Archiv des Monats “Juli 2013

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Minimalismus Bloggertreffen 2013

Foto-6War das ein Wochenende. Mir fehlen jetzt noch fast die Worte und ich beginne mehr sprachlos, wie wortgewand diesen Text zu schreiben. Ich habe mich auf dieses Wochenende sehr gefreut, alle von letztem Jahr wieder zu sehen und noch so viele mehr. Es macht mich einfach nur glücklich, wie gut alles abgelaufen ist. Wir wollten ein Treffen haben, das von Gesprächen und dem Austausch der Menschen untereinander geprägt ist  und genau so ist es dann auch gekommen. Es ging schon Freitagabend in kleiner Runde los. Apfelmädchen und Sadfish waren die Ersten, die ich in Essen getroffen habe, danach Finn & Charlotte, Daniel, Jana und Thomas beim Abendessen.
Das Wetter war toll, wenn auch für meine Verhältnisse gefühlte 10 Grad zu warm. Samstag Vormittag war ich noch etwas aufgeregt, ob alle das Unperfekthaus finden und ob ich die neuen Gesichter zuordnen kann. Gott sei Dank kam, ich glaube von Daniel, die Idee mit den Namensetiketten.

Ich kann die Fülle der Gespräche und neuen Anstöße noch nicht ganz einordnen. Ich bin überwältigt davon, dass sich so viele tolle Menschen auf den Weg gemacht haben und die weite Anfahrt von Berlin, München, Hamburg und vielen anderen Städten auf sich genommen haben. Das nächste Mal werden wir das „Blogger“ aus dem Namen des Treffens streichen. Bei der Vorstellungsrunde am Nachmittag unten im Unperfekthaus haben einige gesagt, dass sie „nur“ Leser sein. Das Gegenteil ist der Fall. Ihr seid der Grund, warum wir schreiben, wir wollen euer Leben ein Stück mit unseren Texten bereichern und Ihr könnt euch nicht vorstellen, was es für ein tolles Gefühl ist euch gesehen zu haben und mit euch zu reden. Die Leser treten aus der Masse der Zahlen und den Blogkommentaren hervor und zeigen Ihr Gesicht.

Zu unserem Glück war der Rahmen im Unperfekthaus einfach grandios. Danke Daniel für die Idee, dies als zentralen Veranstaltungsrahmen zu nehmen. In den Gesprächen vor Ort haben mir fast alle gespiegelt, dass dies ideal für das Treffen war.  Währende ich diese Zeilen schreibe fühle ich mich gerade ein bisschen wie im Zuckerrausch. Euphorisch, glücklich und zufrieden.  Wir werden diese Tradition (alles, was man in Köln 3-mal gemacht hat, ist Tradition), fortsetzen.

Es war eine sehr entspannte Atmosphäre und die Offenheit mit der (eigentlich) wildfremde Menschen aufeinander zugegangen sind, hat mich sehr beeindruckt. Unser gemeinsames Thema hat Menschen aus den unterschiedlichsten Lebenslagen, Beziehungssituationen Altersstufen und Arbeitswelten zusammengebracht. Wir hatten eine Basis und dies hat gereicht, alle Unterschiede wegzufegen.

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Danke sagen.

Ihr seid großartig

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Glück aus sich selbst heraus entwickeln

© Sergey Nivens - Fotolia.com

© Sergey Nivens – Fotolia.com

Viele neue Leser fragen sich am Anfang immer, was den Kern des Minimalismus darstellt. Für mich ist es völlig klar, das nicht der Konsumverzicht, das Hinterfragen von Gegenständen oder das aktive Lösen von vorhandenen Konsumgütern das letzte Ziel an sich darstellt, sondern das gelebter Minimalismus auch ein praktischer Weg ist, um Glück aus sich selbst heraus zu entwickeln.

In der heutigen Zeit gibt es so viele Ratgeber, die für sich in Anspruch nehmen, den Heiligen Gral für mehr Glück und ein zufriedenes Leben gefunden zu haben, aber es gibt bekanntlich nicht nur den einen Weg nach Rom, sondern viele. 
Ich möchte nicht sagen, dass Minimalismus einen neuen Weg darstellt, aber in letzter Zeit merke ich, dass dieser Ansatz vielen Menschen sehr gut tut und Ihr Leben nachhaltig positiv beeinflusst. Wenn wir uns von äußeren Dingen lösen, wenden wir uns irgendwann, ganz automatisch, dem Inneren zu. Wir können es durch diesen Weg schaffen unsere wirklichen Wünsche und Träume, zu entdecken und ihnen genug Raum geben, das diese auch Wirklichkeit werden können.

Dass sich in den letzten Jahren viele West Europäer dem Zen und Buddhismus zuwenden, ist für mich ein klarer Zeichen, dass in unsere gelebten Kultur und Religion für viele Menschen etwas fehlt.
Für mich ist dieses verhalten aber auch ein Stück weit ein Fluchtreflex. Warum soll man eine Suche so weit entfernt beginnen, wenn alles schon da ist und in einem Selbst vorhanden?
Erich Fromm sagt an einer Stelle, dass die Veränderung eines Menschen Kraft und Zeit kostet, diese Ehrlichkeit suchen wir in Ratgeberliteratur vergeblich. Wir haben unsere aktuellen Gewohnheiten auch nicht in den letzten 10 Tagen erworben, sondern es brauchte Jahre und Jahrzehnte bis wir zu dem Mensch geworden sind, der wir heute sind.
Deswegen sollten wir auch nicht versuchen von heute auf morgen alles Ändern zu wollen, sondern uns täglich mit uns selbst beschäftigen und kleine Fortschritte machen.

Man kann zwar an einem Wochenende den äußeren Minimalismus durch eine Aufräumaktion herstellen, der innere Teil wird länger brauchen.

Ich bin gespannt auf eure Meinungen dazu. Welche großen Vorzüge stecken für euch noch in Minimalismus und welches sind eure Beweggründe diesen Weg zu gehen.

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Lebe im JETZT

© DKreations - Fotolia.com

© DKreations – Fotolia.com

Viele Menschen haben verlernt im Moment zu leben. Im Büro Alltag wird immer wieder an die nächste Aufgabe, an das nächste, große zu erreichende Ziel gedacht. Ein mal im Monat wird dann in der Rückbetrachtung die Vergangenheit analysiert und bewertet. Im Privatleben sieht es nicht anders aus. Man wundert sich, dass schon wieder Juli ist oder stellt an seinem Geburtstag fest, dass die letzten 10 Jahre wie im Flug vergangen sind. Eben noch Abitur gemacht und jetzt schon 10 Jahre im Job.
Wir müssen uns mehr darauf einlassen im Moment zu sein und das Jetzt zu genießen. Die positiven Effekte dieser Lebenseinstellung sind nicht von der Hand zu weisen. Wir erleben unsere aktuelle Situation viel bewusster und können Stress und Hektik ein Stück weit vorbeugen. Ich möchte nicht soweit gehen, dass man in den Tag hinein leben, oder sich keine Zielen setzen sollte. Wenn man sich nur einen Tag Zeit nimmt, diesen Weg bewusst zu gehen, wird man erstaunt sein, was sich für Veränderungen einstellen.

Oft sind wir auf dem Weg nach Hause und es geht uns so vieles durch den Kopf, die Einkaufsliste, was wir heute Abend kochen möchten, der unerledigte Anruf im Büro, die Wäsche, die noch gemacht werden muss und vieles weitere. Wenn wir es schaffen im Jetzt zu leben, können wir die Heimfahrt ganz bewusst und ohne große Ablenkung wahrnehmen. Es ist sehr befreiend, den inneren Dialog zwar wahrzunehmen, ihn dann aber doch wieder ziehen zu lassen.
Ich versuche mich täglich eine weile darin zu üben, das Jetzt bewusst wahrzunehmen, gerade in stressigen Situationen hilft es einem sehr, eins nach dem anderen angehen zu können und gelassen auch den größten Berg abarbeiten zu können.
Wir können die Zeit nicht festhalten, die Zukunft ist noch nicht geschrieben und die Vergangenheit ist nicht mehr änderbar.  Viele halten an der Vergangenheit fest und lassen es zu, dass negative Ereignisse ihr Handeln im Jetzt zu stark beeinflussen. An dieser Stelle muss der Betroffene lernen loszulassen und unbelastet im Jetzt zu verweilen. Dies ist kein einfacher Weg, aber ein erreichbarer. Wir können jeden Tag neu starten und uns neu Erfinden, ohne, dass die Wunden der Vergangenheit uns weiter beeinflussen müssen. Es ist eine Entscheidung.

Außerdem gibt es dann noch die wenn, dann Menschen. Wenn ich in Rente bin, dann werde ich mich mehr um meinen Garten kümmern, nach Italien fahren oder endlich mehr Sport treiben.  Ich kann aus meiner Erfahrung sagen, dass diese Sätze sehr gefährlich sind. Wir zögern das Umsetzen von getroffenen Entscheidungen heraus und verschieben Wünsche in eine ferne Vergangenheit. Unser Leben auf dieser Welt ist allerdings endlich und niemand weiß, wie viel Zeit ihm noch bleibt. Deswegen verwirkliche, wenn möglich deine Wünsche im Jetzt und nicht in einer Zukunft die du nicht kennst.
Geschichten und Praxis Tipps, wie man bewusst im Jetzt sein kann, verknüpft mit Zen und Achtsamkeit kann man in vielen Büchern des Zen-Buddhist Thich Nhat Hahn nachlesen. Meine Empfehlung wäre dieses Buch:

Im Hier und Jetzt zuhause sein

Ich freue mich schon auf eure Anmerkungen zu diesem Artikel

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Reduziere bis zur Essenz

© DIA - Fotolia.com

© DIA – Fotolia.com

Es ist schon viel über das Ausmisten geschrieben worden, trotzdem möchte ich euch in diesem Text eine Idee nahelegen, die euch helfen soll durch das Reduzieren einem wie auch immer aussehenden Kern näher zu kommen.

Ähnlich wie ein Koch einen Fond ansetzt, der sich durch immer weiteres Reduzieren konzentriert, können wir auch beim Reduzieren an sich vorgehen. Ich möchte das praktische Umsetzen dieser Idee gerne mit einigen Beispielen untermauern. Wenn du 300 Bücher besitzen, könntest du diese in Kategorien einteilen und herausfinden, welche grundsätzlichen Dinge du gerne liest.Danach könnte man die Kategorien in weitere einteilen, Romane in verschiedene Genre, Kochbücher nach Themen oder Ländern und Sachbücher nach Interessen.
Wenn wir nun weiter machen und die besten 5 Kochbücher oder die 3 Lieblingsschriftsteller gefunden haben, können wir das beste Buch eines Autors oder die besten 20 Rezepte auswählen und sind dann bei der Essenz angekommen.
Diese Methode eignet sich nicht nur für alle Medien dieser Art, sondern lässt sich auch auf andere Lebensbereiche anwenden.

Sie hat mir geholfen, mich auf wenige Aspekte im Qigong zu beschränken. Wollte ich am Anfang alles erfassen, Philosophie, verschiedene Stile, Bewegungsformen, die Geschichte, die zu Ihrer Entstehung geführt haben, so konnte ich mich vor Kurzem so weit reduzieren, nur noch einer Methode zu folgen. Beim Qigong ist es wie im Zen und anderen Dingen, viele Wege führen nach Rom, man muss nur einen nehmen und konsequent verfolgen und nicht 10 Wege einschlagen, sonst erreicht man nie sein Ziel.

Die Pflege von sozialen Kontakten über das Internet ist auch etwas, worauf wir diese Methode anwenden können. Müssen wir wirklich bei Facebook, Twitter und Co mit mehr als 500 Menschen in Kontakt stehen?!Eine Studie, deren Ursprung mir gerade nicht Präsent ist, geht davon aus, dass der Mensch wirkliche und authentische Kontakte nur mit einer Anzahl von maximal 150 Menschen führen kann.
Ich habe deswegen vor Kurzem die Anzahl meiner Facebook Verknüpfungen halbiert und bin mit dem Blog bei Google+ ausgestiegen. Man muss einfach nicht auf jeder Hochzeit tanzen.
Welche Beispiele fallen euch ein, wo ihr durch das Reduzieren zu einer Essenz gekommen seid? Kleidung, DVDs, Geschirr? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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Statusupdate 11.7.2013

© ram69 - Fotolia.com

© ram69 – Fotolia.com

Dieser Post, verfolgt keinen Anspruch ein gewisses Thema zu treffen und ich weiß, dass dies in meinem Blog etwas neues darstellt, ich bin gespannt, wie es euch gefällt, direkt und mehr aus meinem Leben zu lesen.


Die letzten Tage und Wochen sind wie im Flug vergangen, ich kann es gar nicht glauben, das die Mitte des Jahres schon überschritten ist. Schon wieder ist mein Geburtstag vorüber und der Sommer macht heute von den Temperaturen her eine kleine Pause. Ich sitze in Düsseldorf eine Stunde vor Beginn meiner regulären Arbeitszeit in einem kleinen Café ohne W-Lan, höre das aktuelle Album von Andrew Bayer und trinke einen kleinen Americano dazu.
2 Emails sind schon beantwortet und die Musik und die Atmosphäre regen mich zum Schreiben an… Ich sollte viel öfter raus gehen, in ein Café und schreiben. 
Es inspiriert mich wirklich sehr, obwohl die übliche Ablenkung wie Milchaufschäumern Vollautomaten, die Klangkulisse von diffusen Gesprächen gibt. 
Aber ich habe mir etwas Musik auf die Ohren gesetzt und genieße die Klarheit und Fokussiertheit auf das Schreiben an sich.
Ich nutze seit kurzem Day One auf dem Mac zum Schreiben der Artikel und komme erstaunlich gut zuerrecht. Ich mag Sie sogar mittlerweile genauso gerne wie den Omm Writer, den ich sonst benutzt habe. Diese App hat nicht nur die Möglichkeit Bilder, Datum und Uhrzeit einzufügen, sondern synchronisiert sich auch mit meinem Handy. Wenn ich, in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit einige Gedanken festgehalten habe, erwarten diese mich schon zu Hause, wenn ich den Laptop öffne. Dies ist wirklich ideal. Natürlich ist es kein großer Aufwand, den Text auf dem Handy per Mail zu versenden, aber die Aufmachung der App oder die Typografie und Farbgestaltung gefällt mir sehr gut.

Außerdem ist mir das letzte update der WordPress App für iOS sehr positiv aufgefallen. 
Ich schalte über diese App hauptsächlich Kommentare frei und antworte kurz auf den ein oder anderen oder mache mir eine Notiz. 
Die Benachrichtigung über einen neuen Kommentar findet sich jetzt direkt auf meinem Bildschirm und ich muss nicht erst in mein Email Postfach schauen. 
Alles sehr praktisch, wenn gleich nicht ganz so minimalistisch.
Ich habe aber auch nie behauptet, dass ich mich gegen den technischen Fortschritt verwehren würde. Ich habe ein Smartphone und einen 11 Zoll Laptop. In Kürze wird es auch einen Artikel darüber geben, warum ich nur mit einem Laptop zurechtkomme und welcher Vorteile mir diese Art zu Arbeiten bringt.

Wie hat euch der kleine Auszug aus meinem Morgen gefallen? Fehlt euch der Bezug zum Minimalismus oder würdet ihr gerne mehr erfahren und einen Mix aus themenbezogenen Artikeln und Einblicken in mein Leben bevorzugen?

Ich freue mich auf eure Kommentare

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1 Jahr ohne Auto

© kalafoto - Fotolia.com

© kalafoto – Fotolia.com

Jetzt musste mich doch ein Leser dieses Blogs auf ein so offensichtliches Thema hinweisen. Danke S. für diese Anregung. Ich hätte es fast vergessen. Ja ich besitze kein Auto mehr und das jetzt ziemlich genau ein Jahr.

Wie ist es mir seit letztem Juli ergangen?! 
Was ich am Auto fahren vermisse, ist im Sommer definitiv die Klimaanlage. Warum schafft es die DB, KVB und die Rheinbahn nicht, Züge und Bahnen so gut zu klimatisieren, wie in Spanien die Überland Busse? Außerdem fehlt mir die Ruhe. Ich schaffe mir meist künstlich Ruhe, indem ich mir etwas Musik oder ein Hörbuch auf die Ohren setze und so dem Einheitsbrei der Klingeltöne, Gespräche und Fahrgeräusche entgehe.

Der dritte Punkt ist die Reisegeschwindigkeit am Abend oder am Wochenende.Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zwar gut getaktet aber manchmal wünscht man sich schon, eher zu Hause zu sein. 
Ich werde in den kommenden Monaten mit Sicherheit den ein oder anderen Carsharing Dienst ausprobieren und darüber schreiben.

Ob ich mir 2015 wieder ein Auto anschaffen werde, ist noch nicht klar. Wenn, würde es nach heutigem Stand, ein Smart Diesel werden. Energieeffizient, klein und wertstabil. 
Sonst kann ich nur sagen, dass mir die längere Fahrzeit die meiste Zeit egal ist und sich die Kosten für das Taxi, falls gar nichts mehr fährt, sehr in Grenzen hält.
 Außerdem muss ich sagen, dass ich mit den regelmäßigen Verspätungen der Bahn gelassen umgehen kann. Ich habe gedacht, dass mich Verspätungen mehr nerven würden, aber dem ist nicht so. Ich finde mich dann einfach mit der Ohnmacht ab und nehme es gelassen. Das Gefühl ist vergleichbar mit einem kleinen Stau auf dem Weg zur Arbeit, wenn man allerdings noch einen komfortablen Puffer hat. 
Ich denke, wenn Zuhause Kinder oder Familie auf mich warten würden, könnte diese Gelassenheit auch ein Stück weit verschwinden. Wie gehst du also mit Verspätungen um, wenn die Zeit knapp wird?!

Als Fazit würde ich sagen, dass ich nichts bereue und jedem nur empfehlen kann, es einen Monat auszuprobieren, autofrei zu leben.

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Minimalismus Podcast Folge 7

MK

MK

Die neue Folge des Minimalismus Podcast ist gerade online gegangen und über iTunes und die Website verfügbar. Heute geht es um Erich Fromm und von Haben zum Sein.

Ich wünsche euch viel Spaß beim hören.

P.S. über Kommentare auf www.minimalismus-podcast.de freuen wir uns sehr

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RSS Feed Reader – Wie viel ist genug

© newbeginner - Fotolia.com

© newbeginner – Fotolia.com

Heute ist es soweit. Google hat seinen Dienst google Reader nach langer Vorankündigung eingestellt. Viele von euch werden diesen Dienst nutzen, andere ihn gar nicht kennen. Deswegen fangen wir mit einem kleinen Überblick an.

Wer gerne viele verschiedene Seiten ansurft, um sich umfassend zu informieren oder speziellen Blogs regelmäßig folgt hat immer eins der folgenden Probleme. Er muss jede Seite einzeln ansteuern und prüfen, ob es neuen Inhalt gibt. Er oder Sie muss sich Werbung, diverse Website Designs und immer neue Navigationen ansehen. Grundsätzlich bieten fast alle Seiten die Möglichkeit Inhalte über RSS abzurufen. Um den Dienst google Reader, der das Abonnieren und Sortieren dieser RSS-Feeds sehr einfach gemacht hat. Haben sich eine ganze Reihe von RSS Feed Readern gesammelt, die alle auf der Basis von Google´s Dienst gearbeitet haben.
Ich habe mir vor Kurzem ein Extrakt bei Google gezogen, sozusagen die Lesezeichen der Seiten, die in meinem Google Reader verknüpft waren, und habe mich gewundert, wie vielen Seiten sich dort angesammelt haben. Es waren über 100 Seiten. Ich kenne Menschen, die über diesen Dienst, an die 500 Websites verfolgt haben.

Ich habe erst einmal sehr viele Seiten aussortieret und komme nun auf etwa 40. Ich bin auf den Dienst Feedly umgestiegen und überlege gerade komplett aus diesem System auszusteigen. Auf der einen Seite ist es zwar praktisch nur eine einfache Übersicht der Seite zu sehen, allerdings verleitet dies auch sehr dazu, den Text einfach zu scannen. Das heißt, ich schau mir die Überschrift und den ersten Abschnitt an und dann verwerfe ich den Rest des Artikels. Aber ist das wirklich fair gegenüber den Blog Schreibern, denen ich folge? Ich weiß selbst, wie viel Arbeit und Zeit in einem Blogbeitrag steckt, und möchte daher mehr Aufmerksamkeit auf den Text lenken.

Für Blogbetreiber sehe ich auch die Möglichkeit, durch den Wegfall des Readers, wieder mehr Leser auf die ursprüngliche Seite zu lenken. Meine Favoriten sind immer noch Seiten mit wenig Drum und Dran, klare Formen, vielleicht je Artikel 1-2 Bilder und keine nervigen großen Werbebanner oder sogar Popup´s die weggeklickt werden müssen. Das ist auch der Grund, warum ich mittlerweile von vielen Onlineangeboten von Tageszeitungen genervt bin. 60% Text 40% Werbung sind wirklich kein tolles Erlebnis.

Wie konsumiert Ihr eure Lieblings Websites und Blogs, in welchen Intervallen und über welchen Dienst?

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unfreiwillige BlogPause

© Vielfalt21 - Fotolia.com

© Vielfalt21 – Fotolia.com

Die letzten 2 Wochen ist es still hier geworden. Die Beschäftigung mit der Schreibblockade hat zu eben solcher geführt.

Die von mir angesprochenen Techniken zeigen Wirkung und trotz Geburtstagsvorbereitungen, Bloggertreffen und Arbeit sind in den letzten Tagen einige roh Entwürfe entstanden, die noch einem letzten Schliff bedürfen und die dann wieder in gewohnter Regelmäßigkeit veröffentlicht werden.

In der Zukunft werde ich solche Blogpausen eher ankündigen und euch informieren. Ich denke ein Mal im Jahr eine bewusste Pause einzulegen gehört auch zum Bloggen dazu. Morgen könnt Ihr euch schon einmal auf eine neue Folge des Minimalismus Podcasts freuen mit dem Thema: Erich Fromm.

Danke für euer Verständnis

Michael