Archiv des Monats “Oktober 2013

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Liebesbriefe und andere Staubfänger

© Konstantin Yuganov - Fotolia.com

© Konstantin Yuganov – Fotolia.com

Als Studentin passte mein Besitz in einen Kastenwagen. Was fehlte mir damals? Richtig: Nichts!  Meine vielen Rucksack-Reisen im Süden. Jede Nacht unter freiem Sternenhimmel am Strand geschlafen. Diese Freiheit spürte ich nie wieder in meinem Leben, denke ich 20 Jahre später in meiner vollgestopften Wohnung. Was bringt mir der ganze Wohlstandsschrott?

Tonne auf! Ich halbiere mein Leben!
700 Dinge habe ich seitdem verkauft, verschenkt oder absichtlich verloren. Ich kann mich wieder spüren. Und sie ist wieder da. Hallo Freiheit!

Konsumpf
Ich wollte immer ein einfaches, reduziertes und freies Leben. Am liebsten im Bauwagen. Ohne überflüssigen Krempel und selbst inszenierten Verpflichtungen. Doch Kinder und Minimalismus passen nicht zusammen. Jetzt ist mein Girl 16. Ich  leiste mir den LUXUS und miste rigoros aus. Was brauche ich wirklich? Machen mich Statussymbole glücklich? Nein! Eine Nacht mit Freunden am Feuer? Ja! Besitz bindet Energie. Wenn ich Dinge loslasse, kann ich nur gewinnen.

Leben ohne Filter
Als Hochsensible empfange, und verarbeite ich mehr Reize aus der Umwelt. Eine überfüllte Wohnung mit unerledigten Aufgaben und selbst auferlegten Verpflichtungen ist Stress pur. Ich brauche weiße Wände, weiße Teller, weiche Textilien, indirektes Licht. Duftstoff-, lärm- und werbefrei. Doch: Wie geht das? So bin ich nachts auf deinen tollen Blog gestoßen, Michael. Das Lesen war wie ein Kurzurlaub.

Faszination Minimalismus
Als Kind hatte ich wenige Spielsachen. Das war das größte Geschenk. Danke, Mama! Ich war in einem kreativen Rauschzustand. Denn: Texterin wird man nicht. Das ist man schon. Und merkt es eines Tages.

Zen Buddhismus
Statt stressiger Tu Du – Listen, setze ich mir Legitimierungen: Was sind die 3 wichtigen Dinge heute? Welche 10 Sachen kaufe ich fürs Wochenende ein? Welche 6 Paar Schuhe, 8 T-Shirts, 5 Schals will ich besitzen? Träume brauchen Ausbildung: Mit 3 kurzen Sätzen überzeugte ich die Jury einer rennomierten Journalistenschule. Obwohl eine Seite Text verlangt war. Simplify your Message. Ein Text ist perfekt, wenn man nichts mehr weglassen kann.

Plastik im Blut
Blut auf meinem Teller. Wie kann ich intelligent konsumieren, dass ich keinem  schade? Ich bin wieder Vegetarierin. Wieso habe ich jahrelang weggesehen? Ich bitte um Verzeihung!  Meinen „Planet Plastik“ habe ich reduziert. Viele Möbel verschenkt. Endlich Platz zum Tanzen!

Was sich Minimalisten anhören müssen
„Du Mama, wo sind eigentlich unsere Möbel?… Isst du auch kein Hühnchen mehr, Mama? Du gehörst nicht mehr zu meiner Gruppe… Ist unsere Wohnung bald nur noch aus Keramik? Du übertreibst deine Rolle… Ich nehme meine Sachen mal lieber mit zum Papa.“

Dieser Beitrag ist ein Gastpost von Tanja Heller, Freie Texterin aus Siegen.   www.texterin-mit-biss.de

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Eine gute Tasse Kaffee am Morgen….

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…Vertreibt Kummer und sorgen. Wie Ihr wisst, schreibe ich immer wieder mal etwas über das schwarze Gold. Nach einer Odyssee von Filterkaffee, Pad und Kapselmaschine bin ich nun auf einer Edelstahl Herdkanne und Espresso stehen geblieben. Jeder, der bei mir zu Besuch ist, freut sich über einen guten Kaffee.

Wo ich mir in der Vergangenheit immer schwer getan habe, ist, den richtigen Café für mich zu finden. Am Anfang meiner Suche stand nur eins im Vordergrund, der Geschmack. Je weiter ich aber gekommen bin, desto wichtiger wurden mir die Aspekte des Anbaus, der Löhne, Bio, Fairtrade und Nachhaltigkeit.Vor Kurzem hat mich eine Anfrage von Coffee Circe erreicht und habe ein 250-Gramm-Päckchen kostenlosen Espresso zum Testen erhalten. Ich war von der ersten Tasse so begeistert, dass ich 1 weiteres Kilo bestellth habe.

Nach einer Statistik des deutschen Kaffeeverbandes wurden im Jahr 2012 durchschnittlich 149 Liter Kaffee pro Person in Deutschland getrunken und diese wollen den Kaffee am liebsten so billig wie möglich im Discounter kaufen.

Für mich ist das Thema Nachhaltigkeit sehr wichtig geworden und ich finde es persönlich einen guten Weg zunächst einige wichtige Produkte des täglichen Bedarfs umzustellen. Coffee Circle zahlt den Kleinbauern deutlich höhere Preise wie der Marktdurchschnitt. Diese Preise liegen über denen des FrairTrade Kaffee´s. Außerdem wird 1 € pro Kilo Kaffee an ein Entwicklungsprojekt bei den Kaffeebauern welches man sich bei der Bestellung aussuchen kann gespendet. So kann der Kaffee weiterhin in den traditionellen Waldgärten anbauen und somit die sehr hohe Qualität des Kaffees sicherstellen.

Logo_Coffecircle

Außerdem wird der Kaffee auf traditionelle Art in einem Trommelröster in kleinen Chargen von maximal 50kg geröstet. Die schonende Röstung baut unbekömmliche, den Magen reizende Fruchtsäuren größtenteils ab und die Geschmacksaromen werden intensiviert.Auf der Website wird transparent über die unterstützten Projekte informiert. Außerdem finden Kaffeeliebhaber viele Tipps rund um die Zubereitung, Verarbeitung und Herstellung des schwarzen Goldes.

 

*Dieser Artikel wurde von CoffeeCircle mit 250 Gramm Kaffee gesponsort

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Gedanken über das Teilen

© M.studio - Fotolia.com

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Letzte Woche war ich mal wieder auf dem Weg zur Bahn, als sich auf einmal die TwitterApp auf meinem Smartphone gemeldet hat. Das Geräusch hat mich aus dem Hörbuch von MC René gerissen und ich schaue wie automatisiert auf mein Handy. Vielen Dank für den ReTweet kann ich dort lesen und ich denke mir, das ist ein toller Ansatz für einen Artikel über das Teilen.

Die Funktion des favorisieren und Teilen ist in twitter so stark verwurzelt, dass ich gerne davon gebrauch mache, wenn ich etwas Interessantes entdecke um es mit meinen Followern zu teilen.
Das sich jemand für dieses Teilen bedankt finde ich eine wirklich tolle Geste. Das muss ich unbedingt auch öfter machen, schießt es mir durch den Kopf.
Dann denke ich an den Musiker, auf dem Weg nach Düsseldorf, der Tag ein Tag immer wieder auf dem Weg zum Gleis ein kleines Stück meines Weges mit selbstgemachter Musik untermalt. Dem muss ich auch mal etwas geben.
Teilen, oder Neudeutsch Sharing (ich wollte immer schon mal neudeutsch einbauen…), ist einer der Begriff, die in diesem Jahr in Mode gekommen sind.

Auf Facebook bin ich dann auf eine nette Aktion von Grundstoff.net gestoßen, die für alle Bestellungen am Tag der Deutschen Einheit einen Baum gepflanzt haben. Die Anzahl wurde dann auf 100 erhöht. Die Idee gefällt mir und ich gebe spontan 9 Euro für 3 Bäume aus.

Meine alte oder zu große sowie zu kleine Kleidung teile ich auch gerne mit anderen und trenne mich von jedem Stück, was mir nicht mehr gefällt oder passt.
Hier auf dem Blog teile ich meine Gedanken und freue mich, dass Ihr mich an euren Reaktionen teilhaben lasst.
Außerdem kenne ich mich durch meine Beschäftigung mit dem Internet und Computern im Allgemeinen etwas mit Bedienung und Problemlösung aus. Hier teile ich mein Wissen mit Freunden, Bekannten und meiner Familie.

Meine Nächten Schritte im Bereich des Sharings sind, dass ich mich endlich einmal einem Tauschring anschließen werde und für den Fall der Fälle bei einer Carsharing Plattform registriere.

Wie sehen Deine nächsten Schritte aus? Was teilst du gerne mit anderen oder würdest du gerne mit anderen gemeinsam benutzen?

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Herbstlandschaft

Herbstlandschaft

© JulietPhotography – Fotolia.commihael

So wie der Mensch dem Wandel unterworfen ist, finden wir in den nächsten Wochen auch wieder den Wandel in der Natur. Das unglaubliche Farbenspiel, welches sich dieses Jahr etwas später vollzieht, färbt die sonst so grüne Natur in orange braun und rot Töne.

Ein Bild kommt mir zum Herbstanfang immer wieder in den Sinn. Es sind Spaziergänge im Herbstlaub in der Flora in Köln. Ich liebe es einfach, durch ein Meer von Blättern zu gehen und dem Rascheln zu zuhören und den Mustern der sich verschiebenden Blätter zu folgen. Eigentlich ist es eine Zeit in der wenige die Flora besuchen, der Glanz der Blüten verblasst und die Natur bereitet sich langsam auf den Winter vor. Wenn man viel Glück hat, kann man in dieser Zeit auch immer mal wieder ein Eichhörnchen auf den Wegen entdecken.
Wenn man nach so einem Herbstspaziergang wieder zu Hause angekommen ist, freut man sich besonders auf eine gemütliche Atmosphäre, eine warme Decke und eine gute Tasse Darjeeling oder Früchtetee mit weihnachtlichen Noten wie Zimt und Kardamom. Den Tee kann man natürlich auch an einem verregneten Sonntag genießen, der uns sicher auch wieder in diesem Herbst einholen wird. Es wird dann endlich Zeit mal wieder, Rommé oder Mau-Mau zu spielen oder das Monopoly aus dem Schrank zu nehmen.

Wie verbringt Ihr diese Tage des Herbstanfangs?

Der erste Ansatz zu diesem Artikel entstand letze Woche und heute bin ich in der Reeder App auf den Artikel von “Mama denkt” gestoßen, der auch den Herbstanfang beschreibt.Hier ein Link zum Artikel

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Minimalismus leben im Radio

© antoniobanderas - Fotolia.com

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Vor einiger Zeit wurde unter anderem auch ich von Claudia Heissenberg zum Thema “Weniger ist mehr” interviewt. Nun ist der Beitrag bei WDR5 im Format Neugier genügt als Feature gesendet worden.

Hier findet Ihr die rund 18 Minuten zum Nachhören. “Sprichwörter im Praxistest” vom 11.10.2013

Vielen Dank noch einmal an Frau Heissenberg für das angenehme Interview und den tollen Beitrag.