Meine digitale Identität

© vege - Fotolia.com
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Viele Menschen machen sich gar keine Gedanken darüber, welche Spuren sie im Netz hinterlassen und welche Auswirkungen dies haben kann.

Ich muss natürlich vorweg schicken, dass ich kein Experte bin und das ganze nur an der Oberfläche ankratze. Trotzdem ist dass, was ich weiß ziemlich beängstigend und wir sollten uns im Netz zwei Dinge bewusst machen.

Das Netz vergisst nicht und es ist einfach ein Profil über eine Person zu erstellen, die im Netz regelmäßig aktiv ist.

Haben Sie schon mal Ihren Namen oder Ihre Email-adresse gegoogelt? Falls nicht? Setzen Sie sich lieber!

Meine digitale Identität besteht natürlich in erster Linie daraus, was ich im Netz aktiv Preis gebe. Wenn ich meinen Namen, meine Arbeitsstelle und viele andere Dinge angebe, sind diese für alle Zeiten im Netz gespeichert und gut verknüpfbar. Auch wenn es in letzter Zeit Vorstöße gibt, wie zum Beispiel Treffer bei Google entfernen zu lassen, geben wir doch sehr viel im Netz Preis.

Wir geben unsere Bilder und Nachrichten Facebook oder Google, halten Sicherungen im Netz vor, die von Regierungen eingesehen werden können.Nur wenige wissen, wo ihre Daten wirklich sicher sind, oder wie man diese effektiv verschlüsseln kann.
Ich finde es wichtig ein Bewusstsein dafür zu schaffen, mit seinen Daten im Netz kritischer umzugehen und sich bewusst zu machen, was digitale Identität heißt und wie ich ganz persönlich dazu stehe.

Digitale Identität heisst natürlich noch viel mehr. Wir hinterlassen Spuren im Netz, alleine schon dadurch, dass wir Websites aufrufen. Dies kann von den isp und anderen Stellen eingesehen werden.

Vor 15 Jahren war das Netz noch eine Einbahnstraße, Web 2.0 kannte niemand und Foren waren so etwas wie die sozialen Netzwerke von heute.
Man tauschte sich aus mit dragon85, skywalker_cgn und 007. Die Verknüpfungen und Social Networks haben dazu geführt dass die Schnittmenge zwischen realer und virtueller Welt größer geworden ist.
Ich verstehe das Netz als interaktionsmöglichkeit mit Menschen, denen ich im richtigen Leben vielleicht nie begegnet wäre. Durch den Blog habe ich viele tolle Menschen im richtigen Leben kennengelernt.
Außerdem bleibt man mit Freunden in Kontakt und organisiert viele Dinge schneller als mit Papier und Festnetz.

Bestandsaufnahme: Ich bin bei Google(+), Twitter, Facebook, Youtube, Xing, Linkedin, Instagram und einigen anderen Diensten im Netz angemeldet.
Dazu gehören online Shops und Dienste wie auphonic, Skype, Feedly, Dropbox. Dazu kommen noch 5 Websites bei denen ich mal in Hintergrund, oder mal im Vordergrund aktiv bin.
Wenn ich mir bewusst mache bei wie vielen Diensten ich angemeldet bin, kommen unweigerlich viele Fragen auf.

Muss ich wirklich wirklich so viel im Netz preisgeben?
Was passiert mit meinen Daten?
Warum bin ich dort überhaupt angemeldet und welchen Mehrwert bringt dieser Dienst / Shop oder dieses Netzwerk?
Läuft zu viel meiner Kommunikation online ab?
Wieviel Zeit investiere ich in so etwas?
Passt meine digitale Identität mit meiner wirklichen zusammen?
Will ich im Netz jemand andere sein oder jemand anderen darstellen wie im richtigen Leben?

Wie steht ihr zum Thema digitale Identität? Seid ihr im Netz aktiv? Wollt ihr dies reduzieren? Seid ihr euch der Gefahren bewusst?

  1. Vorsichtig sein ist schon eine gute Sache aber das Internet ist ein Medium das ohne der Eingabe von Daten kaum funktioniert. Selbst das Eintippen einer URL ist ja bereits mit der Preisgabe von persönlichen Informationen verbunden.

  2. Ein leidiges Thema und muss ehrlich sagen ich habe resigniert aufgegeben. Alle Achtsam keit und Datensparsamkeit hilft leider wenig, wenn deine Feunde ihr Adressbuch bei Facebook und Google hochladen.

  3. j. candido

    Ich habe nur noch :

    Hidrive (datenspeicher)
    Kylook (sync. Adressbuch)
    Avira (sicherheit & handy finder)
    Gmail (kalender,notizen,email)

    Yahoo email (als öffentliche email adresse)
    Skype (nutze ich kaum)

    Facebook,myspace, und alle anderen netzwerke hab ich eliminiert!!!

  4. Danke für deine Gedanken Michael
    In einigen der von dir aufgeführten SocialMediaNetworks war ich auch eine Zeitlang. Heute meine ich zu wissen, ich sei nirgends mehr angemeldet.
    Kann es sein, dass wir bei diesen Networks mitmachen weil wir Minderwertigkeitskomplexe haben? Wir fühlen uns klein und unbedeutend, aber auf Facebook werden wir zu Wer. Auf Xing sind wir auf einmal wichtige Geschäftsleute. In diesem und jenem Blog werden wir zu Experten – selbst wenn wir nichts davon verstehen.
    Wer sind wir ohne diese SocialMediaNetworks. Einfach als Mensch mit ein paar wenigen aber analogen Kontakten, Freunden und Familienmitgliedern. Dann wenn wir wieder in der Welt 1.0 angekommen sind, dort wo wir hingehören?
    Vor ein paar Jahren konnte man mich googeln und fand Bilder von mir und solche die ich gemacht habe. Ich hatte eine Website (oder sogar zwei). Wer mein Name eingab, stiess auf Texte und Links zu Sachen die ich gemacht, geschrieben und gesagt habe. Kurz: Man fand mich, und ich fand das cool. Ich war wer.
    Ich habe alles gelöscht und löschen lassen (manchmal brauchte es dazu eine Mail an den enstprechenden Webheini; aber es klappte fast überall).
    Ich bin froh, dass man mich fast nirgendwo mehr findet und ich habe absolut auch kein Bedürfnis auf irgend einer SocialMediaPlattform zu sein. Ich geniesse die paar echten real-analogen Freunde und Bekannte und mein Leben ohne Fakebook.
    (übrigens gebe ich auch hier nicht mehr bekannt als meinen Vornamen. Man muss mich ja nicht googeln 🙂

    • Hallo Martin, schon mal was von „Waybackmachine“ gehört? 😉 Das Netz vergisst nichts- leider.

      • Die habe ich auch schon mal probier t und konnte sehen, wie der Blog sich in den 3 Jahren geändert hat. Außerdem kann man sich darüber auch mal die großen Seiten der tech Branche ansehen. Schon lustig wie diese Seiten vor x Jahren aussahen

    • Sehe ich genauso wie du, Martin. Tut so gut.

  5. Mir persönlich ist facebook am unheimlichsten. Ich teile dort wenig persönliches und entferne tags etc, aber ich kann mich noch nicht überwinden, mich abzumelden. Xing und LinkedIn nutze ich auch, doch ich habe den Eindruck, die Infos über mich unterliegen mehr meiner Kontrolle.
    Was mich stört ist dass ich zahlreiche Accounts habe, von denen ich nicht mehr weiss. Einmal irgendwo etwas im Internet bestellt und dann nicht gleich wieder abgemeldet. Blöd.
    Ich verbringe immer noch zu viel Zeit online, die Informationssucht siegt oft über den Verstand.

  6. Hmmm! Was habe ich noch?
    Ich bin bei keinem sozialen Netzwerk mehr, sondern nur auf 2 Themenseiten, die meinen Hobbies dienen angemeldet um mich austauschen zu können.
    Außerdem Pinterest um meinen Rechner/ Tablet nicht mit schönen Bildern vollzumüllen. Ich habe einen Blog bei WordPress, der demnächst mit Bildern von 2 Projekten bestückt wird. Das war es auch schon…
    Ich habe lieber eine Hand voll realer Freunde als hunderte virtueller, die nicht da sind, wenn man wirklich einen Freund benötigt.

  7. Ich finde es wirklich klasse, dass Sie sich all diese Mühe machen und die Informationen aufbereitet für uns präsentieren. Danke dafür.
    Lg Danny

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