Archiv des Monats “Oktober 2015

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#Konsumauszeit im November

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© singkham – Fotolia.com

Vor kurzem habe ich mir überlegt, im nächsten Monat nichts Neues mehr zu kaufen. Da kommt mir die Challenge vom Apfelmaedchen doch sehr gelegen. Sie hat ein paar Regeln aufgestellt und wird wöchentlich darüber berichten, wie es mit der Konsumauszeit läuft.

Die Regeln:

30 Tage lang nichts Neues kaufen
ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten.
Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht). Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Warum mache ich mit:

Ich bin meine persönlichen Finanzen durchgegangen und habe festgestellt, dass es da noch einige Dinge gibt, die ich besser geregelt bekommen möchte. Zunächst habe ich mich entschieden, mich von einigen Dingen zu trennen. Meine Smarte ArmbandUhr, das iPhone, einiges an Haushaltskram werden den Besitzer wechseln.

Allerdings geht es natürlich nicht nur darum kurzfristig etwas mehr Geld in der Tasche zu haben, sondern auch langfristig Kaufgewohnheiten zu ändern. Das schafft man aber nur, wenn man sich seine persönlichen Ausgaben einmal genau anschaut.

Ich für meinen Teil habe eigentlich einen guten Überblick über die laufenden Kosten. Was geht ab für Miete, Strom, Handy, Internet, Fernsehn, Webhosting, Rücklage und so weiter.
Was mir aber immer mal wieder schwer fällt ist meinen Spontankauf Impuls zu bremsen. Diese nebenbei Ausgaben waren allerdings nur teilweise in meinem Budget eingeplant und reißen somit öfter ein Loch in meine „ach so gute“ Planung.

Diese Käufe habe ich dann versucht, vor mir selbst und dritten zu rechtfertigen. Mit mäßigem Erfolg. Was mich an der ganzen Sache sehr frustriert ist, dass ich es besser weiß und bei diesem Punkt in der Vergangenheit viel weiter war. Als Minimalist gehört es doch eigentlich zu den Basics, diesen Teil zu meistern.

Manchmal verliert man sein Ziel aber aus den Augen.

Ein Beispiel dazu aus der letzten Vergangenheit ist, dass ich mich dazu entschieden habe, mehr plastikfrei zu leben. Eigentlich eine gute Idee, allerdings bin ich das Thema im Bereich Konsum falsch angegangen. Ich habe Dinge aussortiert und mir, bevor ich die alten Dinge verkauft habe, neue angeschafft. Unter anderem eine Spätzlereibe und ein Schüsselset aus Edelstahl sowie einen Messbecher aus Glas.

Ich war wirklich froh zu sehen, dass auch andere wieder in diesen Modus zurückfallen.
Deswegen freue ich mich sehr auf diese Challenge und den gemeinsamen Austausch.

Seid ihr auch dabei ?

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[Köln] – Minimalismus Stammtisch 28 November 2015 15:00

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Wir treffen uns Samstag, den 28.11 ab 15:00 im Café Kleks.

Parallel zum Stammtisch wird dort den ganzen Tag ein Kleidertreff stattfinden. Deswegen, werden wir in den oberen Raum gehen. Natürlich können wir auch aktiv daran teilnehmen und Kleidung mitbringen / tauschen.

Bitte gebt Bescheid ob ihr kommt, dann können wir wegen der Tischgröße planen. Hinterlasst einfach hier einen Kommentar, oder auf der Minimalismus Stammtisch Website alternativ natürlich auch beim Facebook Event.

Anfahrt

Wenn ihr nicht aus Köln kommt und mit der Bahn Anreist hier der Weg vom HBF mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ihr steigt am Hauptbahnhof entweder in die Linie 5 Richtung Ossendorf und fahrt zur Haltestelle Friesenplatz oder mit der Linie 16, 18 bis zum Barabarossaplatz und von da aus dann jeweils mit der Linie 12 Richtung Zollstock bis zur Haltestelle Gottesweg. Von da aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zum Café Kleks.

Für alle Autofahrer

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Gastartikel: Gesunde Ernährung leicht gemacht?

© Aaron Amat - Fotolia.com

© Aaron Amat – Fotolia.com

Dann und wann kommt es mir so vor, als sollte eine gesunde Ernährung so einfach sein: Bereits im Kindergarten werden wir damit konfrontiert. Jeder von uns hat die Ernährungspyramide zig Mal im Schulunterricht gesehen und im Internet finden sich zahllose kostenlos Tipps und Ratgeber, was denn nun gut sei und was nicht. Wir wissen also genau, was unserem Körper gut tut und was nicht. Ist es wirklich so simpel? Als Kinder schmecken uns die meisten gesunden Sachen überhaupt nicht. Im Jugendalter ist die Familie froh, wenn man anstelle von Alkohol Softdrinks trinkt und als Erwachsener dient die süße Sünde häufig als Ausgleich für die sonst so knappe Freizeit, als Seelentröster. Und wer kennt nicht das Gefühl nach dem Stück Schokolade, das man gerade so gebraucht hat?

Tatsächlich beeinflusst unsere Ernährung nämlich nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere seelische.
Ich setze mich selbst sehr viel mit Ernährung auseinander und versuche, sie mit meinem Minimalismus in Einklang zu bringen. Außerdem betrachte ich sie als einen Grundpfeiler für ein langes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Wie ich all das unter einen Hut bekomme, ohne an Lebensqualität einzubüßen, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Droge Zucker 

Vor ein paar Monaten während eines längeren Aufenthalts in Israel, fastete ich für einen Monat Zusatzucker. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie süchtig Zucker macht. Schnell wird das Verlangen danach immer größer und ich nehme mehr Zucker zu mir, als ich eigentlich möchte. Der Haken an jeder Challenge – auch dieser Fastenaktion – ist, dass ich schnell in alte Muster verfalle. So schaffte ich mir zwar während der Fastenzeit ein Bewusstsein für Signale meines Körpers auf Zucker und wurde im Alltag umsichtiger, bemerkte jedoch auch hin und wieder, dass ich einem Heißhunger nachgebe. Damit befinde ich mich in einem Konflikt, denn einerseits möchte ich mich gesund ernähren und weiß, wie ungesund Zucker ist. Andererseits mag ich Süßes und backe auch gern Kekse, Kuchen und Torten. Wie gehe ich also damit um?

1. Ich kaufe keine Süßigkeiten.
Das gelingt mir selbst nicht immer, doch wenn ich keine Süßigkeiten zu Hause habe, esse ich auch keine.

2. Ich verwende Obst, wo es nur geht.
Ich esse keinen gezuckerten Joghurt, sondern verwende Naturjoghurt und verfeinere ihn mit frischem Obst. Statt Apfelmus esse ich Apfelmark (denn das ist ungezuckert und schmeckt allein wegen des Fruchtzuckers der Äpfel bereits süß). Und ich verwende Datteln vielfältig, sogar zum Süßen von Keksen.

3. Nüsse als Snack
Ich liebe Nüsse und gesund sind sie auch noch! Deshalb werfe ich mir lieber eine Hand voll Nüssen als eine Tafel Schokolade ein und kann mich im Anschluss auch noch viel besser konzentrieren.
Die Ausnahmefalle
Es gibt immer wieder diese Momente, in denen ich mir sage, dass diese doch eine Ausnahme seien. Sind sie aber nicht wirklich. Gelegenheiten, um sich ungesund zu ernähren, bieten sich jeden Tag. Überall lauern die Ausnahmesituationen und warten nur darauf, dass ich nachgebe. Sei es, dass
ich Süßigkeiten geschenkt bekomme, Mutti Kuchen bäckt, der Caterer ein tolles Dessert auftischt oder gerade ein besonderer Anlass stattfindet. Süßigkeiten lassen sich praktischer Weise mit anderen teilen, zu gemeinsamen Abenden mitnehmen oder gar verschenken. Und der Caterer bietet jeden Tag ein tolles Dessert an. Ganz sicher, ich spreche aus Erfahrung. Doch natürlich möchte ich weder Mutti noch Geburtstagskinder vor den Kopf stoßen. Zumal ich ja Kuchen auch mag.

Alle vier Fälle sind eine Frage der Priorität: Was ist mir wichtiger? Mich gesund zu ernähren? Oder einen Moment etwas Leckeres essen, für das ich mich hinterher schlecht fühle, weil ich mir zu viel genommen habe? Ich finde es wichtig, nicht zu hart mit sich selbst zu sein, möchte aber gleichzeitig auch konsequent bleiben. Wann erlaube ich mir also Ausnahmen? Und wann nehmen diese Überhand?

Zur Zeit probiere ich eine für mich neue Methode aus: 1 (in Worten: EINE) Ausnahme pro Woche. Wenn ich montags bereits Dessert esse, gibt es am Wochenende keinen Kuchen. Ich kann keine Ausnahmen “aufsparen” und gebündelt verwenden. Wie gut das für mich funktionieren wird, weiß ich noch nicht. Momentan klingt es für mich aber nach einem guten Zwischenweg. Und ich werde natürlich in Kürze berichten, wie es bis dahin läuft.

Die bösen Fette
Zu Fetten gibt es schon seit Längerem Diskussionen. So sind Light-Produkte schon längst nicht mehr nur zucker- sondern auch fettfrei. Ganz so einfach ist es aber nicht. Die meisten verarbeiteten Lebensmittel, die als “Light” beworben werden, enthalten entweder
a) kein Fett, dafür aber Unmengen an Zucker, oder
b) kein Zucker, dafür aber Unmengen an Fett, oder aber
c) weder Zucker, noch Fett, dafür aber jede Menge künstliche Geschmacksstoffe und -verstärker.

Dabei ist Fett a priori gar nicht schlecht. Eine gesunde Ernährung enthält sogar Fette. Wichtig ist nur die Auswahl der richtigen. Für mehr Verständnis empfehle ich diesen Beitrag.
Die unsichtbare Gefahr
Das Miese ist, dass ein Lebensmittel nicht unbedingt den Eindruck, ungesund zu sein, erwecken muss, um es auch zu sein. Lebensmittelhersteller sind Meister darin, zu verschleiern, was ihre Produkte tatsächlich enthalten. Wer im Biologieunterricht aufgepasst hat, weiß: Organische Zucker enden auf -ose: Glucose und Fructose sind nur zwei davon. Und auch Sirup ist nichts anderes als Zucker. Honig, Agavendicksaft und Zuckerkülor übrigens auch nicht.
“Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.” Wir sind alle keine Bauern. Sonst würden wir von den meisten Lebensmitteln die Finger lassen. Unzählige davon, enthalten auf der Inhaltsstoffangabe Namen, mit denen die meisten von uns, nicht im Geringsten etwas anfangen können. Oder weißt du, was sich hinter E405 und Propylenglykolalginat verbirgt? (Lösung: Beides der gleiche Stoff, welcher als Verdickungsmittel und Emulgator verwendet wird. Emulgatoren ermöglichen die Vermischung von zwei nicht miteinander vermischbaren Flüssigkeiten. Wikipedia ist deine Freund und Helfer.)

Zum Glück gibt es ein paar einfache Mittel, um genau diese zu umgehen:

1. Ich kaufe möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Dazu gehören neben hauptsächlich Obst und Gemüse, Reis, Mehl, Eier, Butter, Milch, Joghurt und Käse. Ich verarbeite meine Zutaten am liebsten selbst. Puddingpulver brauche ich nicht. Das geht mit Stärke ebenso gut.
2. Ich kaufe möglichst verpackungsfrei. Mich stört Plastik und seine Auswirkungen nämlich immens. Deshalb versuche ich, es möglichst zu vermeiden. Ein
angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich gesünder esse. Denk mal darüber nach: Welchen ungesunden Lebensmittel fallen dir auf Anhieb ein? Und wie viele davon sind unverpackt?

Das richtige Maß
Schon die Griechen lehrten, dass Tugenden das richtige Maß zwischen zwei Extremen sind. Denn so ziemlich alles kann schädlich sein, wenn wir es damit
übertreiben.

Im Fall von Essig ist das bereits ein Esslöffel am Tag. Praktischer Weise mag ich Essig überhaupt nicht gern. Aber auch mit allen anderen Lebensmitteln ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. (Wir erinnern uns: Die Pyramide!) Deshalb stelle ich ungesundes Essen gern wortwörtlich hinten an. Ich beginne den Tag, indem ich 750ml Wasser trinke. So komme ich auf den Tag verteilt auf 3l. Tue ich das nicht, trinke ich schnell zu wenig, weil ich vergesse, meinem Körper genügend Wasser zuzuführen. Dann trinke ich erst, wenn ich Durst verspüre. Doch das ist bereits zu spät! Wenn mein Körper ein Signal für Durst aussendet, ist er bereits unterwässert. Das ist übrigens auch nicht gut für’s Hirn. Ebenfalls morgens esse ich gern schon vielfältig und herzhaft, gepaart mit Obst und
Nüssen. Entsprechend viel Zeit benötige ich für mein Frühstück. Doch das ist es mir wert. Auf diese Weise lege ich schon eine Grundstein für den ganzen Tag. Lasse ich das Frühstück aus, passiert es mir nämlich oft, dass ich vergesse, zu essen, bis ich mir IRGENDETWAS einverleibe, damit ich überhaupt etwas gegessen habe. Im Allgemeinen bevorzuge ich viele “kleinere” Mahlzeiten über den Tag verteilt, anstatt drei Mal riesige Portionen zu essen. Außerdem vermeide ich es, mich proppevoll zu essen. Hier gilt das Gleiche wie für Durst: Gibt mir mein Körper ein Signal, ist es schon zu spät. Dann habe ich mich nämlich schon übergessen. Und das macht mich träge und bremst mich aus.
Minimalismus im Speiseplan
Ich esse nicht wenig. Und ich esse auch nicht immer das Gleiche. Aber ich baue auf einen Grundstock an Lebensmitteln auf, den ich vielseitig einsetzen kann.
Entsprechend variiert mein Speiseplan nicht allzustark und ich bin weniger anfällig für Impulskäufe. Diese bewirken nämlich häufig, dass ich ein Sonderlebensmittel kaufe und anschließend überhaupt nicht verwende. Salz- und Kräuterbutter gibt es bei mir also nicht. Wenn, mache ich sie selbst. Darüber hinaus kaufe ich immer nur für ein bis zwei Tage ein. Ich genieße es, Lebensmittel in gut sortierten, weniger überladenen Geschäften zu kaufen. Ich kaufe zwar öfter ein, dafür aber frischer und weniger gehetzt. Und es verdirbt nichts, weil ich es vorher esse.

So long…
Diese Kleinigkeiten mögen jetzt in der Summe etwas zu viel auf einmal wirken, helfen mir aber, mich gesünder zu ernähren. Das zeigt sich auch nach außen. Andere Menschen stellen mir gegenüber fest, dass ich mich gesund ernähre. Ich hingegen bin auf jede “Sünde” meinerseits geeicht und finde, dass da noch jede Menge Raum nach oben ist. Wie geht es dir mit gesunder Ernährung? Fällt es dir schwer? Oder hast du noch weitere Tipps?

Alles Liebe,
Philipp

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Philipp Drehmann ist nomadischer Filmemacher. Auf seinem Blog Wo ist Philipp?  schreibt er über seine Erlebnisse, Ernährung, Fortbewegung zu Fuß und Minimalismus.

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Gastartikel: Wenn die Freiheit mal frei hat!

Freiheit Bergbesteigung Gipfel

© crazymedia – Fotolia.com

Eigentlich bin ich durchaus ein selbstbewusster Mensch und bin auch immer davon ausgegangen selbstbestimmt zu handeln. Wir sprechen oft von Freiheit. Ich möchte frei sein. Damit verbinden wir meist nicht den Wunsch zeitnah aus der JVA entlassen zu werden, sondern fokussieren uns auf richtige Luxusprobleme. Ich hätte gerne mehr Zeit für Dinge, die mir wichtig sind, ich möchte mehr Geld verdienen oder endlich die berufliche Selbständigkeit erreichen.

Oberflächlich betrachtet geht es hierbei auch um gewisse Freiheiten, aber ich denke, dass man erst wirklich frei ist, wenn man glaubhaft ein Bewusstsein entwickelt, das einen in die Lage versetzt, niemanden mehr beeindrucken zu wollen, außer sich selbst. Freiheit ist deshalb für mich auch ein Stück weit Minimalismus.

Meine Freiheitsliebe hat letztendlich auch dazu geführt, dass ich die Löschung meiner Facebookseite beantragt habe. In kurzer Zeit hatte ich 3.000 Likes angesammelt. Täglich habe ich mehrere Stunden auf Facebook verbracht und erfolgreich am Wachstum der Seite gearbeitet. Allerdings habe ich dabei zwei Dinge verwechselt: Reichweite und Menschen erreichen sind zwei völlig unterschiedliche Angelegenheiten. Mit 3.000 Likes habe ich mich schon ziemlich groß gefühlt, aber wie groß muss sich der Mode-Discounter KiK erst fühlen, mit über 300.000 Likes? Absurdes System!

Insbesondere auf Facebook zeigen sich die Schattenseiten des Minimalismus sehr deutlich. Viele Menschen scannen nur noch Überschriften, anstatt tatsächlich zu lesen. Für jemanden wie mich, der Texte mit ca 1.000 Wörtern schreibt, ist dieser minimalistische Ansatz eine Katastrophe. Digitales Schulterklopfen durch einen Klick auf  “Gefällt mir” ist vielleicht für einen Moment befriedigend, aber langfristig kann das keine reflektierten Reaktionen auf das Gelesene ersetzen. Der Zeitgewinn, den ich durch den Verzicht auf die aktive Teilnahme an “sozialen” Netzwerken eingestrichen habe, ist beachtlich. Täglich zwei bis drei Stunden mehr für nachhaltige Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Sport oder Schlagzeug spielen.

Beim Thema Freiheit werde ich zum Maximalist

Es klingt wahrscheinlich zunächst einmal paradox, wenn ich behaupte, dass ich in Teilbereichen meines Lebens durch Minimalismus ein Maximum an Freiheit erreiche, aber das ist durchaus möglich. Ich habe jetzt wieder mit dem “intermittierenden Fasten” begonnen. Mir geht es dabei gar nicht so sehr um Gewichtsreduktion (das geschieht “en passant”), sondern vielmehr um den gewonnenen Freiraum. Ich nehme 16 Stunden keine feste Nahrung zu mir und habe dann ein Zeitfenster von ca. 8 Stunden, um eine oder zwei Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Ich will nicht zu technisch werden, aber durch einen sehr konstanten Insulinspiegel verspüre ich wenig bis keinen Hunger und bin so in der Lage einen gesamten Arbeitstag ohne Essen leistungsfähig zu bleiben. Das ist eine wahnsinnige Freiheit! Und es ist amüsant die unterzuckerten Kollegen bei der hektischen Nahrungssuche zu beobachten. Durch den Wegfall des Frühstücks und eine geschickte Zusammenstellung der Lebensmittel verringert sich auch der Zeitaufwand für den Einkauf und die entsprechende Zubereitung. Diese Form der Ernährung ist sicher nicht für jeden geeignet, aber immer einen Versuch wert.

Für das Jahr 2016 hat mir mein Arbeitgeber ein dreimonatiges Sabbatical genehmigt. In der “Ansparphase” arbeite ich die ersten 9 Monate in Vollzeit und bekomme dafür 75% Prozent meines bisherigen Gehaltes. In den letzten drei Monaten des Jahres bin ich freigestellt und schau mir die Welt an. Ich bekomme aber weiterhin 75% meines Gehaltes ausgezahlt. Fairer Deal! Ein Hinweis an diejenigen unter Euch, die diese Idee großartig finden, das aus einem bestimmten Grund jetzt aber nicht machen können. Ich habe alle diese Gründe schon gehört und sie sind alle völliger Quatsch. Der richtige Zeitpunkt ist immer genau jetzt. Natürlich ist dieser finanzielle Rückschritt auch mit materiellen Einschränkungen verbunden. Aber selbst hier ist ein weiterer Gewinn an Freiheit zu verzeichnen. Durch den wirtschaftlich erforderlichen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel stehen mir jetzt täglich zwei Stunden zur Verfügung in denen ich endlich ungestört die Bücher lesen kann, die mich schon seit langer Zeit traurig aus dem Regal angeschielt haben. Den staubedingten Dauerstress vermisse ich bisher nicht. Damit ist kein effektiver Zeitgewinn verbunden, aber die Lebensqualität erhöht sich spürbar.

Wie frei bist Du?

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Mein Name ist Axel Löwenstein. Als freier Autor schreibe ich humorvolle Kurzgeschichten. Darüber hinaus gibt es Themen, die mich sehr bewegen und zu denen ich auch gerne Stellung nehme. Minimalismus ist so ein Thema. Da es hier bei Michael mit sehr viel Hingabe und Respekt behandelt wird, ist das auch der geeignete Ort für einen Gastbeitrag.

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[Köln] – Minimalismus Stammtisch 25 Oktober 2015

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Der Neue Termin steht fest! Wir treffen uns wie beim letzten Mal im Café Kleks ab 14:00. Ausnahmsweise treffen wir uns nun an einem Sonntag. Ich mich jetzt schon auf das Wiedersehen und einige neue Gesichter. Wie beim letzten Mal habe ich 15 Plätze reserviert, wir können aber auch gerne ein paar mehr Leute sein.
Ihr könnte gerne hier kommentieren, auf der Minimalismus Stammtisch Website und beim Facebook Event.

Hier findet Ihr nochmal die Nachlese zum letzten Stammtisch und nun folgt noch die Anfahrtsbeschreibung 😉

Anfahrt

Wenn ihr nicht aus Köln kommt und mit der Bahn Anreist hier der Weg vom HBF mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ihr steigt am Hauptbahnhof entweder in die Linie 5 Richtung Ossendorf und fahrt zur Haltestelle Friesenplatz oder mit der Linie 16, 18 bis zum Barabarossaplatz und von da aus dann jeweils mit der Linie 12 Richtung Zollstock bis zur Haltestelle Gottesweg. Von da aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zum Café Kleks.

Für alle Autofahrer