In der Zeitung von gestern werden Fische eingewickelt

© stillkost - Fotolia.com
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Nachrichten sind heute omnipräsent. An jeder Straßenecke gibt es einen Zeitungskasten, vor den Büdchen (Kiosk), schnappen wir im Vorbeigehen Überschriften und Bilder auf. Selbst in der Straßenbahn und an den Bahnsteigen werden wir mit News versorgt. Aber müssen wir wirklich immer so up 2 Date sein? Ich befinde mich seit einiger Zeit, was die allgemeinen Nachrichten angeht, auf einer radikalen Informationsdiät. Ich höre kaum Radio und sehe mir keine Tagesschau an. Meine abonnierten Blogs sind aus dem Bereich, Minimalismus, IT-News, Nachhaltigkeit, Fairtrade, Produktivität und Schreiben.
Eine Zeit lang habe ich noch die Tagesschau in 100 Sekunden als Podcast abonniert um ein Mindestmaß an Anschluss an die aktuellen Tagesthemen zu halten, aber dies nach kurzer Zeit wieder verworfen. Ich wollte nicht die gewonnene Freiheit durch ein zwingendes neues Ritual ersetzt. Den Podcast hören zu müssen, war für mich  wieder zu einem muss geworden, also beendete ich das Abo und fuhr mit meiner „Diät“ fort. 
Meine begrenzte Informationssaufname, nimmt allerdings auch manchmal bizarre Formen an. Die Zeitumstellung habe ich nur durch die Uhr im Display meines Festnetz Telefons mitbekommen, weil es ist, nicht wie der Laptop und das Handy automatisch umgesprungen ist.

Vom anschlang beim Marathon in Amerika habe ich erst einen Tag später erfahren. 
Ich habe lange Zeit gedacht, dass diese Art von Verweigerung negative Konsequenzen mit sich bringt, aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Ich fühle mich freier als vorher und habe die Möglichkeit mich mehr mit den Themen zu beschäftigen, die mich wirklich interessieren. TV Tipps erhalte ich aus abonnierten Blogs, twitter, oder aus Emails, die ich von Freunden bekomme, die eine spezielle Sendung für sehenswert halten.

Was man sich auch immer wieder einmal vor Augen führen muss, ist, dass die meisten Meldungen immer negativ geprägt sind. Anschläge, Tod, Trennung, Folter, sind zentrale Themen. Den ganzen Promi Voyeurismus und die Sensationsgeilheit möchte ich nicht den ganzen Tag konsumieren.
Im Internet gibt es sogar einige Blogs, die diesen Umstand zum Anlass genommen haben, sich auf das Verbreiten von positiven Nachrichten zu spezialisieren. Interessante Entdeckungen, kreative, anders gedachte Ideen. Das verbreitet direkt eine andere Stimmung.

Wie sieht Deine tägliche Dosis NEWS aus? Folgst du mir in die Informationsdiät oder konsumierst du weiter Schlagzeilen?

  1. Stephan

    Hallo,
    ich lade eigentlich die Podcast runter um die dann zu hören bzw. zu sehen wenn ich die Muse dazu habe. Ich bevorzuge es draußen zu sein wenn die Sendungen kommen und nehme die Sendungen auf um sie dann zu sehen bzw. hören wenn ich Zeit habe. Viele Podcasts höre ich in der Bahn,wenn ich eh gerade Zeit habe.

    RSS Feeds lese ich um informiert zu sein, aber selektiere auch aus was mich wirklich jetzt interessiert.

  2. Hallo,

    meine tägliche Dosis besteht aus ausgewählten Artikeln von zwei Wirtschaftsseiten, einer IT Seite und wenigen Blogs für Fototechnik.

    Mich würde interessieren welche Blogs du besuchst vorallem die Blogs mit positiven Nachrichten und neuen Ideen.

    Gruß
    Alex

  3. Mein Radio habe ich mittlerweile aus meiner Wohnung entfernt. Einen Fernseher hatte ich bisher nie. Nur auf der Arbeit bin ich „gezwungen“ Radio zu hören. Das ist dann meist auch meine einzige Informationsquelle. Im Internet schaue ich auf noch ab und zu vorbei und mehr möchte ich auch nicht. Diese Flut an Nachrichten finde ich wirklich übertrieben.

  4. Hallo Michael,

    Immer alle Nachrichten zu verfolgen kann meiner Meinung nach süchtig machen. Ich überfliege morgens alle Online-Nachrichtenseiten auf dem Smartphone. Wenn ich da auf einen interessanten Artikel stoße, kann das schon mal eine halbe Stunde Zeit in Anspruch nehmen. Viel zu viel, wie ich finde.
    Gelegentlich arbeite ich für eine Tageszeitung und da hatte ich oft das Gefühl, dass ich bei den Weltnachrichten immer auf dem neuesten Stand sein sollte. Sonst kamen so Kommentare wie: „Wie, hast du das noch nicht gehört?“ oder noch schlimmer: „Liest du denn keine Zeitung?“ Wahrheitsgemäß müsste ich mit Nein antworten, aber die gedruckte Zeitung ist für mich noch unhandlicher als meine morgendliche App-Leserei.
    Mittlerweile fahre ich mit diesem Zitat eines unbekannten amerikanischen Jugendlichen ganz gut: „Wenn die Nachricht wichtig ist, wird sie mich finden.“ Hat bisher immer funktioniert.
    Viele Grüße
    Pia

  5. Ich schaue täglich die TV-Nachrichten (am Computer), üblicherweise ‚heute‘. Für Regionales habe ich zwei RSS-Feeds einer Tageszeitung abonniert.

    Ansonsten habe ich etliche RSS-Feeds aus interessierenden Gebieten abonniert, die ich immer mal wieder ausmiste. Sie sind nicht zeitkritisch, bleiben daher teilweise auch mal ein paar Tage ungelesen.

    Ein Teil des Informationskonsums läuft bei mir über Podcasts und Videocasts. Gerade Podcasts kann man ja gut mit anderen Tätigkeiten kombinieren, wie Hausarbeit, Spazieren gehen, Auto fahren.

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