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Türchen 11 persönliche Organisation

© Felix Meyer - Fotolia.com

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Vor 2 Wochen hat mich eine Erkenntnis wie der Schlag getroffen. Mein Fahrtweg zur Arbeit hat sich durch den Umzug der Firma im Sommer ein gutes Stück verlängert. Ich bin im Schnitt 30 Minuten länger pro Weg unterwegs. Dazu kommt seitdem auch noch, dass wir jeden Tag 1 Stunde länger arbeiten.  Deswegen würde ich als ersten Schritt für die persönliche Organisation erst einmal festhalten, wie viel Zeit, habe ich denn überhaupt, und wo geht die Zeit sonst so hin?

Akzeptiere, dass der Tag 24 Stunden hat.

Wenn man erst einmal eine realistische Planung darüber hat, wie viel Zeit noch übrig bleibt, kann man sich daran machen, den Rest zu ordnen. Ich bin kein Fan von vollgestopften Terminkalendern und habe in den letzten 2 Monaten zu sehr versucht, allen und jedem gerecht zu werden. Das hat mich selbst zu sehr unter druck gesetzt. Daher werde ich mir in der Zukunft mehr Freiraum einplanen. Wenn man keine Zeit für Haushalt, Einkäufe und Co reserviert hat, fliegt einem die Zeitplanung recht schnell um die Ohren.

Wenn mich morgens mein Arbeitskollege nicht mitnimmt und ich mir den Luxus gönne nur ein Mal Umsteigen zu müssen beträgt mein Hinweg zur Arbeit 2h 40 Minuten (!). Diesen Zustand werde ich im nächsten Jahr ändern. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen ein Umzug Richtung Düsseldorf oder ein Auto. Da ich seit knapp 2,5 Jahren autofrei lebe (siehe Autolos 1 Jahr ohne Auto) ist es keine einfache Entscheidung, aber sie wird zugunsten von mehr Freizeit im nächsten Jahr gefällt werden.

Meine persönliche Organisation ist nicht mehr so strikt durchgeplant, wie das noch vor 1-2 Jahren der Fall war. Verabredungen ergeben sich meist immer für die nächsten 2 Wochen und es ist immer noch hier und da Platz für ein längeres Telefonat oder einen Besuch. Ich komme mit dieser Planungsweise gut klar. Sie gibt mir Flexibilität und Freiheit, auch wenn die letzten 3-4 Wochen etwas sportlich waren.

Die Vergrößerung des Anteils meiner Freizeit hängt also stark mit der 40h Woche und dem Arbeitsweg zusammen. Die Stunden werden, so wie es jetzt aussieht, Mitte nächstes Jahr wieder auf 35h pro Woche gesenkt und die Entscheidung für ein Auto ist im Kopf schon gefallen.

Ich finde es wichtig, sich nicht zu viel vorzunehmen. Heute stand auf meinem Plan nur, heute Morgen noch einen Artikel zu schreiben und heute Abend den Haushalt zu ordnen. Ich finde das reicht auch voll und ganz.

Von der technischen Seite gesehen kommt vieles in den Kalender im Notebook, bzw. Smartphone. Dann gibt es momentan beschriftete Ordner auf meinem Desktop mit Aufgaben wie zum Beispiel Newsletter in Facebookseite umsetzen, Email Signatur anpassen, Kommentarverfolgung für Besucher umsetzen, Unity Media & Simyo kündigen). Wenn ich ein Teil erledigt habe, wird der Ordner gelöscht. Diese Dinge sind so immer am Rechner präsent. Ich werde diese Aufgaben allerdings bald mit einer todo listen App verwalten. Ich habe Notizbücher dafür ausprobiert und bin damit gescheitert. Notizbücher nutze ich nur, um Gedanken festzuhalten oder Ideen zu speichern.

Wie organisierst du dich?

Hier die Beiträge von Claudia & Daniel 

12 Kommentare

  1. Schönen guten Morgen,
    …. kurzer Kommentar zum Fahrtweg, es gibt ja nicht immer nur 2 Möglichkeiten, mit einer Veränderung umzugehen… also in Deinem Falle
    1) umziehen oder
    2) Auto kaufen.
    Überlegen wir doch mal eine Nr. 3) oder vielleicht 4) und 5)? Was mir ganz spontan einfällt: Arbeitgeber wechseln.

    Ansonsten ist Deine Frage am Schluss ja nicht nur einen Kommentar, sondern einen ganze Blogpost gar, wert. 🙂
    Bis die Tage
    @mons7

  2. Ein Umzug ist nicht wild mit den reduzierten Sachen. Vom Zeitaufwand ist das ja schneller gemacht als jeden Tag diesen enormen Arbeitsweg auf dich zu nehmen. Die Frage ist eher, warum du da wohnen bleiben willst und ob es sich vielleicht auch einfach lohnt, da wohnen zu bleiben. Die Wohnung finde ich schön.

  3. Hallo, danke für den spannenden Beitrag (und auch die übrigen Artikel – schöne Idee). Also, ich arbeite ganz gerne mit Evernote – da kann ich meine Termine und Aufgaben organisieren und zwar auf dem Rechner und auf dem Tablet/Smartphone. Und wenn ich mal mit Papier unterwegs bin oder eine Idee eben mal auf dem berühmten Bierdeckel notieren, mach ich ein Foto, kommentiere dies und hab es direkt gespeichert. Aber auch Evernote ist es kein Garant dafür, dass man weniger Infos anhäuft. ganz im Gegenteil. Ich bin derzeit auf einer Art „digitaler Datendiät“ und lösche den ganzen Krams an Daten (Bilder, Musik, alte Dokumente, Scans), die man so anhäuft. Die Daten verschwenden zwar keinen Platz, fressen aber Ressourcen im Kopf. Daher weg damit.

  4. Hallo Michael,

    wenn ich mir überlege, dass du fast ein Viertel deines Tages nur damit verbringst, überhaupt erstmal zur Arbeit zu kommen, wird mir ganz unwohl. Ich selbst würde eher umziehen (mache ich ja eh öfters…) oder meinen Arbeitgeber wechseln, anstatt mir ein Auto zuzulegen, weil mir das zu viele Verpflichtungen wären. Und du scheinst dich ja ohne Auto auch sehr wohl zu fühlen.

    Zu meiner Organisation: Die halte ich analog mit Taschenkalender. Es ist bewusst ein kleiner, damit ich mich nicht mit Terminen zubaue. Das passiert mir nämlich sonst zu schnell. Außerdem nutze ich einen kleinen Notizblock, den ich immer mit mir führe, um schnell etwas aufschreiben zu können oder anderen eine Info mitgeben zu können. So bleibt der Kopf frei. 🙂

    Alles Liebe,
    Philipp

  5. Miss Coolblue

    Ich kann deine Entscheidung nachempfinden. Man will nicht wegziehen, weil der Freundeskreis dann auch weiter weg rückt und der Arbeitsplatz ist eventuell auch super, weil das Klima, die Tätigkeit und die Bezahlung stimmt. Da würde ich mich dann auch für das Auto entscheiden. Wenn ich die Öffentlichen nutzen würde brauche ich über 3 Stunden für eine Strecke. Mit dem Auto fahre ich 30 Minuten. Das steht in keinem Verhältniss zueinander. Auf dem Land ist halt alles ein wenig anders.

    Ich habe ja schon erwähnt, dass ich nur einen Termin pro Tag festlege, daher reicht mir meine Pocket Filofax um diese zu organisieren. Ich mag es analog und kann mit Technik nicht so viel anfangen.

  6. Wow, ich leide mit dir. Hatte auch mal einen ähnlich-langen Arbeitsweg.

    Ich kämpfe gerade mit „meiner“ Art der Organisation. Ich hänge irgendwo zwischen Analog und Digital. Ich mag analog mit Stift und Papier einfach zu gerne und kann mich nicht davon trennen. AABER ich brauche digital auch. Ich bin soo viel online unterwegs und speichere Links und Daten auch online. Vor allem Termine mit Erinnerungsfunktion sind mir sehr wichtig.
    Eine gute Lösung aus einer Kombination aus Online und Offline ohne double-entry habe ich noch nicht gefunden. Vielleicht gibt es die auch nicht?!

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