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Vorsätze

© Trueffelpix - Fotolia.com

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Der häufigste Vorsatz fürs neue Jahr ist wahrscheinlich, ein paar Kilo zu verlieren. Ich habe für mich in den letzten Jahren und nicht zuletzt durch den Minimalismus herausgefunden, dass es mir nicht liegt, extreme Gewohnheitsänderungen durchzusetzen. Für mich müssen Änderungen fließende Übergänge sein. Mein Ziel für dieses Jahr ist mindestens 15 kg abzunehmen.  Dieses Ziel möchte ich ohne eine Diät oder einen extremen Sportplan erreichen. Ich werde vieles ausprobieren, von weniger Kohlenhydrate bis hin zum Veganer auf Probe. Mehr und frisch zu Kochen wird ein zentraler Bestandteil sein.

Ich habe im letzten Jahr wieder eine Fitnessstudio Mitgliedschaft abgeschlossen, bin aber weniger wie 1 mal die Woche dort gewesen. Dieses Training an Geräten liegt mir einfach nicht. Deswegen werde ich meinen Anteil an Krafttraining durch Übungen ohne Geräte abdecken und die Mitgliedschaft beenden. Außerdem geht es wieder raus an die frische Luft. Die Nordic Walking Stöcke stehen bereit und warten auf den ersten Einsatz dieses Jahr. Dies ist für mich der Weg im Bereich Ausdauer. Ich hoffe im kommenden Jahr auch mit dem Laufen anfangen zu können, zum jetzigen Zeitpunkt wäre das aber eine zu große Belastung. Außerdem möchte ich das Jahr nutzen um neue Sportarten für mich zu entdecken. Den Anteil der Entspannung werde ich in diesem Jahr mit Autogenem Training und Qigong abdecken.

Das waren meine Ziele für den Bereich Gesundheit. Außerdem sind meine weiteren Ziele, jede Woche im Durchschnitt 2 Blogartikel zu veröffentlichen, mit Daniel zusammen jeden Monat eine neue Folge des Minimalismus Podcasts heraus, ein gutes Minimalismus Treffen in Hamburg mit Hilfe aller Teilnehmer zu organisieren und ein Buch zu schreiben.

Ich habe mich lange mit dem Thema der „nicht“ – Vorsätze auseinander gesetzt. Dieses Thema kam vor 3,5 Jahren schon auf Zen Habits (the best Goal is no Goal – Leo Babauta) auf. Es geht meiner Meinung danach nicht darum Ziele aufzugeben, sondern im Moment zu leben. Da dies in Verbindung mit Achtsamkeit für mich ein zentrales Thema ist kann ich keinen Gegensatz zu ein paar Zielen finden.

Natürlich bedarf es keines Jahreswechsels um seine Gewohnheiten zu ändern. Viele dieser Vorsätze scheitern auch in den ersten 8-10 Wochen, weil die neue Gewohnheit nicht in den Alltag integriert werden konnte. Es kommt die erste Ausnahme, dann die zweite und dann ist es schon fast vorbei. Dies ist ein wirklich frustrierendes Erlebnis und ich wünsche mir für euch alle, dass Ihr euch nicht zu viel vorgenommen habt und es schafft, eure Ziele mit moderaten aber kontinuierlichen Änderungen umzusetzen.

 

Welches sind eure Ziele für das Jahr 2014? Welche Tipps habt Ihr für mich, dass ich meine Ziele erreichen werde?

17 Kommentare

  1. Das Prinzip des Weglassens finde ich praktisch. Wie im Minimalismus.

    Welche ungesunden Dinge kannst du e i n f a c h weglassen?
    Bei mir: Cola. Flog raus.

    Welche ungesunden Dinge kannst du s c h w e r e r weglassen?
    In kleinem Format essen. 1 x/Woche.
    Bei mir: Schokolade. Pizza.

    Welche gesunden Dinge isst du g e r n e?
    Weiter ausbauen.
    Bei mir: Rohkost. Mittlerweile Suchtfaktor.

    Welche tierischen Produkte kannst du einfach weglassen?
    Welche willst du in Maßen beibehalten, gar nicht oder langsam reduzieren?
    Nichts aufzwingen, was dir nicht schmeckt. Tofu und ich werden keine Freunde.

    Dinge am besten im Ganzen essen.
    1 Apfel. Mehr Enzyme kriegt man durch Kauen. Weniger als Fertigprodukt Apfelsaft.

    Wann brauchst du Kohlenhydrate?
    Tageszeit? Unbedingt beachten.

    Gute Basics schaffen.
    Wie Himalaya-Salz, Vollkornnudeln (die nicht danach schmecken), gutes+günstiges Olivenöl, Stevia statt Zucker.

    10 000 Schritte/Tag.
    In den Alltag integrieren. Nicht das Extra-Sportprogramm.

    Langsam + stet. Deine Grundhaltung ist prima. 1 Sache pro Woche ändern/weglassen. Für 1 Tag planen: jetzt. Keine großen Vorsätze über Monate machen. Das ist eine spannende Reise. Mehr zu sich selbst.
    Ich wünsche dir viel Glück dabei. Spaß und Geduld.
    LG Tanja

  2. Erstmal ein Lob für diesen Blog, das ist mein erster Kommentar und ich wollt direkt mal loswerden, wie inspirierend es hier immer ist. 🙂

    Ich finde es auch gar nicht praktikabel, komplett alles umzustellen und womöglich noch Kalorien zu zählen. Ich fahre mit Cola weglassen und nur einmal die Woche Schokolade und andere Leckereien „erlaubt“ auch ganz gut. Klar, man nimmt so keine 3 Kilo pro Woche ab, aber andererseits ist Kalorien zählen für mich absolut nicht alltagstauglich und bei so hohen Gewichtsverlusten hat man sehr schnell auch alles wieder drauf oder die Haut „schlabbert“ dann vielleicht noch…

    Sport finde ich auch in der Natur wesentlich besser, als im Fitnesstudio. Man braucht nur schnell vor die Tür und mehr nicht. Ich betreibe Walken und es macht wirklich Spaß und geht auch mal bei Regen oder kühlerem Wetter, wenn man warm angezogen ist. Die Natur und eine App, die die Wegstrecke aufzeichnet, kann auch sehr motivierend sein. Was bei mir auch noch ein Anreiz ist, da ich noch zu „schwer“ zum Joggen bin: man entdeckt seine Stadt, wenn man einfach mal ziellos losläuft, nur um zu laufen und sich zu bewegen. Ist besser, als im Studio RTL zu gucken. 😉 Ich habe mir auch vorgenommen, 2014 mal öfter Geocaching zu machen, damit man noch einen Grund mehr hat, draußen herumzulaufen.
    Und wenn das Wetter mies ist, mache ich bei Youtube Fitnessvideos mit. 😉

  3. Emi

    Ich glaube auch, dass ein bewussteres Leben bei den meisten Dingen hilft, die man erreichen möchte.

    Es muss sich gut anfühlen! Fastfood, Rasten, Müßiggang- im Nachhinein sind dies alles Dinge, die ich bereue, weil sie langfristig schlecht tun. Deshalb ist achtsames Leben und Essen, kombiniert mit Bewegung in der Natur, mein persönliches Geheimrezept für Gelassenheit, Gesundheit und Deluxe-Gefühl. Dann schwinden die Kilos von allein und vor allem ohne Quälerei 😀

    BTW. im Studium der Oecotrophologie habe ich gelernt:
    Man hat sich die lästigen Pfunde langsam angefuttert, also kann man sie auch nur langsam dauerhaft verlieren. Alle radikal-Diäten schaden nur, oft verliest du schnell viel Wasser und Muskelmasse und danach sorgt der Jojo-Effekt für noch mehr Kilos.

    Viel Gelassenheit euch allen im nächsten Jahr!

  4. Silke

    Wieder ein schöner Beitrag und ich wünsche dir mit deinen bewussten Vorsätzen viel Freude und Erfolg!
    Für mich gilt auch die Aussage, dass nichts so schwierig ist wie alte Gewohnheiten zu ändern oder neue aufzubauen.
    Bewusstsein entwickeln und kleine Schritte gehen hilft aber, neue Routinen aufzubauen, die dann die Vorsätze erfolgreich umsetzen, ohne dass es „weh tut“. Ich habe mir dazu einen „Stundenplan“ geschrieben, der neben Arbeitsroutine und Haushaltsführung alle Dinge, die mir gut tun, die ich aber im Alltag oft aus den Augen verloren hattee, enthält.
    Und lustigerweise hilft mir eine App im Alltag wunderbar, obwohl ich sonst mein Smartphone meist eher links liegen lasse: die „Glocke der Achtsamkeit“. Sie erinnert mich mehrfach am Tag daran, mal tief durchzuatmen und vielleicht ein paar Minuten zu meditieren. Oder einfache Kraft- oder Balance-Übungen zu machen, die man immer und überall durchführen kann. Oder ein Glas Wasser langsam und bewusst zu trinken. Oder eine Runde durch den Park zu drehen.Oder oder oder.
    Wenn man öfter in seinen Körper hineinhört und in Bewegung bleibt, fühlt man sich bald auch wohl.
    Ansonsten hilft bei mir nur Disziplin beim Einkaufen: was nicht im Haus und damit schnell greifbar ist, kann ich auch nicht blindlings futtern 🙂

    • Hallo Silke,

      diese Achtsamkeitsglocke kenne ich noch gar nicht, das ist eine interessante Möglichkeit. Ich habe mal eine Zeit lang einen TrinkTimer genutzt, da ich auf der Arbeit meist nur 2-3 große Kaffee und kaum Wasser getrunken habe. Das hat mir ziemlich geholfen.

      Lg Michael & Danke für das Lob

  5. Jitka

    Bei der Ernährungsumstellung hat mir geholfen einen Kochkurs zu besuchen.
    Man bekommt so viele neue Impulse und vor allem Tipps und Tricks gezeigt.
    Zumindest ich persönlich habe eh meistens das Gleiche gekocht und mich an neue Sachen einfach nur nach Rezept nicht herangetraut.
    Ich finde auch Ausnahmen gar nicht sooo schlimm, manchmal geht es eben nicht anders. Aber man muss sich schon sagen, das es nur eine Ausnahme ist.
    Außerdem viel trinken (wenn ich zu wenig trinke, esse ich automatisch mehr) und ich habe mir noch so eine eigentlich lächerliche rote Kühlschrankkarte in den Kühlschrank geklebt…komisch, aber mir hilfst.
    Ich wünsche viel Erfolg bei der Ernährungsumstellung und versuch nicht zu viel auf einmal – das Jahr ist lang und hat gerade erst angefangen.

    Ich persönlich habe dieses Jahr bewusst auf Vorsätze verzichtet, um mir selber den Druck zu nehmen.
    Ich möchte nur mein 365-Tage-Projekt zu Ende führen, aber das hatte ich schon im letzten Jahr angefangen und nehme den Vorsatz quasi vom alten Jahr mit.
    Alles Gute.

  6. Hallo Michael,

    damit könntest Du Dein Ziel erreichen: vegan, vollwertig, abwechslungsreich und möglichst wenig Zucker, Weißmehl und Industrienahrungsmittel. Was man dann noch essen kann? Eine Menge! Und davon so viel wie man mag. Kalorienzählen oder Gewicht kontrollieren ist nicht mehr nötig, wenn man sich dabei ausreichend bewegt. 10.000 Schritte täglich, wie auch von Tanja empfohlen, sollten es aber schon sein.

    Viele Grüße

    Christof

  7. ich moechte nicht missionieren, aber hier kann ich ja nicht mit erfolgreichem Beispiel vorangehen:

    probiere es mal mit der Paleo-Ernaehrung … 4 Wochen reichen um fuer immer ueberzeugt zu werden!

    — artgerechte Ernaehrung fuer den Menschen —
    (ich mache es seit 2 Jahren)

    1. das Abnehmen geht sehr schnell, einfach, stressfrei, gesund und dauerhaft
    2. es fuehrt zu Wiedererlangung von Gesundheit
    3. es bringt ein neues Lebensgefuehl, Vitalitaet und massive Lust auf Sport

    ich habe mich hier bei Felix Olschewski kommerzfrei informiert: http://www.urgeschmack.de
    (Informationen, Blog, Rezepte etc.)

    ein unglaublich guter informativer Film findet sich auf youtube … ca. 43 Minuten:
    „Das Steinzeitrezet“

    viele Menschen scheuen sich vor der Paleoernaehrung … vor allem weil sie die Wahrheit zu vielen Ernaehrungsmythen erfahren …

    also: erst Film anschauen, dann bei urgeschmack.de kurz einlesen und dann ausrobieren + dein Urteil mitteilen

    PS: haette Lust an diesem Treffen in Hamburg teilzunehmen, vrrfolge das Minimalismus-Thema allerdings erst seit kurze, nachdem ich einen Beitrag mit dir im ZDF gesehen habe

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