Perspektive wechseln

Brücke über Irrgarten
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Manchmal ist man in einer Situation so festgefahren, dass man nicht mehr weiterkommt. Es fehlt einem an Konzentration, Übersicht, dem einen Geistesblitz oder vielleicht auch nur der nächste Schritt um ein Projekt oder persönliches Vorhaben voranzubringen. In so einem Moment kann es hilfreich sein einfach die Perspektive zu wechseln. Und damit meine ich nicht die Sicht auf die Dinge, die um einen liegen.

Wenn ich einen neuen Post für den Blog schreiben möchte, kommt es immer wieder vor, dass ich vor einer leeren Textseite sitze und nicht mehr weiter weiß. Die Gedanken kreisen immer wieder um ein Stichwort oder eine Idee, aber die Sätze wollen einfach nicht auf der Tastatur landen. In diesem Fall mache ich mir immer ein paar Notizen, dass der Grundgedanke nicht weg ist, und beschäftige mich, für eine Weile, nicht mehr damit.

Wenn unsere Gedanken zu sehr auf die Lösung fokussiert sind, finden wir sie garantiert nicht. Jeder, der auf der Arbeit in Besprechungen sitzt, kennt das Phänomen. Der Chef fordert alle auf, etwas Konstruktives zur Lösung beizutragen, aber man ist geistig wie gelähmt. Nach dem Meeting, vielleicht beim Mittagessen kommen dann diese „Ich hätte ja xyz sagen können“ Gedanken. Wenn es die Situation zulässt, wechsle in diesem Moment einfach den Raum oder tue etwas völlig anderes. Wenn es nicht möglich ist, bitte ich um ein bisschen Aufschub oder die Möglichkeit im Meeting Protokoll Dinge zum Thema festzuhalten.

Ein Spaziergang oder eine Nacht zu schlafen, kann Wunder bewirken. Unser Gehirn setzt, ohne dass wir uns konkret mit unserem Problem beschäftigen, die Puzzleteile zusammen und wir bekommen das Ergebnis durch einen Geistesblitz präsentiert. Für diesen Fall ist es immer gut etwas zu schreiben dabei zu haben. Für viele von euch wird es das Handy sein, als erstes Mittel der Wahl. Bei mir ist es das meist auch, aber ich habe auch sehr gerne ein Notizbuch dabei, um Gedanken direkt festzuhalten. Das kann in der Bahn sein, oder im Supermarkt, wichtig ist nur, dass der Gedanke nicht verloren geht.

Wie verhaltet Ihr euch in festgefahrenen Situationen. Was hilft euch? Raus aus der Situation oder eine spezielle Technik, wie eine Mindmap?

 

 

  1. Ich bin immer ein wenig von der Tagesform abhängig. An manchen Tagen kann ich nicht anders, als 1-2 Stunden vor dem Problem zu sitzen, um einen ersten Schritt zu erzwingen. Sonderlich effizient dürfte das nicht sein, aber die Frustration überwiegt in mir dann so sehr, dass jede andere Tätigkeit keinen Raum bekommt. Hast du für solche Momente ein Rezept gefunden, mit dem du dich ein wenig lösen kannst, oder fällt dir das Abschalten von Natur aus einfach?

  2. Bei Meetings (schnelle und dringende Lösung gesucht): Blödsinn reden. Viel davon. Ganz unzensiert. Da können alle mitmachen, wir lachen viel und irgendwas Gutes kommt immer dabei raus.
    Klappt jedes Mal.
    Beim Schreiben: Cluster, impulsiv. Mindmaps sind zu langsam und zu überlegt
    http://de.wikipedia.org/wiki/Cluster_%28Kreatives_Schreiben%29 Beim Clustern kann man auf DEN Moment warten
    In der Kunst: Gucken. Kopfübergebeugt, blinzelnd, unscharf, lange.

  3. Hallo Michael,

    einen schönen Blog hast du da und dein Artikel zum Perspektivenwechsel hat es mir besonders angetan. Ich hole mich aus einer festgefahrenen Situation durch analoge Visualisierung raus. Ganz klassisch mit Stift und einem A4 Zettel 🙂

    Oder ein Steve Jobs mäßiger Spaziergang.

    Alles Liebe,
    Benedikt

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