Weltuntergang

© sdecoret - Fotolia.com
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So wie es aussieht, haben wir überlebt. Sonst könntet ihr diesen Beitrag nicht mehr lesen und ich hätte ihn auch nicht mehr schreiben können. Der Hype um das heutige Datum war wieder mal viel zu groß. Aber was machen wir heute anders als die anderen Tage? Hat jemand sein Leben geändert? Sind wir heute dankbarer für das Geschenk des Lebens?! Ich sehe zumindest gerade in der Bahn keine Gesichter die so aussehen, als hätten sie die größte Katastrophe der Menschheitsgeschichte überstanden. Es trägt auch keiner ein „21.12.12 – ich habe überlebt“ T-Shirt. Wenn man es negativ sieht, könnte man sagen, wir sind alle so abgestumpft das niemandem der Untergang etwas ausgemacht hat, aber wir können es auch positiv sehen. Wir brauchen kein spezielles Datum um unser Leben zu ändern. So wie das Wasser was von einem Stein getroffen wird auch nicht überlegen muss, ob es nachgibt, wann und in welche Richtung haben wir immer die Wahl. Nehmen wir den Weg nach rechts oder nach links? Natürlich sind unsere Wahlmöglichkeiten durch gewisse Umstände eingeschränkt, darum soll es aber hier nicht gehen. Es geht mir darum, dass du dich heute entscheiden kannst, ein anderer Mensch zu sein. Du kannst deine innere Einstellung ändern, ein persönliches Projekt anfangen, jemanden anrufen, dessen Stimme du schon viel zu lange nicht mehr gehört hast. Beschränk dich nicht selbst und lebe das Leben, was du willst, werde toleranter für Kritik und versetz dich stärker in andere Menschen hinein, um zu begreifen, dass ihr gar nicht so verschieden seid.

Mir hat gestern wieder ein Telefonat gezeigt , dass es die kleinen Schritte sind, die einen Menschen ändern. Wer jeden Tag ein bisschen was ändert, ist in einem Jahr oder zwei ein neuer Mensch. Es hat mir zumindest nichts gebracht mit einer Hauruck Aktion in ein Thema zu starten. Man ist völlig übermotiviert und packt für eine oder zwei Wochen richtig an und beißt sich fest. Danach kommt aber eine leere, der Akku ist ausgebrannt und man hat sich zu viel vorgenommen ist frustriert und gibt auf. Vor 2 Jahren kam bei mir das erste Mal das Thema Minimalismus auf, und wenn ich jetzt die Zeit um 2 Jahre zurückdrehen könnte, würde ich auf einen anderen Menschen stoßen.
Wie habt Ihr euch die letzten 2 Jahre geändert? Seit ihr der Mensch der kleinen und kontinuierliche Schritte oder der radikale, der von heute auf morgen Dinge ändert und dabei bleibt?

  1. Ich bin mir sicher, dass die Maya, existierten sie noch als politische Einheit , hätten heute eine große Versammlung einberufen um die Vergangenheit zu analysieren und Pläne für die nächste große Periode zu machen. – Nix Weltuntergang – Masterplan.
    Eine Inventur tut auch uns immer wieder gut: am Jahresende, bei der Einschulung der Kinder, an Hochzeitstagen, bei Aus- und Fortbildungsenden, nach schweren Krankheiten etc.
    Auch Prinzipien sollten hin und wieder überprüft werden. Ich persönlich ändere Prinzipien, wenn ich bisher gut damit gefahren bin, nur sehr schwer und selten, aber hin und wieder tue ich auch das sie sind nicht in „Stein gemeiselt“.
    Das Leben ist keine Generalprobe, jeder Tag sollte passen!

  2. Ich brauche schon immer mal wieder Phasen, in denen ich mich bewusst darauf besinne, was ich eigentlich will und das auch sehr radikal in Angriff nehme (Ausmisteaktion, exzessives Pläneschreiben…), letztendlich bin ich aber auch der Meinung, dass es die kleinen, aber stetigen Schritte sind, die uns langfristig am weitesten bringen…
    Nur manchmal merke ich eben, dass ich sehr langsam geworden bin oder in die falsche Richtung gegangen – und dann ist es sinnvoll, kurz stehenzubleiben, mich neuzuorientieren und dann mit Schwung einen kleinen Spurt zu starten.

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