Archiv des Monats “August 2015

Kommentare 2

Gast im Zeitgenossen Podcast

Schnell flieht die Zeit, sei bereit (Logo Podcast)

© www.zeitgenossen-podcast.de

Vor einiger Zeit hat mich Eugenia für den Zeitgenossen Podcast angefragt. Wir haben telefoniert und uns auf Minimalismus Stammtisch in Essen getroffen und direkt gut verstanden. Die zweite Hälfte des Podcasts ist Branko, der einen Co-Working Space betreibt und mit dem Podstock ein Barcamp für den  Austausch von Podcastern geschaffen hat.
Letzte Woche Samstag war es dann so weit. Nach einer Redationssitzung mit interessantem Offtopic ging es in die Vollen. Wir haben über Hamsterräder, Entspannungsmethoden, Ernährung, Gewohnheitsänderungen und natürlich über Minimalismus gesprochen.

Eugenia bewegt sich schon seit einiger Zeit im Bereich Minimalismus und hat den Stammtisch in Bielefeld gegründet. Wir treffen uns in gut 2 Wochen das erste mal. => Hier findet ihr den genauen Termin.

Hört doch mal in die aktuelle Ausgabe mit mir rein und hinterlasst feedback, hier, beim Zeitgenossen Podcast oder in den sozialen Netzwerken.
Es gibt auch viele spannende andere Folgen zu entdecken. Michael Ende´s Momo und das Hauptwerk von Hartmut Rosa wurden besprochen, außerdem gibt es bald auch eine Besprechung von Niko Paechs Buch über die Post Wachstums Ökonomie.

Viel Spaß beim hören! Und vielleicht sehen wir uns ja in 2 Wochen in Bielefeld oder in 3 Wochen in Köln beim Stammtisch.

Kommentare 13

Gastbeitrag: Gemütlichkeitsguide für Minimalisten

less-perfect-more-funMichael hat letztens gefragt, ob Minimalismus ungemütlich ist. Argh, was für ein grässliches Wort: “Gemütlich”! Das ist eines dieser Worte, welches alle zu kennen meinen, das tatsächlich aber nur schwer greifbar ist. Muss es auch, denn “Gemütlichkeit” ist viel zu komplex, da sie auf mehreren Ebenen wahrgenommen wird.

1. Physisch – was der Körper fühlt: Weiche Sitzgelegenheiten sind generell gemütlicher als harte; flauschige Materialien angenehmer als kratzende. Wärme ist gemütlicher als Kälte. Gemütlich ist, was bequem ist.

2. Optisch – was das Auge sieht: Hier lässt es sich schon wesentlich schwerer generalisieren. Fürs Auge angenehm ist meist das, was sich im Mittelmaß bewegt. Es ist vertraut, bekannt und – die Wissenschaft hat es bewiesen – je öfter wir etwas sehen, desto mehr werden wir es mögen. Wenn man Ästhetik überhaupt verallgemeinern kann, dann vielleicht in Trends. Und die ändern sich ja laufend.

3. Sozial und emotional – was der Geist fühlt: Huch? Wie bitte? – Ja! Gemütlichkeit findet auch auf gesellschaftlicher Ebene statt. Der Duden stimmt mir da zu. Gemütlichkeit hat keine genaue Definition, aber jede Menge Synonyme und viele davon sind emotional, oder sehr stark an Emotionen gekoppelt: Familiär, freundschaftlich, liebenswert, zwanglos, vergnügt, freundlich, gelassen, heiter, sympathisch – um nur einige zu nennen.

Als Interior Designer und Sustainable Building Designer helfe ich den Menschen dabei, das richtige Maß an Gemütlichkeit in ihr Heim zu bekommen, auf jeder dieser drei Ebenen. Ich bin aber auch eine von Euch: Befürworterin eines minimalistischen Lebensstils. Beides, Minimalismus und Gemütlichkeit, müssen sich keineswegs ausschließen. Sie lassen sich sogar sehr gut miteinander vereinen, wenn man es bewusst tut.

Für gewöhnlich unterstütze ich meine Klienten eher beim Ausmisten und der Neufokussierung auf ihre Kernwerte. Umso mehr freue ich mich, das Spielchen heute einmal umdrehen zu dürfen.

 

Die “normale” Situation

Im Normalfall rege ich die Menschen dazu an, sich bewusst zu werden, was ihnen wirklich wichtig ist und wie sie ihr Heim dahin gehend umgestalten können, dass es ihre Werte zu Ausdruck bringt – sie lebbar macht. Die Grundidee des Minimalismus ist hier natürlich ein wichtiges Tool.
 Bei Minimalisten muss ich nicht mehr viel tun. Bewusstes Handeln ist hier schon ein essenzieller Lebensinhalt.

Was aber, wenn man sich bei Euch über “Ungemütlichkeit” beschwert?


Je näher uns die Person steht, desto ernster nehmen wir ihre Kritik, auch wenn wir vielleicht eine etwas andere Meinung dazu haben. So soll das auch sein. Um mit solchen „Beschwerden“ sinnvoll umzugehen, solltet Ihr versuchen, das Ganze zunächst einmal aus den Augen der anderen zu sehen. Tatsächlich kann Minimalismus ganz schön Angst machen. Es liegt schließlich in unserer menschlichen Natur, uns “einnisten” zu wollen. Auch, wenn wir es als Gesellschaft mittlerweile total damit übertreiben: Dieser konsumgeprägte Wunsch nach Geborgenheit in den eigenen vier Wänden ist die Norm und davon wagen wir Minimalisten uns abzukapseln! Nicht nur das: Wir tun es auch noch durch einen Prozess, der subtrahiert. „Das raus! Das raus! Das auch und Du vielleicht auch noch gleich mit?!“ Die Dinge, die Minimalisten behalten, müssen schon einen ungeheuren Wert haben, um der Elimination zu entgehen. Das ist absondernd und gleichzeitig schrecklich ausgrenzend. Das ist einschüchternd, auch, wenn es gar nicht die Intention ist.

In diesen extrem minimalistischen, kargen Räumen nimmt die Leere so viel Raum ein, dass kein Platz für die eigene Anwesenheit da zu sein scheint. „Bin ich hier der clutter, der unnütze, funktionslose Kram, der einfach nur dumm rumsteht?“ Niemand fühlt sich gern deplatziert. Die Abneigung gegen ein minimalistisches Interior Design ist also ganz klar ein emotionales Problem.

Und dann gibt es natürlich noch verschiedene physische Kontrapunkte:

Akustik: Wenn man sich allein in einem leeren Raum befindet, erzeugt und hört man auch nur seinen eigenen Lärm. Wird das zu unangenehm, ändert man sein Verhalten. Wenn man aber schon zu zweit ist und der Raum durch seine Leere unbarmherzig hellhörig ist, was macht man dann?

Wärme: Kleine Räume, wie z.B. Nischen fühlen sich selbst und gerade, wenn sie leer sind, gemütlicher an als Große, weil man sie schneller mit der eigenen Körperwärme “füllen” kann. Unsere Abneigung gegen große weite Räume ist sozusagen ein Ur-Instinkt.

Licht: Licht an sich ist solch ein komplexes Thema. Im Winter wollen wir so viel wie möglich davon, um uns zu wärmen, im Sommer bilden wir uns ein, ein lichtdurchfluteter Raum sei, bei gleicher Temperatur, wärmer an als ein schattiger und fühlen uns gestört. Wie können wir es diesem Empfinden recht machen?

Minimalismus gemütlich machen

Minimalismus soll dem Leben mehr Raum bieten, aber in toten, leeren Räumen lebt es sich schlecht. Aus diesem Grund ist es durchaus in Ordnung, an Dingen festzuhalten. Zeigt in Eurer Wohnung etwas, das Euch als Person wirklich am Herzen liegt und konzentriert Euch dabei auf wenige Dinge.

Deko: Menschen wollen andere Menschen verstehen und sich verbunden fühlen. Leere ist, aus Mangel an zu verarbeitenden visuellen „Daten“, für “Normalos” einfach verwirrend. Wenn Ihr nicht an bildgewordenen Erinnerungen hängt, warum dann nicht etwas aufhängen, das noch ein unerreichtes Ziel ist? Einen mentalen und optischen Fokus: Ein Reiseziel? Ein Zitat? Oder etwas, das Euch und Eure Lieben verbindet.

Bsp.: Ich liebe technische Zeichnungen. Sie sind Kreativität und Fantasie, die in präzisen und geometrischen Formen zu Papier gebracht werden. Mein Mann mag Star Wars (Welcher Mann tut das nicht?). Also haben wir eine technische Zeichnung von R2D2 gerahmt an unserer Wand hängen. In dieser Form kann auch ich mit Star Wars leben und es bietet immer Gesprächsstoff, wenn wir Besuch haben.

Licht: Bemüht Euch um warmes, gelbes Licht – mit verschiedenen Lichtintensitäten, helleren und dämmrigeren Ecken, aber vermeidet einen zu starken Hell-Dunkel-Kontrast. Starke Lichtkontraste gibt es in Museen, aber welches Museum ist denn bitte gemütlich? Lichtkontraste sorgen dafür, dass man sich auf die viel hellere Stelle konzentriert und nicht genau weiß, was im Dunkeln so vor sich geht. Daran möchte man einfach nur schnell vorbeiziehen. Brrr!

Wärme: Je glatter die Oberfläche, je geschlossener die Poren desto kälter fühlt sich ein Material an. Sucht Euch also für die wenigen Dinge, die Ihr habt warme Materialien aus. Holz fühlt sich wärmer an als Steinzeug. Geöltes, lasiertes oder naturbelassenes Holz ist “wärmer” als lackiertes. Baumwolle und Leinen “wärmer” als Seide oder Satin.

Pflanzen: Pflanzen leben, wachsen, sind organisch und stehen im starken Kontrast zur mathematischen Geometrie unserer Architektur. Es gibt Pflanzen, die erheblichen Einfluss auf die Luftqualität nehmen können, wie z.B. Feuchtigkeit aus der Luft ziehen, wenn das ein Problem bei Euch sein sollte. Und: Pflanzen duften! Ja, auch Gerüche und Düfte eignen sich hervorragend, um gegen die Leere anzukämpfen.

Bsp.: Wir haben ein Mandarinenbäumchen, das, aufgrund der Temperaturen hier, natürlich nie genießbare Früchte tragen wird. Aber, wenn wir ihn zur richtigen Zeit beschneiden, blüht er zweimal im Jahr und ohhhh, wie wir diesen Geruch nach Süße und gleichzeitig frischer Zitrusfrucht lieben. Es riecht mediterran und nach Urlaub! Gerüche erzeugen Emotionen. Welcher Duft darf es für Euch sein?

Farbe: Nur, weil man Minimalist ist, muss man nicht auch chromophob sein. Nichts ist fröhlicher als Farbe und bietet mehr Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Farbe großflächig an einer Wand? Ein zweifarbiges Muster? Viele Farben in einem kleinem Abschnitt? Ich habe ein ganzes Pinterestboard für Euch zusammengestellt, das sich mit farbenfroher Wandgestaltung beschäftigt. Schaut vorbei und nutzt es als Inspiration.

Und zu guter Letzt, mein liebstes „Gemütlichkeitswerkzeug“: VORHÄNGE!

Vorhänge werden so gern als unnötig verpönt (zuletzt sogar hier im Gastbeitrag von MIKE. Sorry Mike, aber wir wohnen ja nicht alle in Südspanien!), aber das zeigt mir nur, dass viele Menschen Vorhänge nicht zu nutzen wissen. Vorhänge müssen tatsächlich wie ein Werkzeug eingesetzt werden.

  1. Wusstet Ihr z.B., dass Vorhänge im älteren Baubestand im Winter bis zu 10% Heizkosten einsparen können? Man muss sie nur abends auch wirklich zu ziehen, um sich von der Kälte des Fensterglases zu schützen.
  2. Außerdem eignen sich Textilien in der Vertikalen hervorragend, um die Raumakustik zu verbessern. Wenn man zusammen lebt, einer abends fern sehen oder Musik hören möchte und der Andere nebenan lieber in Ruhe liest, schlucken Vorhänge den Schall un unangenehme Nebengeräusche und man fühlt sich weniger durch Lärmbelästigung gestört. Achtet einmal bei Eurem nächsten Kinobesuch auf den Wand- und Bodenbelag des Kinosaals – dasselbe Prinzip.
  3. Und im Sommer? Vorhänge bieten nicht nur einen Lichtschutz, sondern können auch hier wieder bei der Temperaturregulation helfen. Gerade bei diesen unangenehmen Hitzewellen, die es immer öfter zu geben scheint: Öffnet abends die Balkontür/das Fenster, sodass ein leichter Durchzug entsteht und zieht die Vorhänge in die Öffnung. Wenn Ihr die Vorhänge jetzt leicht anfeuchtet, z.B. ordentlich mit der Sprühflasche benetzt, sorgt die Feuchtigkeit dafür, dass die einströmende, vorbeiziehende Luft noch ein wenig mehr Kühle mit sich bringt. Die Raumtemperatur wird um das ein oder andere Grad mehr sinken. Genial oder genial?! 
  4. Ach, und wer seine Wände nicht streichen mag, aber trotzdem Farbe auf Fläche haben will….

 

 

Ich hoffe, mein Artikel hat Euch Anregungen gegeben und die Lust auf Raumgestaltung im minimalistischen Sinne geweckt. Welche und wie viele Tipps Ihr umsetzt, interessiert mich natürlich brennend. Ich freue mich auf Euer Feedback.

——————–
Nic2kleinZu mir

Mein Name ist Nic Pinguet. Ich bin Interior und Sustainable Building Designer und helfe den Menschen dabei ihr wertevolles Leben zu konzeptionieren und zu umzusetzen. Ich bin etwas zwischen „Lifestyle Nomadin“ und „Wiederholungsausländer“, derzeit in meinem sechsten Heimatland, der Schweiz, angekommen. Auf Minimal Ist Muss schreibe ich über alles das „A Home Worth Having“ ausmacht.

Kommentare 9

4 Jahre Minimalismus leben

Group of Friends Having a Party on the Beach

©-william87-Fotolia.com_.jpg

 

 

Heute gibt es einen Grund zu feiern.

Minimalismus Leben wird 4 Jahre alt. Was mal als Kanal dafür gedacht war meine Gedanken und meinen Weg zu einem minimalistischen Leben zu dokumentieren ist so viel mehr geworden.

Ich habe in den letzten Jahren echte Freundschaften und sogar eine Beziehung dadurch gewonnen. Ich war in der glücklichen Lage, auch gepusht durch die Berichterstattungen in verschieden Medien, meine Version von Minimalismus, zu präsentieren und dadurch viele Menschen zu inspirieren. Es bewegt mich immer noch sehr, wenn mir jemand schreibt, dass meine Artikel geholfen haben, sein leben in eine positive Richtung zu verändern oder den letzten Anstoß zu einer Veränderung gegeben haben.

Ihr dürft gespannt sein, wie es im nächsten Jahr weiter geht.

In den letzten 4 Jahren sind 320 Beiträge online gegangen. Ich habe 2700 Facebook Fans gewonnen, 400 Leute folgen mir bei Twitter, 200 bei Instagram und außerdem haben noch  220 Menschen meinen Newsletter abonniert. Mir gefällt besonders der direkte Austausch in den Kommentaren, bei den Stammtischen und beim jährlichen Treffen. Außerdem freut es mich sehr, dass die Bloglandschaft um das Thema deutlich bunter geworden ist. Es ist Platz für jede Ausprägung von Minimalismus vorhanden und ich kann die Blogs kaum noch zählen, ich folge aktuell ca 50 deutschsprachigen Blogs im Bereich Minimalismus.

In der nächsten Zeit erwartet Euch eine kleine Artikelserie über Nachhaltigkeit. Außerdem wird es auch ein paar Einblicke darin geben, wie ich es schaffe Gewicht zu verlieren und was ich nach 5 Jahren Beschäftigung mit Minimalismus noch in meinem Haushalt minimalisieren kann.

Danke das du ein Teil dieser Bewegung bist, dich mit dem Thema auseinander setzt und etwas bewegst.

Kommentare 2

Nachlese Minimalismus Stammtisch Köln

The hand of a young woman is operating a professional coffee machine

© LoloStock – Fotolia.com

Gestern gab es nach langer Zeit wieder einen Minimalismus Stammtisch in Köln. Wir haben uns im Café Kleks getroffen. Ich war ein bisschen nervös, ob wir wirklich 15 Leute zusammenbekommen. Über Facebook hatten sich 17 angemeldet, via Stammtisch 3 und über meinen Blog auch noch mal ein paar. Insgesamt waren wir 22 Leute und hatten somit fast das halbe Café für uns. Für unser Leibliches wohl war wunderbar gesorgt mit teilweise veganem Kuchen, tollen Kaffee Variationen, Chai und Ingwer Tee  und anderen Leckereien. Unsere nette Bedienung war vom Thema auch sehr angetan.
In meinen Gesprächen ging es oft darum, wie man zu dem Thema Minimalismus gekommen ist, und wie man das eigentlich definiert. Es ging um Food Sharing, Bambus Zahnbürsten, den Film MyStuff, das Aussortieren der eigenen Wohnung, Architektur, Achtsamkeit und so vieles mehr. Es ist unglaublich toll sich darüber auszutauschen und  gegenseitig Tipps zu geben oder indirekt Anregungen zu bekommen. Man fühlt sich in der Gruppe angenommen, ein Stück weit zu Hause und verstanden. Von beginn an, haben sich alle gut unterhalten und direkt Anschluss gefunden. Wir brauchten keine Vorstellungsrunde, um ins Gespräch zu kommen.

Auf einmal war es schon Viertel nach 6. Die Zeit verging einfach wieder wie im Fluge. Im Café Kleks hat der Minimalismus Stammtisch Köln auf jeden Fall seine neue Heimat gefunden. Am Dienstag wird der neue Termin für in ca 4 Wochen festgemacht.

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Euch allen und auf tolle Gespräche, auch mit all denjenigen, mit denen ich gestern noch nicht gesprochen habe.

Link: Café Kleks

Kommentare 4

Gastbeitrag: Minimalismus – Sicht einer Grafikerin

minimalistische tierillus

© Grafikstudio Herbst

Als Grafikdesignerin hantiere ich täglich mit Farben und Formen. Schon seit der Oberstufe trage ich am allerliebsten Schwarz-Weiß. Ich kann es gar nicht genau erklären, aber obwohl ich Farben liebe, spiele ich bei meiner eigenen Garderobe lieber mit verschiedenen Formen und Materialien in den immer gleichen Nichtfarben.
Auch unsere Einrichtung besteht größtenteils aus Schwarz und Weiß – neben Pflanzen und Holz ist ein rotes Sideboard der einzige Farbtupfer im ganzen Haus. Wenn ich das so anderen erzähle, schauen sie meist erschrocken und können sich nicht vorstellen, so zu leben. Aber wenn sie es dann sehen, ernten wir immer begeisterte Zustimmung.
Bei meiner Arbeit ist mir auch die Ordnung (digital & analog) unglaublich wichtig. Wenn ich mal nicht weiterkomme, räume ich meinen Schreibtisch oder den Desktop radikal auf und fühle mich sofort befreiter. Danach kann es weitergehen!

Auch meine Entwürfe sind im Normalfall ziemlich schlicht. Ich arbeite gerne mit Weißraum, verwende kaum Effekte und selten mehr als drei Farben. Dabei würden Grau, Schwarz und Gelb für mich bereits drei Farben darstellen.
Ich kann auch gar nicht anders! Ich überlege mir, welche Elemente man noch weglassen könnte, sodass man das Konzept immer noch versteht. So entstehen z.B. rein typografische Märchencover oder abstrakte Strichzeichnungen von Tieren. Bei letzterem haben mich die simplen Linien-Zeichnungen von Picasso inspiriert. (Google- Suche „Picasso Tierzeichnungen“)

Bei Medien wie der Plakatwand ist es beispielsweise unerlässlich, dass die Aussage in Sekundenschnelle verstanden wird, damit auch die vorbeifahrenden Autofahrer angesprochen werden.
Auf der anderen Seite kann ich eben doch nicht immer alles weglassen: Bilder – manchmal sogar detailreicher – ziehen die Blicke auf sich und erklären im Idealfall schon das Thema, bevor man anfängt zu lesen.
In diesem Fall kann man, meiner Meinung nach, den Hang zum Minimalismus immerhin noch auf die Art ausleben, dass innerhalb eines Konzeptes oder innerhalb eines Markenauftritts ein roter Faden wiederzufinden ist. Wer seinen Flyer mit minimalistischen Service-Piktogramme gestalten lässt, sollte beim nächsten Flyer nicht plötzlich auf skeuomorphe (naturnahe) Piktos umschwenken.

All diese Schlichtheit hat aber leider auch ihre Nachteile: Zum einen ähneln sich schlichte Entwürfe verschiedener Designer schneller, zum anderen bleibt es im Einzelfall zu klären, ob das Werk überhaupt die nötige Gestaltungshöhe erreicht hat, um urheberrechtlich geschützt zu sein. (eh)

Denkt ihr, dass man als Grafikdesigner alle Aufträge minimalistisch lösen kann? Gefällt euch minimalistisches Design oder habt ihr euch vielleicht schon daran satt gesehen?

Danke an Ellen für diesen Gastbeitrag. Ihr findet das Grafikstudio Herbst hier im Netz & auf Facebook

Kommentare 11

Gastbeitrag: Minimalismus mit Selbstbeteiligung – Es gibt schlimmere Orte als die Welt

© www.pixabay.com

© www.pixabay.com

Wie fange ich an?

Das Thema Minimalismus bewegt mich schon seit längerer Zeit und ich habe an anderer Stelle auch schon über meine schrittweise Annährung an dieses “Projekt” berichtet. Ich habe sehr viel zu diesem Themenkomplex gelesen und werde dabei regelmäßig mit einem schlechten Gewissen zurückgelassen. Habe ich doch zu viel Zeugs? Fördere ich mit meinem Konsumverhalten tatsächlich die Nachhaltigkeit? Wie finde ich jetzt einen sinnvollen Zugang zu dieser Thematik? Soll ich wirklich für ein E-Book bezahlen, dass mir erklärt, wie ich meinen Keller entrümple.

„Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.“ (Albert Schweitzer)

Lesen ist grundsätzlich gut, aber wenn man sich in Richtung Minimalismus entwickeln will, dann muss man auch handeln. Es geht also darum ein bestimmtes Bewusstsein zu entwickeln. Ich habe viele themenbezogene Dinge gelesen, die mich überrascht haben, Dinge die mich inspiriert haben, aber auch Dinge, die mich nachdenklich gemacht, ja sogar abgestoßen haben. Für mich gibt es nicht den einen Minimalismus. Ich lese z.B. keine Beiträge mehr in denen Menschen sich über die Zahl der Gegenstände definieren, die sie besitzen. Ich frage mich immer, wie sich jemand fühlt, der aufgrund von Armut seine Besitztümer an einer Hand abzählen kann, wenn er von dieser künstlichen Reduktion hört. Ich befürchte, dass das in seinen Ohren überheblich klingen könnte.

Wenn ich Anglizismen nicht so doof fände, würde ich jetzt vom richtigen Mindset sprechen

Ich habe mir vor Kurzem einen 28 Jahre alten Mercedes 260SE gekauft. Wenig minimalistisch denkt man zunächst. Ich gebe zu, dass mein ökologischer Fußabdruck dadurch kurzfristig auf die Größe Neufundlands angeschwollen ist. Bei näherer Betrachtung stellt man aber fest, dass dieses Fahrzeug zu Zeiten der Ölkrise gezielt entwickelt wurde, um in der automobilen Oberklasse den Begriff Sparsamkeit zu etablieren. Mit Erfolg. Für mich lebt dieser Geist in dem Fahrzeug weiter. Wenn ich mit 100 Km/h auf der rechten Spur dahingleite (Ja, ich bin das!) realisiere ich jetzt erst richtig, wie schnell und hektisch die Welt um mich herum geworden ist. In meinem antiken Stahlkoloss fühle ich mich dann wie ein unbeteiligter Zuschauer, der dieses emsige Treiben kopfschüttelnd – aber lächelnd – beobachtet. Und das fühlt sich für mich verdammt gut an. Manchmal sind die Dinge also erst auf den zweiten Blick minimalistisch. Hinschauen lohnt sich. Diese geile Karre einem Neukauf vorzuziehen, finde ich im Übrigen auch durchaus nachhaltig.

“Machen Sie bitte Platz, ich bin Minimalist”

Das Sendungsbewusstsein einiger Minimalisten finde ich ziemlich befremdlich. Besonders nachdenklich werde ich dann, wenn dieses sensible Thema zum Hype erklärt wird und ich für die Weisheiten des Verfassers zahlen soll. Ich gebe offen zu, dass ich mich kurzzeitig von diesem Trend habe verführen lassen. Ich schreibe humorvolle Kurzgeschichten rund um das Thema Hund mit einer erfreulich schnell wachsenden Fangemeinde. Ich habe mir den Kopf zerbrochen, wie ich diese Geschichten monetarisieren kann und mich dabei am Rat verschiedener Marketer orientiert. Die zentrale Frage war: Wieviel Geld kann ich mit den Geschichten verdienen? Eine Freundin änderte diese Frage in einem Gespräch fast beiläufig in: Wieviel Gutes könntest Du mit diesen Geschichten tun? Diese einfache Frage führte dazu, dass ich aus meinen Geschichten ein E-Book erstelle, das dann kostenlos zum Download bereit stehen wird. Im Gegenzug bitte ich den Leser um eine kleine Spende für ein Tierschutzprojekt seiner Wahl. Dieser “Verzicht” fühlt sich großartig an. Besser als jedes prall gefüllte Konto es jemals könnte. Kaum hatte ich den Gedanken an rasante Buchverkäufe via Amazon aufgegeben, kamen Angebote aus dem Bereich der Printmedien auf mich zu. (Ja, es gibt noch eine analoge Welt da draußen.) Wieder keine Aussicht auf Reichtum, aber genug Geld, um damit meine Teilzeitbeschäftigung zu finanzieren.

Für mich bedeutet Minimalismus “Loslassen” zu lernen. Wenn Du etwas Gutes loslässt, kommt etwas Besseres dafür zurück!

 

11911747_298089363694608_785114089_nMein Name ist Axel Löwenstein. Als freier Autor schreibe ich humorvolle Kurzgeschichten. Darüber hinaus gibt es Themen, die mich sehr bewegen und zu denen ich auch gerne Stellung nehme. Minimalismus ist so ein Thema. Da es hier bei Michael mit sehr viel Hingabe und Respekt behandelt wird, ist das auch der geeignete Ort für einen Gastbeitrag.

Kommentare 0

Neugestaltung Newsletter

Concept of sending e-mails from your computer

© ra2 studio – Fotolia.com

In den letzten zwei Wochen gab es immer ein Auf und ab bei den Newsletter Abonnenten, deswegen werde ich heute den Newsletter umstellen. Es geht weg von einer einfachen Email mit dem Inhalt des aktuell geposteten Beitrags, hin zu einem wöchentlichen Newsletter.

Darin erwartet euch dann das Zitat der Woche, die in der Woche erschienenen Beiträge in voller Länge, ein paar Links, die ich auf Facebook geteilt habe und je nach dem was ansteht noch ein paar Termine von Stammtischen, einen interessanten Pin von Pinnterst oder ähnliches.

Ich möchte damit denjenigen mehr Informationen bieten, die nicht auf Facebook & Co aktiv sind. Außerdem ist damit der Newsletter besser planbar. Ihr bekommt ihn jeden Sonntag ein Stück Minimalismus leben in eure InBox.

Hier findet Ihr noch einmal das Anmeldeformular



Selbstverständlich behandle ich deine Daten vertraulich und nutze sie ausschließlich zur Zusendung des Newsletters. Außerdem kannst du dich natürlich jeder Zeit wieder abmelden. Dazu findest du am Ende jeder E-Mail einen Link.

Kommentare 14

Gastbeitrag: Barfuß

Bare feet on the soft summer grass

© antiksu – Fotolia.com

Wer nach einem langen Arbeitstag oder einer Wanderung seine Schuhe und Socken auszieht, weiß das Gefühl zu schätzen. Ein Gefühl der Freiheit. Gewöhnlich halten wir das tragen von Schuhen für selbstverständlich, doch warum tragen wir überhaupt welche? Sind es Gründe des Schutzes oder eher ästhetische Gründe? Angefangen hat es sicher mit dem ersten Grund, doch bei der heutigen Auswahl an Schuhen, denken viele sicher an den zweiten. Leider ist es so, das uns heutige Schuhe kaum mehr schützen, sondern eher schaden. Sie verformen Füße, die Muskulatur bildet sich zurück und sie sind Auslöser für Gelenkschmerzen. Dazu bekommen wir auch mal Blasen an den Füßen, wir knicken um und verletzen uns. Ebenso entstammt der Fußpilz nur dem warmen und feuchtem Milieu im Schuh. All das, obwohl sie uns eigentlich schützen sollten?

Wer das erste mal im Park oder der Stadt seine Schuhe auszieht, stellt schnell fest, wie empfindlich er auch gegen kleinste Steinchen ist. Das liegt daran, das unsere Füße meist über viele Jahre nie direkten Kontakt zur Außenwelt bekommen haben und sie entsprechend weich und sensibel geworden sind. Doch wer einmal damit beginnt hin und wieder draußen auf Schuhe zu verzichten, fängt an eine Lederhaut zu entwickeln, die beständig ist aber trotzdem weich und geschmeidig bleibt. Wer dabei bleibt, tut also einiges für seine Gesundheit, doch auch das Selbstbewusstsein wird größer, denn nicht jeder fühlt sich in einer U-Bahn ohne Schuhe auf anhieb wohl. Wer die Kopfsache einmal hinter sich hat, sollte sich dann auf seinen Laufstil konzentrieren. Wer lange Schuhe getragen hat, läuft meist auf der Ferse und belastet beim Barfußlaufen damit noch mehr seine Gelenke. Somit ist es wichtig auf dem Ballen aufzukommen, denn so wird jeder Schritt sauber abgefedert.

Ein häufiges Argument gegen das laufen ohne Schuhe sind sicherlich die vielen Scherben, die über all herum liegen. Doch wer das mal ausprobiert, merkt, das es viel weniger Scherben auf dem Boden gibt als man zunächst vermutet. Man bekommt auch ein Auge für Gefahrenstellen und läuft einfach drumherum. Wer aber doch mal einen kleinen Splitter in den Fuß bekommt, bedient sich einfach einer Pinzette. Die Verletzungen sind meist minimal und stehen in keinem Verhältnis zu den gesundheitlichen Vorteilen. Durch eine stärkere Durchblutung ist das laufen auch bei kühleren Temperaturen möglich, nur bei starker Hitze sind Schuhe sicher nicht verkehrt. Dafür gibt es Barfußschuhe, welche mit einer dünnen Sohle, fehlendem Absatz und einer hohen Zehenfreiheit punkten.

Wir haben das richtige laufen verlernt, doch mit etwas Umstellung bekommen wir dieses herrliche Gefühl der Freiheit wieder zurück. Mutter Natur hat sehr viel zu bieten und ohne Schuhe können wir ihre ganze Vielfalt am besten erleben.


Danke Stefan für deinen Gastbeitrag

Kommentare 25

Ist Minimalismus ungemütlich?

© anyaberkut - Fotolia.com

© anyaberkut – Fotolia.com

Ich habe immer mal wieder gehört, dass meine Wohnung an der Grenze dazu ist, ungemütlich zu sein. Ich kann mich dieser Meinung ganz und gar nicht anschließen. Natürlich sind in den letzten 4 Jahren viele Gegenstände aus meinem Besitz verschwunden und auch einige Möbelstücke, allerdings macht das meine Wohnung aufgeräumter, größer und klarer.

Viele Menschen erzählen mir auf Stammtischen, dass sie sich dem Minimalismus zugehörig fühlen, man das aber der Wohnung nicht wirklich ansieht.

Man kann ja auf verschiedenen Ebenen mit Minimalismus anfangen. Ich würde sagen, dass über 90 % mit dem Ausmisten von Dingen anfangen. Der Rest kommt von der mentalen Seite über Achtsamkeit und Meditation zum Minimalismus.  Irgendwann ist allerdings der Punkt erreicht, wo es auch daran geht in der Wohnung Möbelstücke auszusortieren. Wenn ich jetzt CD Regal schreibe, ist das fast schon ein Running GAG. Aber es gibt andere Dinge die man infrage stellen kann. Den Schreibtisch, einen Tisch im Wohnzimmer oder ein Regal, was kaum noch gefüllt ist, außer mit ein paar Platzhaltern. Ein Kleiderschrank, der nur noch halb voll ist.

Es gibt an dieser Stelle einfach kein Patentrezept. Aber ich merke für mich immer wieder, dass ich reduzierte Räume mit wenig Dingen sehr gerne mag. Egal ob das die Lobby eines Hotels ist, der Verkaufsraum in einem Museum oder einige Beispiele, die ich auf meinem Pinterest Account poste.

Viele Wohnungseinrichtungen sind zusammengewürfelt und passen thematisch nicht zusammen. Der Farbmix ist zu divers und es beißt sich hier und da auch schon einmal etwas. Das ist für den ein oder anderen gemütlich und für andere wieder nicht. Wenn man seinen Besitz reduziert, kann man sich dem Thema Wohnraumgestaltung noch einmal neu widmen.

Wer nur  2 Stühle besitzt, kann sich die 2 perfekten Stühle kaufen, die seinen Design Qualitäts- und Nachhaltigkeitsansprüchen voll entsprechen. Ich bin ganz ehrlich. Ich bin anfällig für gutes Design, unabhängig vom Preis.

Ein Beispiel dafür, dass gutes funktionales und schönes Design nicht teuer sein muss, wenn man bereit ist Eigenleistung hineinzustecken, ist die DIY Couch von Nic von Minimal ist muss.

Wie sieht es bei euch zu Hause aus? Funktional? Designer Bude? Ikea? ein Mix aus allem? Ich freu mich auf eure Kommentare und Meinungen

 

Kommentare 19

auf Umwegen ans Ziel

© Mopic - Fotolia.com

© Mopic – Fotolia.com

Manchmal merkt man schon zum Beginn einer Reise, dass man in die falsche Richtung unterwegs ist. Man hat eine bestimmte Vorahnung, möchte sich aber nicht mit dieser auseinandersetzen sondern fährt weiter in die falsche Richtung, bis man selbst den nötigen Abstand gewinnen kann, um seine Entscheidung zu überdenken.

Mir ging es die letzten Wochen auch so. Ich habe eine Reihe neuer Projekte gestartet, die in neuen Blogs enden sollten. Ich habe mir Logos designen lassen, mir Domains gesichert, erste Brainstormings gemacht um dann festzustellen, dass ich gar keine Zeit dafür haben werde, mich diesen Projekten mit der nötigen Zeit und Disziplin zu widmen. Ich wollte übers Abnehmen schreiben, darüber, wie man einen Blog aufzieht und eine kleine Seite mit ein paar leckeren Cocktailrezepten anlegen (mein kleines eigenes Rezeptbuch). Doch heute kann ich sagen. Nein, das werde ich nicht tun.

Vielleicht hat es auch etwas mit dem Tod meines Vaters zu tun, den ich bis jetzt immer noch nicht begreife. Ich bin immer noch in der Phase des nicht wahr haben Wollens. Ich muss mich dieser Situation in nächster Zeit intensiver stellen. Ich glaube ich bin davor weggelaufen und wieder in mein altes Muster, des ständig beschäftigt Seins geflüchtet. Zuletzt habe ich beim Ausparken erneut die rechte Wand im Parkhaus gestreift. Ein Schaden, der mich jeden Tag daran erinnert, wozu Unkonzentriertheit führen kann.

Minimalismus hat mir mal wieder die richtige Richtung gezeigt. Weniger ist mehr.

Was ich daraus gelernt habe, ist, dass viele Entscheidungen bei mir aus dem Bauch heraus gefällt werden. Keiner dieser Ideen war grundsätzlich schlecht und ich hätte viel Herzblut in diese Projekte gesteckt (ganz abgesehen von den finanziellen Mitteln). Ich war aber etwas naiv zu glauben, dass es mit minimalem Zeitaufwand funktionieren könnte.

Wichtig finde ich, dass man an diesem Punkt, nach einer solchen Erkenntnis nicht zu hart mit sich ins Gericht geht. Viele Menschen müssen einfach ihre eigenen Erfahrungen machen, um an ihnen zu wachsen. Was sich als Umweg herausgestellt hat, war aber vielleicht genau der Weg, den ich gehen musste um wieder konzentrierter die Dinge anzugehen, die wirklich wichtig sind.

Ich sehe den Blog, den Podcast und die Treffen und Stammtische als Möglichkeit euch ein Stück weit aus meinem Leben zu erzählen und auch etwas von euch zu erfahren. Gemeinsam wachsen wir so,  Schritt für Schritt hin zu einem glücklicheren, stressfreieren, selbstbestimmten und reduziertem Leben.