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Bücherei 2.0

Mit freundlicher Genehmigung © Jana Dillo

Mit freundlicher Genehmigung © Jana Dillo

 

In der Vergangenheit habe ich viele Bücher neu gekauft und eine größere Sammlung zu verschiedenen Themen angehäuft. Mittlerweile besitze ich zwischen 30 und 40 Büchern in Papierform, einige eBooks und einen Büchereiausweis.Das Erstellen des Ausweises war wirklich ein kleines Abenteuer, ich habe in der Bücherei so viel neues entdeckt und hoffe dem ein oder anderen einen Anstoß zu geben, sich wieder in seiner lokalen Bücherei anzumelden. Zunächst einmal war ich überrascht, dass meine Daten noch in der Datenbank vorhanden waren. Das Ausstellen der Karte war mit Ausweis und Zahlung der Gebühr (38 Euro für die Stadtbibliothek Köln) schnell erledigt. Dann ging es auf die erste Erkundungstour.

Ich wollte mir erst einmal einen Überblick über die Hörbücher verschaffen und bin in den obersten Stock gefahren, dort erwarteten mich Audio CDs, viele Bücher von und über Musiker und ein 3 d Drucker. Ich habe schon einiges über die Drucker gelsen auf meinen Favorisierten Tech Seiten wie T3N und Heise, und da stand nun einer. 2 Leute daneben, ein Laptop und die Möglichkeit jeden Samstag kostenlose etwas darauf drucken zu können!

Danach habe ich dann die Hörbücher im 2ten Stock entdeckt und direkt 2 Stück von Paulo Coelho ausgeliehen. Auf Nachfrage habe ich dann erfahren, dass ich 25 (!) gleichzeitig ausleihen könnte. Wer hört schon 25 Bücher in 2 Wochen.  Außerdem kann ich die Medien bis zu 3-mal online verlängern.
Der Ausleihprozess als solches war auch ganz anders. Wenn man früher noch Bücher über einen Barcodescanner ziehen musste, ist nun jedes Medium mit RFID Chips ausgestattet und eine Antenne im Ausleihautomat erfasst alle Medien auf dem Tisch vor mir.Natürlich habe ich mir bei der ganzen Automatisierung Gedanken darüber gemacht, ob diese Neuerungen nicht zu einem Stellenabbau geführt haben, und hoffe, dass dies nicht der Fall gewesen ist.

Zuhause angekommen habe ich dann mein Audible Abo gekündigt. 120 Euro Audible gegen 38 Euro in der Bücherei. Ich werde nun einige der Bücher, die ich noch zu Hause habe nach dem Lesen, der Bücherei anbieten.Es gibt noch so viele andere Dinge in der Bücherei, Kinderspiele Ecke, Kaffee für kleines Geld, Wlan und die Möglichkeit ebooks online auszuleihen. Ich bin ziemlich begeistert und freue mich, was ich noch alles Weitere dort entdecken werde.

Wie sind eure  Erfahrungen im Bezug auf Büchereien?

18 Kommentare

  1. Ich bin vor einigen Jahren von einer Groß- in eine Kleinstadt gezogen. Donnerstag war Umzugstag, Dienstag darauf habe ich mich in der örtlichen Bibliothek eingeschrieben. Stadtbüchereien sind so immens wichtige Bildungseinrichtungen gerade für Kinder und Jugendliche. Deren Wissensdurst wäre von Normalverdiener-Eltern gar nicht zu finanzieren. Schon deshalb würde ich mich immer wieder in einer Bücherei anmelden – um der Kommune Bedarf zu signalisieren.

    Zwischen Groß- und Kleinstadt gibt es natürlich enorme Unterschiede! Auch im Jahresbeitrag. Ich zahle 20 Euro. Die aber gerne!

  2. Silke

    Du sprichst mir aus dem Herzen!
    Ich habe einen richtigen Bücher-Tick, bin aber inzwischen ziemlich „trocken“. Ich habe von klein auf Bücher gehortet, verschlungen, gelesen und mich in meiner Phantasie überall hin entführen lassen. Das war toll. Seither bin ich mittlerweile 11mal (!) umgezogen und beim letzten Umzug war endgültig Schluss, diese Tonnen an Papier waren einfach nicht mehr zu bewältigen. Da ich schon länger und mit zunehmender Regelmäßigkeit ausmiste, war ich dann auch endlich bei den Büchern kritisch geworden: Für welche opfere ich tatsächlich nochmals Lebenszeit, um sie nochmals zu lesen? Kann ich mich überhaupt noch an die Botschaft / Geschichte / Personen in dem Buch erinnern? Welche Bücher stecken so voller Weisheit und/oder guter Energie, dass ich immer wieder danach greife? Wie viele Regale möchte ich besitzen und sauber halten müssen? etc etc. Und die entscheidende Frage: muss ich Bücher kaufen, um sie zu genießen? Das ist wirklich nur in ganz wenigen Fällen noch so, dass ich sie dauerhaft an mich binden möchte. Also habe ich sehr, sehr viele Bücher verkauft, an Freunde oder in Giveboxen verschenkt und auch einige an Büchereien gespendet. Nun habe ich ein kleines Regal voller Bücher, die mit mir und meinem Leben eng verbunden sind, und alles andere gibt es aus der Stadtbücherei, wo alleine das Stöbern, lesen und anderen begeisterten Lesern begegnen immer lohnt! Kostenpunkt in Düsseldorf: 20,00 € pro Jahr. Ich habe früher ein zigfaches für gekaufte Bücher ausgegeben, nur um sie später immer wieder entstauben zu müssen….. Danke für deine Inspiration! 🙂

  3. Ich als „Buchverschlingerin“ bin seit etwas mehr als zwei Jahren wieder in der Bibliothek angemeldet. In Berlin kostet die Jahreskarte nur 10 €. Die Auswahl ist enorm, die Anzahl der Bibliotheken ist es auch. Bevor ich ein Buch kaufe, schaue ich in der Regel erst einmal, ob ich es auch leihen kann. Neben vielen und regelmäßigen Neuanschaffungen, die „normal“ ausgeliehen werden können, gibt es in jeder Bibliothek die „TOP Titel“ (Bestseller, Bücher und Filme, die ganz aktuell im Gespräch sind), die man für 2 € für zwei Wochen leihen kann.

    Ich bin begeisterte Bibliotheksgängerin und kann es jedem nur empfehlen.

    Viele Grüße aus dem naßkalten Berlin,
    Anja

  4. Björn

    Geht es nur mir so, oder ist Berlin mit 10€(bzw. 5€ für Studenten) Jahresgebühr schon fast unverschämt billig? Dafür haben wir keinen 3D-Drucker ;D
    Die Begeisterung für das System Bibliotheksverbund teile ich absolut.
    Die Möglichkeit eine Stunde kostenlos ins Internet zu gehen und ggf. etwas auszudrucken hat mich darüberhinaus erfolgreich über eine längere Durststrecke ohne PC gebracht und dazu geführt mich vollends von meinem Drucker zu trennen.

  5. Benno

    Die Bibliotheken sind ein MUSS für Leseratten mit einer minimalistischen Lebensweise!
    Kleiner Tipp von mir: Wer sich für Fachliteratur interessiert und eine Hochschule in der
    Stadt hat, kann gegen eine einmalige Aufnahmegebühr Literatur ausleihen. Auch als NICHTSTUDENT.Gruß euer Benno

  6. Da kann ich meinen „Vorschreibern und Vorschreiberinnen“ nur zustimmen: Büchereien sind wichtig und machen Spaß! Zwar gibt es in meiner Kleinstadt nur eine sehr begrenzte Auswahl, aber Hörbücher, DVDs, Zeitschriften und natürlich „normale Bücher“ gibt es genug. Schön finde ich, dass unsere Bücherei viel für Kinder und Jugendliche bietet und die Nutzung völlig KOSTENLOS ist!

  7. Ich bin schon seit sehr langer Zeit Bibliothekenbenutzerin.
    Vor einer Stunde war ich das letzte Mal dort um mir ein paar DVD’s auszuleihen für einen gemütlichen Filmabend.
    Jedoch darf ich nicht zu lange in Bibliotheken bleiben, da ich meist so viele interessante Bücher entdecke, dass ich viel zu viele ausleihe.

    Sobald ich meinen Bücherhaufen Zuhause abgearbeitet habe,
    werde ich mal die Unibibliothek unsicher machen, welche sich nur ein Steinwurf entfernt von mir befindet. Ich hoffe, dass es dort noch ein bisschen Fachliteratur für ein bestimmtes Gebiet gibt. In keiner Stadtbibliothek habe ich diese bisher gesehen. Das Thema scheint von neuen bzw. digitalen Techniken gefressen worden zu sein! Sehr schade.

    • Tobias

      Hallo Jana,

      um welches Thema geht es?
      Hört sich ja mysteriös an. ^^

      Zum Thema:
      In meinem Ort gibt es eine kleine kostenlose Bücherei, welche allerdings nur ein sehr kleines Angebot liefert. Aber auch hier kann man kostenlos eine halbe Stunde surfen oder etw. für 10 cent ausdrucken.
      Schön finde ich generell die Onlinekataloge, in denen man zu Hause nachschauen kann, welche Schätze gerade lagern.

      Gruß
      Tobias

      • Hallo Tobias,

        es geht um analoge Fotografie. Da findet man nichts richtiges, zumindest nicht in Karlsruhe und Freiburg!
        Finde ich ziemlich erschreckend. Sooo speziell ist bzw. war das Thema lange nicht.
        Klar ist es inzwischen eine Sparte geworten. Aber das inzwischen schon alle Bücher in die Richtung aus dem Programm genommen wurden….

        gruß Jana

  8. Florian

    In Nürnberg gibt es seit 2013 überhaupt keine Jahresgebühr mehr. Die Auswahl ist super und umfasst unteranderem auch viele tolle Hörbücher und Filme. Seit einiger Zeit bin ich dort jetzt schon angemeldet und aktuell am ausmisten meiner noch ziemlich zahlreichen Bücher. Übrigens sehr empfehlenswert ist auch die App „Onleihe“ – Dort kann man sich mit den Daten seiner lokalen Bücherei anmelden und dann eBooks und auch Hörbücher digital ausleihen.

    Gruß
    Florian

  9. Martin

    Oh ja, Büchereien oder Bibliotheken wie man sie auch nennen kann, sind eine der besten Erfindungen.
    Schon viele Jahre kaufen wir uns eigentich keine Bücher mehr. Für uns als 4-köpfige Familie kostet uns der Bibliothekspass ganze 70 Franken (60 EUR). Und wir könnten Massen ausleihen 🙂
    Was das Schöne ist, ich leihe mir oft Bücher oder DVD aus, die ich sonst nie gelesen oder gesehen hätte, wenn ich sie kaufen müsste. Wir lesen auch viel mehr als früher, einfach weil das Angebot da ist. Und ich kann alles rasch wieder zurückgeben. Ich brauche keine Büchergestelle u.ä.

  10. Ich liebäugele schon sher lange mit einer Anmeldung bei den Hamburger Bücherhallen. 3 Gründe haben mich bislang davon abgehalten: 1. Die sehr hohe Jahresgebühr von 45€. 2. Wovon leben die Autoren der Bücher? Natürlich von Verkäufen. Als Musiker weiß ich, wie schwierig es ist, von seinen Ideen zu leben. 3. Die nächste Bücherei ist im Konsumtempel Mercado in Ottensen untergebracht. Allein der Weg dorthin ist für mich der Horror.
    Nun, ich werde mich jetzt trotzdem anmelden. Warum? 1. Ich gebe im Jahr ca. 200€ für Bücher aus. Viel Geld. 2. Umweltgedanken: Viel Papier, viel Druckerfarbe. 3. Wie oft habe ich ein Buch 2x gelesen? Habe ich überhaupt ein Buch 2x gelesen?
    Also, dann gehe ich mal los! Ins Mercado…

  11. Minimalistin Soheila-Dubai

    Ich kann mir ein Leben ohne Stadtbibliothek überhaupt nicht vorstellen.
    Nachdem ich beruflich von HH nach Aschaffenburg-Umkreis gezogen bin, war die Suche nach der nächstliegenden Bücherhalle genauso wichtig wie die Suche nach einer passenden Immobilie.
    Ich habe eine Zeit lang im Ausland gelebt. Dort war es wirklich der wahre Horror; so ganz ohne Bibliothek. Dort habe ich mir die Bücher gekauft und auch mit anderen Deutschen getauscht. Das ist aber nicht so, als wenn man durch die Bibliothek schlendert. Das ist ein Ritual für mich. Andere gehen am Samstag in die Stadt zum Shoppen; ich gehe derweil in die Bibliothek.

  12. Bin gerade durch den „aufgewärmten“ ZDF-Beitrag auf diesen Blog gestossen. Zum Thema Stadtbücherei kann ich ein klares Statement abgeben: Ja – supertoll. Bin seit drei Jahren in Lübeck angemeldet – 20 € im Jahr. Die sind gerade im Bereich Fachbücher echt gut sortiert. Manchmal leihe ich dort Bücher und verschaffe mir einen Überblick. Wenn die gut sind, kaufe ich das eine oder andere.
    Der Hit ist aber tatsächlich die Online-Leihe für eBooks!!! Dafür muss man noch nicht mal in die Bibliothek gehen. Und die sind gut sortiert, dafür dass es ein etwas neueres Medium ist.
    Als Ausgleich bringe ich inzwischen regelmäßig einige meiner Bücher als Spende dorthin, damit die Bücherschränke wieder leerer werden.

  13. Nanne

    Ich würde vermutlich nur noch dort hinziehen, wo eine gute Bücherei ist. Bin in jeder Stadt bisher Bücherei-Kunde gewesen.
    Selbst in Warschau konnte ich die Bibliothek des Goethe-Instituts nutzen. Toller Tipps übrigens!

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