Archiv von “2015

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Minimalismus & mehr – Jahresrückblick

© stockpics - Fotolia.com

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In der letzten Woche des Jahres kehrt bei mir auch wieder die Ruhe ein. Ich habe Montag den letzten Tag für dieses Jahr gearbeitet und mache mir in diesem Artikel ein paar Gedanken darüber, wie das Jahr 2015 im Bezug auf Minimalismus verlaufen ist.

Das Medieninteresse im Allgemeinen an Minimalismus war dieses Jahr wieder sehr intensiv. Somit habe ich es auch mal wieder ins Fernsehen in ein paar Zeitungsartikel und ins Radio geschafft. Ich möchte allen Beteiligten dafür danken, dass ich auf einer größeren Plattform ein paar Worte über das Thema sagen durfte.
Die Medienauftritte findet ihr hier.

Auf Minimalismus Leben sind dieses Jahr über 100 Beiträge erschienen. Darunter so viele Gastartikel wie noch nie zuvor. Knapp 300 Leute haben den Newsletter aktuell abonniert und  die Anzahl der Facebook „Gefällt mir“ Angaben sind von knapp 1000 auf 3400 gestiegen. Ich habe auf Facebook eine eigene Minimalismus Gruppe gegründet, weil mir der raue Ton in vielen anderen Gruppen nicht mehr gefallen hat und bin froh für eine gute Moderation auch einige Administratoren gefunden zu haben, die mir helfen.

Der Minimalismus Podcast hat über 56.000 Downloads erreicht. Danke Daniel für die schönen Stunden mit und ohne Gästen am Mikrofon, über Skype, auf Stammtischen oder sonst wo. Wir haben dieses Jahr einen monatlichen Rhythmus nicht halten können, waren aber ca alle 2 Monate mit einer neuen Folge präsent. Ich freue mich auf neue spannende Gäste in 2016.

Unser Minimalismus Jahrstreffen im Sommer in Offenbach war ein großer Erfolg. Wir waren rund 60 Leute und haben uns intensiv ausgetauscht, neue Verbindungen geknüpft und eine tolle Zeit gehabt. Neben viel positivem Feedback gab es auch kritische Stimmen, die sich einen strukturierteren Ablauf gewünscht hätten. Diesem Wunsch werden wir 2016 nachkommen. Es wird natürlich auch wieder viel Raum für Begegnungen, persönlichen Austausch und gemeinsame Aktivitäten geben. Sobald der Termin für das nächste Jahrestreffen feststeht, werde ich in hier auf meinem Blog und in den sozialen Netzwerken bekannt geben.

Nachdem der erste Termin des Minimalismus Stammtischs in Köln in diesem Jahr eine ziemliche Katastrophe war (überfordertes Personal, zu viele Teilnehmer), haben wir im Café Kleks eine neue Heimat gefunden. Wir sind immer zwischen 10 und 15 Leute und treffen uns einmal im Monat. Das nächste Mal am Samstag den 9. Januar 2016 ab 14:00. Außerdem gab es viele andere Stammtische in Deutschland, die sich regelmäßig getroffen haben und deren Termine ich mit Svenjas und Daniels hilft im Netz verteilt habe. Wer gerne auf dem laufenden bleiben will kann sich auf der Seite zum Newsletter anmelden oder der Facebook Seite folgen(Facebook / Website).

Ich wünsch euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr

 

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Frohe Weihnachten

© Floydine fotolia.com

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Ich wünsche euch allen Frohe Weihnachten und ein paar ruhige Tage mit euren liebsten Menschen. Wer sich die Zeit gerne mit etwas Unterhaltung vertreiben möchte, kann gerne in eine neue Folge des Minimalismus Podcasts mit Marco (aka Mark Ritter) reinhören (Minimalismus-Podcast.de).

 

 

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Weihnachtsmarkt bewusst genießen

© StockPixstore - Fotolia.com

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Eine Sache habe ich ganz besonders in den letzten 5 Jahren gelernt, die ich mich mit Minimalismus beschäftige. Momente bewusst zu genießen.

Ich möchte euch deswegen einige Tipps geben, wie ihr gut über einen vollen Weihnachtsmarkt kommt und euch dabei etwas Regen auch nichts anhaben kann. Mit der richtigen Einstellung und dem richtigen Fokus werdet ihr Spaß haben, egal ob ihr lange anstehen müsst oder es gerade Hunde und Katzen regnet.

Ich finde es erst einmal wichtig, eine klare Entscheidung zu treffen und sich selbst zu sagen. Ja ich will auf einen Markt, ich möchte die Lichter im dunklen sehen, mit Freunden diesen Besuch bewusst genießen und mich von einer gemütlichen Atmosphäre anstecken lassen, etwas leckeres essen und mich überraschen lassen von neuen Ständen und Ideen.

Gehe langsam, wenn du es eilig hast. In der Langsamkeit steckt so vieles drin. Wir können durch bewusstes langsames Gehen unsere Aufmerksamkeit konzentrieren und Dinge bewusster wahrnehmen. Gestern war ich mit meiner Mutter auf einem Weihnachtsmarkt, der viele Stände mit ganz eigenen Produkten hatte. An einem Stand gingen viele Leute einfach so vorbei. Mir hat der Mann dahinter etwas leidgetan und ich war Neugierig darauf, was er vertrieb. Es war Honig in ganz anderen Geschmacksrichtungen.

Meine erste Frage war: Vertreiben Sie diese Waren oder stellen Sie diese auch selbst her. Mit der Frage hatte ich ins Schwarze getroffen. Nicht ohne Stolz erzählte er mir darauf hin, dass er der Produzent ist und es diesen Honig in so einer Form nicht noch einmal geben würde. Ich habe mich dann entschieden Honig mit Wasabi zu probieren und auch eine kleine Menge mitgenommen. Qualität, Geschmack und Idee stimmten für mich und das nette Gespräch, wird sicher eine Anekdote werden, die ich öfter erzählen werde.
Das wäre mein zweiter Tipp.

Sei neugierig, auch wenn du diesen Markt und viele Stände vielleicht schon kennst. Gehe mit einer Haltung über den Markt, dass dies dein erster Besuch wäre und nimm die Dinge als neue Eindrücke auf.

Wenn es einmal voll wird und sich für einige Meter sehr drängt, mach dir einfach bewusst, dass du mit diesem Gefühl nicht alleine bist und es vielen anderen auch so geht. Nicht jeder kann damit umgehen und fährt vielleicht hier und da die Ellenbogen oder eine Schulter aus. Ich glaube nicht, dass dies nur aus Egoismus passiert, sondern einfach nur aus Angst und einem natürlichen Schutzbedürfnis. Wenn man die Dinge nicht ändern kann, sollte man immer versuchen die Sicht auf die Dinge zu ändern, denn dies haben wir wirklich in der Hand.

Manchmal muss man länger als gewöhnlich anstehen und merkt, wie man gereizt wird. Als Minimalist sollte man da ein wenig gelassener reagieren. Egal ob Crêpe , Reibekuchen oder Räucherlachs. Jedes Produkt hat seine eigene Garzeit und wir wollen auch alle, wenn wir an der Reihe sind, persönlich und freundlich bedient werden und nicht abgespeist . Außerdem ist doch eine lange Schlange auch meist ein Zeichen von Qualität. Ich weiß von einem Stand auf einem Kölner Weihnachtsmarkt, dass er die besten Reibekuchen hat und ich stelle mich dort einfach nur gerne an, weil ich bis jetzt nie enttäuscht wurde. Und nie heißt mehr wie 15 Jahre.

Jeder der diesen Artikel aufmerksam gelesen hat, weiß, das diese Tipps, etwas abgewandelt, auch allgemeingültig sind und Motivation bieten in Situationen, wo ihr die äußeren Umstände nicht beeinflussen könnt. Der Dalai Lama hat, meiner Erinnerung mal über Regen gesagt, dass es egal ist, ob die Sonne scheint oder es regnet, beides ist ein natürlicher Zustand. In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen Weihnachtsmarktbesuch und ein paar ruhige Stunden.

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Gastbeitrag: Wir sollten Maximalisten sein

happy family

© ricardoferrando – Fotolia.com

Wir haben uns mit unserem vergangenen Konsum an den ungünstigsten Ausgangspunkt manövriert: Einen Startpunkt mit Überfluss und unheimlich viel Zeug. Dann haben wir angefangen die Kleiderhaken umzudrehen, unliebsame Bekanntschaften aussortiert und in minutiöser Selektion eine CD nach der anderen wegminimalisiert. Wir haben gelernt, mit dem Trennungsschmerz umzugehen, den Verzicht zu lieben und das einfache Leben zu schätzen. Wir haben einen Ausgabenstopp ausgerufen, eine Konsumauszeit genommen … und sind danach wieder in die alten Kaufmuster zurückgefallen. Mit dem Unterschied, dass wir jetzt nachhaltig kaufen, regional, minimalistisch, plastik- und fleischfrei. So dass die nächste Runde des Aussortierens noch schwieriger wird, denn wir haben uns jetzt mit wohl überlegten, ganz bewusst gekauften Produkten umgeben. Die kloppt man nicht einfach in die Tonne. Von diesem Startpunkt aus quälen wir uns zum Ziel hin, von dem wir oft nicht einmal genau wissen, wie es aussieht. Nur irgendwie weniger.

Dabei ist dieser Minimalismus, ausgehend vom Überfluss, nur Materialismus mit umgekehrtem Vorzeichen, so wie das Schweigen eine Form von Kommunikation ist. Wir beschäftigen uns beim Aussortieren genau so intensiv mit Dingen, nur dass wir weniger statt mehr davon wollen. Wir lassen weiter zu, dass die Dinge unser Leben und unser Denken beherrschen, ob wir nun aussortieren oder ansammeln. Der Unterschied ist marginal. Statt Konsumterror dominiert kompetitive Asketenästhetik. Wir können nichts unbegründet lassen, wir können nicht einfach loslassen und genießen, können nicht einfach sein. Unsere kulturelle Programmierung lautet: Ohne Fleiß kein Preis. Also zählen und reduzieren wir, unterwerfen uns Challenges und subtrahieren so mühselig Stück für Stück vom Vorhandenen.

Steht da eine Philosophie dahinter wie bei Thoreau, eine Annäherung an Gott, wie bei schlicht lebenden Mönchen, oder was bezwecken wir mit dem Minimalisieren? Die Hoffnung auf ein besseres Leben? Unser Leben findet nicht irgendwann in ferner Zukunft statt, sondern heute. Hoffnung auf ein besseres zukünftiges Leben ist Verschwendung kostbarer Lebenszeit.

Schluss damit! Es wird Zeit, dass wir anfangen, zu addieren statt nur zu subtrahieren. Dass wir uns überlegen, was wir in unserem Leben haben wollen, nicht, was wir nicht haben wollen. Wie unser Leben aussehen soll, nicht, auf was wir noch verzichten könnten. Wir sollten die Perspektive wechseln. Uns nicht mehr darauf konzentrieren, was wir haben und loswerden wollen, sondern darauf, was wir tatsächlich brauchen. Von Null anfangen und alles in unser neues Leben packen, was wir zum glücklich sein brauchen. Nur das, aber das alles.

Wir sollten Maximalisten sein: Ein Leben anstreben, dass maximal angefüllt ist mit Abenteuern, Glücksmomenten, Aufregung, Spaß, Liebe und ganz viel *HACH-ist-das-Leben-schön*. Wir sollten ein erfülltes Leben anstreben, auf das wir mit Stolz und Freude zurückblicken können, ein Leben, dass wir MAXIMAL erlebt haben und in dem wir auf nichts verzichtet haben, was uns wichtig ist. Materialismus war gestern. Her mit dem schlichten aber wilden, dem einfachen aber wertvollen Leben als Maximalist.

10522905_925163784163417_3720430630602475151_nSandra bloggt auf It´s your Life über Ideen zum Leben.  Wie kann man  glücklich leben? Itsyour.life bietet dazu Gedanken an: Mal philosophisch, mal praktisch geht es um Ideen zum Leben – weil jeder Tag zählt!

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AppleWatch – Mein Fehlkauf des Jahres

digital clock on a man's hand

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Innerhalb der #Konsumauszeit wurde es jetzt auch einmal Zeit über vergangene Fehler zu reflektieren. Der größte dieses Jahr war der Kauf einer AppleWatch.

Ich muss dazu erst einmal sagen, dass ich vom Konsumentenprofil zur Gruppe der early adopter gehöre, die gerne neue Technologien vom Start weg ausprobieren und daher anfällig war für diesen Kauf.

Ich trage seit Jahren eigentlich keine Uhr mehr, weil Zeitanzeigen immer omnipräsent sind. In der U-Bahn auf dem Auto Armaturenbrett, auf dem Receiver meines Kabelfernsehbetreibers, auf dem PC und natürlich auch auf dem Smartphone.

Ich fand die Idee, Nachrichten und Benachrichtigungen über das Handgelenk zu bekommen wirklich gut und wollte dies selbst einmal ausprobieren.
Nach einiger Zeit habe ich aber gemerkt, dass mein Handgelenk vor lauter Benachrichtigungen mich ständig aus meiner eigentlichen Arbeit gerissen hat.

Zugegeben, das leichte Klopfen war vom haptischen Gefühl her wirklich angenehm, aber es signalisierte auf der anderen Seite wieder eine Benachrichtigung. Egal ob SMS, Email, WhatsApp, Facebook, auf jeden Fall etwas, was zu überprüfen war.

Mein Smartphone ist auf der Arbeit in der Regel lautlos und ich schaue ab und zu darauf. Den Rhythmus bestimme aber ich.
Für jemanden, der wenig mit anderen kommuniziert und auch nicht sehr aktiv in sozialen Netzwerken auftritt, ist die Uhr bestimmt eine tolle Sache. Für mich hat sie ein Stück weit mehr Stress bedeutet. Diesen habe ich dann wieder reduziert und dabei auch die Uhr. Außerdem habe dadurch einiges über mich gelernt.

Ich werde in Zukunft nicht mehr mit jeder Welle vorweg reiten, sondern warten bis diese vor dem Strand bricht und schauen, was davon übrig bleibt.
Ich werde mich an diesen Fehlkauf erinnern und reflektieren, ob ich nicht gerade in die gleiche Falle tappe.
Ich werde in Zukunft auch weiter darüber schreiben, wenn ich mir einen Fehltritt wie diesen geleistet habe. Wir sind alle nicht perfekt und jeder, der online dieses Attribut in Anspruch nimmt, hat für mich schon einiges an Kredit verloren.

Was war euer Fehlkauf des Jahres?

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Gastartikel: Minimalismus als Königsdisziplin des nachhaltigen Konsums

hands holding growing on coins

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Jeder der sich ernsthaft für einen umweltfreundlichen Lebensstil interessiert kommt am Thema Minimalismus nicht vorbei. Minimalistisch zu leben bedeutet nicht, nicht zu konsumieren. Es steht viel mehr für einen bewussten und deutlich reduzierten Konsum, ohne auf etwas verzichten zu müssen, das einem wichtig ist. Unterscheiden zu können, was man tatsächlich benötigt um ein zufriedenes Dasein zu führen, und was einen eher daran hindert, ist die Basis worauf Minimalismus aufbaut. Die Königsdisziplin des nachhaltigen Konsums benötigt Selbstvertrauen, denn der Verzicht auf materielle Statussymbole ist in unserer Gesellschaft ungewohnt und provoziert. Nicht diejenigen werden bewundertet, die durch einen einfachen Lebensstil unseren Planeten nicht überfordern, sondern diejenigen die durch verschwenderischen Konsum Erfolg ausstrahlen.

Glücklicherweise gibt es heutzutage für nahezu jedes Bedürfnis eine nachhaltige Alternative. Sich für ein nachhaltiges Produkt bzw. eine nachhaltige Dienstleistung zu entscheiden, ist das, was viele unter nachhaltigen Konsum verstehen. Doch dies ist nur ein Bruchteil dessen was verantwortungsbewusstes Konsumieren ausmacht. Den Aspekten: Reparatur, Zweite Hand und Teilen, sollte eine weitaus höhere Bedeutung zu Gute kommen als der Neukauf nachhaltiger Produkte. Beispielsweise ist ein Smartphone nicht defekt nur weil die Batterie nachgibt. Der Austausch der Batterie ist weit nachhaltiger als der Kauf eines neuen Fairphones.

Der Begriff „Verzicht“ wird in unserer Gesellschaft als Unwort behandelt. Die über uns allen unausgesprochene aber latent vorhandene Botschaft lautet: Wer konsumiert unterstützt unser Wirtschaftssystem und schafft Arbeitsplätze. Nach dieser Logik dürften Raucher nicht aufhören zu rauchen, da sonst Arbeitsplätze in der Tabakindustrie verloren gehen würden. Wir leben in einem wirtschaftlichen System, das auf Wachstum ausgerichtet ist. Doch endloses Wachstum in einer Welt mit endlichen Ressourcen ist nicht möglich. Die Glücksforschung hat erfreulicherweise längst bewiesen, dass wir in den Industrieländern für ein erfülltes und glückliches Leben keine wachsende Wirtschaft benötigen. Ein erhöhter Konsum führt nicht zu wachsender Zufriedenheit. Im Gegenteil, denn eine große Menge von materiellen Gütern will gepflegt und genutzt werden und verursacht dadurch Stress.

Die internationale Wissenschaft hat sich darauf geeinigt eine Erderwärmung über 2°C t zu vermeiden um einen für unseren Planeten bedrohlichen Klimawandel zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen dürfte jeder Erdenbürger jährlich nur noch 2,7 t CO2 produzieren. Im Jahre 2013 lag die jährliche Pro-Kopf-Emissionen eines Deutschen bei 11,5 t CO2. Wir  übersteigen demnach unser CO2-Budget um das Vierfache. Die freiwillge Konsumreduktion auf ein für die Umwelt verträgliches Mass, ist gelebte Klimagerechtigkeit.

Gastbeitrag von Christian Holeksa. Er betreibt eine Informationsplattform zum nachhaltigen Konsum www.unterfluss.de. Auf spielerische Art und Weise kann hier sein Wissen in Bezug auf Nachhaltigkeit getestet und erweitert werden.

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#prayforparis

s

 

Ich bin betroffen, sprachlos und traurig.

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erstes Fazit nach 10 Tagen #KonsumAuszeit

© Yamagiwa - Fotolia.com

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Heute möchte ich euch etwas über meine Konsumauszeit berichten. Das Thema wurde ja vom Apfelmädchen ins Leben gerufen und hat im Netz wirklich große Wellen geschlagen. Eine Liste von allen teilnehmenden Blogs findet ihr hier.

Zunächst möchte ich noch ein paar Dinge zu den Diskussionen in den letzten Kommentaren und im Netz sagen.  Ich war wirklich überrascht, wie polarisierend dieses Thema ist. Viele haben geschrieben, dass diese Art von Konsumverzicht für sie keinerlei Challange darstellt und sie aktuell in dieser Form leben. Das kann zum einen sein, weil das Budget grundsätzlich durch Studium oder Ähnliches limitiert ist, oder weil diejenigen sich schon viel früher mit diesem Thema auseinandergesetzt haben oder sparsamer sind wie viele andere.

Außerdem kam die Diskussion auf, dass dieses ganze Challange genannt wird. Ich kann an dem Namen nichts verwerfliches finden. Es ging darum einen Oberbegriff zu finden, der die Sache benennt und die Blogs, die darüber berichten zusammenführt. Jeder, dem diese Art von Verzicht zu wenig ist, kann sich natürlich in anderen Dingen üben. Online Zeit beschränken, Whatsapp und Facebook reduzieren oder ganz bewusst keinen Zucker zu sich nehmen. Es gibt vielfältige Arten sich selbst herauszufordern und durch Verzicht zu wachsen.

Ich für meinen Teil bin anfällig für das Thema onlineshopping. Man ist nicht an Öffnungszeiten gebunden, man muss nicht irgendwo hinfahren, grundsätzliches Rückgaberecht von 14 Tagen, die Ware trifft auf der Arbeit ein und man kann sie dann direkt mit nach Hause nehmen. Ich habe in den letzten 10 Tagen gemerkt, wie oft ich Onlineshops ansurfe um zu stöbern. Die Frequenz hat von Tag zu Tag abgenommen.

Da ich gerade auch versuche meine Küche plastikfreier zu gestalten, hat mir die Konsumauszeit hier schon einmal geholfen das Thema Neuanschaffungen für diesen Bereich in den Dezember zu verschieben und mich noch kritischer werden zu lassen, welche Produkte ersetzt werden.  Außerdem habe ich zu Hause noch einiges ausgemistet. Elektroschrott werde ich am kommenden Samstag entsorgen. Ein paar Bücher, Gläser, und Krims Krams kommt zu Oxfam nach Köln und leere Ordner sowie Klarsichtfolien haben einen guten Abnehmer in der Firma gefunden.

Mir ist die letzten Tage noch einmal durch ein Interview für eine Münchener Lokalzeitung aufgefallen, dass dieser besondere „Tick“ des Minimalismus viel von außen „gemacht“ wird. Da wird von Konsumkritik gesprochen oder von der Gruppe der LOHAS oder LOVOS. Ich sehe diesen „Tick“ als gar nichts Besonderes an, sondern als Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit, Konsum, Geld, kurz gesagt, was brauche ich wirklich? Und im Anschluss: Was macht mich glücklich?

Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir die Auszeit bis jetzt sehr gut tut und ich mich freue, dass dieses Thema ein so breites Echo gefunden hat.

Wie geht es dir, mit deiner Auszeit? Wenn dies keine Herausforderung für dich ist, was wäre denn eine? Ich freue mich auf deine Kommentare

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Online Zeit bewusst einschränken

A young man is drinking coffee and using a smart phone in a kitchen

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Das Stichwort digital Detox kennen mittlerweile schon viele Menschen. Es geht darum, für eine definierte Zeit auf die digitale Welt zu verzichten. Das kann heißen, kein Internet oder auch nur kein Facebook oder kein Messenger.
Ich kann mir das grundsätzlich auch vorstellen, allerdings glaube ich, dass man auf lange Sicht nicht so viel gewinnt, als wenn man gewisse Kanäle einfach von sich aus aktiv weniger nutzt.

In der letzten Woche war ich weniger online aktiv und am Wochenende habe ich mir nur ein paar Emails angesehen und habe abgesehen von ein paar Nachrichten nicht viel mit meinem Smartphone gemacht. Es war schön sich davon zu lösen, weil ob man es glaubt oder nicht, das Führen eines Minimalismus Blogs neben einer 40h Arbeitswoche nimmt doch einiges an Zeit in Anspruch. Zum einen geht es darum neue Beiträge, wie diesen hier, zu schreiben und parallel noch die social Media Kanäle zu füttern und auf dem Laufenden zu bleiben, was die bloggenden Freunde und Kollegen Neues produziert haben.

Ich habe es am Wochenende geschafft zwei neue Gesellschaftsspiele anzutesten. Zum einen Phase 10 und zum anderen Kamisado. Hätte ich mich jetzt mit meinem Laptop für 1-2h verzogen, dann wäre bestimmt auch am Samstag ein Beitrag zur Konsumuszeit entstanden. Dies musste aber noch etwas warten. Ich denke, dass ihr schon morgen dazu einen weiteren Artikel lesen könnt.

Es war wirklich toll sich in die neuen Spiele einzufinden und etwas Neues zu probieren. Durch das bewusste Herunterfahren meiner Online Aktivitäten habe ich ein paar neue Dinge entdeckt und freue mich, diese mit euch teilen zu können.
Ich glaube es ist wirklich wichtig, sich einmal bewusst zu machen, wie viel Zeit man effektiv an diesen digitalen Geräten hängt, und ob es nicht besser wäre, diese Zeit zu beschränken.

Heute Abend widme ich mich dann wieder der sozial Media Planung, dem ersten Fazit der Konsumauszeit und einigen anderen Dingen, die liegen geblieben sind.

Wie haltet ihr es mit der Zeit, die ihr an digitalen Geräten nutzt?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Minimalismus Podcast mit Patrick Hundt von healthy Habits über Ernährung

MK

MK

Eine Neue Episode des Minimalismus Podcasts ist heute online gegangen. Wir unterhalten uns mit Patrick über Ernährung, das ändern von Gewohnheiten und seinen Weg hin zu gesunder Ernährung.

Außerdem gibt es in den Shownotes noch einige spannende Links und Rezepte

alles weitere findet ihr HIER