Thema Repaircafé auseinander setzen.

Viele von uns kaufen auch online ein. Es geht schnell, wir sind an keine Ladenöffnungszeiten gebunden, bekommen einen geringeren Preis und die Ware auch noch an unseren Arbeitsplatz gesendet. Eigentlich perfekt, oder?
Leider nein. Wir vergessen die schlechten Arbeitsbedingungen bei vielen Onlinehändlern und im Versandgewerbe. Wer sich einmal 5 Minuten mit einem Fahrer von Hermes, TNT, GLS und wie sie auch immer heißen mögen unterhält, wird feststellen, dass dies wirklich Knochenjobs sind, die wenige von uns bereit wären, für unseren aktuellen Job einzutauschen.
Ein anderer Punkt dabei ist auch, dass die online Einkäufe dazu beitragen, dass kleine Geschäfte sterben. Wir sehen es in den Innenstädten, jede sieht doch fast gleich aus. Fastfoodketten für Burger & Cafés, Modelabels, Mobilfunkanbieter, Kaufhäuser und Elektronikfachmarktketten dominieren das Straßenbild.
Deswegen sollten wir uns immer mal wieder bewusst machen, welchen Preis wir wirklich dafür zahlen, wenn wir etwas Zeit und Geld sparen wollen.

Auswege?

Das Repaircafé ist eine interessante Alternative um elektronsiches Fachwissen zu erlangen und die Lebensdauer eines Produktes zu erhöhen. Außerdem hört sich das ganze, nach einer Menge Spaß an.
Ein weiterer Weg ist es, Dinge einfach mal wieder selbst zu tun. Sei es die Steuererklärung, Kochen, in der Stadt einkaufen (natürlich nicht als Minimalist, da braucht man ja nicht viel…).
Es gibt eine Menge an Anleitungen und Blogs rund um das Thema DIY do it yourself. Von der Einladungskarte über Kleidung bis hin zu Gebrauchsgegenständen, kann man sehr vieles auch selbst herstellen.

Tauschringe sind in den letzten Jahren leider etwas aus der Mode gekommen. Hier geht es darum Arbeitszeit, gegen Arbeitszeit zu tauschen. Jemand kocht gerne Marmeladen ein, braucht aber jemand anderen um eine Wand zu streichen oder den Rasen zu mähen. Es gibt hunderte Beispiele, welche Dinge man in diesem Zusammenhang ertauschen kann, es gibt praktisch keine Grenzen. Somit werden Güter oder Waren eingetauscht ohne Geld.

Kommentare 10

AppleWatch – Mein Fehlkauf des Jahres

digital clock on a man's hand

© peshkov – Fotolia.com

Innerhalb der #Konsumauszeit wurde es jetzt auch einmal Zeit über vergangene Fehler zu reflektieren. Der größte dieses Jahr war der Kauf einer AppleWatch.

Ich muss dazu erst einmal sagen, dass ich vom Konsumentenprofil zur Gruppe der early adopter gehöre, die gerne neue Technologien vom Start weg ausprobieren und daher anfällig war für diesen Kauf.

Ich trage seit Jahren eigentlich keine Uhr mehr, weil Zeitanzeigen immer omnipräsent sind. In der U-Bahn auf dem Auto Armaturenbrett, auf dem Receiver meines Kabelfernsehbetreibers, auf dem PC und natürlich auch auf dem Smartphone.

Ich fand die Idee, Nachrichten und Benachrichtigungen über das Handgelenk zu bekommen wirklich gut und wollte dies selbst einmal ausprobieren.
Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass mein Handgelenk vor lauter Benachrichtigungen mich ständig aus meiner eigentlichen Arbeit gerissen hat.

Zugegeben, das leichte Klopfen war vom haptischen Gefühl her wirklich angenehm, aber es signalisierte auf der anderen Seite wieder eine Benachrichtigung. Egal ob SMS, Email, WhatsApp, Facebook, auf jeden Fall etwas, was zu überprüfen war.

Mein Smartphone ist auf der Arbeit in der Regel lautlos und ich schaue ab und zu darauf. Den Rhythmus bestimme aber ich.
Für jemanden, der wenig mit anderen kommuniziert und auch nicht sehr aktiv in sozialen Netzwerken auftritt, ist die Uhr bestimmt eine tolle Sache. Für mich hat sie ein Stück weit mehr Stress bedeutet. Diesen habe ich dann wieder reduziert und dabei auch die Uhr. Außerdem habe dadurch einiges über mich gelernt.

Ich werde in Zukunft nicht mehr mit jeder Welle vorweg reiten, sondern warten bis diese vor dem Strand bricht und schauen, was davon übrig bleibt.
Ich werde mich an diesen Fehlkauf erinnern und reflektieren, ob ich nicht gerade in die gleiche Falle tappe.
Ich werde in Zukunft auch weiter darüber schreiben, wenn ich mir einen Fehltritt wie diesen geleistet habe. Wir sind alle nicht perfekt und jeder, der online dieses Attribut in Anspruch nimmt, hat für mich schon einiges an Kredit verloren.

Was war euer Fehlkauf des Jahres?

Kommentare 15

Gastbeitrag: 7 Tipps, wie Du der Reizüberflutung im Internet entgehst

modern computer gadgets - laptop, tablet and phone close up

© neirfy – Fotolia.com

Hast Du Dich schon einmal dabei erwischt, direkt nach dem Aufwachen sofort zum Smartphone zu greifen, auf dem schon zahlreiche Benachrichtigungen warteten? Hast Du Deine E-Mails schon mal mehr als fünf Mal am Tag gecheckt? Warst Du schon mal mehr als zehn Stunden online?

Bist Du inzwischen genervt vom Überangebot der Informationen und der allgegenwärtigen Werbung im Netz? Bist Du vielleicht sogar häufiger unausgeglichen, unkonzentriert oder gar überfordert, bekommst schneller Kopfschmerzen und hast ein höheres Stressempfinden? Ich glaube, wir müssen reden!

Die Schattenseiten des Internets

Informationen prasseln insbesondere in den digitalen Medien wie Fernsehen oder Internet beständig auf uns ein. Gerade letzteres hat sich als allmächtige Wissensquelle etabliert, obwohl die Richtigkeit der Informationen manchmal eher zweifelhaft ist. Schnell können wir einer unerträglichen Reizüberflutung ausgesetzt werden.

Wer seine Zeit tagtäglich vor den Rechner verbringt, kann sich nicht nur die Augen und den Rücken verderben.

Der dänische Forscher Jakob Nielson bemerkte bereits 1997 eine Veränderung im Lesefluss der Menschen im Internet. Anstatt wie in einem Roman jeden einzelnen Satz wahrzunehmen, scannen wir nur noch die wichtigsten Textstellen und suchen nach »Stoppern« wie Zwischenüberschriften, Listen oder markierten Wörtern.

Betsy Sparrow von der Columbia University entdeckte dann 2011 den so genannten Google-Effekt. Durch die ständige Erreichbarkeit von Informationen trainieren wir unserem Gedächtnis an, nur noch zu wissen, wo man sie nachschlagen kann, anstatt sie bewusst abzuspeichern.

Inzwischen hat selbst die Werbewirtschaft entdeckt, dass überfüllte Webseiten und blinkende Banner sich durch die permanente Reizüberflutung negativ auf die Markenwahrnehmung auswirken.

Selbst beim heute vorherrschenden Flat-Design und schon fast minimalistischen Seitenstrukturen vieler Anbieter lässt sich vermuten, dass der Wunsch nach Einfachheit auch im Netz sehr groß ist.

In kleinen Schritten dagegen wirken

Natürlich muss man deshalb noch lange nicht das Internet verteufeln. Auch wenn die geballte Ladung an negativen Punkten erschreckend wirkt, stellt sie lediglich die Kehrseite der Medaille dar.

Das Smartphone durch ein Festnetztelefon zu ersetzen und dem Computer den Stecker zu ziehen, wäre hier genauso fatal:

Wir müssen bei weitem nicht gegen den Fortschritt sein, um mit dem Fortschritt sinnvoll umzugehen.

In vielen Situationen ist die Verwendung von Technik und Internet auch gesellschaftlich oder sogar rechtlich erforderlich. Und diejenigen, die online arbeiten, wollen ja schließlich auch nicht gleich ihren Job verlieren.

Mit ein paar kleinen und einfachen Methoden kannst Du aber der Reizüberflutung entgegen wirken. Das betrifft natürlich nicht nur das Internet ansich, sondern auch die Technik, mit der wir arbeiten.

1. Finde einen Ruhepol

Der erste Tipp zur Stressprävention lautet ja immer, sich einen Ausgleich zu suchen. Baue also regelmäßig Pausen ein, um Deinen Informationskonsum zu unterbrechen. Hier hilft beispielsweise ein Pomordoro-Timer, der Dich immer nach 25 Minuten zu 5 Minuten Pause anhält.

Da die Reizüberflutung im Internet ja vor allen Dingen die visuellen und auditiven Reize betrifft, solltest Du auch hier ansetzen: Entspannende Hintergrundbilder bzw. Bildschirmschoner und Stille (z.B. durch Noise-Cancelling-Kopfhörer) können hier wahre Wunder verbringen.

2. Minimalisiere Deine Interessen

Insbesondere kreative Menschen haben häufig das Problem, ständig von neuen Ideen und Interessen, die durch Internet-Recherche enstehen, überrollt zu werden. So hastest Du schnell von einem Thema zum nächsten, lässt Dir aber für keines wirklich Zeit.

Gehe einmal alle Deine Interessen durch und frage Dich, ob sie Dich weiterbringen und glücklich machen. Eliminiere Zeitfresser, mit denen Du Dich nur halbherzig beschäftigen möchtest. So kannst Du Dich auch viel mehr auf das Wesentliche konzentrieren.

3. Lerne wieder, langsam zu lesen!

Wenn Du viele News- oder Blogartikel liest, solltest Du auch hier reduzieren. Überfliege dazu alle Artikelüberschriften Deines News-Readers und speichere (z.B. in Pocket) nur die ab, die Dich wirklich interessieren.

Suche Dir dann eine feste Zeit am Tag, an der Du Dich nur dieser Artikel widmen kannst und lese sie langsam und aufmerksam. Nutze dazu ablenkungsfreie Reader oder den Reader-Modus Deines Browsers. Möglicherweise kannst Du Deinen täglichen Nachrichten-Konsum auch auf Deinen E-Book-Reader bringen.

4. Konfiguriere Deine Benachrichtigungen

Die größten Störenfriede der Technik und des Internets sind die zahlreichen Benachrichtigungen. Insbesondere auf dem Smartphone und Tablet können sie von den Dir wichtigen Aufgaben ablenken.

Konfiguriere deshalb jede Benachrichtigung, insbesondere für die sozialen Netzwerke, Newsreader und den E-Mail-Client. Entferne aber auch ungenutzte Apps, die Dich weiterhin mit Benachrichtigungen nerven. Aktiviere den »Nicht stören«- und VIP-Modus, um zu bestimmten Zeiten gar nicht mehr belästigt zu werden.

5. Schränke Deine Kommunikation ein

E-Mails, Messenger, SMS und Telefonanrufe können ebenso nervtötend sein. Reduziere Deine vorhandenen E-Mails auf ein Minimum (Stichwort »Zero-Inbox«) und entferne alle Konversationen, die abgeschlossen oder lange Zeit unbeantwortet geblieben sind.

Bestelle nach und nach alle Spam- und Werbe-Nachrichten ab und ersetze Newsletter durch RSS-Feeds. Richte Dir außerdem feste Zeiten ein, an denen Du Nachrichten beantwortest und arbeite dann alle ab, bis keine mehr übrig bleibt.

6. Reduziere Deinen Internet-Konsum

Mal Hand aufs Herz: Wieviele Webseiten nutzt Du wirklich regelmäßig? Beschränke Dich auf diese wenigen, anstatt das ganze Netz nach neuen Informationen zu durchforsten. Frage Dich auch immer nach dem Nutzen, bevor Du eine neue Webseite hinzufügst.

Lösche auch die Bookmarks auf Deinem Rechner und in der Cloud, um nicht wieder daran erinnert zu werden. Melde Dich unbedingt von allen Plattformen ab, die Du mal ausprobiert hast und nur noch ab und an darüber stolperst.

7. Logout

Natürlich sollte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass Du auch die Zeit, die Du im Internet, am Computer, auf dem Smartphone oder Tablet verbringst, ebenfalls minimieren kannst.

Manche schränken sich hier einfach etwas ein und gehen lieber in die Natur oder unter Menschen. Besonders spannend ist aber auch ein internet- oder sogar technikfreier Tag pro Woche.

Was auch immer Du davon ausprobierst – gehe es langsam an und probiere Schritt für Schritt, welche Dinge für Dich funktionieren und welche nicht.


Mirko

Mirko Schubert schreibt auf digitaler-minimalismus.de über das reduzieren des digitalen Lebens auf ein Minimum. Außerdem ist er in Musik, Pädagogik und einigem mehr bewandert. Schaut doch einmal auf seinem Blog vorbei oder startet eine Diskussion in der dazugehörigen Facebook Gruppe. Ich habe heute zum Start seines neuen Blogs auch einen Artikel beigesteuert (Abschied vom Apple Kosmos).

 

Kommentare 0

Internet limitieren

Die letzten 3 Tage war ich zur Fortbildung in Berlin und habe mich vorher bewusst dazu entschieden auf meinen MP3 Player und Laptop zu verzichten, also hatte ich 3 Tage keinen Zugang zum Internet.
Interessant war, dass ich nichts vermisst habe. Einige Leute habe ich darüber informiert, so dass Sie den Kontakt auf das Handy verlagert haben. Sonst haben sich in meiner Abwesenheit 50 Emails gesammelt, wovon bis eine keine Verzögerung eingetreten ist, weil fast alle, entweder Newsletter waren oder Notifications zu irgendeinem Vorgang. Versandbestätigungen, Feedburner Email Subscriptions, usw.

Ich habe mir es deutlich schlimmer vorgestellt und es war eine gute Erfahrung die mir einige Dinge näher gebracht hat.
Viele Dinge aus dem Internet kosten Zeit ohne zu viel nutzen zu generieren. Diese Zeit kann man auch Sinnvoller mit einem Buch, einem Treffen mit Freunden oder in die Arbeit an einem privaten Ziel verbringen.
Ich werde meine Benachrichtungen von WebSites und Newsletter reduzieren und für Versandbestätigungen Regeln und Unterordner einrichten.
Außerdem werde ich alle WebSiten die ich regelmäßig besuche in meinem RSS Reader aufnehmen und radikal alles was älter als eine Woche ist regelmäßig löschen.

Wie kann ich nun das Internet effizienter nutzen und weniger Zeit darin verbringen.
Meine erste Idee war, dass ich Dinge effizienter gestaltet. Dass kann aber auch nur der erste Schritt sein. Der wichtigere Schritt ist das limitieren der Online Zeit.
Wenn Sie sich vornehmen zunächst einfach einmal nur jeden 2ten Tag online zu gehen, werden Sie feststellen, dass es keinen großen Unterschied macht.
Das Internet und Ihr leben dreht sich weiter.
Gestern Abend, habe ich natürlich nachdem mein Koffer ausgeräumt war, direkt geschaut was ich verpasst habe. Ich war regelrecht enttäuscht über die 50 Mails und die paar neuen Podcasts.
Ich habe gestern nun alles durchgearbeitet, gelöscht, verschoben und markiert, was mir Wichtig erschien.

Hier noch einmal das wichtigste in Kürze

  • Limitieren Sie Ihre Online Zeit
  • Nutzen Sie die gewonnene Zeit sinnvoll
  • Arbeiten Sie effektiver z.B. mit RSS statt Newslettern
  • Reflektieren Sie über den Gewinn der Zeit
Kommentare 0

simpler desktop

Viele Desktops sind heute überladen, es sind bunte ständig wechselnde HintergrundBilder platziert. Tolle grafische Animationen und viele Widgets die über alles möglich in Echtzeit erinnern und Direktzugriffe auf möglichst viele Programme bieten.
Die Frage ist. Brauchen wir das?
Entfernen Sie einfach alle Bildschirmsymbole,nutzen Sie einen einfachen einfarbigen Desktop Hintergrund. Deaktivieren Sie die ganzen dynamischen Effekte.
Müssen wir wirklich innerhalb von einer Sekunde alles aufnehmen?
In der praxis merke ich immer mehr, dass die Ablenkung dadurch viel Größer ist. Ständig schaut man auf den Twitter Client, auf die Uhrzeit, den Akkustand oder etwas anderes.
Ich bin dazu übergegangen die Artikel für den Blog mit OmmWriter zu verfassen und danach das geschriebene zu kopieren. Ich kann mich einfach besser konzentrieren und bin so auch schneller am Ziel,was nicht das erstrebenswerteste ist, aber ein angenehmer Nebeneffekt.
Nach ein paar Stunden der Benutzung ist das einzige was ich wirklich vermisse, der Lautstärken regler am Bildschirm, diesen werde ich mir wieder einblenden.
Wie sieht euer Desktop aus? Vollgeladen mit Verknüpfungen, oder sauber sortiert, mit Ordnern für alles und jedes!?

Kommentare 7

Handy für Minimalisten

1997 – mein erstes Handy mit 15. Ein Nokia 6110. Seitdem ist einige Zeit vergangen und das Handy von heute kann mehr als Snake, Wecken, telefonieren, 160 Zeichen SMS und polyphone Klingeltöne.
Ich glaube heute jemand mit 15 zu zeigen was so ein Handy früher konnte erntet Kopfschütteln.
Heute ist das Handy alles… Computer, Kamera, MP3 Player, Notizbuch, Internetanbindung, Datenspeicher.
Da der Akku meines „Smartphones“ wird langsam schwach (1/2 Tag) und daher heisst es back to the roots. Ich habe mir für 17,99 ein Handy geholt dass fast das selbe kann wie mein 6110. Außerdem dass es ein Farbdisplay und T9 hat.
Und ich muss sagen.. Ich vermisse nichts… Nicht die Schnappschüsse für Facebook, Skype, die Apps, die Kamera, ok… den MP3 Player, aber den habe ich auch noch.
Also wenn Sie das Handy nicht für die Arbeit brauchen, probieren Sie es aus…
Nutzen Sie das Telefon nur als das wofür es mal gedacht war und nutzen Sie für andere Dinge den PC, Das Laptop, oder andere Dinge.
Es gibt mir ein Stück mehr Freiheit.