Archiv des Monats “Oktober 2015

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#Konsumauszeit im November

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© singkham – Fotolia.com

Vor kurzem habe ich mir überlegt, im nächsten Monat nichts Neues mehr zu kaufen. Da kommt mir die Challenge vom Apfelmaedchen doch sehr gelegen. Sie hat ein paar Regeln aufgestellt und wird wöchentlich darüber berichten, wie es mit der Konsumauszeit läuft.

Die Regeln:

30 Tage lang nichts Neues kaufen
ausgenommen sind: Lebensmittel, Drogerie-/Haushaltsartikel (nur wenn vorheriges Produkt aufgebraucht ist), Ausflüge und Aktivitäten.
Wenn etwas Wichtiges kaputt geht: erst reparieren, ansonsten ersetzen (wenn möglich gebraucht). Leihen und Tauschen sind nicht nur erlaubt, sondern sogar ausdrücklich erwünscht!

Warum mache ich mit:

Ich bin meine persönlichen Finanzen durchgegangen und habe festgestellt, dass es da noch einige Dinge gibt, die ich besser geregelt bekommen möchte. Zunächst habe ich mich entschieden, mich von einigen Dingen zu trennen. Meine Smarte ArmbandUhr, das iPhone, einiges an Haushaltskram werden den Besitzer wechseln.

Allerdings geht es natürlich nicht nur darum kurzfristig etwas mehr Geld in der Tasche zu haben, sondern auch langfristig Kaufgewohnheiten zu ändern. Das schafft man aber nur, wenn man sich seine persönlichen Ausgaben einmal genau anschaut.

Ich für meinen Teil habe eigentlich einen guten Überblick über die laufenden Kosten. Was geht ab für Miete, Strom, Handy, Internet, Fernsehn, Webhosting, Rücklage und so weiter.
Was mir aber immer mal wieder schwer fällt ist meinen Spontankauf Impuls zu bremsen. Diese nebenbei Ausgaben waren allerdings nur teilweise in meinem Budget eingeplant und reißen somit öfter ein Loch in meine „ach so gute“ Planung.

Diese Käufe habe ich dann versucht, vor mir selbst und dritten zu rechtfertigen. Mit mäßigem Erfolg. Was mich an der ganzen Sache sehr frustriert ist, dass ich es besser weiß und bei diesem Punkt in der Vergangenheit viel weiter war. Als Minimalist gehört es doch eigentlich zu den Basics, diesen Teil zu meistern.

Manchmal verliert man sein Ziel aber aus den Augen.

Ein Beispiel dazu aus der letzten Vergangenheit ist, dass ich mich dazu entschieden habe, mehr plastikfrei zu leben. Eigentlich eine gute Idee, allerdings bin ich das Thema im Bereich Konsum falsch angegangen. Ich habe Dinge aussortiert und mir, bevor ich die alten Dinge verkauft habe, neue angeschafft. Unter anderem eine Spätzlereibe und ein Schüsselset aus Edelstahl sowie einen Messbecher aus Glas.

Ich war wirklich froh zu sehen, dass auch andere wieder in diesen Modus zurückfallen.
Deswegen freue ich mich sehr auf diese Challenge und den gemeinsamen Austausch.

Seid ihr auch dabei ?

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[Köln] – Minimalismus Stammtisch 28 November 2015 15:00

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Wir treffen uns Samstag, den 28.11 ab 15:00 im Café Kleks.

Parallel zum Stammtisch wird dort den ganzen Tag ein Kleidertreff stattfinden. Deswegen, werden wir in den oberen Raum gehen. Natürlich können wir auch aktiv daran teilnehmen und Kleidung mitbringen / tauschen.

Bitte gebt Bescheid ob ihr kommt, dann können wir wegen der Tischgröße planen. Hinterlasst einfach hier einen Kommentar, oder auf der Minimalismus Stammtisch Website alternativ natürlich auch beim Facebook Event.

Anfahrt

Wenn ihr nicht aus Köln kommt und mit der Bahn Anreist hier der Weg vom HBF mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ihr steigt am Hauptbahnhof entweder in die Linie 5 Richtung Ossendorf und fahrt zur Haltestelle Friesenplatz oder mit der Linie 16, 18 bis zum Barabarossaplatz und von da aus dann jeweils mit der Linie 12 Richtung Zollstock bis zur Haltestelle Gottesweg. Von da aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zum Café Kleks.

Für alle Autofahrer

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Gastartikel: Gesunde Ernährung leicht gemacht?

© Aaron Amat - Fotolia.com

© Aaron Amat – Fotolia.com

Dann und wann kommt es mir so vor, als sollte eine gesunde Ernährung so einfach sein: Bereits im Kindergarten werden wir damit konfrontiert. Jeder von uns hat die Ernährungspyramide zig Mal im Schulunterricht gesehen und im Internet finden sich zahllose kostenlos Tipps und Ratgeber, was denn nun gut sei und was nicht. Wir wissen also genau, was unserem Körper gut tut und was nicht. Ist es wirklich so simpel? Als Kinder schmecken uns die meisten gesunden Sachen überhaupt nicht. Im Jugendalter ist die Familie froh, wenn man anstelle von Alkohol Softdrinks trinkt und als Erwachsener dient die süße Sünde häufig als Ausgleich für die sonst so knappe Freizeit, als Seelentröster. Und wer kennt nicht das Gefühl nach dem Stück Schokolade, das man gerade so gebraucht hat?

Tatsächlich beeinflusst unsere Ernährung nämlich nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern auch unsere seelische.
Ich setze mich selbst sehr viel mit Ernährung auseinander und versuche, sie mit meinem Minimalismus in Einklang zu bringen. Außerdem betrachte ich sie als einen Grundpfeiler für ein langes, selbstbestimmtes und erfülltes Leben. Wie ich all das unter einen Hut bekomme, ohne an Lebensqualität einzubüßen, erfährst du in diesem Beitrag.

Die Droge Zucker 

Vor ein paar Monaten während eines längeren Aufenthalts in Israel, fastete ich für einen Monat Zusatzucker. Dabei wurde mir schnell bewusst, wie süchtig Zucker macht. Schnell wird das Verlangen danach immer größer und ich nehme mehr Zucker zu mir, als ich eigentlich möchte. Der Haken an jeder Challenge – auch dieser Fastenaktion – ist, dass ich schnell in alte Muster verfalle. So schaffte ich mir zwar während der Fastenzeit ein Bewusstsein für Signale meines Körpers auf Zucker und wurde im Alltag umsichtiger, bemerkte jedoch auch hin und wieder, dass ich einem Heißhunger nachgebe. Damit befinde ich mich in einem Konflikt, denn einerseits möchte ich mich gesund ernähren und weiß, wie ungesund Zucker ist. Andererseits mag ich Süßes und backe auch gern Kekse, Kuchen und Torten. Wie gehe ich also damit um?

1. Ich kaufe keine Süßigkeiten.
Das gelingt mir selbst nicht immer, doch wenn ich keine Süßigkeiten zu Hause habe, esse ich auch keine.

2. Ich verwende Obst, wo es nur geht.
Ich esse keinen gezuckerten Joghurt, sondern verwende Naturjoghurt und verfeinere ihn mit frischem Obst. Statt Apfelmus esse ich Apfelmark (denn das ist ungezuckert und schmeckt allein wegen des Fruchtzuckers der Äpfel bereits süß). Und ich verwende Datteln vielfältig, sogar zum Süßen von Keksen.

3. Nüsse als Snack
Ich liebe Nüsse und gesund sind sie auch noch! Deshalb werfe ich mir lieber eine Hand voll Nüssen als eine Tafel Schokolade ein und kann mich im Anschluss auch noch viel besser konzentrieren.
Die Ausnahmefalle
Es gibt immer wieder diese Momente, in denen ich mir sage, dass diese doch eine Ausnahme seien. Sind sie aber nicht wirklich. Gelegenheiten, um sich ungesund zu ernähren, bieten sich jeden Tag. Überall lauern die Ausnahmesituationen und warten nur darauf, dass ich nachgebe. Sei es, dass
ich Süßigkeiten geschenkt bekomme, Mutti Kuchen bäckt, der Caterer ein tolles Dessert auftischt oder gerade ein besonderer Anlass stattfindet. Süßigkeiten lassen sich praktischer Weise mit anderen teilen, zu gemeinsamen Abenden mitnehmen oder gar verschenken. Und der Caterer bietet jeden Tag ein tolles Dessert an. Ganz sicher, ich spreche aus Erfahrung. Doch natürlich möchte ich weder Mutti noch Geburtstagskinder vor den Kopf stoßen. Zumal ich ja Kuchen auch mag.

Alle vier Fälle sind eine Frage der Priorität: Was ist mir wichtiger? Mich gesund zu ernähren? Oder einen Moment etwas Leckeres essen, für das ich mich hinterher schlecht fühle, weil ich mir zu viel genommen habe? Ich finde es wichtig, nicht zu hart mit sich selbst zu sein, möchte aber gleichzeitig auch konsequent bleiben. Wann erlaube ich mir also Ausnahmen? Und wann nehmen diese Überhand?

Zur Zeit probiere ich eine für mich neue Methode aus: 1 (in Worten: EINE) Ausnahme pro Woche. Wenn ich montags bereits Dessert esse, gibt es am Wochenende keinen Kuchen. Ich kann keine Ausnahmen “aufsparen” und gebündelt verwenden. Wie gut das für mich funktionieren wird, weiß ich noch nicht. Momentan klingt es für mich aber nach einem guten Zwischenweg. Und ich werde natürlich in Kürze berichten, wie es bis dahin läuft.

Die bösen Fette
Zu Fetten gibt es schon seit Längerem Diskussionen. So sind Light-Produkte schon längst nicht mehr nur zucker- sondern auch fettfrei. Ganz so einfach ist es aber nicht. Die meisten verarbeiteten Lebensmittel, die als “Light” beworben werden, enthalten entweder
a) kein Fett, dafür aber Unmengen an Zucker, oder
b) kein Zucker, dafür aber Unmengen an Fett, oder aber
c) weder Zucker, noch Fett, dafür aber jede Menge künstliche Geschmacksstoffe und -verstärker.

Dabei ist Fett a priori gar nicht schlecht. Eine gesunde Ernährung enthält sogar Fette. Wichtig ist nur die Auswahl der richtigen. Für mehr Verständnis empfehle ich diesen Beitrag.
Die unsichtbare Gefahr
Das Miese ist, dass ein Lebensmittel nicht unbedingt den Eindruck, ungesund zu sein, erwecken muss, um es auch zu sein. Lebensmittelhersteller sind Meister darin, zu verschleiern, was ihre Produkte tatsächlich enthalten. Wer im Biologieunterricht aufgepasst hat, weiß: Organische Zucker enden auf -ose: Glucose und Fructose sind nur zwei davon. Und auch Sirup ist nichts anderes als Zucker. Honig, Agavendicksaft und Zuckerkülor übrigens auch nicht.
“Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht.” Wir sind alle keine Bauern. Sonst würden wir von den meisten Lebensmitteln die Finger lassen. Unzählige davon, enthalten auf der Inhaltsstoffangabe Namen, mit denen die meisten von uns, nicht im Geringsten etwas anfangen können. Oder weißt du, was sich hinter E405 und Propylenglykolalginat verbirgt? (Lösung: Beides der gleiche Stoff, welcher als Verdickungsmittel und Emulgator verwendet wird. Emulgatoren ermöglichen die Vermischung von zwei nicht miteinander vermischbaren Flüssigkeiten. Wikipedia ist deine Freund und Helfer.)

Zum Glück gibt es ein paar einfache Mittel, um genau diese zu umgehen:

1. Ich kaufe möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Dazu gehören neben hauptsächlich Obst und Gemüse, Reis, Mehl, Eier, Butter, Milch, Joghurt und Käse. Ich verarbeite meine Zutaten am liebsten selbst. Puddingpulver brauche ich nicht. Das geht mit Stärke ebenso gut.
2. Ich kaufe möglichst verpackungsfrei. Mich stört Plastik und seine Auswirkungen nämlich immens. Deshalb versuche ich, es möglichst zu vermeiden. Ein
angenehmer Nebeneffekt ist, dass ich gesünder esse. Denk mal darüber nach: Welchen ungesunden Lebensmittel fallen dir auf Anhieb ein? Und wie viele davon sind unverpackt?

Das richtige Maß
Schon die Griechen lehrten, dass Tugenden das richtige Maß zwischen zwei Extremen sind. Denn so ziemlich alles kann schädlich sein, wenn wir es damit
übertreiben.

Im Fall von Essig ist das bereits ein Esslöffel am Tag. Praktischer Weise mag ich Essig überhaupt nicht gern. Aber auch mit allen anderen Lebensmitteln ist es wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. (Wir erinnern uns: Die Pyramide!) Deshalb stelle ich ungesundes Essen gern wortwörtlich hinten an. Ich beginne den Tag, indem ich 750ml Wasser trinke. So komme ich auf den Tag verteilt auf 3l. Tue ich das nicht, trinke ich schnell zu wenig, weil ich vergesse, meinem Körper genügend Wasser zuzuführen. Dann trinke ich erst, wenn ich Durst verspüre. Doch das ist bereits zu spät! Wenn mein Körper ein Signal für Durst aussendet, ist er bereits unterwässert. Das ist übrigens auch nicht gut für’s Hirn. Ebenfalls morgens esse ich gern schon vielfältig und herzhaft, gepaart mit Obst und
Nüssen. Entsprechend viel Zeit benötige ich für mein Frühstück. Doch das ist es mir wert. Auf diese Weise lege ich schon eine Grundstein für den ganzen Tag. Lasse ich das Frühstück aus, passiert es mir nämlich oft, dass ich vergesse, zu essen, bis ich mir IRGENDETWAS einverleibe, damit ich überhaupt etwas gegessen habe. Im Allgemeinen bevorzuge ich viele “kleinere” Mahlzeiten über den Tag verteilt, anstatt drei Mal riesige Portionen zu essen. Außerdem vermeide ich es, mich proppevoll zu essen. Hier gilt das Gleiche wie für Durst: Gibt mir mein Körper ein Signal, ist es schon zu spät. Dann habe ich mich nämlich schon übergessen. Und das macht mich träge und bremst mich aus.
Minimalismus im Speiseplan
Ich esse nicht wenig. Und ich esse auch nicht immer das Gleiche. Aber ich baue auf einen Grundstock an Lebensmitteln auf, den ich vielseitig einsetzen kann.
Entsprechend variiert mein Speiseplan nicht allzustark und ich bin weniger anfällig für Impulskäufe. Diese bewirken nämlich häufig, dass ich ein Sonderlebensmittel kaufe und anschließend überhaupt nicht verwende. Salz- und Kräuterbutter gibt es bei mir also nicht. Wenn, mache ich sie selbst. Darüber hinaus kaufe ich immer nur für ein bis zwei Tage ein. Ich genieße es, Lebensmittel in gut sortierten, weniger überladenen Geschäften zu kaufen. Ich kaufe zwar öfter ein, dafür aber frischer und weniger gehetzt. Und es verdirbt nichts, weil ich es vorher esse.

So long…
Diese Kleinigkeiten mögen jetzt in der Summe etwas zu viel auf einmal wirken, helfen mir aber, mich gesünder zu ernähren. Das zeigt sich auch nach außen. Andere Menschen stellen mir gegenüber fest, dass ich mich gesund ernähre. Ich hingegen bin auf jede “Sünde” meinerseits geeicht und finde, dass da noch jede Menge Raum nach oben ist. Wie geht es dir mit gesunder Ernährung? Fällt es dir schwer? Oder hast du noch weitere Tipps?

Alles Liebe,
Philipp

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Philipp Drehmann ist nomadischer Filmemacher. Auf seinem Blog Wo ist Philipp?  schreibt er über seine Erlebnisse, Ernährung, Fortbewegung zu Fuß und Minimalismus.

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Gastartikel: Wenn die Freiheit mal frei hat!

Freiheit Bergbesteigung Gipfel

© crazymedia – Fotolia.com

Eigentlich bin ich durchaus ein selbstbewusster Mensch und bin auch immer davon ausgegangen selbstbestimmt zu handeln. Wir sprechen oft von Freiheit. Ich möchte frei sein. Damit verbinden wir meist nicht den Wunsch zeitnah aus der JVA entlassen zu werden, sondern fokussieren uns auf richtige Luxusprobleme. Ich hätte gerne mehr Zeit für Dinge, die mir wichtig sind, ich möchte mehr Geld verdienen oder endlich die berufliche Selbständigkeit erreichen.

Oberflächlich betrachtet geht es hierbei auch um gewisse Freiheiten, aber ich denke, dass man erst wirklich frei ist, wenn man glaubhaft ein Bewusstsein entwickelt, das einen in die Lage versetzt, niemanden mehr beeindrucken zu wollen, außer sich selbst. Freiheit ist deshalb für mich auch ein Stück weit Minimalismus.

Meine Freiheitsliebe hat letztendlich auch dazu geführt, dass ich die Löschung meiner Facebookseite beantragt habe. In kurzer Zeit hatte ich 3.000 Likes angesammelt. Täglich habe ich mehrere Stunden auf Facebook verbracht und erfolgreich am Wachstum der Seite gearbeitet. Allerdings habe ich dabei zwei Dinge verwechselt: Reichweite und Menschen erreichen sind zwei völlig unterschiedliche Angelegenheiten. Mit 3.000 Likes habe ich mich schon ziemlich groß gefühlt, aber wie groß muss sich der Mode-Discounter KiK erst fühlen, mit über 300.000 Likes? Absurdes System!

Insbesondere auf Facebook zeigen sich die Schattenseiten des Minimalismus sehr deutlich. Viele Menschen scannen nur noch Überschriften, anstatt tatsächlich zu lesen. Für jemanden wie mich, der Texte mit ca 1.000 Wörtern schreibt, ist dieser minimalistische Ansatz eine Katastrophe. Digitales Schulterklopfen durch einen Klick auf  “Gefällt mir” ist vielleicht für einen Moment befriedigend, aber langfristig kann das keine reflektierten Reaktionen auf das Gelesene ersetzen. Der Zeitgewinn, den ich durch den Verzicht auf die aktive Teilnahme an “sozialen” Netzwerken eingestrichen habe, ist beachtlich. Täglich zwei bis drei Stunden mehr für nachhaltige Freizeitbeschäftigungen wie z.B. Sport oder Schlagzeug spielen.

Beim Thema Freiheit werde ich zum Maximalist

Es klingt wahrscheinlich zunächst einmal paradox, wenn ich behaupte, dass ich in Teilbereichen meines Lebens durch Minimalismus ein Maximum an Freiheit erreiche, aber das ist durchaus möglich. Ich habe jetzt wieder mit dem “intermittierenden Fasten” begonnen. Mir geht es dabei gar nicht so sehr um Gewichtsreduktion (das geschieht “en passant”), sondern vielmehr um den gewonnenen Freiraum. Ich nehme 16 Stunden keine feste Nahrung zu mir und habe dann ein Zeitfenster von ca. 8 Stunden, um eine oder zwei Mahlzeiten zu mir zu nehmen. Ich will nicht zu technisch werden, aber durch einen sehr konstanten Insulinspiegel verspüre ich wenig bis keinen Hunger und bin so in der Lage einen gesamten Arbeitstag ohne Essen leistungsfähig zu bleiben. Das ist eine wahnsinnige Freiheit! Und es ist amüsant die unterzuckerten Kollegen bei der hektischen Nahrungssuche zu beobachten. Durch den Wegfall des Frühstücks und eine geschickte Zusammenstellung der Lebensmittel verringert sich auch der Zeitaufwand für den Einkauf und die entsprechende Zubereitung. Diese Form der Ernährung ist sicher nicht für jeden geeignet, aber immer einen Versuch wert.

Für das Jahr 2016 hat mir mein Arbeitgeber ein dreimonatiges Sabbatical genehmigt. In der “Ansparphase” arbeite ich die ersten 9 Monate in Vollzeit und bekomme dafür 75% Prozent meines bisherigen Gehaltes. In den letzten drei Monaten des Jahres bin ich freigestellt und schau mir die Welt an. Ich bekomme aber weiterhin 75% meines Gehaltes ausgezahlt. Fairer Deal! Ein Hinweis an diejenigen unter Euch, die diese Idee großartig finden, das aus einem bestimmten Grund jetzt aber nicht machen können. Ich habe alle diese Gründe schon gehört und sie sind alle völliger Quatsch. Der richtige Zeitpunkt ist immer genau jetzt. Natürlich ist dieser finanzielle Rückschritt auch mit materiellen Einschränkungen verbunden. Aber selbst hier ist ein weiterer Gewinn an Freiheit zu verzeichnen. Durch den wirtschaftlich erforderlichen Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel stehen mir jetzt täglich zwei Stunden zur Verfügung in denen ich endlich ungestört die Bücher lesen kann, die mich schon seit langer Zeit traurig aus dem Regal angeschielt haben. Den staubedingten Dauerstress vermisse ich bisher nicht. Damit ist kein effektiver Zeitgewinn verbunden, aber die Lebensqualität erhöht sich spürbar.

Wie frei bist Du?

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Mein Name ist Axel Löwenstein. Als freier Autor schreibe ich humorvolle Kurzgeschichten. Darüber hinaus gibt es Themen, die mich sehr bewegen und zu denen ich auch gerne Stellung nehme. Minimalismus ist so ein Thema. Da es hier bei Michael mit sehr viel Hingabe und Respekt behandelt wird, ist das auch der geeignete Ort für einen Gastbeitrag.

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[Köln] – Minimalismus Stammtisch 25 Oktober 2015

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Der Neue Termin steht fest! Wir treffen uns wie beim letzten Mal im Café Kleks ab 14:00. Ausnahmsweise treffen wir uns nun an einem Sonntag. Ich mich jetzt schon auf das Wiedersehen und einige neue Gesichter. Wie beim letzten Mal habe ich 15 Plätze reserviert, wir können aber auch gerne ein paar mehr Leute sein.
Ihr könnte gerne hier kommentieren, auf der Minimalismus Stammtisch Website und beim Facebook Event.

Hier findet Ihr nochmal die Nachlese zum letzten Stammtisch und nun folgt noch die Anfahrtsbeschreibung 😉

Anfahrt

Wenn ihr nicht aus Köln kommt und mit der Bahn Anreist hier der Weg vom HBF mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Ihr steigt am Hauptbahnhof entweder in die Linie 5 Richtung Ossendorf und fahrt zur Haltestelle Friesenplatz oder mit der Linie 16, 18 bis zum Barabarossaplatz und von da aus dann jeweils mit der Linie 12 Richtung Zollstock bis zur Haltestelle Gottesweg. Von da aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß zum Café Kleks.

Für alle Autofahrer

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Instagram & Pinterest – ich brauch euch nicht

Frau mit Kamera

© Eugenio Marongiu – Fotolia.com

 

Als Blogger kommt man irgendwann auf die verrücktesten Ideen. Zum Beispiel auch darauf, dass man in jedem verdammten sozialen Netzwerk angemeldet sein sollte und darin dann einen sinnvollen Beitrag leisten sollte.

Die Kehrseite dieser Medallie ist allerdings, dass man einiges an Zeit investieren muss, die Spielregeln dieses Netzwerks zu lernen.
Bei Facebook kommen einige gute Bilder besser an, als bei Twitter, dort muss man dann erst verstehen, wofür Hashtags da sind und Bilder bei Instagram sind noch lange nicht die gleichen wie bei Pinterest. Über Google+ und Youtube Kommentare brauche ich gar nicht anfangen zu sprechen.

Die eigentliche Idee hinter einem Blog ist doch: Beiträge zu schreiben.

Viele Marketing, SEO,  Internet-Business Menschen, werden jetzt natürlich aufschreien und sagen, dass ein Blog viel mehr ist. Es geht um den Aufbau einer Ich-Marke, um die Vernetzung mit seiner Crowd und darum eine Nische zu finden in der man erfolgreich ist. Keywords einzubauen, strategisch gut verlinkt zu werden gehört genauso zum Handwerk, wie das Finden einer knackigen Überschrift.

Das stimmt zwar, aber die Frage ist doch, will ich das überhaupt? Ich habe einfach beschlossen, dass ich aus diesem Spiel aussteige. Wenn mir andere Blogs gefallen, dann lade ich diese gerne zu Gastbeiträgen ein oder in den Podcast. Mir geht es darum, wenn ich etwas in den sozialen Netzwerken teile, das es mir gefällt und von dem ich überzeugt bin, dass es auch euch ein Stück weiter bringt.

Deswegen wende ich den Minimalismus jetzt einmal ganz pragmatisch auf die Anzahl der Kanäle für Minimalismus Leben an und werfe Instagram und Pinterest aus dem Programm. Privat werde ich auch meinen LinkedIN Account deaktivieren und nur noch Xing nutzen.

In einem der Klassiker des Zeitmanagements heißt es ja nicht ohne Grund, dass man die Anzahl seiner Eingangskörbe reduzieren sollte.

Vielleicht nutzt du diesen Post auch einmal dazu, dir Gedanken darüber zu machen, in welchen Sozialen Netzwerken du noch angemeldet bist, welche du aber gar nicht mehr nutzt. Oft bekommt man noch Newsletter irgendwelcher Dienste, bei denen man schon lange nicht mehr aktiv ist. Meist löscht man diese Emails immer wieder, anstatt einmal die 5 Minuten zu investieren um endgültig seinen Account zu löschen.

Welche Erfahrungen hast du mit dem reduzieren von Sozialen Netzwerken gemacht?

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Gastbeitrag: 7 Tipps, wie Du der Reizüberflutung im Internet entgehst

modern computer gadgets - laptop, tablet and phone close up

© neirfy – Fotolia.com

Hast Du Dich schon einmal dabei erwischt, direkt nach dem Aufwachen sofort zum Smartphone zu greifen, auf dem schon zahlreiche Benachrichtigungen warteten? Hast Du Deine E-Mails schon mal mehr als fünf Mal am Tag gecheckt? Warst Du schon mal mehr als zehn Stunden online?

Bist Du inzwischen genervt vom Überangebot der Informationen und der allgegenwärtigen Werbung im Netz? Bist Du vielleicht sogar häufiger unausgeglichen, unkonzentriert oder gar überfordert, bekommst schneller Kopfschmerzen und hast ein höheres Stressempfinden? Ich glaube, wir müssen reden!

Die Schattenseiten des Internets

Informationen prasseln insbesondere in den digitalen Medien wie Fernsehen oder Internet beständig auf uns ein. Gerade letzteres hat sich als allmächtige Wissensquelle etabliert, obwohl die Richtigkeit der Informationen manchmal eher zweifelhaft ist. Schnell können wir einer unerträglichen Reizüberflutung ausgesetzt werden.

Wer seine Zeit tagtäglich vor den Rechner verbringt, kann sich nicht nur die Augen und den Rücken verderben.

Der dänische Forscher Jakob Nielson bemerkte bereits 1997 eine Veränderung im Lesefluss der Menschen im Internet. Anstatt wie in einem Roman jeden einzelnen Satz wahrzunehmen, scannen wir nur noch die wichtigsten Textstellen und suchen nach »Stoppern« wie Zwischenüberschriften, Listen oder markierten Wörtern.

Betsy Sparrow von der Columbia University entdeckte dann 2011 den so genannten Google-Effekt. Durch die ständige Erreichbarkeit von Informationen trainieren wir unserem Gedächtnis an, nur noch zu wissen, wo man sie nachschlagen kann, anstatt sie bewusst abzuspeichern.

Inzwischen hat selbst die Werbewirtschaft entdeckt, dass überfüllte Webseiten und blinkende Banner sich durch die permanente Reizüberflutung negativ auf die Markenwahrnehmung auswirken.

Selbst beim heute vorherrschenden Flat-Design und schon fast minimalistischen Seitenstrukturen vieler Anbieter lässt sich vermuten, dass der Wunsch nach Einfachheit auch im Netz sehr groß ist.

In kleinen Schritten dagegen wirken

Natürlich muss man deshalb noch lange nicht das Internet verteufeln. Auch wenn die geballte Ladung an negativen Punkten erschreckend wirkt, stellt sie lediglich die Kehrseite der Medaille dar.

Das Smartphone durch ein Festnetztelefon zu ersetzen und dem Computer den Stecker zu ziehen, wäre hier genauso fatal:

Wir müssen bei weitem nicht gegen den Fortschritt sein, um mit dem Fortschritt sinnvoll umzugehen.

In vielen Situationen ist die Verwendung von Technik und Internet auch gesellschaftlich oder sogar rechtlich erforderlich. Und diejenigen, die online arbeiten, wollen ja schließlich auch nicht gleich ihren Job verlieren.

Mit ein paar kleinen und einfachen Methoden kannst Du aber der Reizüberflutung entgegen wirken. Das betrifft natürlich nicht nur das Internet ansich, sondern auch die Technik, mit der wir arbeiten.

1. Finde einen Ruhepol

Der erste Tipp zur Stressprävention lautet ja immer, sich einen Ausgleich zu suchen. Baue also regelmäßig Pausen ein, um Deinen Informationskonsum zu unterbrechen. Hier hilft beispielsweise ein Pomordoro-Timer, der Dich immer nach 25 Minuten zu 5 Minuten Pause anhält.

Da die Reizüberflutung im Internet ja vor allen Dingen die visuellen und auditiven Reize betrifft, solltest Du auch hier ansetzen: Entspannende Hintergrundbilder bzw. Bildschirmschoner und Stille (z.B. durch Noise-Cancelling-Kopfhörer) können hier wahre Wunder verbringen.

2. Minimalisiere Deine Interessen

Insbesondere kreative Menschen haben häufig das Problem, ständig von neuen Ideen und Interessen, die durch Internet-Recherche enstehen, überrollt zu werden. So hastest Du schnell von einem Thema zum nächsten, lässt Dir aber für keines wirklich Zeit.

Gehe einmal alle Deine Interessen durch und frage Dich, ob sie Dich weiterbringen und glücklich machen. Eliminiere Zeitfresser, mit denen Du Dich nur halbherzig beschäftigen möchtest. So kannst Du Dich auch viel mehr auf das Wesentliche konzentrieren.

3. Lerne wieder, langsam zu lesen!

Wenn Du viele News- oder Blogartikel liest, solltest Du auch hier reduzieren. Überfliege dazu alle Artikelüberschriften Deines News-Readers und speichere (z.B. in Pocket) nur die ab, die Dich wirklich interessieren.

Suche Dir dann eine feste Zeit am Tag, an der Du Dich nur dieser Artikel widmen kannst und lese sie langsam und aufmerksam. Nutze dazu ablenkungsfreie Reader oder den Reader-Modus Deines Browsers. Möglicherweise kannst Du Deinen täglichen Nachrichten-Konsum auch auf Deinen E-Book-Reader bringen.

4. Konfiguriere Deine Benachrichtigungen

Die größten Störenfriede der Technik und des Internets sind die zahlreichen Benachrichtigungen. Insbesondere auf dem Smartphone und Tablet können sie von den Dir wichtigen Aufgaben ablenken.

Konfiguriere deshalb jede Benachrichtigung, insbesondere für die sozialen Netzwerke, Newsreader und den E-Mail-Client. Entferne aber auch ungenutzte Apps, die Dich weiterhin mit Benachrichtigungen nerven. Aktiviere den »Nicht stören«- und VIP-Modus, um zu bestimmten Zeiten gar nicht mehr belästigt zu werden.

5. Schränke Deine Kommunikation ein

E-Mails, Messenger, SMS und Telefonanrufe können ebenso nervtötend sein. Reduziere Deine vorhandenen E-Mails auf ein Minimum (Stichwort »Zero-Inbox«) und entferne alle Konversationen, die abgeschlossen oder lange Zeit unbeantwortet geblieben sind.

Bestelle nach und nach alle Spam- und Werbe-Nachrichten ab und ersetze Newsletter durch RSS-Feeds. Richte Dir außerdem feste Zeiten ein, an denen Du Nachrichten beantwortest und arbeite dann alle ab, bis keine mehr übrig bleibt.

6. Reduziere Deinen Internet-Konsum

Mal Hand aufs Herz: Wieviele Webseiten nutzt Du wirklich regelmäßig? Beschränke Dich auf diese wenigen, anstatt das ganze Netz nach neuen Informationen zu durchforsten. Frage Dich auch immer nach dem Nutzen, bevor Du eine neue Webseite hinzufügst.

Lösche auch die Bookmarks auf Deinem Rechner und in der Cloud, um nicht wieder daran erinnert zu werden. Melde Dich unbedingt von allen Plattformen ab, die Du mal ausprobiert hast und nur noch ab und an darüber stolperst.

7. Logout

Natürlich sollte ich nicht vergessen zu erwähnen, dass Du auch die Zeit, die Du im Internet, am Computer, auf dem Smartphone oder Tablet verbringst, ebenfalls minimieren kannst.

Manche schränken sich hier einfach etwas ein und gehen lieber in die Natur oder unter Menschen. Besonders spannend ist aber auch ein internet- oder sogar technikfreier Tag pro Woche.

Was auch immer Du davon ausprobierst – gehe es langsam an und probiere Schritt für Schritt, welche Dinge für Dich funktionieren und welche nicht.


Mirko

Mirko Schubert schreibt auf digitaler-minimalismus.de über das reduzieren des digitalen Lebens auf ein Minimum. Außerdem ist er in Musik, Pädagogik und einigem mehr bewandert. Schaut doch einmal auf seinem Blog vorbei oder startet eine Diskussion in der dazugehörigen Facebook Gruppe. Ich habe heute zum Start seines neuen Blogs auch einen Artikel beigesteuert (Abschied vom Apple Kosmos).

 

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Gastartikel: Loslassen

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© LoloStock – Fotolia.com

Es gibt Dinge, von denen wir uns ganz leicht trennen können. Das sind zum Beispiel Stifte, Werbegeschenke oder alte Zeitschriften. Dann gibt es aber auch Dinge, bei denen es uns sehr schwer fällt. Der Hauptgrund liegt darin, dass wir eine emotionale Beziehung zu unseren Besitztümern aufgebaut haben – der eine mehr, der andere weniger:

1 Wir identifizieren uns mit unserem Besitz

Ein Eigenheim kann zum Beispiel dafür stehen, was wir schon alles erreicht haben. Je mehr wir uns mit unseren Besitztümern identifizieren, desto mehr haben wir das Gefühl, sie auch zu brauchen, um zu wissen, wer wir sind oder um von anderen wertgeschätzt zu werden. Es fällt uns schwerer loszulassen und es kann sogar soweit führen, dass wir uns persönlich abgewertet fühlen, wenn jemand unseren Besitz abwertet. So kann sich eine innerliche Leere breit machen, obwohl wir von vielen Dingen umgeben sind.

Lass einfach los! Du bist nicht was du hast! Hast du weniger Besitz, bist du deshalb nicht weniger Wert. Trenne dich also getrost von all den Dingen, die du nicht wirklich brauchst, die nicht zu dir passen und die du nur besitzt, um andere zu beeindrucken. So löst du die emotionale Beziehung zu deinen Besitztümern langsam auf. Du machst dich unabhängig von ihnen und bist freier, weil du dir selbst genügst. Ohne diese Dinge, kommt zum Vorschein, wer du wirklich bist. Und wer sich seiner selbst bewusst ist, ist selbstbewusst – auch ohne materiellen Besitz.

2 Wir leben unsere Träume durch unseren Besitz

Manche Dinge nutzen wir dazu, um der Realität zu entfliehen. Wir träumen mit ihnen davon, jemand anderes zu sein oder etwas anderes zu tun. Ein Reiserucksack kann in uns zum Beispiel die Hoffnung wecken, irgendwann als Backpacker die Welt zu bereisen, anstatt unsere Tage im Büro zu verbringen. Diese Art, seine Träume zu leben, bleibt aber auf Dauer unbefriedigend, wenn wir sie nicht in die Tat umsetzen. Und diese Dinge erinnern uns daran. So fällt es uns schwer, sie loszulassen, weil wir damit akzeptieren müssen, dass das, wovon wir geträumt haben, durch sie nicht real geworden ist.

Lass einfach los! Du brauchst keine materiellen Dinge, um von einem anderen Leben zu träumen. Trenne dich von all den Dingen, die du mal gekauft hast, um dich besser oder anders zu fühlen, obwohl du sie eigentlich nicht brauchst. Sie halten dich nur davon ab, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Materielle Dinge machen uns nicht besser, verändern unser Leben nicht und erfüllen unsere Träume nicht. Nur du selbst kannst das, indem du es einfach tust.

3. Unser Besitz ist ein Teil unserer Vergangenheit

Dinge, die an unsere Vergangenheit erinnern sind zum Beispiel Sportpokale, ein Schuljahrgangsbuch oder eine Hose, die nicht mehr passt. Davon loszulassen fällt schwer, weil sie uns daran erinnern, wer wir einmal waren. So ist es zum Beispiel nicht nur der Abschied von einer Hose, die nicht mehr passt, sondern auch der Abschied von der Figur, die wir einmal hatten und der Hoffnung, irgendwann doch wieder hineinzupassen.

Lass einfach los! Diese Dinge halten dich in der Vergangenheit fest. Was zählt ist aber dein Leben, wie es jetzt gerade ist und was du noch daraus machen kannst. Alles Wichtige, was vergangen ist, ist bereits in dein jetziges Ich eingeflossen in Form von Erfahrungen und Lernprozessen. Die schönsten Momente bleiben dir in deinen Erinnerungen erhalten. Lass Vergangenes, was keine Bedeutung mehr in deinem Leben hat, einfach los und schau nach vorn. So schaffst du Platz für neue Erfahrungen. Das kann zum Beispiel auch eine neue Hose sein, die nun viel besser zu dir passt.
4. Wir fühlen uns anderen gegenüber verpflichtet, etwas zu behalten

Oft freuen wir uns über Geschenke oder über Vererbtes. Manchmal gehen sie jedoch völlig an unseren Wünschen vorbei, sodass sie ein trauriges Dasein als Staubfänger in unserem Zuhause fristen oder uns ungewollt an sich binden, wie zum Beispiel eine vererbte Immobilie. Dennoch fühlen wir uns dem Menschen gegenüber verpflichtet, der sie uns geschenkt oder vermacht hat und halten daran fest. Diese Dinge können schnell zur Last werden, da wir uns ständig um sie kümmern müssen, wenn wir das nicht wollen.

Lass einfach los! Lass dich von Geschenken und Vererbtem nicht verpflichten. Die Autorin Marie Kondo schlägt in ihrem Buch „Magic Cleaning“ vor, diese Dinge wegzugeben, da sie in dem Moment des Schenkens, ihren Zweck bereits erfüllt haben, nämlich dir eine Freude zu bereiten. Dann kannst du es mit gutem Gewissen im Laden umtauschen und dir etwas anderes davon kaufen oder anderweitig weggeben. Verfüge frei über alles, was in deinen Besitz übergegangen ist. Nur du entscheidest über dein Leben. Wenn du etwas verschenkst oder vererbst, lasse auch anderen die Freiheit, damit zu tun, was sie für richtig halten.

5. Wir haben Angst, den Gegenstand doch nochmal gebrauchen zu können

Oft fällt es uns schwer, uns von Dingen zu trennen, weil wir Angst haben, sie doch noch gebrauchen zu können. Dahinter verbirgt sich die Angst, ein zukünftiges Bedürfnis mal nicht befriedigen zu können. Das fühlt sich natürlich nicht gut an. Wenn du jedoch alles für den Fall der Fälle behältst, wirst du nicht loslassen können und immer wieder von Gegenständen umgeben sein, die du nicht wirklich brauchst. Die Feng-Shui Beraterin Karen Kingston vergleicht sie in ihrem Buch „Feng Shui. Gegen das Gerümpel des Alltags“ als unerledigte Aufgaben, die stets eine Forderung an uns stellen. So fühlst du dich in deinem eigenen Zuhause schnell überfordert und unwohl.

Lass einfach los! Ich sage dir aus Erfahrung, dass du es nicht bereuen wirst, wenn du innerlich wirklich losgelassen hast. Denn dann ist jede Entscheidung bewusst und gut von dir durchdacht. Die emotionale Beziehung zu den Gegenständen ist aufgelöst. Falls du einem Gegenstand doch einmal hinterhertrauern solltest, dann frage dich einfach wieder, warum du dich davon getrennt hast, zum Beispiel weil ein Kleid nicht richtig gepasst hat. So lässt du innerlich noch einmal los. Außerdem ist in einer Überflussgesellschaft immer mehr als genug da. Das meiste wirst du jederzeit wieder beschaffen können.

6. Das, was in unserem Besitz ist, hat für uns einen größeren Wert

Es gibt Gegenstände, die wir offensichtlich nicht brauchen, wie zum Beispiel eine analoge Spiegelreflexkamera, die nicht mehr zeitgemäß ist. Dennoch fällt es schwer, uns davon zu trennen, da sie für uns einen viel höheren Wert hat als für andere, zum Beispiel weil wir viel Geld dafür ausgegeben haben. Potenzielle Käufer sind aber nicht dazu bereit, den von uns verlangten Preis zu zahlen. Bezeichnet wird dies als Endowment-Effekt.

Lass einfach los! Fakt ist: Du hast bereits dein Geld dafür ausgegeben. Das kannst du nicht mehr rückgängig machen. Verkaufe oder verschenke den Gegenstand, wenn du ihn nicht mehr brauchst. So hast du eine Verpflichtung weniger im Leben. Und wenn du es für weniger Geld hergibst, ist es immerhin besser als nichts dafür zu bekommen und darauf sitzen zu bleiben.

7. Wir haben viel Arbeit und Zeit in die Gegenstände investiert

Loslassen fällt ebenso nicht leicht bei Gegenständen in die wir viel Arbeit und Zeit investiert haben. Das können zum Beispiel selbst gemalte Bilder sein oder selbst Genähtes. Auch in unsere Studien- oder Schulunterlagen haben wir viel investiert. Sie haben daher einen hohen emotionalen Wert für uns.

Lass einfach los! Deine Schul- und Studienunterlagen haben ihren Zweck erfüllt. Auch eine selbst gehäkelte Mütze hat ihren Zweck erfüllt. Wenn du sie nicht mehr brauchst, gib sie weg. Du selbst hast von ihnen längst in deiner Schaffensphase profitiert.

LOSLASSEN. Wenn du loslässt, verändert sich die Beziehung zu deinen Gegenständen. Du löst die emotionale Bindung zu ihnen auf und siehst sie wieder als das was sie sind, nämlich als Gegenstände – nicht mehr und nicht weniger. Das verändert auch dich, weil du nicht mehr an deinen Besitztümern haftest. Du bist nicht mehr abhängig von ihnen sondern frei. Mit jedem Gegenstand den du loslässt, wird dir bewusst, wie sehr das Streben nach materiellen Dingen dein Leben in Anspruch genommen hat, indem sie deine wertvolle Lebenszeit, deine Energie und dein Geld beansprucht haben. So veränderst du den Fokus in deinem Leben von mehr Haben zu mehr Sein.

Noch ein Tipp zum Abschluss: Setz dich nicht zu sehr unter Druck. Loslassen soll befreien und nicht mit Verlust verbunden sein. Lass nur Dinge los, wenn es sich für dich auch gut anfühlt. Du wirst auch nicht nur einmal loslassen sondern immer wieder. Betrachte es als einen minimalistischen Lebensweg, den du gehst. Manche Gegenstände kannst du erst nach einigen Jahren loslassen. Manche nie. Wichtig ist, zu erkennen, was du selbst für ein gutes Leben brauchst.

http://minimalkonzept.de/

http://minimalkonzept.de/

 

Auf ihrem Blog MinimalKonzept schreibt Huong über Minimalismus.

Es geht nicht nur um das Entrümpeln sonder auch darum, sich seine eigene Freiheit zurück zu erobern. Minimalismus als Weg. Außerdem hat Sie das Buch „die Minimalismus Diät“ geschrieben. bei Facebook findet ihr sie hier.

 

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Plastikfrei & Nachhaltigkeit – ein Anfang

 © weerapat1003 - Fotolia.com

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Wer sich mit Minimalismus auseinandersetzt kommt irgendwann mit dem Thema Nachhaltigkeit & Plastikfrei in Berührung.

Mein Weg war zu Anfang eher von innen nach außen, aber durch die intensive Beschäftigung mit Minimalismus bin ich dem Thema indirekt schon oft begegnet. Sei es durch die Werke von Niko Paech und Harald Welzer oder Blogs wie www.dasapfelmaedchen.de .

Leider steckt bei vielen Projekten immer noch eine alte Denkweise in mir. Ganz oder gar nicht, schwarz oder weiß. Allerdings nimmt man ja im Allgemeinen diese Sichtweise nur ein, weil man es sich einfacher machen will. Die Welt besteht nicht nur aus Grautönen, sie ist knallbunt. Ich habe ja schon einmal davon geschrieben, wie frustrierend es sein kann vor einem Joghurt Regal zu stehen. Da kommt dann schnell Überforderung ins Spiel und man lässt es ganz bleiben, überhaupt eine Sorte auszuwählen.

Durch meinen Weg zum Minimalismus habe ich gelernt, dass es besser ist, kleine Schritte zu gehen als sich einem Aspekt komplett zu verschließen. Ich habe mich mit meinem Café schon indirekt mit dem Thema auseinandergesetzt, weil es mir wichtig war, unter welchen Arbeitsbedingungen dieser produziert wird. Natürlich bleibt hier noch das Argument des ökologischen Fußabdrucks. Aber einen Tod muss man immer sterben. Ich trinke meist nur eine Tasse am Morgen bei mir zu Hause und komme so auf ca 1kg Kaffee in 2-3 Monaten.

Meiner Freundin hat mich dazu animiert auch andere Produkt zu ersetzten. Wattestäbchen nutze ich aktuell aus Bambus, meine Flüssigseife aus dem Plastikbeutel ist einem Stück Lemongrass Seife gewichen.

In der Küche werden in Kürze Metalldosen die Plastikbehälter ersetzen. Weckgläschen sind auch gut geeignet, kleine Mengen sicher von A nach B zu transportieren. Ich habe damit schon Tee, Kaffee und manches andere sicher und gut mitgenommen.

Es hapert noch etwas an der Mülltrennung und daran, immer einen Jutebeutel beim Einkaufen dabei zu haben. Mein Deo werde ich auch noch umstellen sobald ich das aktuelle verbraucht habe auf ein Aluminium freies, bzw. eine Deocreme.

Wie habt ihr angefangen? Und welche Punkte habt ihr schon umgesetzt? Welche Tipps, Blogs, Kniffe aus dem Alltag könnt ihr mir empfehlen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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Gastbeitrag Kindererziehung und Minimalismus

happy child playing pilot aviator and dreams outdoors in autumn

© JenkoAtaman – Fotolia.com

Kindererziehung und Minimalismus: Anspruch und Wirklichkeit.
Seit September 2014 bin ich Vater. Und ich bin Minimalist. Wie passt das zusammen? Das Bemühen den Besitz auf das Wesentliche zu reduzieren und ein Kind in dieser beschleunigten Überflussgesellschaft zu erziehen?
Der jetzt folgende Beitrag ist persönlich zu verstehen. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Das hilft vielleicht den einen oder anderen Reflex des Zuspruches oder Widerspruches zumindest bis in die Kommentare zu verzögern.

Ein auf das wesentliche reduzierte Kinderzimmer. Wie sieht das eigentlich aus?
Als Minimalist und Vater könnte man gleich zu Anfang allen Freunden, Bekannten und der Familie erklären, dass man beispielsweise kein Plastikspielzeug akzeptiert. Garniert am besten mit einem belehrenden Hinweis auf Kinder in anderen Kulturen.
Das gleiche gilt für zu viel Spielzeug, zu viel Kleidung, teure Körperlotionen und Kleinkram wie Schnullerketten. Sollte man seinem Umfeld während der Schwangerschaft noch nichtbeigebogen haben, dass der Minimalismus sich nun auf ein weiteres Familienmitglied quasi mit vererbt hat, spätestens im Krankenhaus nach der Geburt, sollte man das allen Gratulanten beibiegen.
Klingt für mich wie eine neue Anleitung zum Unglücklichsein. Klingt nach viel Zoff und Streit.

Erziehung kommt von Ziehen?
Zudem macht mich das Wort Erziehung unbehaglich. Klar, ich will meine Tochter vor den ganz großen und konkreten Gefahren dieser Welt beschützen. Meistens erlaube ich ihr deshalb nicht auf dem Tisch zu krabbeln oder sich in die Spülmaschine zu setzen. Scharfe und Spitze Gegenstände nehmen wir ihr weg, so gut es geht passen wir auf, dass sie nirgends runter fällt. Lernen und Risiko sollen sich die Waage halten.
Nur am Charakter will ich nicht ziehen. Schon recht nicht in eine bestimmte Richtung. Das beste und schönste entwickeln helfen, das schon eher. Mag hochtrabend klingen, aber es erinnert mich daran, was für ein Typ Vater ich sein will.
Daher: Wir erziehen unsere Tochter nicht zum Minimalismus. Jedenfalls nicht bewusst und gezielt. Der letzte Teil des aller ersten Satzes darf ganz wörtlich genommen werden. Ich (!) bin Minimalist. Meine Partnerin ist das nicht. Unser Kind ist das nicht.
Und da ich der festen Überzeugung bin, dass man andere (erwachsene) Menschen nicht willentlich ändern kann und der Versuch immer zum Unglück eines der Beteiligten führt, habe ich später auch nicht vor meine Tochter oder meine Partnerin zum Minimalismus zu bedrängen.
Ich bin als Minimalist ganz in persönlicher Mission unterwegs. Ich kann gut unterscheiden zwischen meinem persönlichen Besitz, dem Besitz meines Kindes, meiner Partnerin und ein paar Teilen, die ich schlicht mit benutze, damit der Alltag nicht in die Lächerlichkeit abdriftet. Hier könnte sich Kritik regen. Da behauptet einer Minimalist zu sein und hat sich bequem mit einem anderen Menschen zusammen getan, der das alles nicht ist. Willkommen im gemachten Nest? Aber wie sähe das denn im Extrem aus, ein Minimalist, der mit Scheuklappen durch sein Leben läuft?

Mein eigenes Besteck
Ich könnte mir zum Beispiel mein eigenes Besteck markieren, mein eigenes Glas und meinen eigenen Becher. Ich würde nur aus diesen Trinken und sie mit der Hand spülen. Niemals würde ich sie mit in die Spülmaschine stellen. Und von Zeit zu Zeit würde ich dann mit traurigem Gesicht die so berühmte Frage stellen: Wer hat aus meinem Gläschen getrunken? Wer hat von meinem Teller gegessen? Man merkt es vielleicht. So ein Minimalist möchte ich nicht sein. Ich möchte an dieser ganz normalen Welt teilhaben und mich nicht selbst dauerhaft an den Rand stellen. Schmollend über die böse Welt, in der alle anderen so viel Zeug herumliegen haben.

Aber Plastik zerstört unseren Planeten
Ich sitze gerade auf unserer Couch und blicke auf drei Plastikspielzeuge. Da ist ein Lauflern-Dingsi, das Melodien spielen kann, ein kleiner Reisebus von Playmobil und ein Hund, der Wuff Wuff macht, wenn man ihn an der Leine durch die Wohnung zerrt.
Und finde ich es toll, dass meine Tochter regelmäßig irgendwelches Plastikspielzeug geschenkt bekommt? Nein, nicht bei allem. Und will ich der Typ sein, der deswegen jedes Mal einen Streit anfängt, den Leuten lange Reden über Plastik in den Weltmeeren hält, ihnen verbietet den Kram zu schenken, ständig deswegen allen auf die Nerven geht? Nein. Der Typ will ich nicht sein. Es geht mich auch nur am Rande etwas an. Es sind Dinge, die meine Tochter geschenkt bekommt. Das sind nicht meine Dinge. Und von den Dingen anderer Menschen lasse ich die Finger.
Es ist richtig, dass Plastik nicht nur die Umwelt zerstört, sondern auch viel Leid in der Tierwelt verbreitet. Jeder kennt die Bilder von verendeten Seevögeln, die Mägen voller Feuerzeuge und Plastiksplitter.
Als Minimalist versuche ich ohnehin schon so wenig wie möglich Dinge zu besitzen, also auch wenig Plastik. Ich habe aber entschieden, nicht der Tierwelt und Umwelt zuliebe zum Extremisten zu werden. Der Wald als Wohnort muss warten. Und jetzt genug des Abschweifens.

Entwicklung begleiten

Wie gesagt, Entwicklung, das Wort gefällt mir gut. Bei der Frage also der Entwicklung meiner Tochter in Bezug auf den Minimalismus, bleibe ich am liebsten bei mir selbst. Wie bin ich denn zum Minimalisten erzogen worden? Ohne erneutes abschweifen: Meine Eltern haben mich nicht dazu erzogen. Irgendwann bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mich mit zu viel Zeug umgeben habe, das mich nur festhält. In der Vergangenheit, an einem festen Ort, in der Zeit durch putzen und pflegen, sammeln und sortieren.
Zu dieser Erkenntnis müssen wohl einige über den Umweg des Anhäufens von Besitz gelangen. Bei mir zumindest war es so. Vielleicht benötigt die kommende Generation diese Erfahrung aber nicht mehr, wenn es unserer Generation noch gelingt einen Gegenentwurf zum Lebensglück durch Shopping zu leben. Eben vorzuleben. Daran (nämlich an sich selbst) zu arbeiten, bindet schon genug Kraft.
Und da schließt sich der Kreis. Vorbild statt Erziehung, soweit mein Credo bisher: So ein Vater will ich sein. Ohne erhobenen Zeigefinger, ohne Augendrehen, ohne diesen Ich-weiß-es-besser-alos-hör-doch-mal-auf-deine- Vater-Blick. Das ist harte Arbeit an mir selbst. Als Minimalist nicht zucken, wenn der Besitz des Töchterleins von Jahr zu Jahr anwächst. Und sich an die eigenen Nase zu packen. Auf die eigene Playstation zu gucken. Sie verstaubt seit einem Jahr. Aber wer hat sie sich denn schenken lassen vor zwei Jahren? Oder wie wäre es mit einem Blick auf das viele Plastik, das sich noch immer in meinem Besitz befindet, für das es Alternativen gegeben hätte? Bevor ich also irgend jemandem einen Ratschlag zum besseren Leben gebe, erzähle ich lieber über mich und schaue vor allem kritisch auf das, was ich noch vorhabe. Also nicht erziehen, sondern ein einfaches und schönes Leben vorleben.
Wenn ich meiner Tochter nur eines wünschen dürfte, dann das. Nicht erzogen zu werden, sondern einen möglichen Weg mit verlangsamten Hamsterrad gezeigt zu bekommen. Und die Fähigkeit zu entwickeln sich auf den eigenen Weg zu begeben, der Mensch zu werden, der sie selbst gerne wäre.

Der Autor über sich:

www.marco-mattheis.com

www.marco-mattheis.com

Ich bin Marco Mattheis – geboren 1982. Nach dem Abitur und der Offiziersprüfung, entschied ich mich gegen eine Laufbahn beim Militär und studierte Sozialarbeit und Sozialpädagogik.
Ich arbeitete unter anderem als Aushilfe im Einzelhandel, Stahlarbeiter, Call- Center Agent, in der Kinderbetreuung, einem Jugendhaus und einem Kinderheim. Derzeit lebe ich mit meiner Familie in Witten an der Ruhr und kümmere mich um meine 2014 geborene Tochter (Elternzeit).
Auf meinem blog (www.marco-mattheis.com) schreibe ich über Themen, die
eine Verbindung zum Minimalismus haben.
Ich reduziere meinen Besitz auf das für mich Wesentliche seit 2006. Inspiriert durch das Buch von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar Seifert „Simplify your life“ und ein Seminar an der ev. Fachhochschule in Bochum zum Buch „Haben oder sein“ von Erich Fromm.
Ich fing an mich intensiver mit den Themen Besitz, Geld, Einkommen, Auskommen und persönliche Zufriedenheit auseinanderzusetzen. Unter dem Pseudonym Mark Ritter führte ich dann eine ganze Weile lang einen blog, hatte einen podcast (ganz-einfach-leben) und zuletzt einen youtube Kanal. Zuviel Energie ging in diese Projekte und fehlte gefühlt an jeder anderen Stelle meines Lebens. Um aus diesem selbst gezimmerten Hamsterrad herauszukommen, riss ich es ab und zog mich einige Monate völlig aus dem Web 2.0 zurück. Das tat gut. Aber so ganz ohne Mitteilung an die Welt da draußen, geht es bei mir offenbar nicht. Daher führe ich seit ein paar Monaten wieder diesen blog unter meinem echten Namen. Nur der blog. Sonst nichts.
Entrümpeln und Aufräumen stehen bei mir nicht mehr im Fokus, da ich meinen Besitz seit 2006 reduziere und allmählich am harten Kern der schönen und nützlichen Dinge angekommen bin. Das minimalistische Leben beginnt für mich gerade erst, da jetzt die Kraft und Zeit frei ist, die ich in den letzten Jahren in das Ausmisten investiert habe. Auf meinem blog schreibe ich also vor allem über den täglichen Nutzen eines aufgeräumten Besitzstands und was daraus bei mir persönlich erwächst.

Lieben Dank Marco, für diesen tollen Gastbeitrag. Ich freue mich schon dich gemeinsam mit Daniel in einem der nächsten Podcasts begrüßen zu dürfen und dich bald auch persönlich auf einem Stammtisch im Ruhrgebiet zu treffen.

Linktipp – Minimalismus Podcast mit Mark Ritter aka Marco