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Weihnachtsteller

© Thomas Francois – Fotolia.com

Seit, gefühlt ende September, gibt es in den Supermärkten alles Mögliche für einen Weihnachtsteller zu kaufen. Schokokugeln, Weihnachtsnüsse, Baumstämme, Weihnachtsmänner, Marzipan und vieles mehr türmt sich in den Regalen. Wer soll das alles essen, frage ich mich mittlerweile immer wieder. Die Industrie lockt mit roten und goldenen Verpackungen und weckt Hoffnungen in uns. Große Bilder von gemütlichem Beisammensein mit der Familie werden uns beim Konsumieren der Süßigkeiten suggeriert. Im Allgemeinen Sprachgebrauch ist der Dezember die dunkle Jahreszeit und der Monat der Besinnung. Die angesprochenen Bedürfnisse nach Familie, Ruhe, Frieden, Zweisamkeit, Sicherheit in den eigenen vier Wänden haben an sich gar nichts mit Schokokugeln zu tun. Es ist genau wie mit dem roten Cola Weihnachtsmann: PR und Marketing schaffen es hier mal wieder geschickt ein Gefühl mit einem Lebensmittel zu koppeln. Dazu kommt dann noch, die Begrenzung des Angebots und der kleinere Verfügbarkeitsrahmen. Wem das nichts sagt, der soll doch einmal versuchen am 24.12 einen Schoko Weihnachtsmann einer gewissen Marke zu bekommen.

Was können wir dem ganzen Entgegensetzen? Ich fände es schade, allem komplett dem Rücken zu kehren. Das ist für mich persönlich ein zu radikaler Ansatz. Wir sollten uns auf ein paar Dinge beschränken. Jeder kennt noch den Teller aus Kindertagen oder von den Großeltern, auf dem auch viele Nüsse und ein paar Clementinen waren. Dazu ein paar wenige ausgesuchte Teile die immer geschmeckt haben. Am besten waren natürlich die selbstgemachten Plätzchen.

Wie sieht euer Weihnachtsteller aus? Schokoüberfluss oder bewusste Begrenzung und selbstgerechtes?

2 Kommentare

  1. Ferun Namid

    Es zwingt einen doch keiner alles zu kaufen und das auch noch frühzeitig. Bei Schokolade ist es für mich irrelevant ob ich die nun als Tafel, Hase oder Weihnachtsmann esse. Zum Advent gehören für mich Nüsse, Marzipankugeln, Spekulatius und Lebkuchen. Vanillekipferl und Zimtsterne waren dies Jahr selbstgemacht (Habe sie mir aber selber auch nie gekauft) und haben den ersten Advent beim Familienkaffee nicht überlebt. An allem anderen geh ich schon immer einfach vorbei. Kaufe mir eh nichts auf Vorrat sondern weil ich Apetit drauf habe oder dem Besuch zum Tee was anbieten möchte. Wenn es alle ist, dann ist das so. Es werden auch nur 2 verschiedene Süßigkeiten oder Knabbersachen pro Wocheneinkauf mitgenommen. Egal ob Weihnachten oder Sommer ist. So hält sich meine Schnuckelsucht in Grenzen. 🙂

  2. Unser WeihnachtsNaschKonsum wird dieses Jahr auch was anders aussehen als in den vergangenen Jahren. Das liegt wohlmöglich an unserem Projekt vor ein paar Wochen. Zwei Wochen mal nur aus der Region, sprich aus einem LuftlinienRadius von 50km, Lebensmittel zu konsumieren. Das war ernüchternd. Jetzt ist Dezember und der Gemüsehändler von nebenan hat seine Tore geschlossen. Also weichen wir dann und wann auch wieder in den Supermarkt aus. Sei es bio oder nicht. Das Schokoladen und PlätzchenAngebot ist gigantisch.
    Im Rahmen des Projekts ging mir die Reportage „Schmutzige Schokolade“ erneut durch den Kopf. Denn Kakaoplantagen hat von unseren Nachbarn noch keiner. Die Entscheidung stand: Wenn Schokolade, dann nur noch fairtrade. Tja, und das reduziert das Angebot an Süssigkeiten ungemein… Apfel, Nuss und Mandelkern werden wieder aktuell.

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