schreiben in Bars und Cafés

© Dangubic - Fotolia.com
© Dangubic – Fotolia.com

Nach 2 Wochen melde ich mich nun zurück. Ich möchte euch erst einmal für die vielen Kommentare und Beileidsbekundungen bedanken. Gerade sitze ich bei mir in der Nähe in einer Bar und blogge. Ich entspreche damit so ziemlich dem Klischee einer Generation, die online ist und irgendetwas mit dem Internet macht und sich dabei aber trotzdem draußen herumtreibt. Nach mehreren schlaflosen Nächten, habe ich mich für einen Tapetenwechsel entschieden und hoffe, in einigen Stunden einen erholsameren Schlaf zu finden. Das Konzept des Tapetenwechsels ist nicht neu und trotzdem möchte ich eine Lanze brechen für das Aufklappen des Laptops in einer ungewohnten Umgebung. Egal ob es im Park, in einer Bar, in der Bahn oder wo anders ist. Die Atmosphäre ist gedämpft. Ich höre Stimmen, Musik, Bildschirme flackern um mich herum, und ich bin trotzdem konzentriert und die Wörter fließen.

Ich denke der Hauptgrund dafür ist, dass ich den Entschluss gefasst habe einen Artikel zu schreiben, heute Abend, jetzt, und nicht eher diese Lokalität verlassen werde, bis das letzte Wort geschrieben und der Artikel für morgen früh fertig ist. Ich habe hier auch nur wenig andere Möglichkeiten. Ich könnte mit dem Chef über die Cocktailkarte Philosophieren oder den Videoclips nachhängen und mich einem Burger hingeben. Aber was mache ich? Ich schreibe!

Ich kann sehr gut verstehen, wenn viele sich eine Schreibroutine aneignen und jeden Morgen zur selben Zeit bis zu 5000 Wörter schreiben. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft diese Routine zu entwickeln und bis dahin werde ich immer mal wieder den Ort wechseln um die Konzentration zu erhalten die ich brauche.

Von Daniel weiß ich, dass er gerne im UPH ist um einen Artikel zu verfassen, dort herrscht auch eine angenehme Atmosphäre, bei Getränkeflatrate und kostenlosen W-LAN sind alle Voraussetzung gegeben, um ablenkungsfrei zu schreiben.

Was man daraus für sein tägliches Leben lernen kann, ist, dass man sich eine Umgebung schaffen muss, in der es einem möglich ist, ablenkungsarm das zu tun, was gerade ansteht oder besser noch, genau das zu tun, was man machen möchte.  In welcher Umgebung könnt Ihr euch gut auf das Konzentrieren, was ihr tun möchtet.

  1. Ich setzte mich auch gerne in Cafes, egal ob mit oder ohne WLAN. Es gefällt mir beim Schreiben um mich herum Menschen und Geräusche zu haben. Da komme ich ganz anders auf Ideen als Zuhause.
    Genauso wichtig ist mir aber auch ein Ort der Ruhe – das ist dann meist Zuhause – an dem ich konzentriert Sachen fertigstellen kann. Beides hat bei mir seine Berechtigung und ich bin froh das nutzen zu können.

  2. Den Tapetenwechsel kann ich wirklich gut nachvollziehen. Das hat ja auch was: Mitten im Leben und trotzdem ganz bei den eigenen Gedanken, Wörtern, Texten.
    Ich selbst könnte das vermutlich trotzdem nicht (mehr). Mit gelingt kaum ein vernünftiger Satz, wenn ich nicht absolute Ruhe habe. Allerdings nehme ich auch über meine Hörgeräte Geräusche in Cafes und Restaurants auch extrem unangenehm wahr. Es ist vielleicht eine Frage des Typs, der aktuellen Lebensbedingungen. Zum Glück gibts die Wahl.

  3. Viele Cafés oder deren Innenarchitekten achten leider nicht auf Akustik. Wenn doch, kann es ein toller Ort zum arbeiten sein. Allerdings nur fürs schreiben oder zeichnen. Nicht fürs programmieren. Die Störgeräusche müssen halbwegs homogen sein. Die Gespräche der anderen müssen zu einem Brei zusammenfliessen, dann geht es gut.

    Ich habe mir nun vorgenommen meine blogartikel regelmäßig in Cafés zu schreiben. Mal sehen was daraus wird.

    • Ja, mit der Akustik hast du recht, manche bauen bei niedrigen Decken mittlerweile Schallschlucker Panels ein. Wenn mir der Lärm zu laut wird, greife ich auf Noise cancelling Kopfhörer zurück und dazu etwas ruhige Musik.

  4. Wäre für mich Stress pur. Ich kann mich gar nicht konzentrieren unter anderen Leuten. Noch nicht mal was lesen und wirklich mitkriegen, w a s ich da lese. Ich nehme einfach viel zu viel auf an Geräuschen und Stimmungen.

    Liebe Grüße – Tanja

    • Geht mir ähnlich wie Tanja. Entweder gehe ich raus und interagiere mit meiner Umwelt, oder ich schreibe in einem ruhigen Umfeld.

  5. Mir kommen in meinem Lieblingscafe oft neue Ideen. Wahrscheinlich durch die beruhigende Atmosphäre dort. Ich sinniere dann so vor mich hin und mach mir Notizen. Aber einen zusammenhängenden Text kriege ich dort nicht zustande.

  6. Kannst Du bitte, bitte die Apostrophe aus dem Titel entfernen? Die sind da grammatikalisch völlig falsch.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.