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Gastbeitrag: ZTD Gewohnheit 9

© LoloStock - Fotolia.com

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Anfang des Jahres habe ich begonnen mir die Gewohnheiten von ¨Zen To Done¨ anzueignen. Zen To Done ist Selbstmanagement-System, das Leo Babauta aus anderen Systemen (besonders ¨Getting Things Done¨) zusammengefasst und vereinfacht hat. Vor einem Jahr habe ich für mich ein geeignetes (einfaches) System gesucht, um meine Termine zu ordnen und ganz allgemein ein bisschen Struktur in mein Leben zu bringen. Monat für Monat bringe ich mir seit Januar 2014 jeweils eine Gewohnheit von Zen To Done bei.

Im November habe ich mich mit der 9. Gewohnheit von Zen To Done auseinander gesetzt – „Routinen“. Für diese Gewohnheit habe ich mir die Aufgaben bzw. Termine angeschaut, die ich vor mir hatte und habe diese zusammengefasst, beispielsweise „Emails beantworten“ und „Telefonate führen“ zu ¨Zeit für Kontakte¨. Durch die Gruppierungen habe ich dann meine Routinen gebildet und diese sinnvoll über den Tag (Tagesroutinen) oder die Woche (Wochenroutinen) verteilt. Dabei ging es weniger darum eine genaue Uhrzeit festzulegen, sondern mehr darum festzulegen ob ich gewisse Dinge lieber morgens, mittags oder abends mache. Schließlich soll das System einen ja nicht unflexibel werden lassen.

Für mich war der November sehr ereignisreich und turbulent und ich war froh, dass ich schon vor dieser Gewohnheit einige Routinen in meinem Tagesablauf fest integriert hatte. Denn was mir immer wieder auffällt ist, dass Abläufe, die man regelmäßig durchgeht einen guten Anker in schwierigen und stressigen Zeiten bilden.

Gewohnheit 9 habe ich nicht nach meiner Zufriedenheit in den Alltag integrieren können und ich werde diese Gewohnheit ein weiteres Mal in Angriff nehmen. Gescheitert ist es vor allem daran, dass ich noch zu inkonsequent Zeit für mich einfordere. Das ist sicher ein Punkt, den ich mir in nächster Zeit noch einmal bewusster machen muss.

Ich habe für mich gelernt, dass ich, um diese Gewohnheit umzusetzen, ereignislosere Zeiten brauche. Deshalb werde ich (sowie übrigens Gewohnheit 2 ¨Durcharbeiten¨) im nächsten Jahr noch einmal durchgehen.

Insgesamt konnte ich jetzt schon sieben Gewohnheiten (1 und 3 bis 8) von Zen To Done erfolgreich umsetzen und für mich annehmen. Ich habe mir für Ende des Jahres vorgenommen alle gelernten Gewohnheiten nochmal bewusst durchzugehen. Das bedeutet sich nochmal die Texte von Zen To Done durchzulesen und zu überlegen, an welchen Stellen eventuell noch Verbesserungsbedarf besteht.

Zen To Done empfehle ich wirklich allen, die ebenfalls ein System suchen, wie sie ihr Leben besser managen können. Ich denke, es gibt noch viele andere gute Selbstmanagement-Systeme, aber man muss sich irgendwann für eines entscheiden. Für mich war es bisher nicht immer einfach eine Gewohnheit umzusetzen, ich habe allerdings gelernt, dass es Zeit braucht und dass es mit Geduld auch gut funktioniert.

Ich fühle mich nicht verpflichtet alle Gewohnheiten genau so umzusetzen, wie es empfohlen wird. Jede Gewohnheit passe ich individuell für mich an und überlege, ob ich sie auch annehmen kann. Wenn eine Gewohnheit einfach etwas länger braucht, dann nehme ich mir die Zeit dafür.

Jetzt, nach knapp einem Jahr, kann ich behaupten, dass ich es geschafft habe mich besser zu organisieren, dass ich aber auch gelernt habe etwas spontaner auf Ereignisse zu reagieren. Ich bin (natürlich nicht nur durch Zen To Done) ausgeglichener und gelassener geworden.

Danke an Julia von minimalistisch Leben. Julia könnt Ihr regelmäßig bei Minimalismus Stammtisch KölnBonn treffen

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