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Wo habe ich noch nicht ausgemistet und wo von habe ich zu viel?

Wo sind sie nun, die dunklen Ecken, die man vergisst, wenn man mit dem Ausmisten schon etwas fortgeschritten ist? Ich denke, das diese Frage auch sehr individuell ist und das man sie auch nicht unbedingt auf physischen Besitzt beschränken muss.

Aber fangen wir erst einmal damit an. Es gibt in meinem Keller noch ein paar Dinge, die ich nicht angefasst habe. Zum einen weiß ich, das dort noch ein defekter Heimtrainer und eine kleiner Gefrierschrank auf ihre artgerechte Entsorgung warten.

Zum anderen gibt es dort noch 2 Kisten, die ich anpacken müsste. Vielleicht genau das richtige um zwischen den Jahren auch dort einen großen Schritt nach vorne zu machen!

Und wovon habe ich nun zu viel? Die letzten 2 Jahre habe ich mich im Thema Sporternährung und Fitness etwas zu viel von der Werbeindustrie blenden lassen und mir zu viel an Nahrungsergänzung angeschafft. Heute ärgere ich mich darüber, weil ich einer Lüge aufgesessen bin. Werbung verkauft uns oft Dinge als etwas notwendiges obwohl es sinnvolle, günstigere und bessere Alternativen gibt. Außerdem habe ich Ergänzung mit Basis verwechselt und dachte, das ich clever bin und eine Abkürzung nehmen könnte. Irgendwie steckt dieser Wunsch glaube ich in vielen von uns verborgen. Wir suchen nach einem schnelleren, effektiveren Weg und sind dann einfach nicht offen für die Wahrheit oder Ratschläge von anderen Menschen.

Wichtig ist aber bei diesem Punkt, dass man irgendwann die Kurve bekommt. Ich müsste ja gar nicht darüber öffentlich schreiben, tue dies aber trotzdem, aus dem Grund, dass ich euch zeigen will, das ich auch nach 6 Jahren Minimalismus nicht perfekt bin und das ihr das auch nicht sein müsst. Ich glaube es war Konfuzius, der gesagt haben soll, wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten. In diesem Sinne zu handeln und den zweiten nicht zu begehen finde ich immer noch besser, als sich selbst in die Tasche zu lügen.

Seid heute einfach mal ehrlich zu euch und Fragt euch, wovon habe ich zu viel und vor allem: Warum?

Wenn ihr mögt, teilt doch gerne die Antworten hier in den Kommentaren.

 

Hier findet ihr die Beiträge von Kerstin und Daniel

7 Kommentare

  1. Zu viel habe ich nix mehr. Habe damals nach dem großen Ausmisten die Lagerfläche reduziert und mir kleinere Schränke gekauft. Nur deswegen hat es bei mir dauerhaft funktioniert. So habe ich den Überblick. Im Grunde ist es nur noch ein Austausch wenn Dinge kaputt sind. Sonst kaufe ich mir Dinge erst gar nicht mehr. Der Laptopkauf war ein Fehler. Habe ihn unbenutzt wieder verkauft. Mein Tablet reicht mir.

  2. Habe noch einige Uni-Sachen im Keller, welche so langsam ihren Weg ins Altpapier finden könnten. Ebenso einige Bücher, die vermutlich nicht mal geschenkt jemand haben will. Zusätzlich habe ich die letzten Jahre 10kg abgenommen, aber alles auch wieder zu. Sodass ich nun Kleidung im Schrank habe, die mir zu klein ist. Mein Hometraier im Wohnzimmer ist leider nur noch Zierde. Habe ihn gerne beim Fernsehschauen benutzt. Schaue nun aber kaum noch Fernsehen. Ansonsten habe ich das letzte Jahr gut ausgemistet, sogar Kleiderbügel.

  3. Die Dunklen Ecken sind unter der Treppe, im Keller aber auch leider im Kühlschrank und den Küchenschränken 🙂 Ich bin manchmal echt baff, was wir nicht alles auf Vorrat haben und nie verwenden. Da es Lebensmittel sind will ich diese aber sicher nicht wegwerfen sondern versuche sie aufzubrauchen.

  4. Zu viel ist tatsächlich sehr individuell. Bei mir gibt es kein „Zu viel“ mehr, aber dennoch einige Dinge, die ich gerne noch loswerden möchte. Was mich daran hindert? Bisher war es der Aufwand, und bei einer alten Kindergitarre die Frage: Wo werde ich sie los? Da ich bisher keine Antwort auf die Frage habe, versauert sie eben so lange in meinem Keller. Ihr Anblick stört mich aber jedes mal, wenn ich sie sehe

  5. Zum minimalizieren gehören bei uns leider zwei Personen im Haushalt. Zur Zeit versuche ich im Bad alte Bestände aufzubrauchen und keine neuen Duschgels bzw. Shampoos zu kaufen, das ist eine Baustelle. Bücher bringe ich/wir bei Gelegenheit zu einem Basar( erst vor kurzem in Alzenau war einer, da haben wir ne Menge hingebracht) oder zu einem öffentlichen Bücherschrank, sind aber immer noch genug bei uns 🙁 . Kleidung, die ich nicht mehr anziehe bringen wir nach und nach zur DRK-Kleiderkammer( wenn noch brauchbar) oder zum Container . Bei Schuhen, weiss ich manchmal nicht, ob es o.k. ist anderen seine Schuhe anzudrehen, wenn sie schon zu sehr abgelaufen sind(gerade bei Laufschuhen, die möchte ich eigentlich niemand zumuten, wenn sie abgelaufen sind), die landen meistens im Container. Aber es ist noch genug zu tun……ganz so konsequent sind wir leider noch nicht.

  6. Ich bin Lehrerin – das Büro immer wieder aufzuräumen und meine Ordner und Arbeitsmaterialien „arbeitsfähig“ zu halten, ist echt eine Aufgabe und macht echt keinen Spaß! In den Sommerferien gehen immer 1-2 Tage nur fürs Büro-Ausmisten drauf. Das ist echt die Pest!
    Tja, ansonsten haben wir noch ein geerbtes Klavier im Bestand. Ich wusste von Anfang an, dass das eine echt blöde Idee ist, aber was soll man machen …. Mein Sohn hat damals mit 6 Jahren Klavier gelernt, vor allem, weil er seine Motorik schulen sollte. Ich habe dann ein günstiges einfaches Anfänger-Keyboard (mit Möglichkeit Kopfhörer einzustöpseln) besorgt und schwupdiwupp hatte der enkel- und musikbegeisterte Großvater seiner alten Großcousine das uralte, aber noch voll funktionstüchtige, Klavier von vor dem Krieg abgeschwatzt. Wir wohnten damals als vierköpfige Familie in einer Studenten-WG und hatten zwei Zimmer: eins für uns und eins für die Kids. Allein der Transport war ein spannendes und vor allem schweres Abenteuer und Platz hatten und haben wir eigentlich auch nicht für das Ding. Ben hat dann brav gespielt bis er 11 Jahre alt war, aber es war von Anfang an klar – Mozart wird er eher nicht. Heute ist er 20 Jahre und ich weiß nicht, ob er überhaupt noch irgendetwas spielen könnte. Ich vermute mal eher nicht! Mit viel Diplomatie hatte ich meinen Mann und meine Kinder (Erinnerung an den mittlerweile verstorbenen Opa) dann endlich vor zwei Jahren soweit, das Ding über ebay zu verkaufen – aber wir sind wieder mit unserer Verkaufsanzeige rausgeflogen: Das Klavier ist so alt – das hat noch Elfenbeintasten. Also, sämtlich Klavierhändler usw. angerufen – aber von solchen Exemplaren gibt es viele (Also, leider doch kein Sammlerstück, was noch Geld einbringen könnte). Der Transport ist teurer als das Klavier selbst – zumal heute sich kein Mensch, der wirklich Klavier lernen will, sich so etwas in die Wohnung setzt. Die Wohnung ist dann voll, so super lässt sich das Instrument auch nicht mehr stimmen, wer weiß schon, wann es gar nicht mehr geht und dann ist es echt viel praktischer, wenn man bei den modernen Dingern einfach die Kopfhörer reintun kann beim Üben. Ist auch besser für die Nachbarschaft… Tja, nun will meine musikbegeisterte und – begabte Nichte Musiklehrerin werden und hat jetzt vor ca. 1 1/2 Jahren neben Trompete und Gitarre auch mit Klavier angefangen. Meine Chance, dachte ich…. Aber ne, auch die wollen das Ding einfach nicht haben. Seufz!

  7. Liebe Claudia, es gibt in der Schweiz ein altes Klavier als bekannter Schweizer Nomade. Es wird von Bahnhof zu Bahnhof transportiert, wo die Leute darauf spielen können. Eine schöne Sache. Es wird auch rege genutzt. So höre ich oft die schönsten klassischen Stücke, wenn ich den Zug besteige. Vielleicht kannst Du das Klavier auch für einen solchen guten Zweck spenden. Liebe Grüße, Evelyne

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