Kommentare 6

Der Typ der auf dem Bahngleis tanzte

train stop at railway station with sunset

© zhu difeng – Fotolia.com

 

Es gibt diese Momente im Leben, wo es einem nicht gut geht. Man wird aus der Bahn geworfen, weiß nicht wo oben oder unten ist. Man sucht nach einer Nulllinie, dem bisschen Glück im Alltag.
Ich denke jeder kennt diese Situationen und findet einen Weg dort hinaus.
Manchmal sind es kleine Anstöße die eine Richtung wieder verändern. Gerade muss ich am den Film Jurassic Park denken. Es gibt diese Szene im Van wo die Chaostheorie anhand von Wassertropfen und ihrem Weg über einen Handrücken erklärt wird. Der Soundtrack ist übrigens mach wie vor hörenswert.

Aber zurück zu meiner Begegnung heute Morgen. Ich stand heute Morgen am Bahngleis, in Gedanken versunken über das Leben, Sinnhaftigkeit und den bevorstehendem Arbeitstag, als neben mir jemand anfing zu tanzen.
Zuerst wippte er nur langsam von einem Bein zum anderen, dann kamen Drehungen hinzu, er sang die Musik lautlos mit. Versunken mit blauem Rucksack, einer hellbraunen Wolljacke mit übergezogener Kapuze, und roten Kopfhören darauf. Vielen andere am Gleis haben bestimmt gedacht, dass mit diesem Kerl etwas nicht stimmt. Für mich als Musik liebenden Mensch, war der Fall aber klar.
Er hatte einem dieser Momente, wo man durch Musik in einen Flow kommt, ähnlich wie beim Laufen.
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die einem Zeigen, das Glück, Zufriedenheit und Ankommen vielleicht einfach nur eine Entscheidung ist.

Kennt ihr auch diese Schlüsselmomente? Wenn ihr mögt, Teilt sie in dem Kommentaren.

6 Kommentare

    • Ich finde es jedoch ziemlich fragwürdig, ob das trotzdem dazu berechtigt einfach fremde Personen zu filmen und online zu stellen?!
      Ist das teils nicht eher lustig machen als das akzeptieren von “die Welt um sich rum vergessen”?

  1. Die Dancing Queen hat mir gestern den Tag gerettet. Meine Laune war wie eingefroren. Ich war super angespannt vor dem Termin heute morgen.

    Eben war es dann soweit: Merkel grinst mich an vom großen Bildschirm. Ich kann das leider nicht erwidern, weil ich den Mund aufreißen muss. Neonlicht. 4 Köpfe über mir. Ich werde flachgelegt, bin das Anschauungsobjekt. Was würden Sie jetzt am liebsten tun? Weglaufen! Mein Herz rast. Ich hab nur noch die Musik. Die Kopfhörer sind meine einzige Flucht. Es wird an meinen Zähnen rumgekratzt. Merkel grinst immer noch. Meine Zähne werden kurz darauf als tadellos benannt. Ich darf nach Hause. Ich glaub’s noch nicht so richtig zur Belustigung aller und bedanke mich bei allen. Schon steh ich wieder auf der Straße und hab’s tatsächlich dieses Jahr noch zum Zahnarzt geschafft!

  2. Thomas

    Sollten wir nicht alle von Zeit zu Zeit mal ein bisschen aus uns herausgehen ohne darüber nachzudenken, was andere von uns halten? Ich glaube, die Welt wäre dann ein freudvollerer Ort, der viel mehr Empathie sehen würde. Also, das nächste Mal einfach tanzen, wenn ihr auf den Bus wartet;-)

Schreibe eine Antwort