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kleine Laster – oder: die lieben Gewohnheiten

© Marco Mayer - Fotolia.com

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Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach, so stand es schon in der Bibel geschrieben. Ich möchte hier nicht über die klassischen Laster, so wie sie in unserem Kulturraum verstanden werden reden. Diese wären der vollstänigkeit halber: Stolz, Neid, Völlerei, Geiz, Faulheit, Zorn und Wollust. Mir geht es viel mehr darum, was man im allgemeinen Sprachgebrauch als die kleinen Laster bezeichnet. Die schmacht nach Schokolade, exzessives Kleidung shoppen, das Bier nach Feierabend und Rauchen, in der Imbiss Bude am Automaten spielen, einen Burger aus dem FastFood Restaurant. Diese Liste ist keinesfalls vollständig und kann sicher von jedem von Euch mit eigenem Inhalt gefüllt werden.

Es gibt für mich 2 Arten dieser kleinen Laster. Die erste Art sind Dinge, die man sich wirklich verkneifen sollte und die andere Art, die man in der Häufigkeit stark einschränken sollte, weil sie sonst auch ihren Reiz verlieren.

Alkohol ist ganz klar so ein Fall. Ich trinke ab und zu gerne einen Cocktail oder auch mal ein Bier aber es ist keinesfalls eine regelmäßige Gewohnheit noch eine Notwendigkeit. Ich kann hier an dieser Stelle nur raten, wenn Ihr regelmäßig Alkohol trinkt den Konsum drastisch zu reduzieren und für euch selbst zu prüfen, ob Ihr vielleicht ein Problem damit habt und euch Hilfe zu suchen, es gehört für mich keinesfalls dann mehr zu einem kleinen Laster, sonder zu einer Sucht. Das gleich gilt meiner Meinung nach auch für Zigaretten, eine kleine Ausnahme mag es bei Gelegenheitsrauchern geben oder in den Raucherlounges, aber da ich selbst nie geraucht habe, und ich meine damit auch nie, kann ich schwer beurteilen, ob man wirklich “Gelegenheitsraucher” sein kann.

Wer kennt nicht jemanden im Bekanntenkreis oder im familiären Umfeld, der regelmäßig Lotto spielt? Mir fallen da ein paar Beispiele ein, die einen schwören auf Ihre Zahlen, für andere ist es ein Spaß unter Kollegen, wieder andere machen nur bei großen Jackpots mit. Sätze wie, wenn man gewinnen soll, gewinnt man, oder, nur noch einmal, zeugen davon, dass man dem Reitz des Spiels erlegen ist. Früher hat man um 1 Pfennig Müntzen oder mit Streichhölzern gespielt, bei Mensch ärger dich nicht, ging es gar nicht um eine Wertung durch Geld. Dieses kleine Laster kann schnell ins Geld gehen und zu großen Enttäuschungen führen.Ich bin kein Glückspils, ich bin ein Verlierer…. Also spielt lieber Karten / Gesellschaftsspiele, wenn Ihr einen Kick verspührt. Gleiches gilt auch natürlich für jegliche Art von Wetten.

Die Völlerei, kennen wahrscheinlich viele, auch wenn Sie heute in Form von Süßem und Salzigem um die Ecke kommt. Ich esse nur ein Stück, und schon war die ganze Tafel an einem Abend gegessen. Ich kann dieses Verhalten so gut nachvollziehen. Der beste Tipp an dieser Stelle ist: Was man nicht im Haus hat, kann man einfach auch nicht essen.

Dem Shopping bin ich bei Kleidung kaum erlegen, aber mein größter Feid ist momentan in diesem Bereich ein großes online Versandhaus. Wenn ich nach ein paar Büchern suche, wird meine Merkliste immer größer und ich lösche sie oft einfach wieder um nicht einem Kaufrausch zu erliegen. Wenn man bedenkt, dass in solchen Versandhäusern Psychologen mit Programmieren Zusammenarbeiten um die idialen Cross Selling Angebote zu offerieren, sieht man in welcher Zeit wir angekommen sind. Hier hilft nur, nicht Ansurfen und ganz klare Budgets pro Monat einrichten, so kann man sich besonderes zusammen sparen, verliert nicht den Überblick und hat ein ganz klares Limit vor Augen.

Wie sehen eure kleinen Laster aus?

4 Kommentare

  1. Mein Laster ist eindeutig Whisky. Wobei ich das weniger unter Laster sondern unter Genuss ablege. Ich denke, dass man als Minimalist durchaus mit Genuss leben kann. Minimalismus heißt für mich nicht auf die schönen Seiten des Lebens zu verzichten, sondern das Leben von Gerümpel zu befreien und Qualität vor Quantität stehen zu lassen.

  2. Ich bin eine Leseratte und brauche immer wieder Lesestoff! Als Laster würde ich das aber nicht bezeichnen, zumal ich dafür recht wenig ausgebe und versuche diese Passion ressourcenschonend auszuleben. Leihe mir viel aus der örtlichen Bücherei oder tausche Bücher mit Freunden und Familie. Auch Bookcrossing und öffentliche Bücherschränke nutze ich. Und wenn ich doch mal ein bestimmtes Buch lesen möchte, an das ich nicht über die oben genannten Wege rankomme, gehe ich in die Buchhandlung oder bestelle online. Nachdem ich es gelesen habe, gebe ich es aber meist wieder weiter oder verkaufe es. Nur Bücher, die ich sicher ein zweites Mal lesen möchte, behalte ich.

  3. hmm…mein größtes Laster sind wohl Süßigkeiten. Ich bin definitiv zuckersüchtig. Mittlerweile habe ich aber genug Wege gefunden, um dieses Laster in Genuss zu verwandeln. Klappt meistens recht gut. Und wie du schon schreibst: Das was man nicht zu Hause hat, kann man auch nicht essen 🙂
    Stimmt! 🙂

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