Plastikfrei & Nachhaltigkeit – ein Anfang

 © weerapat1003 - Fotolia.com
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Wer sich mit Minimalismus auseinandersetzt kommt irgendwann mit dem Thema Nachhaltigkeit & Plastikfrei in Berührung.

Mein Weg war zu Anfang eher von innen nach außen, aber durch die intensive Beschäftigung mit Minimalismus bin ich dem Thema indirekt schon oft begegnet. Sei es durch die Werke von Niko Paech und Harald Welzer oder Blogs wie www.dasapfelmaedchen.de .

Leider steckt bei vielen Projekten immer noch eine alte Denkweise in mir. Ganz oder gar nicht, schwarz oder weiß. Allerdings nimmt man ja im Allgemeinen diese Sichtweise nur ein, weil man es sich einfacher machen will. Die Welt besteht nicht nur aus Grautönen, sie ist knallbunt. Ich habe ja schon einmal davon geschrieben, wie frustrierend es sein kann vor einem Joghurt Regal zu stehen. Da kommt dann schnell Überforderung ins Spiel und man lässt es ganz bleiben, überhaupt eine Sorte auszuwählen.

Durch meinen Weg zum Minimalismus habe ich gelernt, dass es besser ist, kleine Schritte zu gehen als sich einem Aspekt komplett zu verschließen. Ich habe mich mit meinem Café schon indirekt mit dem Thema auseinandergesetzt, weil es mir wichtig war, unter welchen Arbeitsbedingungen dieser produziert wird. Natürlich bleibt hier noch das Argument des ökologischen Fußabdrucks. Aber einen Tod muss man immer sterben. Ich trinke meist nur eine Tasse am Morgen bei mir zu Hause und komme so auf ca 1kg Kaffee in 2-3 Monaten.

Meiner Freundin hat mich dazu animiert auch andere Produkt zu ersetzten. Wattestäbchen nutze ich aktuell aus Bambus, meine Flüssigseife aus dem Plastikbeutel ist einem Stück Lemongrass Seife gewichen.

In der Küche werden in Kürze Metalldosen die Plastikbehälter ersetzen. Weckgläschen sind auch gut geeignet, kleine Mengen sicher von A nach B zu transportieren. Ich habe damit schon Tee, Kaffee und manches andere sicher und gut mitgenommen.

Es hapert noch etwas an der Mülltrennung und daran, immer einen Jutebeutel beim Einkaufen dabei zu haben. Mein Deo werde ich auch noch umstellen sobald ich das aktuelle verbraucht habe auf ein Aluminium freies, bzw. eine Deocreme.

Wie habt ihr angefangen? Und welche Punkte habt ihr schon umgesetzt? Welche Tipps, Blogs, Kniffe aus dem Alltag könnt ihr mir empfehlen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

  1. Hi.
    Das kenne ich…
    Wenn ich mich zu etwas entschlossen hab, möchte ich auch am Liebsten sofort und gleich und 100%ig umstellen 😉

    Im Bad stelle ich auch grad von Duschgel / Shampoo auf Seife aus einer Familien-Seifensiederei um. Beim Rasieren wird es wahrsch. folgen. Dieser Rasierschaum in Dosen ist auch ein ziemlicher Killer vom Umweltaspekt her (vom Treibgas abgesehen). Deo wird nach Testphase wahrsch. Deocreme von Wolkenseifen ersetzen.

    In der Küche habe ich die Vorratsdosen durch solche aus Edelstahl ersetzt (Plaste wech…). Nur für’s Einfrieren hab ich noch welche, die jedoch Phtalat-frei sein sollen (müssen auf der Arbeit mittags in die Mikrowelle – geht leider nicht mit Metall 😉 und diesen Bambus- bzw. Ökokunststoff-Dosen trau ich nicht so recht..)

    Für’s Frühstücksbrot dienst eine LunchBots Metalldose.

    Nachdem mir öfters schon Tassen runtergefallen sind und meine Tassensammlung eh kunterbunt war, habe ich mir ein paar stabile Edelstahltasen gekauft – die kann ich sogar zum Wandern nehmen und sind unkaputtbar. Das Gleiche mit Saftgläsern. Vorteil: Edelstahlbecher halten im Sommer kühlschrankkalte Getränke länger kühl, sind stabil und leicht. Die sonstigen Küchenutensilien (Meßbecher, Zitronenpresse etc.) sind eh entweder aus Edelstahl oder Pfannenheber/Rührlöffel aus Olivenholz. Da gibts kein Plaste mehr…

    Beim Café habe ich mich bei einem Einzug (Partnerschaft kaputt gegangen) mit einer Nespresso getröstet (ich weiß, Müll). Als ich jedoch gemerkt habe, wie schlimm das vom ökologischen Gesichtspunkt ist und wie teuer auch der Café letztlich kommt, habe ich mir vor Kurzem eine Preßstempelkanne (French Press) Edelstahl angeschafft und nachdem ich die letzten Kapseln aufgebraucht habe, wird daraufhin gewechselt und die Maschine kommt weg…

    Die Mikrowelle, die ich von früher hatte und viel. 2-3 x genutzt habe kommt nebst Zubehör auch in Kürze weg und wird durch einen kleinen Reiskocher ersetzt, da ich mehr Reis esse und der Herd zuviel Saft (Strom) verbraucht im Vergleich. Ich gestehe, daß ich früher nur Kochbeutelreis gekauft habe (auch hier ist der anfallende Müll natürlich untragbar auf Dauer). Bräuchte ich die Gefrierdosen nicht für die Mikro in der Arbeit, würde ich auch die vermutlich durch welche aus Metall ersetzen (gibt es ja auch…)

    Teedose, Kaffeedose sind schon seit Jahren aus Metall bei mir.

    Was noch offene „Baustellen“ sind, sind ein universelles Putzmittel (mal gucken, gibt’s ja viele Ansätze) und ggf. ein Ersatz für die Flüssigseife am Waschbecken. Da bin ich noch nicht mit mir im Klaren. Eine Sache ist, wenn ich für mich statt Duschgel feste Seife verwende. Vom Hygieneaspekt ist es für Gäste aber wahrscheinlich schöner oder „weniger ungewohnt“ (möglicherweise medizinisch auch besser), wenn man einen Flüssigspender hat. Schließlich reichern sich auf Blockseife auch Bakterien an. Solange man nur seine eigenen drauf hat, mag das ok sein…

    Viele Grüße
    Frank

    • Hallo Frank,

      für mein Mittagessen verwende ich gern Einmachgläser und fülle es im Büro dann in eine Schüssel.

      Alles Liebe,
      Philipp

  2. Ich wollte auch zuerst ratikal umstellen …. funktioniert nicht 😉
    Meine Körperpflege habe ich wie folgt umgestellt:
    Haarwaschseife von Aleppo, Kokosöl ersetzt Bodylotion, Abschmikzeugs und sämtliche andere Cremes die ich sonst hatte. Sogar mein Mann benutzt Kokosöl als Aftershave Balsam. Duschgel gibts nicht mehr stattdessen Seife von kein-plunder.de. Der Fön wurde auch abgeschaft. Zahnpflege: Bambuszahnbürste und Weleda Zahncreme. Deo: selbstgemachtes aus Kokosöl, Natron und Spreisestärke.
    Haushaltsmittel: Schmierseife (ist echt Gold wert und lässt sich vielseitig einsetzten. Waschmittel: Bei Youtube gibts tolle Videos wie man das selbst machen kann (ich habe Efeu, Kastanien und eine Mischung aus Waschsoda, Wasser und Kernseife ausprobiert – funktioniert alles wunderbar). Spülmittel benutze ich allerdings noch von Eco – hier habe ich zwar mit Efeu experimentiert fand aber das Ergebnis nicht gut.
    Die Plastikbehälter habe ich verschenkt und mir dafür Weckgläser gekauft (warum habe ich das nicht schon früher gemacht) 🙂 ?
    Einen Staubsauger besitze ich noch, der kommt aber selten zum Einsatz, Schuhe ausziehen und Gummibesen wirken wahre Wunder 🙂
    Mein Mann ist auf Filterkaffe und Porzellanfilter umgestiegen und findet es wunderbar – dauert auch nicht länger als ein Kaffeeautomat (einen solchen haben wir nie besessen)
    Gekocht wird saissonal und regional (Kohl ist etwas wunderbares und überhaupt nicht langweilig) .
    Die Küche wurde zudem von allem unnötigen befreit (6 Teller reichen für 2 Personen völlig aus) 🙂
    Seit ich auch meinen Kleiderschrank ausgemistet habe (sehr ratikal), stellt sich mir die Frage nach „Was ziehe ich heute an“ auch nicht mehr. Es befinden sich nur noch kombinierbare Lieblingsstücke darin.
    Ich habe mir einen Zettel in den Geldbeutel gelegt (war ein Tip aus einem Minimalismusbuch) …. Brauchst Du das wirklich, Macht es Dich glücklich, Lässt es sich reparieren usw. … das hilft mir Spontankäufe und unnötige Anschaffungen zu vermeiden.
    Um da zu sein wo ich jetzt bin, habe ich bestimmt ein Jahr gebraucht … diese Zeit sollte man sich aber auch nehmen 🙂

    Liebe Grüße Susanne

  3. Hallo,

    „ganz oder gar nicht“ kenne ich nur zu gut von mir selbst. Deshalb kaufe ich Sachen häufig einfach gar nicht, weil ich so wenig Kunststoff wie möglich verursachen möchte. Umso mehr wurmt es mich, wenn etwas nicht funktioniert oder ich unerwartet etwas in Plastik bekomme.

    Leider gibt es auch sehr viel Plastik, von der man als Konsument gar nichts mitbekommt. Kleidungsstücke im Einzelhandel werden beispielsweise einzeln eingeschweißt versendet und dann im Laden ausgepackt und auf Bügel gehangen. Das weiß ich nur, weil ich selbst mal in einem Geschäft gearbeitet habe.

    „Ganz“ funktioniert in unserer Welt also leider auch noch nicht. Aber wir können alle unser Bestest geben, um Plastik zu vermeiden. Und deshalb lebe ich nach der Devise „jeder Schritt zählt“ – auch wenn es manchmal Rückschläge gibt.

    Lieber Gruß,
    Philipp

  4. Solange deine Kunststoffsachen noch i.O. sind ist es IMHO ökologisch betrachtet Mummpitz die gegen was anderes auszutauschen. Immerhin sind die Ressourcen für den Kunststoff bereits verbraucht worden. Also sollten die Sachen auch solange genutzt werden bis sie kaputt sind. Wenn du jemanden hast der sich über die Teile freut, sieht die Sache etwas anders aus. Dann kannst die sie aber auch selbst behalten und bei Bedarf Step-by-Step austauschen. Sonst hast du – strenggenommen – unnötige Geldausgaben. Just my 2 pence 😉

  5. Hallo Michael,

    ich habe schon jede Menge weg von Plastik hin zu schönen/nachhaltigeren Alternativen (Glas, Edelstahl, Keramik, Holz) umgestellt. Weggeworfen wurde jedoch nichts sondern verkauft oder verschenkt. Zuletzt kam im Übrigen ein Ohrreiniger aus Edelstahl hinzu, kostet keine zehn Euro und ersetzt dauerhaft sämtliche Wegwerfvarianten.

    Geschrieben habe ich dazu u.a. auf meinem Blog den Post „35 Plastikalternativen – wie es bei mir aussieht“.

    … das einzig nicht wirklich nachhaltige an vielen dieser plastikfreien Varianten ist, dass man diese offline kaum bekommt – denn schließlich kann man mit diesen nur einmal – wenn auch dann etwas mehr – Umsätze generieren. Also muss der Versand dafür herhalten …

    Viele Grüße aus Berlin,
    Anja

  6. Hallo.

    Ja, Glas ist nat. auch ne Alternativ. Ich muß nur gestehen, daß ich Glas nicht mag – ich steh nicht auf Zerbrechliches… Drum hab ich auch auf Edelstahlbecher und -Tassen umgerüstet und das noch keinen Tag bereut.

    Zum Thema „neu kaufen“. Da muß ich auch Recht geben. Es ist sicher gut, Dinge „aufzubrauchen“ bzw. „bis zum Defekt werden zu nutzen“. Bei Plastik im Bereich Lebensmittel ist es aber so, daß gerade die älteren Gegenstände Bisphenol A und Phalate enthalten und diese nachweislich gefährlich sind. Also gilt das hier eher nicht.

    Plastikfrei…
    Man sollte eines nicht vergessen – komplett wird leider nie gehen und den Streß sollte man sich auch nicht machen. Weil… Kleidung oder z.B. Vorhänge sind auf auch aus Kunststoffen, auch wenn’s nicht so aussieht (zumind. Jacken, die einigermaßen wetterfest sind). Polycarbonat, Polystrol und wie die ganzen Poly… heißen, sind auch nur Kunststoffe? !

    Was Anja schrieb, ist leider auch nicht von der Hand zu weisen – daß man gezwungen ist, die Sachen im Versand zu kaufen (wieder CO2 produziert und Verpackungsmüll generiert), weil viele Dinge Offline kaum zu kriegen sind.

    Viele Grüße
    Frank

  7. Miss Coolblue

    Hi!
    Ich bin eigentlich nicht gerade die Person, die hier antworten sollte, weil ich mich für mein gestiegens Sportpensum mit Funktionswäsche ausgestattet habe. Ich hoffe aber immer noch, dass bei der Qualität diese auch jahrelang ihren Dienst tut.
    Auch bei Lebensmitteln habe ich es schleifen lassen. Aber ich habe selber vor einigen Tagen wieder mal gedacht, wieviel Plastik ich doch konsumiere. Ich versuche es so weit es geht zu vermeiden. Die großen Joghurtgläser nutzen nichts, weil ich sie nicht aufbekomme bevor er schlecht wird und leider kann ich auch keine Haarseife nutzen, daher gibt es Shampoo aus der Flasche. Ich greife dort zur Alternative wo es sinnig scheint. In der Obst- und Gemüseabteilung nutze ich schon lange keine Plastiktüte mehr und sollte ich meinen Jutebeutel mal vergessen, greife ich zur Papiertüte. Wenn ich im Regal vor vielen alternativen Verpackungen stehe, wähle ich auch mit Hinssicht aufs Preis/Leistungsverhältniss die ökologisch sinnvollste für mich. Ein plastikfreier Haushalt wäre ein Traum aber ich schmeiße die letzten Tupperdosen nicht raus so lange sie noch in Ordnung sind. Die Alternative kommt immer mit der Neuanschaffung.

    LG
    Miss Coolblue

  8. Die Tulpengläser von Weck sind unverwüstlich und man kann sie zum Einfrieren nehmen, Frank. Edelstahl nur ohne Chrom/Nickel. Oft ist das beigemischt. Jeder 5. hat Nickelallergie wie ich. Meist dann auch eine Chromallergie. Da hab ich viel Geld reininvestiert und konnte die Sachen gar nicht benutzen. Alufrei sollte es auch sein. Was hab ich denn noch umgestellt? Ich mag weiterhin Laminat und keine Diele. Auch lieber furnierte Oberflächen als Holz. Sägespanallergie. So einfach ist das alles gar nicht. Meine Haare erholen sich noch von der Haarseife. Ich hab also vieles wieder zurück umgestellt. Aus Plastik würde ich wirklich nichts mehr essen. Hebe auch keine Verpackungen auf und fülle alles in Gläser.

  9. Hallo Michael,

    was das Plastik-Thema angeht bin ich derzeit eher beim Gedanken von Nico Paech. Wir fahren mit geschätzten 120 km/h auf eine massive Wand zu. Durch einen bewussten Plastik Konsum und Vermeidung von Plastik (von jenen, die dies bewusst praktizieren) verringern wir das Tempo gefühlt auf 119 km/h). Na gut, vielleicht auch 110 km/h. Ich weiß, dass das eine sehr fatalistische Einschätzung ist. Ich versuche auch Plastik da zu vermeiden, wo es zum Himmel brüllend doof daherkommt, mache mir aber mehr Hoffnung auf die Zeit danach. Vielleicht erleben wir es ja irgendwann noch, dass Plastik richtig teuer wird, weil die Rohstoffe knapp werden. Wobei ich letztlich gar nicht weiß, ob das böse Rohöl überhaupt soviel ausmacht bei dem ganzen Gummi und Plastik. Da müsste sich vielleicht mal jemand zu Wort melden, der sich richtig gut damit auskennt.

    Letztlich hoffe ich durch den Minimalismus selbst (einfach wenig kaufen und besitzen) auch meinen Plastikkonsum stark zu reduzieren. Wobei allein das Thema Lebensmittel mit all den Verpackungen endlos zu diskutieren wäre. Es mag auch am Regentag liegen, aber ich glaube, dass unser aller bewusster Umgang mit Plastik die Welt so viel besser macht, wie das Verbot eines Vaters, das Kind solle doch bitte nicht ins Meer pinkeln. Man überführe mich bitte eines Irrtums in dieser Annahme.

    Alleine eines rechtfertigt aber das Bemühen um weniger Plastik. Man hat ein besseres Gefühl (ja, das ist auch etwas wert! und in der Regel sehen Gegenstände schöner aus, wenn sie nicht aus Plastik sind, also Holztisch versus Plastiktisch). Und hey, das sind doch schon zwei richtig gut Gründe, mal zu gucken, was man da so für hässliches Zeug in sein Leben lässt.

    Liebe Grüße, Marco

  10. Willkommen im „plastikfreien“ Club ;D
    Meiner ist allerdings gar nicht mehr so plastikfrei, bzw. sehe ich das mittlerweile entspannter. Klar, so ne Bea Johnson ist ein großes Vorbild, aber solange es keine flächendeckenden unverpackt supermärkte gibt die lange Öffnungszeiten haben, falle ich raus. Ich müsste aufgrund meiner Arbeitszeiten mit einem erhöhten Organisationsaufwand einkaufen und das will ich nicht. Außerdem gibt es auch genügend Bereiche und Sachen, in denen Plastik auch Sinn macht. (Medizin, Fahrzeuge…)

    Ich glaube, dass ein sehr guter Anfang schon gemacht ist, wenn man Beutel statt Plastiktüten nimmt und auf Getränke in Plastikflaschen verzichtet.

    Mein Lieblings „plastikfrei“-Tipp ist immer noch: Eis in Waffel essen oder eben im Eiscafe sitzen. Das hinterlässt keinen Müll sondern nur ein wohliges Gefühl 😀
    Alles andere habe ich hier aufgeschrieben: http://www.schwingelschwingeldingdong.com/2011/06/ein-leben-ohne-plastik-2/

  11. Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist auch extrem gefährlich. Jeder verzichtet gerne auf Joghurtbecher, wenn es Joghurt in Gläsern gibt. Was aber, wenn alle und immer mehr Menschen Joghurt wollen? Wenn die Ressource knapp wird, sollte man meiner Meinung nach auch die Anzahl der Verbraucher beachten. Was natürlich keine Rechtfertigung für einen hohen Kunststoffkonsum sein soll.

    Gruß
    Tobias

  12. Hallo,
    Wir haben schon vor einigen Jahren ziemlich radikal auf plastikfrei umgestellt. Es war kein Prozess, sondern eher von Jetzt auf „Sofort!“. Wir nutzen Lunchbots und Dosen von Kivanta zum Mitnehmen von Essen, Soulbottles (Glas) und Flaschen von Kivanta, bzw. Kleen Kanteen (Edelstahl) zum Mitnehmen von Getränken. Plastikklamotten wurden aussortiert und nur Baumwolle und Naturtextilien (Wolle usw.) behalten. Wobei das bei uns eher einen kleinen Teil ausmachte). Cremedeo machen wir selbst, so fällt nur die Plastikverpackung vom Natron und Zink an. Zum Putzen nehmen wir Zitronenessig, den gibts in einer Glasflasche und macht genauso gut sauber wir jeder andere Reiniger. Was uns jedoch gar nicht gefällt, sind alternative Zahnbürsten (z.B. mit Schweineborsten), das ist irgendwie eklig. Es gibt aber immernoch viele Sachen in unserem Haushalt, die aus Plastik sind und die wir erstmal nicht austauschen wollen: Arbeitsplatte in der Küche, Legospielzeug, Laptop (ja es gibt auch welche aus Holz, ebenso Tastatur und Maus. Das haben wir ausprobiert, jedoch stank das Mauskabel so derbe nach Chemie, dass wir das haben sein lassen. Besonders gut finde ich die plastikfreien Einkaufsmöglichkeit in Berlin (plastikfreier Supermarkt)- haben wir in Frankfurt leider noch nicht. Da unser Kokosöl auch in Gläsern daherkommt, haben sich über die Zeit einige Gläser angesammelt, sodass wir alle Lebensmittel wie Reis, Linsen, … plastikfrei aufbewahren können, ohne extra Gläser kaufen zu müssen. Günstig sind auch Pfandgläser von Joghurts. Zum Thema Plastik ist auch der Film Trashed von Jeremy Irons sehenswert.

    Viele Grüße

  13. Hallo!
    Für den Moment versuche ich eine plastikfreie Version meines Biomülls zu finden. Ich wohne in einer Miegwohnung und somit ist kein Garten und auch keine Kompost anlegen möglich. Den Biomüll einfach ein den Mülleinmer werfen ohne etwas setzt voraus, dass man jeden Tag wirklich 1-2 mal raus geht und das Zeug in Müll wirft – und ich muss dann trotzdem den Mülleimer ständig waschen – und das gern mache wenn es sich lohnt kann da 2-3 Tage dauern. Auch kann das dann ganz schön eklig werden .
    Mit Zeitungspapier so einen Hütchenbauen ist auch eher nix, weil kostenlose Zeitungen schon seit Jahren abbestellt sind. . Wäre euch für Ideen dankbar.
    LG Susana

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