1 Jahr ohne Auto

© kalafoto - Fotolia.com
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Jetzt musste mich doch ein Leser dieses Blogs auf ein so offensichtliches Thema hinweisen. Danke S. für diese Anregung. Ich hätte es fast vergessen. Ja ich besitze kein Auto mehr und das jetzt ziemlich genau ein Jahr.

Wie ist es mir seit letztem Juli ergangen?! 
Was ich am Auto fahren vermisse, ist im Sommer definitiv die Klimaanlage. Warum schafft es die DB, KVB und die Rheinbahn nicht, Züge und Bahnen so gut zu klimatisieren, wie in Spanien die Überland Busse? Außerdem fehlt mir die Ruhe. Ich schaffe mir meist künstlich Ruhe, indem ich mir etwas Musik oder ein Hörbuch auf die Ohren setze und so dem Einheitsbrei der Klingeltöne, Gespräche und Fahrgeräusche entgehe.

Der dritte Punkt ist die Reisegeschwindigkeit am Abend oder am Wochenende.Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar gut getaktet aber manchmal wünscht man sich schon, eher zu Hause zu sein. 
Ich werde in den kommenden Monaten mit Sicherheit den ein oder anderen Carsharing Dienst ausprobieren und darüber schreiben.

Ob ich mir 2015 wieder ein Auto anschaffen werde, ist noch nicht klar. Wenn, würde es nach heutigem Stand, ein Smart Diesel werden. Energieeffizient, klein und wertstabil. 
Sonst kann ich nur sagen, dass mir die längere Fahrzeit die meiste Zeit egal ist und sich die Kosten für das Taxi, falls gar nichts mehr fährt, sehr in Grenzen hält.
 Außerdem muss ich sagen, dass ich mit den regelmäßigen Verspätungen der Bahn gelassen umgehen kann. Ich habe gedacht, dass mich Verspätungen mehr nerven würden, aber dem ist nicht so. Ich finde mich dann einfach mit der Ohnmacht ab und nehme es gelassen. Das Gefühl ist vergleichbar mit einem kleinen Stau auf dem Weg zur Arbeit, wenn man allerdings noch einen komfortablen Puffer hat. 
Ich denke, wenn Zuhause Kinder oder Familie auf mich warten würden, könnte diese Gelassenheit auch ein Stück weit verschwinden. Wie gehst du also mit Verspätungen um, wenn die Zeit knapp wird?!

Als Fazit würde ich sagen, dass ich nichts bereue und jedem nur empfehlen kann, es einen Monat auszuprobieren, autofrei zu leben.

  1. Glückwunsch zum autofreien Jahr. Mir scheint doch, dass für Dich die Vorteile überwiegen, auch wenn Du in dem Beitrag paar negative Seiten wie die Verspätungen der Bahn nennst. Würde mich freuen, wenn Du mehr über Dein autofreies Leben schreibst, auch wie es dazu kam, dass Du Dein Auto verkauft hast.

    Bin selbst über 35 Jahre lang ohne ausgekommen, musste mir dann aber vor paar Jahren berufsbedingt eines zulegen. Nun brauche ich es eigentlich nicht mehr zwingend und überlege es zu verkaufen.

    Viele Grüße aus Franken,

    Christof

  2. Ich kann’s mir m i t Auto gar nicht vorstellen. Hab jetzt 40 Jahre keins und lebe. Und zwar: gut. Klar, man muss zentral wohnen. VW-Bus wäre noch so ein Traum von mir. Vielleicht irgendwann.

  3. Tanja, find ich klasse. Das mit dem zentral leben, ist bei mir der Knackpunkt im Moment. Ich müsste fast umziehen, um komfortabel ohne Auto leben zu können.

    Viele Grüße,

    Christof

    PS: Mit dem Bulli nach Indien, das wäre tatsächlich mal spannend 😉

  4. Danke Michael, das du doch noch über dein Autofreies Jahr schreibst. Ich selber fahre seit einem halben Jahr mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit, privat besitze ich aber noch eines. Zwar dauert nun die fahrt etwas länger, doch so kann ich nun die Zeit nutzen um zu lesen oder Hörbücher anzuhören. Das erscheint mir sinnvoller als Radio oder Musik zu hören. Privat nutze ich mein Auto recht wenig, so das ich schon seit einer Zeit am überlegen bin, dieses nicht auch noch zu verkaufen.

  5. Christina

    Hagelkörner so groß wie Golfbälle und keine Garage = jede Menge Dellen und teilweise sogar kaputte Scheiben. ZUM GLÜCK habe ich KEIN Auto :-I

    • Christina

      Muss meinem Kommentar noch etwas hinzufügen, ist doch etwas zu knapp geworden:

      Was ich damit sagen will, ist, da steckst du so viel Geid in dein Auto, hast dich voll und ganz darauf eingestellt, es immer zu Verfügung zu haben und dann musst du dir auch noch ständig Sorgen machen, dass es durch Unwetter, Unfälle oder ganz einfach Verschleiß kaputt geht. Mir wäre das zuviel Stress, da sind öffentliche Verkehrsmittel viel entspannter.

  6. In südlichen Ländern finde ich so toll, dass kein Zug pünktlich ist. Der Schaffner pfeift erst ab, wenn er sein Schwätzchen beendet hat oder seinen Zug beim Backgammon. Diese schöne Ruhe, das Miteinander, die Herzlichkeit vermisse ich in Deutschland – auf Leistung und Erfolg ausgerichtet.

  7. Unser Auto hatte vor genau einem Jahr auch ständig Aussetzer auf der Autobahn, weil wir zu wenig damit gefahren waren (Diesel). Wir haben es dann kurzerhand verkauft, als wir überschlagen hatten was uns das Ding kostet und was wir für die entsprechenden Bahnfahrten ausgeben würden. Das Ergebnis war, dass wir uns fast die Hälfte der Autokosten einsparen konnten. Da wir in einer Großstadt wohnen und für den gesamten Bereich sehr kostengünstig ein Jobticket haben sowieso sehr gute Anbindungen an den öffentlichen Nahverkehr, haben wir das Auto bisher auch noch nicht vermisst. Verspätungen nehmen wir hin, ändern kann man daran sowieso nichts- wir haben allerdings immer unsere E-Reader oder Musik dabei. Mein Freund ist nun auch viel entspannter, beim Autofahren ist er immer regelrecht explodiert. Ich selbst habe übrigens noch nicht mal einen Führerschein.

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