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Technik hinterfragen

© anyaberkut - Fotolia.com

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Im Zuge der Themenwoche hat Frau Ding Dong einen Kommentar geschrieben, der Spuren hinterlassen hat:„Es gibt auch Leute, die können wunderbar das Smartphone aus der Hand legen. Oder mal ein paar Stunden im Flugzeugmodus lassen. (hervorragend zu bewundern bei einem Minimalismus-Treffen ;D)
Egal ob digital oder analog, es kommt drauf an, es bewusst zu machen.“

Dieser Kommentar hat mir gezeigt, dass ich mir bei einigen Dingen lange nicht mehr die Frage gestellt habe, ob ich diese wirklich brauche.
Woran liegt es, dass ich zum Beispiel mein Smartphone nie auf der „brauch ich nicht mehr“ Liste gelandet ist? Natürlich weiß jeder, für welche Erleichterungen ein Smartphone steht und ich denke jeder Nutzer könnte spontan mindestens 5 Argumente dafür finden. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich einfach die Art der Fragen ändern muss. Es geht nicht nur darum, was mir ein Gegenstand bedeutet oder was er bietet, sondern vielmehr wofür dieser steht.

Wofür steht ein Smartphone?

Im ersten Schritt für Erreichbarkeit, aber mit einem 20 Euro Handy bin ich auch erreichbar und der Akku hält ewig. Es steht zum Beispiel für Mobilität. Damit meine ich: schnell einmal die Zugverbindung nachsehen oder in einer fremden Stadt mit GPS den richtigen Weg zu finden. Aber was wirklich dahinter steckt ist das Bedürfnis nach Sicherheit.
Ein Smartphone ermöglicht es mir Musik überall zu hören und bietet mir das Internet in der Hosentasche. Das heißt aber nichts anderes wie, ständige Verfügbarkeit der Dinge, die ich sonst nur an einem Laptop mit W-LAN oder zu Hause erledigen kann. Es steht somit wieder für Sicherheit (Redundanz) und ein Stück zu Hause überall.Im Umkehrschluss heißt es also, dass ich ein Smartphone besitze, weil ich bequem bin und Angst habe? Nicht ganz, aber diese Betrachtung ist schon deutliche näher an der Wahrheit als eine einfache Pro und Contra Liste.

Ich schaue schon seit gut 3 Jahren kein klassisches Fernsehen mehr. Wenn dann über live Streams oder bei Freunden. Der Receiver steht im Schrank und ich muss ihn endlich mal an UnityMedia zurück schicken und meinen Vertrag anpassen.Ich genieße es aber sehr, eine meiner Lieblingsserien oder neue Filme mit Freunden in FullHD anzusehen,Somit steht diese Kombination also für gemeinsames Erleben, Ablenkung und Zerstreuung.Aber ich könnte darauf auch verzichten. Lieber direkt mal ins Kino mit Popcorn und Eis. Die Serien kann ich mir immer noch auf meinem Laptop ansehen.

Die Konsole ist gut für Zerstreuung und das Abtauchen in eine andere Welt und somit steht sie für Entspannung, Ablenkung und Flucht.Ist es aber nicht so, dass mein Körper keine Ablenkung sondern wirkliche Ruhe braucht? Oder eben Bewegung?Auf einer Folie zum betrieblichen Gesundheitsmanagement die uns letztes Jahr in einer Betriebsratssitzung vorgestellt wurde stand: Gesundheit = Ernährung, Bewegung und Entspannung. Wenn überhaupt kann die Konsole den letzten Teil erfüllen, obwohl ich sagen würde, dass ein Spaziergang, eine gute CD oder in paar Qigong Übungen mit der richtigen mentalen Einstellung einen viel positiveren Effekt haben.

Ich möchte mich gerne ein Stück mehr lösen vom passiven konsumieren sondern übergehen zum aktiven handeln. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass diese Dinge auch viel weniger Geld kosten. Ein weiterer Punkt den man beachten sollte ist der worste case oder GAU (größter anzunehmender Unfall). Was kann schlimmstenfalls passieren, wenn man in einer extremen Situation nicht auf diese Dinge zurück greifen kann die ein Smartphone bietet?Es gilt dann Alternativen zu finden, getreu dem Motto: Wie hat man das früher noch mal gemacht?

Wie sind eure Ansätze im Bereich Technik reduzieren?

31 Kommentare

  1. Jens Oltmannns

    Da ich auch gaaanz langsam den minimalistischen Weg gehe , versuche ich auch meine Technik zu reduzieren…Habe mein Navi verkauft da ich ja mein Smartfone habe…….habe mein Tablet verkauft, weil ich streamTV auch auf meiner PS3 schauen kann….MP3 Player brauche ich nicht dan ich ja mein Smartfone habe usw..

  2. Ich sehe selber kaum noch Fernsehen, bzw. habe keinen „Fernseher“ (Ich habe schon einen, dieser ist allerdings der Monitor für meine PlayStation 2 und meinen Commodore C=64). Ich bevorzuge es eher, mit Freunden Musik zu hören und dabei miteinander zu Diskutieren, was scheinbar viele in meinem Alter (Aktuell bin ich 20 Jahre alt) verlernt haben.

    Zwar ist mein Smartphone mittlerweile schon sehr aufgeräumt, es sind jedoch weiterhin zu viele Apps drauf, die mir Zeit klauen, obwohl sie keinen Mehrwert haben. Hier muss ich auf jeden Fall noch weiter gehen, sodass das Smartphone ein „smarter“ Helfer statt einer Last ist.

    Meine Rechner habe ich seit ca. einem Jahr deutlich aufgeräumter als vorher, und auch weiterhin prüfe ich ab und an, ob ich Anwendungen installiert habe, die ich nicht benötige, und wenn dem so ist, werden diese ohne Wenn und Aber deinstalliert.

    Mein Desktop verzichtet auf Spielereien, u.a. verwende ich viel das Terminal statt bunter, nur ablenkender „Klicki–Bunti–Programme“, ebenso verwende ich mittlerweile ausschließlich ArchLinux (ein minimalistisches Linux–System, dass auf dem KISS–Prinzip basiert, für technisch Versierte definitiv einen Blick wert) sowie (vor allem auf der Arbeit) OS X. Sämtliche Desktopsymbole habe ich deaktiviert.

    Zu Hause habe ich einen großen Desktoprechner (mit Linux), an dem zwei Bildschirme (20 und 22 Zoll) angeschlossen sind, zudem nutze ich vor allem in der Uni mein 15–Zoll–Notebook, ebenfalls mit Linux, zum surfen oder unterwegs in der Bahn komfortabel tippen mein 2006er MacBook (13 Zoll und 15 Zoll macht im Zug einen großen Unterschied). Zwar besitze ich noch zahlreiche weitere Rechner, jedoch nutze ich diese nicht mehr, und werde bei Zeiten diese neu einrichten und über meinen Onkel an Senioren verkaufen (Mehr als surfen und E–Mails schreiben kann man mit den meisten davon nicht, aber dafür muss sich niemand einen neuen Rechner kaufen, wenn ich noch ungenutzte, alte Rechner herumstehen habe).

  3. Rob

    Minimalismus muss ja nicht zwingend in die Steinzeit führen. Ich sage Technik und ihre Vorteile bewusst nutzen.
    PS: Es soll Leute geben bei denen das Smartphone sogar den PC \ Laptop ersetzt.

  4. Jens Oltmannns

    Ich finde sogar das neue Technik dabei behilflich ist minimalistischer zu leben….man kann auf einen Haufen anderer Sachen verzichten wie z.B CDs, Fotoalben, DVDs….etc. selbst einen Wecker Braucht man nicht mehr….ohja mein Navi musste auch weichen ;-)….Ich besitze nur noch ein Smartfone ….einen veralteten 15″ Laptop mit Linux Ubuntu……und einen Atari ST 1040 zum Spass haben….einen MusicMan zum Musik Hören ……das sind meine technischen Gerätchen :-)……

  5. Jens Oltmannns

    ich hatte vor einigen Monaten noch etliche Retro Computer und Konsolen….habe diese alle verkauft, da ich da eh kaum Zeit für finde…..werde C64 und Amiga bei Zeiten nur noch als Emulation verwenden…..man verschwendet echt viel Zeit wenn man zu viele Sachen besitzt und auch noch allen gerecht werden will……….

  6. Bernhard

    Mein Smartphone kann „eigentlich“ auch vieles, aber ich stecke im Teufelskreis fest. Da es nicht mehr das „topaktuelle“ Telefon ist, kann einem so ein Telefon echt Nerven und Wartezeiten kosten. Ich kenne das Ladesymbol nur allzu gut. Deswegen lege ich es dann oft gerne weg, weil ich keine Lust mehr habe mich zu ärgern. Den Flugzeugmodus benutze ich jeden Tag/Abend wenn ich ins Bett gehe schalte ihn immer ein – wenn ich schlafe will ich doch meine Ruhe haben. Auch sind dann Mobilfunk und WLAN Funkwellen abgeschaltet.

    Das Smartphone symbolisiert ein wenig die große weite Welt. Es ist voll mit den verschiedensten Funktionen. Wie im wahren Leben haben wir alle Möglichkeiten der Welt, müssen uns aber trotzdem Entscheiden und herausfinden was wichtig für uns ist. Wenn es einem zuviel wird, nimmt man sich eine Auszeit. Beim Smartphone eben den Flugzeugmodus.
    Social Media und die verschiedenen Messanger Dienste erzeugen einen gewissen sozialen Druck. Viele finden es toll sich der Welt mitzuteilen, aber wer hat sich noch nicht gedacht, was die Freunde da alles Zwitschern und Posten, braucht doch kein Mensch? Bin ich auch so mitteilungsbedürftig?

    Also eine Konsole besitze ich nicht, diese Ära ist voll an mir vorbeigezogen (Gott sein Dank). Nach PacMan war bei mir schon quasi Schluß. Der Fernseher ist noch da. Er ist auch fast jeden Tag in Gebrauch, aber oft benutze ich ihn einfach um youtube Videos vom Tablet auf dem Fernseher anzusehen. Ich denke mein Bildschirmkonsum ist etwa 50/50. Fernsehen (Spielfilme, Dokus) und youtube (viele spezielle, sehr persönliche Kanäle) halten sich da die Waage.

    Junge Menschen werden von der Werbung leicht verführt sich immer die neusten Geräte anzuschaffen um so hipp und begehrenswert zu bleiben. Das denke ich gehört einfach dazu um eine gewisse Technikkompetenz zu erlernen. Alles in Allem ist die Technik ein gute Sache und hängt schlussendlich vom Benutzer ab. Was ich aber definitv loswerden will ist die Mikrowelle denn die steht immer noch rumm….. 😉

  7. Ich habe ein Tastenhandy, das auch mal zu Hause liegen bleibt. Ich bekomme wenig Nachrichten, weil ich eben kein Whats App und andere Messenger mit mir rumschleppe. Es gibt mir genug Sicherheit. Warum sollte ich mich mit einem Smartphone sicherer fühlen? In fremden Städten nutze ich eine altmodische Karte oder frage nach dem Weg. Ich lasse mich eh gerne treiben.
    Der Laptop liegt seit ich mein Tablet habe, fast ungenutzt herum und ich überlege mir früher oder später, einen kleinen günstigen anzuschaffen, wenn der alte den Geist aufgibt.
    Einen Fernseher besitze ich auch noch, möchte aber mein Fernsehverhalten noch ändern. Ganz abschaffen wäre auch eine Überlegung, aber ich leihe mir gern DVDs aus und schaue Filme und Dokus ungern auf Laptop oder Tablet.
    MP3 Player besitze ich auch, der wird aber nur für Hörbücher genutzt, wenn ich im Garten rumliege. Momentan überlege ich meine kleine günstige Stereoanlage rauszuschmeißen und einen schönen Halter für mein Tablet zu kaufen. Dann kommt Spotify dran und ich kann so Musik hören.

    • Ich nutze Spotify seit einiger Zeit, es hat mir geholfen mich von den restlichen CDs zu trennen. Eine Ausnahme bildet noch Musik die ich für den Podcast (bar-dj,de) nutze. Diese kaufe ich aus Respekt vor den Künstlern.
      Was für einen MP3 Player besitzt du denn? Ich finde, die Verarbeitungsqualität hat extrem nachgelassen, seitdem fast alle ihre MP3s ausschließlich über ihr Smartphone hören, der Markt ist dort wohl zu klein und eingeschlafen.

      • Miss Coolblue

        Es ist ein älterer TEAC, den es nicht mehr zu kaufen gibt. Mal schauen, was ich mache, wenn er nicht mehr ist. Vielleicht reduziere ich dann doch alles auf ein Smartphone. Allerdings nutze ich auch im Handy nur eine uralte Prepaidkarte und wenn es sowas auch für Smartphones gibt, dann würde ich es mir überlegen. Ich höre nicht oft Musik über MP3. In den letzten Jahren hat sich mein Musikkonsum auf Radio im Auto und Konzerte/Disco beschränkt. Daher wird der MP3 Player wirklich nur für Hörbücher genutzt.

        • Michaela

          Liebe Miss Coolblue,

          genauso habe ich auch immer gedacht und mir mein erstes Smartphone erst vor 2 Monaten gekauft. Ich habe mich bis dahin auch immer gesträubt, aber ich merkte in immer mehr Situationen, dass ich es gut gebraucht hätte. Ich habe mir dann allerdings auch wirklich ein neues gegönnt (LG G2), was sich auf jeden Fall lohnt im täglichen Gebrauch. Bei mir läuft es mit Aldi Talk, 7,99 Euro Flat im Monat. Jetzt bin ich absoluter Fan und trotzdem froh, dass ich das alte, billige noch habe, denn bald muss ich ins Krankenhaus und da möchte ich mir nur ungern das teure Ding klauen lassen ;-).

          Was das Thema Technik bei uns angeht, da bin ich sehr locker geworden. Im Keller liegen noch die alten MP3-Player, der alte Camcorder und die alte Digicam, denn wir haben zwei kleine Jungs und wenn die im Grundschuldalter sind, dann werden sie sich sehr über diese Spielzeuge freuen. Auch das alte Handy kriegt dann vielleicht noch mal dort wieder Verwendung.

          Wir Großen haben auch noch genug in Gebrauch:
          – die Smartphones
          – den großen Gamer-Laptop mit Drucker/Scanner zur Dateiverwaltung und zum Spielen für meinen Mann
          – der große Internet-Fernseher mit Player, der uns nun mittlerweile den Gang ins Kino und die (weite Fahrt) in die Videothek ersetzt, mit kleinen Kindern eh kaum möglich und als große Filmfans Gold wert
          – einen Kindle Paperwhite und einen Kindle Fire, eigentlich überflüssig mit Smartphone, aber doch noch ganz nett wegen des Akkus
          – ein kleines Küchenradio
          – einen tragbaren CD-Player mit Kassettendeck im Wohnzimmer für Radio und Kinder-CDs, wir haben keine mehr
          – Telefon mit AB

          Wir sind zufrieden so und die Kindles werden genutzt bis sie den Geist aufgeben, wahrscheinlich ja eh zeitnah.

          Ich finde Technik und Minimalismus muss sich nicht ausschließen. Filme und bei meinem Mann die Computerspiele (wenn auch sehr wenig) sind nun mal Hobbys von uns und dafür brauchen wir diese Geräte.
          Das Filmthema haben wir für uns nun soweit minimalisiert, dass wir wirklich nur noch die Filme schauen, die uns wirklich wirklich interessieren. Dafür haben wir uns nun auch entschieden unser Lovefilm-Abo zu kündigen und alle Filme zu streamen. Kein Gerenne mehr zum Briefkasten, keine Warterei und so können wir schauen, was wir wirklich gerade wollen. Den Aufpreis nehmen wir hin, günstiger als Kino ist es allemal.

          • Michaela

            Ach, ich vergaß die digitale Spiegelreflex. Ohne Kinder total überflüssig, aber sie macht sooo schöne Bilder und die Zeit kommt ja nie wieder ;-). Für uns hat es sich gelohnt!

  8. Tobias

    Klasse Beitrag!

    Ich habe mein Smartphone unter der Woche nur am Abend an. Anfangs war es unangenehm, jedoch gewöhnt man sich verdammt schnell daran. Das Smartphone benötige ich fast nur für den Bahnnavigator und GPS an fremden Orten. Ansonsten würde mir ein 20 EUR Handy genügen, wobei mein Smartphone damals vor drei Jahren nur 150 EUR gekostet hat.

    Zu Hause habe ich einen Desktop PC mit Monitor + Beamer. Auf diese Dinge mag ich nicht verzichten. Gesamtwert der Hardware beträgt aktuell vielleicht 1400 EUR. Da ich gerne mal eine Runde am PC spiele würde sich ein Notebook preislich nicht lohnen. Würde ich auf das Spielen verzichten, würde ich mir ein Ultrabook anschaffen.

    In einem Selbstversuch habe ich nach drei Monaten „Spielefasten“ festgestellt, dass ich es nicht zwingend benötige, es mir aber sehr großen Spaß bereitet. Beim TV-Selbstversuch musste ich (wie beim Smartphone im Alltag) schnell merken, dass ich sehr gut darauf verzichten kann, somit wurde der TV schnell verkauft.

    • Hallo Tobias,

      bei mir ist es mit dem Fernseher genau, wie du beschrieben hast. Allerdings besitze ich noch eine Konsole, weil mein Rechner mit 2GB Ram core2duo Prozessor und max 5-10 GB freier Platte nicht wirklich zum Spielen einläd. Ich finde deine Selbstversuche ein tolles Mittel. Vielleicht magst du mal einen Gastbeitrag verfassen? Viele Grüße Michael

  9. Barbara

    Hallo,

    ich habe mich Anfang des Jahres von meinem Handy getrennt. Ich vermisse es bis heute nicht und kam bisher auch nie in eine Situation in der ich es wirklich(!!) gebraucht hätte. Ein Smartphone hatte ich nie und ich habe bisher auch nie das Bedürfnis verspürt, mir eines zuzulegen. Wenn ich telefonieren möchte, nehme ich mein Festnetztelefon in die Hand, wenn ich jemanden eine E-Mail schreiben möchte, mach ich das auf meinem Laptop. Wenn ich in einer fremden Stadt unterwegs bin, besorge ich mir einen Stadtplan. Wenn ich unterwegs Unterhaltung möchte, nehme ich den MP3-Player mit, lese ein Buch oder beobachte Leute.

    Letztes Jahr hat mein Desktop-Rechner den Geist aufgegeben. Als Ersatz habe ich mir ein Ultrabook gekauft. Genauso wie einige „Vorredner“ hier, nutze auch ich seit vielen Jahren Linux und bin sehr zufrieden damit.

    Einen MP3-Player hab ich noch, den ich kaum bis selten verwende. Und ein Festnetztelefon und einen TV 🙂

    Soweit eine Zusammenfassung meiner technischen (Kommunikations-)Geräte.

    • so viel kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeben. Aber vielleicht in der Zukunft. Ich muss zum Thema Linux sagen, dass ich bis jetzt nur Ubuntu als Distribution ausprobiert habe und dort auch viele positive Erfahrungen Sammeln konnte. Allerdings, wenn es dann an Themen wie Podcast Produktion, DJ Programme mit diversen Zusatzfunktionen und Treibern für spezielle USB Mikrofone los ging, wurde mir der Aufwand zu viel. Mein MacBook Air (kleinste Konfiguration mit 64 GB) ist seit 3 Jahren ein verlässlicher Begleiter. Linux nutzen wir auf der Arbeit oft um Kundendaten von Festplatten zu kopieren, wenn Windows Startdatein korrupt sind. Aber wenn es irgendwann an eine Neuanschaffung geht, ist Linux auch eine gute Alternative für mich

  10. Chris

    Tja wie hält man es mit der Technik? Als Mann auf technische Spielereien zu verzichten ist ja schon hart. 😀
    Einen Fernseher haben wir noch, aber nur weil Frau nicht verzichten mag. Ansonsten habe ich vor zwei Jahren meinen Desktop Rechner abgeschafft und nur noch das Dienstnotebook und für die Couch das iPad. Ansonsten noch ein kleines Netbook mit Linux von dem ich mich nicht trennen mag. Ein Smartphone habe ich natürlich auch. Wie ich schon mal schrieb, halte ich es für das Gerät für Minimalisten schlecht hin. Nachdem Nokia abgewickelt ist, gehören Telefone mit Tasten und länger Laufzeit sowie so der Vergangenheit an. Es dürfte wenig Erfolg haben, sich langfristig auf diese aussterbende Geräteklasse zu verlagern.

    • Mein Setup sieht genau so aus. Bis auf das Netbook. Wichtig finde ich, dass man diese Dinge einfach hinterfragt und sich bewusst macht, dass man vor 5-10 Jahren auch ohne einige dieser technischen Errungenschaften ausgekommen ist. Danke für deinen Kommentar – Michael

  11. Ich verbringe zu viel Zeit im Internet.

    Anfangs ist immer eine Leere, dann ein Durcheinander und dann erst eine schöne Ruhe in mir, wenn ich mal nix mache und nur durch diese grandiosen Oberlichtfenster in den Himmel schaue. der Regen auf das Blech prasselt und ich nachdenke. Irgendwann ist es dann alles genau richtig, wie es ist.

  12. Ein Smartphone hab ich nicht, SMS und Telefonate reichen mir völlig. Wenn ich in einer fremden Stadt bin und nicht weiter weiß frag ich mich durch. Oder verlaufe mich, so bin ich ungewollt schon an sehr schöne Orte gekommen. Wo bleibt dieser Zufall, wenn man sich immer nur auf dem kürzesten Weg an’s Ziel bringen lässt?

    Einen MP3-Player besitze ich auch nicht mehr, nachdem ich meinen vor gut einem Jahr verloren habe, kam kein Ersatz. Ich kann gut damit leben und beschäftige mich anderweitig. Mir wird sogar von zu viel Kopfhörer-Musik schlecht und die Stimmung sinkt.

    Einen TV habe ich auch nicht und schaue nur online ab und an ein paar Dokus oder DVD’s an. Ein PC/Konsole-Spielemensch war ich auch nie besonders.

    Meine digitale Fotoausrüstung ist der weniger minimalistischen analogen Fotografie gewichen, jedoch einer schöneren, mechanischen Technik, welche kein bzw. weniger Strom benötigt.

    Übrig bleibt mein Laptop, ein inzwischen 3 Jahre altes Sück. Ich hoffe, dass ich es so schnell nicht ersetzen werden muss. Am liebsten würde ich auch darauf verzichten, doch wird das kaum gehen (Studium, Fotografie,…..). Trotzdem hoffe ich, dass meine Schreibmaschine bald fit ist und ich damit ein bisschen arbeiten kann.

  13. Wie verbrauchergehorsam will ich sein, mit technischem Schnick-Schnack diverser Markenführer?

    Was hat mein Elektronikspielzeug mit dem Kongokrieg zu tun? Für die seltenen Erden riskieren Menschen ihr Leben, damit ich mich mit Markenfetischismus aufwerte. Will ich das?

    Meinen letzten Computer hab ich genutzt bis das Licht ausging. 8 Jahre.
    Dann hab ich ihn selbst auseinander gebaut. Ich hatte so eine Ahnung, dass sich sonst Kinder auf einer Müllkippe in einem fernen Land daran vergiften.

  14. Andreas

    Hallo zusammen,

    Was technische Geräte angeht sind wir (ein Pärchen) noch optimierungsfähig. Besonders stört mich der Fernseher der gerne Abends angeschaltet wird; nicht unbedingt um sinnlos zu zappen, denn wir wählen im Vorfeld genau aus was wir sehen wollen. Wenn nichts im Fernseher läuft wird auch gerne eine alter abgespeicherter Film von der Festplatten aus dem Heimnetzwerk über Mediacenter gestreamt. Doch um ehrlich zu sein braucht man das klassische Fernsehprogramm gar nicht. Mit den tollen Tools wie OnlineTvRecorder ist meine Freundin fröhlich am aufnehmen und runterladen, und sobald sie Lust und Zeit hat kann man den Film sehen. Da wir einen Laptop, einen PC und zwei Tablets haben ist der Fernseher also eigentlich überflüssig. Ich glaube wir trennen uns nur aus Gewohnheit nicht von ihm. Wenn er jemals kaputt gehen sollte (was noch ein wenig auf sich warten kann, denn es ist ein guter Röhrenfernseher von Panasonic), bin ich mir nicht sicher ob wir uns einen neuen kaufen werden.

    Laptop und PC sind bei uns jeweils Gebrauchtware von der Arbeit und aus der Business Serie von Dell. Demnach auch gute Qualität. Das OS der Wahl ist für mich Ubuntu bzw. für meine Freundin Windows 7. Der PC ist hauptsächlich für die Bearbeitung von Musik und ein wenig Spielen. Der Laptop für die Schreibarbeit und das Studium, die Tablets als Universalgeräte für Medien, Kommunikation und besonders in Verbindung mit Spotify für die Musikwiedergabe per Bluetooth an unsere Anlage. Keiner mag Kopfhörer zu Hause benutzen wenn er gute Boxen im Wohnzimmer hat. Das Tablet hat mich dazu gebracht viele viele Medien wie Bücher, DVDs, CDs, LPs und Comics digital zuzulegen und ihre analogen Kopien wegzugeben. Ein wirklicher Augenöffner. Und was früher in div. Elektronikgrosshändlern mich stundenweise Zeit und Geld gekostet hat (immer die Sammlung etwas zu vergrößern) wird heute digital über eine Wish-List geregelt in der ich meine Kaufwünsche erstmal nach ein paar Tagen reflektiert betrachte. Ohne Technik hätte ich mein Konsumverhalten so nicht geändert.

    Kurz noch zu den Smartphones. Unsere haben wir gebraucht über EBay erstanden und deutlich weniger als 100€ bezahlt. Die wichtigsten Apps laufen darauf und sie sind auch ein guter MP3-Player Ersatz im Auto.

    LG Andreas

  15. Maj

    Also ich habe meine Handy schon vor 3 Jahren abgeschafft. Noch bevor ich von Minimalismus was hörte. Ich denke, dass die viele Vorteile hat (keines zu haben): 1. immer und überall erreichbar zu sein bedeutet auch Stress…2. die Strahlung ist nicht gerade gesundheitsfördernd…3.man ist auf irgendeine Art und Weise von dem Ding abhängig…4.es kostet Zeit sich mit all den Funktionen vertraut zu machen (für mich zumindest ;-))…naja, ich könnte die Liste endlos fortführen……Ich telefoniere nur noch mit einem schnurgebundenem Festnetztelefon und mir fehlt nix….ich fühle mich auch nicht in die Steinzeit zurückversetzt 😉 Als ich ein Teenager war gab´s die Dinger auch nicht und mir hat nix gefehlt. Aber als es dann losging mit den Handys wurde ich zu einem richtigen Handyjunkie, also ich machte keinen Meter ohne mein geliebtes Handy. 😉 Und wenn ich irgendwo nach der Handynummer gefragt werde reagieren die meisten sehr schockiert ja geradezu entsetzt wie ich es denn schaffe ohne zu überleben 😉

  16. Keks

    Ich kann dem gerne angebrachten Gedankengang, ein Smartphone ist minimalistisch, weil es einzelne Geräte ersetzt, nicht so ganz folgen. Gut, ich habe dann keinen MP3-Player oder Navi etc mehr einzeln, aber das ändert ja einzig und allein meinen „Besitzzähler“ und sonst nichts. Damit, dass ich einen anderen Umgang, vielleicht ein bewusteres Konsumieren durchlebe hat dies nichts zu tun.
    Ich persönlich habe die Erfahrung, dass mit die Möglichkeit, jederzeit überall so viele Funktionen nutzen zu können mich eher überfordert. Ich will/muss irgendwie alles ein bisschen machen, allein schon um das Gerät gegenüber mit selbst zu rechtfertigen und mir zu beweisen, dass es wichtig ist. Letzlich habe ich es eher stressig und nervig als hilfreich gefunden und bin ohne Smartphone zufriedener. Ist einfach doch mal schön, sich einschränken zu müssen und nicht alles tun zu können, sondern mangels Ablenkung die „unwichtigen“ Dinge wahrnehmen zu müssen.

  17. Frank Pietzsch

    Dieser Artikel stimmt mich sehr nachdenklich, da auch ich ein intensiver Nutzer der modernen Technik bin. Ich fragte mich, wie haben wir es früher gemacht?! Ich überlege so manchen Urlaub, warum willst Du dein Smartphone mitnehmen? Wozu? Im Urlaub mal einen Anruf tätigen? Um zu sagen, ja wir sind gut angekommen? Oder Fotos vom Urlaubsort vielleicht gleich bei Facebook posten, um die „Likes“ zu zählen? Oder um via Whatts app mit allen in Verbindung zu bleiben? Oder um mal den Weg zu googeln? Wie hat man das früher gemacht? Eine Karte gekauft, oder einfach gefragt! Ich finde es heute furchtbar, wenn Paare im Restaurant sitzen und beide schauen in ihr Telefon. Reden ist vorbei, heute schreibt man sich! Was würde denn passieren, wenn man einfach ausschaltet? Ganz ernsthaft, was würde passieren? Ich glaube, gar nix! Das Problem liegt an uns! Wir können keinen Abstand gewinnen, weil wir lieb gewonnene Gewohnheiten nicht gern aufgeben. Wir benehmen uns wie Junkies,die keinen neuen Schuss bekommen. Irgendwie fehlt uns da was. Es fühlt sich an als ob man mit dem Rauchen aufhört. Aber wie bei der
    Rauchentwöhnung ist nach 4 – 5 Tagen das Grösste geschafft und nach 21 Tagen fragt man sich, warum habe ich das überhaupt gebraucht? Die Industrie weiss, wo und wie man Abhängigkeiten erzeugt, damit Produkte wie Smartphones, Apps usw. auch weiterhin konsumiert werden. Aber verantwortlich ist immer der Nutzer. dabei war doch das Ziel der Technik, uns das Leben zu erleichtern, damit wir mehr Zeit haben für unser Leben. Kann jemand behaupten, mehr Zeit zu haben?

  18. Jasmin

    Ich benutze bewusst eine alte, mechanische Waage mit Gewichten: Sie ist unkaputtbar und ich spare mir Zeit & Geld für die Batterien.

    Außerdem habe ich eine alte, mechanische Wanduhr, die einmal in der Woche von mir aufgezogen wird. Auch hier freue ich mich an der Langlebigkeit und Unabhängigkeit von Batterien.

    Bei modernen elektrischen Geräten hat man oft Probleme mit Reparaturen, Stromverbrauch oder Batterien und mit der geplanten Obsoleszenz.

  19. Ich bin seit 2 Monaten in Berlin und habe die ersten zwei Wochen im Juli ohne Smartphone gelebt, weil es zwischenzeitlich einfach seinen Geist aufgegeben hat. Nun gut, ich hätte es am PC kurz neu aufsetzen können – wollte aber nicht ;).

    Stattdessen bin ich zwei Wochen tiefen entspannt durchs Leben gegangen. Doch eines Freitag Abends, als ich übermüdet einen Freund am Hbf weggebracht hatte, wusste ich nicht mehr recht, mit welcher Linie ich nach Hause komme. Ich hätte mein Gehirn anstrengen und einfach fünf Minuten bewusst nachdenken müssen. Da ich aber völlig übermüdet war, hatte ich einfach keinen Bock dazu.

    Das führte dazu, dass ich eine Stunde durch die Gegend gefahren und umher geirrt bin. 😉

    Diese Situation hat mir nicht gezeigt, wie essentiell das Smartphone für mich ist – ist es nämlich weniger. Es hat mir aber gezeigt, dass wir, wenn wir das Smartphone zur Hand haben und es regelmäßig nutzen, in dieser Zeit unser Gehirn viel weniger (oder auf eine andere Weise) nutzen als zuvor. Wir erinnern uns weniger, sondern schauen schnell bei Google nach. Wir planen nicht vor, sondern schauen spontan in die App.

    Erst als mein Smartphone weggefallen war und ich übermüdet angestreng nachdenken musste, habe ich bemerkt, wie einfach wir uns das Leben eigentlich machen.

    Ob das nun gut oder schlecht ist, das darf jeder selbst bewerten.

  20. Thomas Mende

    Minimalistische Technik bedeutet, sie dort einzusetzen wo sie Sinn und nützlich ist. Smartphone ja, auch wegen der Navigation. Ich kann nicht für Nachhaltigkeit und Co2 fussabdruck stehen und gleichzeitig eine Landkarte kaufen, die max 2 x benutze. Selbst wenn ich sie danach verschenke, derjenige wird sie wegwerfen.
    Ob das nachhaltig ist?
    Aber es ist wie mit fast allem. Wir machen was draus. Ob jetzt abhängiger Technikjunkie oder maßvolle Nutzung.
    Sonst müsste man konsequenterweise auch das I-Net für sich selber abschaffen…

  21. Laurenzerl

    Ein Handy besitze ich nicht, ich wehre mich vehement dagegen und ernte oft Kopfschütteln. Für Notfälle praktisch, unterwegs sicherlich auch. Aber früher ging’s auch ohne. Für Ärzte oder Hebammen finde ich das super… und unentbehrlich. Fortschritt, wenn er intelligent eingesetzt ist, ist ein Segen.
    Einen Fernseher besitze ich seit 1991 schon nicht mehr.
    Aber ohne Mac konnte ich nicht mehr arbeiten…
    Und eine Digitalkamera finde ich ganz praktisch weil man die Bilder nicht kleben braucht und Fotoalben sehr schwer sind 😉
    Anscheinend sind Leute ohne Handy in der Natur kreativer als die, die ihren behalten.

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