Wiederholung schafft Gewohnheit

© Minerva Studio - Fotolia.com
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Mit 11 oder 12 hatte ich den großen Wunsch Keyboard spielen zu lernen. Gesagt, getan. Mit der finanziellen Unterstützung meiner Eltern hatte ich von nun an regelmäßig Unterricht zu Hause und habe immer wieder Fortschritte gemacht. Irgendwann war meine Leidenschaft dafür verflogen, die Leidenschaft für Musik ist immer geblieben.Jeder der ein Instrument lernt hat Folgendes von seinem Lehrer oder seiner Lehrerin immer wieder gehört.
Üben, Üben, Üben.

In meiner Optikerlehre war es genau so. Ein Bewusstsein für gerade flächen und Feinmotorik muss man entwickeln, es gibt natürlich auch ausnahmen und Überflieger, zu denen ich aber nicht gehörte. So musste ich Kunststoffmaterial mit Raspeln, Feilen und Schmirgelpapier so bearbeiten, dass es 4-eckig und auf 0,05mm gleich groß wurde.
Mein Ausbilder hat sich dann meine Werkstücke angesehen, mir meine Fehler aufgezeigt, ich habe mit Kollegen daran gearbeitet, wo es mir an Technik fehlte und habe es letztendlich geschafft. Die Wiederholung hat mir den Erfolg gebracht.
In eine der Tai Chi Klassiker steht sinngemäß und aus meinem Kopf hervorgeholt drin: Übst du eine Stunde, hast du den Erfolg einer Stunde, übst du einen Monat bekommst du den Erfolg eines Monats, usw.

Wenn ich am Anfang in einer bestimmten Position keine 5 Minuten ruhig stehen konnte, habe ich mir über Wochen und Monate eine Routine aufgebaut und konnte diese Position immer länger halten. Heute müsste ich auch wieder von vorne Anfangen.
Jeder der etwas Neues lernt, egal ob zeichnen, ein Instrument, eine neue Sportart, wird sehen, dass durch Wiederholen alles einfacher wird und irgendwann automatisch abläuft.

Wir machen es uns in unserem Leben oft, viel zu schwer und suchen nach der Zauberformel, um schnell abzunehmen, der Beste in einer Disziplin zu werden und verkennen dabei allzu sehr, dass es diese einfach Gleichung gibt.
Auf den Minimalismus bezogen, kann ich nur sagen, dass es mir sehr geholfen hat, mich regelmäßig mit dem Thema, anderen Blogs und dem Loslassen von Dingen, schlechten Gewohnheiten und unguten menschlichen Beziehungen zu beschäftigen.

  1. http://www.arte.tv/guide/de/051384-005/x-enius?autoplay=1

    Wie witzig, habe gerade eine Xenius Dokumentation über Gewohnheiten angesehen 🙂

  2. Ach so. Eins noch. 😉 Deswegen, allein deswegen habe ich in meiner Schulzeit von Anfang an alle LateinVokabeln gelernt, wiederholt, geübt. Und: Deswegen gibt es dieses 31x30min-Projekt, dass ein paar Ladies und ich gerade am Laufen haben. Es funktioniert.
    * der innere Schweinehund (IS) wird mehr und mehr in die Hütte verbannt, während wir unterwegs sind.
    * diese 30min gehören in diesem Monat dazu.
    * wie es danach weitergeht, weiß ich allerdings noch nicht. Denn ich möchte, dass diese 30min Gewohnheit werden. In einer schnelllebigen und vollen Zeit. Dazu gibt’s demnächst aber mal noch ein paar andere Gedanken. o/

    • Ich sollte mich dem Projekt mal anschließen und Laufen durch Walken ersetzen 😉 ist es denn nur für Ladies gedacht.

      Denke wir besprechen das beim GrillAbend 😉

  3. Stefan Ratajczak

    …ein schöner Kommentar…

    Heißt es nicht so schön: „Jeder möchte etwas sein, aber niemand will etwas werden.“

  4. Pingback: #TaiChi News: Augen entspannen beim Tai Chi ...

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