Kommentare 1

sich von Dingen trennen

© Birgit Reitz-Hofmann - Fotolia.com

© Birgit Reitz-Hofmann – Fotolia.com

Über die Jahre haben sich zu Hause Dinge angesammelt, diese warten in Kisten oder Regalen, sortiert oder unsortiert darauf, irgendwann einmal wieder benutzt zu werden.
Wir sehen Sie als Teil von uns, unserer Vergangenheit, oder als Materielles gut was einen gewissen Wert hat.
Konkret heißt dass bei mir ca 2000 Cds.Ein drittel ist in einem Hängeregal in meiner Wohnung untergebracht, der Rest im Keller schön nach Musikart geordnet, je ca 100 Cds je Kiste.
Meine Gewohnheiten zum Musikkonsum haben sich allerdings die letzten 5 Jahre radikal geändert. Ich höre seitdem viele Podcasts, lade mir bei SoundCloud Mixe herunter oder nutze das große Angebot von Podcasts oder Streaming Diensten wie Simfy oder Napster.
Trotzdem konnte ich mich bis jetzt nicht von meinen Cds trennen, sie gehören zu meiner Wohnung, Symbolisieren ein Stück meiner Vergangenheit und Gegenwart.
Aber wenn ich ehrlich bin, sind es nur selten die Cds an sich, sondern eher die auf ihnen konservierte Musik.
Daher werde ich in der nächsten Zeit meine Cd Sammlung auf ein Minimum konzentrieren, es gibt so viele Dinge die ich heute nicht mehr höre, die Platz verbrauchen und die vielleicht anderen Menschen noch Freude bereiten.
Konkret werde ich manche Cds verkaufen, mich auf einen Flohmarkt stellen und auch Cds verschenken.

Was können wir daraus nun für das generelle trennen von materiellen Gütern lernen?
Überprüfen wir doch einfach von Zeit zu Zeit unsere Schränke und stellen uns die Fragen:
Wie lange habe ich das nicht mehr in der Hand gehabt? Brauche ich es noch? Kann es jemand anders besser gebrauchen wie ich? Habe ich das nicht doppelt, oder kann ich es jederzeit ohne viel Aufwand erneut beschaffen, leihen oder im Internet finden?
Ich denke wir alle haben diese Dinge und wenn wir uns in einem festen Rhythmus von Dingen trennen, wird uns dies bereichern. Wir haben nur noch das um uns, was wir wirklich benötigen, was wir lieben und benutzen. Wir gewinnen Platz und die Möglichkeit anderen damit noch eine Freude zu machen, oder vielleicht auch etwas Geld beiseite zu legen.

Das oben genannte Beispiel lässt sich natürlich auf jede Art von Sammelleidenschaft übertragen. Auf Bücher, Bilder, Briefmarken, uns so weiter.

Über einen Kommentar oder Feedback vie Mail freue ich mich sehr. Bis morgen im nächsten Artikel!

Michael

1 Kommentar

  1. Sabrina

    Hallo Michael,
    ich habe auch eine große Sammlung von Büchern zu Hause. Die meisten davon habe ich bereits gelesen und doch habe ich mich nicht von ihnen trennen können.
    In den letzten Wochen habe ich mir dies vorgenommen. Viele habe ich unserer Gemeinde gespendet, die diese weiterverkaufen auf einem Flomarkt und mit dem Geld Gebäude sanieren können. Manche habe ich bei ebay versteigert. Und ich muss sagen, es tut gut!
    Mittlerweile passen alle meine Bücher ordentlich ins Regal rein, alle Kisten unterm Dachboden sind verschwunden und mein Sparschwein ist auch wieder etwas dicker geworden.
    Vorher habe ich jedes neue Buch genoßen. Aber das Gefühl, diesen Balast loszuwerden, fühlt sich noch viel besser an.
    Liebe Grüße Sabrina

Schreibe eine Antwort