Gastartikel: Was ändert sich durch Minimalismus

© Daniel Nimmervoll - Fotolia.com
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„Alles was du hast, hat irgendwann Dich“. Oder im Original „the things you own, end up owning you“. Das ist ein Zitat von Tyler Durden aus dem Film „Fight Club“. Damit hat bei mir alles angefangen. Das ganze ist nun etwa ein halbes Jahr her, seit dem ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftige. In dieser Zeit habe ich wertvolle Erkenntnisse gewonnen, auf die ich nun näher eingehen möchte.

Ich habe gelebt und konsumiert wie wahrscheinlich die meisten anderen auch. Eine Wohnung, ein Job und ein Gehalt am Monatsende, mehr benötigt es zum Leben ja nicht. Wenn ich etwas neues haben wollte, schaute ich, ob ich es mir leisten konnte und kaufte es gegeben falls. Ob ich das jetzt nun brauche oder nicht, hat in diesem Moment keine große Rolle gespielt. Und so habe ich bisher die längste Zeit nach meiner Ausbildung gelebt.

Als ich dann den Minimalismus für mich entdeckt hatte, habe ich gelernt worauf es wirklich im Leben ankommt. Das Glück im Leben zeichnet sich nicht durch Konsumgüter aus. Und demnach lässt es sich auch mit keinem Geld der Welt kaufen. Natürlich will ich damit nicht sagen, das Geld etwas schlechtes ist. Wir alle brauchen Geld um uns selber zu unterhalten. Doch man sollte sich nicht zu sehr davon abhängig machen.

Doch bevor es zu dieser Erkenntnis gekommen ist, habe ich so angefangen wie alle Minimalisten, dem Ausmisten. Auch wenn ich nur in einer 30m² Wohnung wohne, man glaubt gar nicht wie viel Zeug sich darin ansammeln kann. Lange Zeit hielt ich meine Wohnung für zu klein, heute weiß ich, das ich einfach nur zu viel Mist besessen habe. Viele Sachen habe ich verkauft, verschenkt oder einfach weggeworfen. Jedes mal wenn ich eine große Kiste losgeworden bin, konnte ich freudestrahlend wieder meine Wohnung betreten und dachte daran, wie es hier mal aussehend wird. Jeder Gegenstand weniger bedeutet mehr Erleichterung.

Minimalismus ist ein schleichender Prozess und eine Lebenseinstellung. Man fängt an das Leben bewusster zu Leben und die Dinge die man tut mehr zu hinterfragen. Ob es nun der Schritt zur veganen Ernährung war. Die Tatsache das ich nicht mehr an einer erfolgreichen Karriere interessiert bin. Oder die Erkenntnis, das das Glück im Leben mit den Menschen um dich herum anfängt. Der Minimalismus ist in unserer heutigen Gesellschaft eine sehr wertvolle Lebensphilosophie, die mir gezeigt hat, das ich auf dem richtigen Weg bin.

Danke an Stefan für deinen Gastartikel. Bitte Kommentiert fleißig wie die letzten Tage, ich bin mir sicher der Autor freut sich darüber eure Ansichten und Ideen zu lesen.

  1. Schön geschrieben!
    Und ist auch eine gute Motiviation, weiter an dem Thema dran zu bleiben

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