Archiv des Monats “November 2015

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Gastartikel: Minimalismus als Königsdisziplin des nachhaltigen Konsums

hands holding growing on coins

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Jeder der sich ernsthaft für einen umweltfreundlichen Lebensstil interessiert kommt am Thema Minimalismus nicht vorbei. Minimalistisch zu leben bedeutet nicht, nicht zu konsumieren. Es steht viel mehr für einen bewussten und deutlich reduzierten Konsum, ohne auf etwas verzichten zu müssen, das einem wichtig ist. Unterscheiden zu können, was man tatsächlich benötigt um ein zufriedenes Dasein zu führen, und was einen eher daran hindert, ist die Basis worauf Minimalismus aufbaut. Die Königsdisziplin des nachhaltigen Konsums benötigt Selbstvertrauen, denn der Verzicht auf materielle Statussymbole ist in unserer Gesellschaft ungewohnt und provoziert. Nicht diejenigen werden bewundertet, die durch einen einfachen Lebensstil unseren Planeten nicht überfordern, sondern diejenigen die durch verschwenderischen Konsum Erfolg ausstrahlen.

Glücklicherweise gibt es heutzutage für nahezu jedes Bedürfnis eine nachhaltige Alternative. Sich für ein nachhaltiges Produkt bzw. eine nachhaltige Dienstleistung zu entscheiden, ist das, was viele unter nachhaltigen Konsum verstehen. Doch dies ist nur ein Bruchteil dessen was verantwortungsbewusstes Konsumieren ausmacht. Den Aspekten: Reparatur, Zweite Hand und Teilen, sollte eine weitaus höhere Bedeutung zu Gute kommen als der Neukauf nachhaltiger Produkte. Beispielsweise ist ein Smartphone nicht defekt nur weil die Batterie nachgibt. Der Austausch der Batterie ist weit nachhaltiger als der Kauf eines neuen Fairphones.

Der Begriff „Verzicht“ wird in unserer Gesellschaft als Unwort behandelt. Die über uns allen unausgesprochene aber latent vorhandene Botschaft lautet: Wer konsumiert unterstützt unser Wirtschaftssystem und schafft Arbeitsplätze. Nach dieser Logik dürften Raucher nicht aufhören zu rauchen, da sonst Arbeitsplätze in der Tabakindustrie verloren gehen würden. Wir leben in einem wirtschaftlichen System, das auf Wachstum ausgerichtet ist. Doch endloses Wachstum in einer Welt mit endlichen Ressourcen ist nicht möglich. Die Glücksforschung hat erfreulicherweise längst bewiesen, dass wir in den Industrieländern für ein erfülltes und glückliches Leben keine wachsende Wirtschaft benötigen. Ein erhöhter Konsum führt nicht zu wachsender Zufriedenheit. Im Gegenteil, denn eine große Menge von materiellen Gütern will gepflegt und genutzt werden und verursacht dadurch Stress.

Die internationale Wissenschaft hat sich darauf geeinigt eine Erderwärmung über 2°C t zu vermeiden um einen für unseren Planeten bedrohlichen Klimawandel zu verhindern. Um dieses Ziel zu erreichen dürfte jeder Erdenbürger jährlich nur noch 2,7 t CO2 produzieren. Im Jahre 2013 lag die jährliche Pro-Kopf-Emissionen eines Deutschen bei 11,5 t CO2. Wir  übersteigen demnach unser CO2-Budget um das Vierfache. Die freiwillge Konsumreduktion auf ein für die Umwelt verträgliches Mass, ist gelebte Klimagerechtigkeit.

Gastbeitrag von Christian Holeksa. Er betreibt eine Informationsplattform zum nachhaltigen Konsum www.unterfluss.de. Auf spielerische Art und Weise kann hier sein Wissen in Bezug auf Nachhaltigkeit getestet und erweitert werden.

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#prayforparis

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Ich bin betroffen, sprachlos und traurig.

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erstes Fazit nach 10 Tagen #KonsumAuszeit

© Yamagiwa - Fotolia.com

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Heute möchte ich euch etwas über meine Konsumauszeit berichten. Das Thema wurde ja vom Apfelmädchen ins Leben gerufen und hat im Netz wirklich große Wellen geschlagen. Eine Liste von allen teilnehmenden Blogs findet ihr hier.

Zunächst möchte ich noch ein paar Dinge zu den Diskussionen in den letzten Kommentaren und im Netz sagen.  Ich war wirklich überrascht, wie polarisierend dieses Thema ist. Viele haben geschrieben, dass diese Art von Konsumverzicht für sie keinerlei Challange darstellt und sie aktuell in dieser Form leben. Das kann zum einen sein, weil das Budget grundsätzlich durch Studium oder Ähnliches limitiert ist, oder weil diejenigen sich schon viel früher mit diesem Thema auseinandergesetzt haben oder sparsamer sind wie viele andere.

Außerdem kam die Diskussion auf, dass dieses ganze Challange genannt wird. Ich kann an dem Namen nichts verwerfliches finden. Es ging darum einen Oberbegriff zu finden, der die Sache benennt und die Blogs, die darüber berichten zusammenführt. Jeder, dem diese Art von Verzicht zu wenig ist, kann sich natürlich in anderen Dingen üben. Online Zeit beschränken, Whatsapp und Facebook reduzieren oder ganz bewusst keinen Zucker zu sich nehmen. Es gibt vielfältige Arten sich selbst herauszufordern und durch Verzicht zu wachsen.

Ich für meinen Teil bin anfällig für das Thema onlineshopping. Man ist nicht an Öffnungszeiten gebunden, man muss nicht irgendwo hinfahren, grundsätzliches Rückgaberecht von 14 Tagen, die Ware trifft auf der Arbeit ein und man kann sie dann direkt mit nach Hause nehmen. Ich habe in den letzten 10 Tagen gemerkt, wie oft ich Onlineshops ansurfe um zu stöbern. Die Frequenz hat von Tag zu Tag abgenommen.

Da ich gerade auch versuche meine Küche plastikfreier zu gestalten, hat mir die Konsumauszeit hier schon einmal geholfen das Thema Neuanschaffungen für diesen Bereich in den Dezember zu verschieben und mich noch kritischer werden zu lassen, welche Produkte ersetzt werden.  Außerdem habe ich zu Hause noch einiges ausgemistet. Elektroschrott werde ich am kommenden Samstag entsorgen. Ein paar Bücher, Gläser, und Krims Krams kommt zu Oxfam nach Köln und leere Ordner sowie Klarsichtfolien haben einen guten Abnehmer in der Firma gefunden.

Mir ist die letzten Tage noch einmal durch ein Interview für eine Münchener Lokalzeitung aufgefallen, dass dieser besondere “Tick” des Minimalismus viel von außen “gemacht” wird. Da wird von Konsumkritik gesprochen oder von der Gruppe der LOHAS oder LOVOS. Ich sehe diesen “Tick” als gar nichts Besonderes an, sondern als Auseinandersetzung mit dem Thema Nachhaltigkeit, Konsum, Geld, kurz gesagt, was brauche ich wirklich? Und im Anschluss: Was macht mich glücklich?

Insgesamt kann ich nur sagen, dass mir die Auszeit bis jetzt sehr gut tut und ich mich freue, dass dieses Thema ein so breites Echo gefunden hat.

Wie geht es dir, mit deiner Auszeit? Wenn dies keine Herausforderung für dich ist, was wäre denn eine? Ich freue mich auf deine Kommentare

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Online Zeit bewusst einschränken

A young man is drinking coffee and using a smart phone in a kitchen

© LoloStock – Fotolia.com

Das Stichwort digital Detox kennen mittlerweile schon viele Menschen. Es geht darum, für eine definierte Zeit auf die digitale Welt zu verzichten. Das kann heißen, kein Internet oder auch nur kein Facebook oder kein Messenger.
Ich kann mir das grundsätzlich auch vorstellen, allerdings glaube ich, dass man auf lange Sicht nicht so viel gewinnt, als wenn man gewisse Kanäle einfach von sich aus aktiv weniger nutzt.

In der letzten Woche war ich weniger online aktiv und am Wochenende habe ich mir nur ein paar Emails angesehen und habe abgesehen von ein paar Nachrichten nicht viel mit meinem Smartphone gemacht. Es war schön sich davon zu lösen, weil ob man es glaubt oder nicht, das Führen eines Minimalismus Blogs neben einer 40h Arbeitswoche nimmt doch einiges an Zeit in Anspruch. Zum einen geht es darum neue Beiträge, wie diesen hier, zu schreiben und parallel noch die social Media Kanäle zu füttern und auf dem Laufenden zu bleiben, was die bloggenden Freunde und Kollegen Neues produziert haben.

Ich habe es am Wochenende geschafft zwei neue Gesellschaftsspiele anzutesten. Zum einen Phase 10 und zum anderen Kamisado. Hätte ich mich jetzt mit meinem Laptop für 1-2h verzogen, dann wäre bestimmt auch am Samstag ein Beitrag zur Konsumuszeit entstanden. Dies musste aber noch etwas warten. Ich denke, dass ihr schon morgen dazu einen weiteren Artikel lesen könnt.

Es war wirklich toll sich in die neuen Spiele einzufinden und etwas Neues zu probieren. Durch das bewusste Herunterfahren meiner Online Aktivitäten habe ich ein paar neue Dinge entdeckt und freue mich, diese mit euch teilen zu können.
Ich glaube es ist wirklich wichtig, sich einmal bewusst zu machen, wie viel Zeit man effektiv an diesen digitalen Geräten hängt, und ob es nicht besser wäre, diese Zeit zu beschränken.

Heute Abend widme ich mich dann wieder der sozial Media Planung, dem ersten Fazit der Konsumauszeit und einigen anderen Dingen, die liegen geblieben sind.

Wie haltet ihr es mit der Zeit, die ihr an digitalen Geräten nutzt?
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?

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Minimalismus Podcast mit Patrick Hundt von healthy Habits über Ernährung

MK

MK

Eine Neue Episode des Minimalismus Podcasts ist heute online gegangen. Wir unterhalten uns mit Patrick über Ernährung, das ändern von Gewohnheiten und seinen Weg hin zu gesunder Ernährung.

Außerdem gibt es in den Shownotes noch einige spannende Links und Rezepte

alles weitere findet ihr HIER