ein Anfang (ersten Mal McFit)

Gestern war ich seit langer Zeit wieder einmal bei Mcfit. Die von euch, die mir bei Instagram folgen wissen, dass ich mich am 23.Mai einmal intensiv aufgeregt und am 24 Mai dann angemeldet habe. Ich werde in Zukunft hier auch öfter einmal über meine Gedankenwelt zum Thema Abnehmen schreiben. Über meine Irrwege und über die falschen Versprechnungen, denen ich aufgesessen bin über Fat / Bodyshaming und über Gewichtsbenachteiligung.

Heute aber will ich starten mit meinem McFitBesuch. Ich habe sehr viel Zuspruch erhalten und möchte mich erst einmal bei allen Bedanken für die persönlichen, lieben und motivierenden Nachrichten, sowie für die sehr intensiven Gespräche der letzten Tage und Wochen.

Der Abend
Die Sporttasche ist im Auto. Schuhe, Handtuch, Zahlenschloss. Habe ich etwas vergessen? Trinkflasche, Playlist, Kopfhörer, Wasser und eine Portion Mut. Für viele mag sich das verrückt anhören. Ich bin 36, erwachsen, mit beiden Beinen fest im Leben und es ist doch eine große Herausforderung für mich, in ein Gym zu gehen. Ich hab Angst vor den Blicken, Angst vor dem Versagen, Angst davor, dass es wieder nur ein Anfang von vielen ist. Aber ich habe auch Hoffnung. Die Hoffnung, dass es jetzt der letzte Anfang ist. Der Anfang der alles ändert. Wenn ich das heute so schreibe denke ich mir: Mehr Dramatik gibt es wohl nicht. Aber vielleicht erklärt das ein wenig den Druck den ich mir selbst mit diesem Thema machen. Ich will es schaffen. Ich will abnehmen.

Der Morgen
Um 5 klingelt der Wecker und ich denke mir nur. Was tu ich mir nur an? Hätte nicht auch 7:00 gereicht? Mein Plan ist um 6:00 im McFit zu sein. Warum um 6:00 ? Weil die Chance besteht, dass es dann recht leer ist und die Hürden für mich ein wenig kleiner sind.

um 5:54 entseht das Titelbild dieses Artikels. Der Blick ist eine Mischung aus, schaut, ich bin hier und einer großen Unsicherheit.
Ich betrete das Studio, alles sieht ein wenig anders aus. Die Umkleide ist auch anders, die Duschen sind nun am Ende und nicht am Anfang. Die Schließfächer lassen sich mit der Mitgliedskarte öffnen und schließen. Mein Zahlenschloss ist überflüssig.
Ich fülle mir Wasser um in eine Trinkflasche, ziehe meine Hallenschuhe an. Die Sporthose hatte ich bereits zu Hause angezogen. Und nun geht es mit dem Handtuch nach oben. In den Ausdauer bereich auf einen Crosstrainer.

Ich bin total verwundert, dass mit 2-3 Leute einen guten Morgen wünschen. Insgesamt sind keine 10 Leute abwesend. Und es sind alle Vertreten. Der Pumper, der Freizeitsportler, das Instagrammodel. Und ich.Ich gehöre hier nicht hin, denke ich und stelle mich auf den Crosstrainer. Mit eigener Musik geht es besser. Nach 2 Minuten tut das Knie weh und die Oberschenkel melden sich. Ich schaue ungläubig auf die mitlaufende Stoppuhr. 2 Minuten. Verdammt. Nach 5-10 Minuten geht kaum noch was und ich wechsel in eien Art von Intervall. 10-20 Sekunden Pause und dann die Minute voll machen mit bewegung. Die Fitness Oma neben mir muss früher bei Olympia mit gemacht haben 10x schneller und unterhält sich locker mit einem Pumper. Meine Stereotypen fallen. Alles nette Leute hier, sie machen nicht nur ihr eigenes Ding sondern helfen sich gegenseitig. Irgendwie will ich hier sein. Die nächsten Tage auch um die Zeit kommen, dazu gehören. Nach 20 Minuten steige ich ab und beende mein Training. Mir sacken die Knie weg, als ich den Weg nach unten gehe zur Umkleide. Nur 20 Minuten? Ich fühle mich auf der einen Seite gut, weil ich da war. Aber auf der anderen Seite, 20 Minuten, was ist das schon? Es ist ein Anfang. Heute hab ich es nicht dorthin geschafft , aber bald bin ich wieder da. Und der Plan steht, von 20 auf 25 auf 30 auf 40 auf 45 Minuten.

So wenige Menschen können das wahrscheinlich nachvollziehen. Für sie ist 30 Minuten auf dem Ausdauergerät ein Warmup. Für mich nicht. Noch nicht.

  1. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Ein schönes Zitat von Hermann Hesse. Du schaffst das 🙃 danke für’s Mitnehmen.

  2. Aller Anfang ist schwer! Ich verspreche dir, dass es jedes Mal besser wird! Sei stolz auf dich und freue dich über deinen Erfolg.

  3. Hallo Michael,

    schön, von dir zu lesen. Und Hut ab, dass du immer wieder anfängst, auch wenn die Umstände noch so unangenehm sein mögen!

    In Hinblick auf körperliches Training und Durchhaltevermögen ist mir James Clear in den Sinn gekommen. Er sagt: Am Anfang sollte es einfach sein, damit man den Körper darauf vorbereiten kann und motiviert bleibt. Das ist wie bei einem dieser Handyspiele: Die ersten Level sind so leicht, dass man sich fragt, warum man damit überhaupt belästigt wird, aber sie vermitteln, wie das Spiel funktioniert. Ähnlich verhält es sich mit unseren Körpern, wenn wir lang nicht trainiert haben: Sie brauchen erst etwas Zeit, um sich überhaupt an Training zu gewöhnen – auch wenn das Training noch so kurz sein mag.

    Hier ist einer seiner Artikel, in dem er es behandelt, wenn du es noch mal ausführlicher lesen magst: https://jamesclear.com/best-exercises-basics

    Bleib dran, auch wenn es hart ist! Es lohnt sich, auch wenn es sich nicht so anfühlt. Wie mein Papa zu sagen pflegt: „Jeder Schritt macht fit!“

    Lieber Gruß
    Philipp

  4. Dranbleiben!!! 20 Minuten sind 20 Minuten! Bämm!!
    Solange ich mit MEINER Figur ins Schwimmbad gehe – solange gehst du ins Fitnessstudio – Deal??
    Liebste Grüße, Lizzy

  5. Alter! Toll das du es angefangen hast! Hau rein! Egal wie lange, egal wie viel! Hauptsache es geht los/ weiter. Der Rest kommt mit der Zeit 🙂

  6. Hallo Michael,

    ein sehr schöner und vor allem ehrlicher Beitrag. Ich habe einen unheimlichen Respekt, dass du diesen Schritt gehst und es durchziehst. Ich kann es gut nachvollziehen wie du dich fühlst und muss zugeben, dass es bei mir einer der Gründe ist, warum ich nicht anfange.. Mich hindert es. Was denken die anderen? Die anderen sind besser. Gehör ich hier hin? etc. etc. etc. Von daher.. Hut ab, und dran bleiben! Ich bin auf deine weiteren Beiträge gespannt 🙂

    Ganz liebe Grüße,
    Nicole

  7. Hallo Michael,
    alles Gute zum Neustart! Bin gespannt wohin dich die Reise führt und lese weiter gerne mit

  8. Hallo Michael,
    auf der einen Seite hast du vielleicht deutlich mehr Kilo als andere und wirst dir den ein oder anderen Blick einhandeln. Auf der anderen Seite kannst du aber genau dadurch viel mehr erreichen. Am Anfang nicht übertreiben, lieber sehr geringe Itensität und dafür etwas länger. Du solltest das Training immer mit einem guten Gefühl souverän beenden, niemals bis zur Erschöpfung gehen (Pulsmesser und Trainingszone sind am Anfang super wichtig). Ein positives Gefühl ist viel wichtiger als ein paar Kalorien mehr zu verbrennen, denn es fällt dann leichter, wieder trainieren zu gehen.
    Viel Erfolg!
    David

  9. Hi Michael,
    ich kann dir den Tipp geben, es mal mit RehaSport zu probieren.
    Das hört sich jetzt erstmal komisch an, aber es ist eine gute Sache.
    Es handelt sich um Sportkurse, die für Menschen gemacht sind, die körperliche Probleme haben (z.B. Rückenschmerzen) oder die etwas Hilfe benötigen um in Form zu kommen.
    Oder du bist nicht so sportlich und brauchst erstmal ein wenig Anleitung oder Motivation.
    In diesen Kursen sind ganz normale Menschen die halt keine Sportskanonen sind.
    Du kannst dir das vom Arzt verschreiben lassen und es wird am Anfang sogar von der Krankenkasse übernommen.
    Mir hat es sehr geholfen erstmal reinzukommen und eine Grundkondition aufzubauen.
    Viel Glück.
    Susanne

  10. Ich koche mir wieder jeden Tag was Einfaches. Ich bin mkr das wert. Mein Logo: „Ich esse, was mich nährt.“ Einmal Kuchen die Woche ist o. k. . Abnehmen ist ein Randeffekt und war gar nicht mein Ziel. Und es macht Spaß. Fühlt sich an wie Love Bombing. Selbstliebe und so. Viel Glück weiterhin. Finde es toll!!!

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