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Wo und Wie fange ich bloß an?

© DOC RABE Media - Fotolia.com

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Wie fange ich bloß an:

Oft fühlen wir uns bei einem Projekt, egal ob beruflich oder persönlich, in einer Zwickmühle. Bevor es überhaupt mit der praktischen Umsetzung losgeht, haben wir schon in unserem Kopf so viele Fragen, die uns daran hindern überhaupt tätig zu werden. Wenn man sich immer mit der Angst plagt, dass man etwas perfekt machen muss und im voraus schon jede Kleinigkeit planen will, verzettelt man sich so sehr in Details, dass man sprichwörtlich, den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen kann.

Viele haben mir die Frage gestellt, wie man bloß mit dem Ausmisten anfangen soll. Im Keller, mit der Kleidung, bei den Büchern, Zimmer für Zimmer oder Produktgruppe für Produktgruppe.

Ich kann euch nur einen Rat geben. Fangt einfach an. Es gibt nichts Schlimmeres sich zu sehr den Kopf zu zerbrechen. Vielleicht gibt es einen guten Weg, der für 80% der Menschen gilt, aber genau für dich nicht. Wichtig ist auf dem Weg zu sein und sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Auch wenn ich nun knapp 2 Jahre über das Thema schreibe, habe ich festgestellt, dass es bei mir noch einige Dinge auszumisten gibt. Ich habe vor einiger Zeit das Buch Magic Cleaning gelesen und überlege nun, ob ich nicht auch die Kontoauszüge der letzten Jahre loswerden möchte. Ich muss einmal bei meinem Finanzamt nachfragen, ob es für die Belege reicht, diese elektronische zu besitzen. So gut, wie die Behörden vernetzt sind, sollte es eigentlich nicht mehr nötig sein, Zahlen auf tote Bäume zu drucken und diese auch zwangsweise zu zuschicken, falls man diese nicht innerhalb von 6 Wochen selbst abholt. Dass gleiche gilt für Gehaltsabrechnungen, Belege, Verträge.
Deswegen habe ich mit der neuen Kategorie 7 Tage 7 Teile, eine neue Herausforderung geschaffen, die mich auf meinem Weg wieder ein Stück weiter bringt.

Dran bleiben ist das Wichtigste überhaupt. Wenn Ihr einmal vom Weg abgekommen seid, dann korrigiert einfach euren Kurs und Ihr seid wieder auf der richtigen Spur.

Also mein Tipp: einfach Anfangen

24 Kommentare

  1. Mona

    Habe mich heute genau das selbe gefragt…obwohl schon einiges ausgemistet ist fängt man irgendwie immer wo an…ich mache das immer Raum für Raum…muss aber erst rausfinden ob das wirklich der beste Weg ist….

  2. Stefan

    Da ist es natürlich toll, wenn man bisher nur ein Zimmer zum Leben hat. Doch auch so kann sich erstaunlich viel ansammeln. Besonders bei den Eltern lag noch so das ein oder andere rum, welches schon lange vergessen wurde. Die Kontoauszüge behalte ich mittlerweile auch nicht mehr, wüsste nicht wozu, eine Steuererklärung habe ich noch nie gemacht.

  3. Zu genau diesem Thema habe ich vor kurzem auch einen Post (http://einfacheinfachleben.blogspot.com/2013/07/entrumpeln-einfach-anfangen.html) erstellt und schließe mich damit auch Michaels Fazit an.

    Viele Grüße,
    Anja

    P.S.: Das Buch „Magic Cleaning“ habe ich ebenfalls gelesen und gehört für mich seitdem neben Karen Kingstons „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ zu dem Besten, was es für mich zu dieser Thematik gibt.

  4. Christina

    Kontoauszüge haben meist ein blödes Format und häufen sich in Relation der darauf enthaltenen Informationen sehr schnell an. Außerdem ist es ein Graus sie raus zu suchen und zu sortieren, wenn man zum Beispiel Hartz4 beantragt. Die wollen die Kontoauszüge der letzten drei Monate lückenlos und es macht dann Riesenspaß sie mit der Beraterin alle einzeln durch zu gehen.

    Deshalb schwöre ich auf Kontoübersichten. Bei der Volksbank z.B. bekommt man die der letzten drei Monaten sogar kostenlos. Zur Erklärung, Kontoübersichten sind DinA4 Blätter große Tabellen mit Datum, Einzahlung/Auszahlung, Betreff und Betrag. Sie sind viel Platz sparender und bei Arbeitsamt Mitarbeiterinnen gern gesehen. Man kann sie natürlich auch viel leichter digitalisieren, auch wenn ich das dann doch nicht möchte. So sehr vertraue ich der Technik nicht, dass ich auf Papier verzichten würde, denn das kann ich nicht versehentlich löschen 😉

    Kannst ja mal bei deiner Bank nachfragen, wie das bei denen ist und soweitich weiß kannstdu auch abbestellen, dass Kontoauszüge nach ein paar Wochen automatisch per Post kommen, aber das könnten die dir bestimmt auch sagen.

    Gruß Chrisi

  5. Licentia

    Die Aufbewahrungsfristen von Unterlagen wie Verträge, Kontoauszüge, Einkommenssteuererklärungen oder anderen Urkunden sind hier aufgeführt:
    https://www.foebud.org/datenschutz-buergerrechte/aufbewahrung-von-unterlagen
    Leider ist man also hier nicht frei in seiner Entscheidung – und gerade von diesen Unterlagen möchte man sich doch oft zu gerne trennen.
    (Andererseits: Diese Unterlagen dokumentieren z. T. auch ein Leben und können, im Gegensatz zu vielen anderen Dingen, nicht einfach wieder beschafft werden.)

  6. Wer von Euch studiert hat und richtig Lust auf viel Action hat, schmeißt am besten sein Studienbuch weg 🙂 Hab ich bei 2 Freunden erlebt. Zufällig Minimalisten. Die Wiederbeschaffung war nicht einfach. Warum lernen wir nicht in der Schule/Uni: Minimalismus. Ordnung halten. Ordnungssysteme erschaffen? Einfacher leben.

  7. OK, Ich bin kein UNternehmer, daher wandern die Kontoauszüge ungeöffnet mitsamt Umschlag direkt in die blaue Tonne. Was Ich ausgebe weiss Ich und wenns mal nötig ist kann Ich das letzte halbe Jahr Online einsehen.

    Ich hab mich auch ehrlich gesagt noch nicht gefragt ob man die nicht auch „abbestellen“ kann, denn meines Wissens zahl Ich das Porto dafür!?!?!?!

    Grüße aus Kaiserslautern

    Philipp

  8. Einfach anfangen ist der beste Rat. Irgendwo, eine Kleinigkeit. Die erste Hürde ist immer gefühlt die höchste, deshalb schmeißt einfach sofort jetzt das raus, was euch am meisten stört. Nur ein Teil. Mag es noch so klein sein. Und schwupps, schon wieder was geschafft 🙂 Frohes Entrümpeln allerseits. (Ich mach das seit 12 Jahren und finde immer noch was.) Sandra

    • Ich bin im Moment ein wenig in Aufbruchstimmung. Ich will dieses Jahr noch aus Kaiserslautern wegziehen, vielleicht nach Dresden wenn das alles so klappt wie Ich mir das vorstelle.

      Ich habe mir ernsthaft vorgenommen nichts ausser einigen Papieren, Büchern, Klamotten, dem PC, Fernseher und ein wenig Geschirr mitzunehmen. Gerade so viel dass es noch in einen Kombi passt.

      Keine Möbel, Dekoration usw. In Dresden will Ich dann, wenn alles klappt, in einer WG mit nur einem Zimmer neu starten.

      OK, Ich habe das Glück noch zuhause zu wohnen und kann die Sachen hier stehen lassen, doch Ich sehe das als ersten Schritt mich von all dem Ballast zu trennen den Ich nicht mehr brauche.

      Ich hoffe dass es klappt.

  9. Anna

    Bin grade dabei auszumisten. Woher weiß ich, ob ich so banale Dinge wie Kleiderbügel nicht doch bald wieder brauchen werde? Soll ich die einfach wegschmeißen oder auf Teufel komm raus irgendwie anders loswerden? Ich habe eine Zeitschrift abonniert. Was mach ich mit den 20 Teilen? Blöde Frage im Prinzip aber mich würde interessieren ob du dir etwas, das du mal weggeschmissen hast, im Glauben, dass du es nicht mehr benötigen würdest, doch wieder neu gekauft hast.

  10. Da gibt es die 20er-Regel: Alles was man bis 20 Euro in 20 Minuten besorgen kann, braucht man nicht auf Vorrat zu haben. Kleiderbügel gibt es vor Boutiquen umsonst in Kartons zum Mitnehmen. Also: Keine Angst vor einer falschen Entscheidung.

    Ich hab mich 599 mal richtig entschieden. Und: 1 Backblech für 7,99 Euro nachgekauft. Geht doch 🙂
    Ich war ein halbes Jahr beschäftigt. Kino wäre teurer gewesen 🙂

  11. Bei mir ist es eher so … dass ich mich spontan für etwas begeistern kann. Ehrlich gesagt, wird mir erst jetzt so richtig klar, dass ich schon seit langem mit dem Thema „Minimalismus“ beschäftigt bin. Wann genau der Grundstein gelegt wurde, kann ich gar nicht mehr nachvollziehen. Grundsätzlich folge ich meinem Herzen und bin jemand, der gefasste Entschlüsse meist sofort in die Tat umsetzt (sofern sie mich wirklich, wirklich ziehen).

    Das Ausmisten und Entrümpeln … die Erfahrung, wie gut es tut, sich von all dem Killefitz zu trennen, das kommt alles in Schüben. Sonst werd ich schnell der Sache überdrüssig und alles geht nach hinten los. Deshalb finde ich Deinen Satz: „Dran bleiben ist das Wichtigste überhaupt. Wenn Ihr einmal vom Weg abgekommen seid, dann korrigiert einfach euren Kurs und Ihr seid wieder auf der richtigen Spur.“ prima!
    vg trix

  12. Barbara

    Bin ganz neu hier und fange gerade so wirklich an!

    Jahrelang habe ich mein Leben zugemüllt mit unnötigem und (scheinbar) nützlichem (Bücher, Bücher, Bücher).
    Schon lange habe ich mich mit dem Thema Ausmisten und Minimalismus beschäftigt, fand das alles immer sehr spannend und habe halbherzige Versuche gestartet mein Messie-Dasein zu beenden. Und nun läufts, ich weiß nicht warum jetzt, aber es läuft und ich nehme immer mehr Hürden.

    Einige Bücher konnte ich über momox verkaufen, jetzt versuche ich die nicht verkäuflichen an einen Flohmarktverkäufer abzugeben (gratis, aber Hauptsache das Zeug ist weg aus meiner Wohnung und ich muss es nicht 4 Stockwerke runterschleppen!).

    Wünschen würde ich mir einen Riesencontainer in den ich wahllos alles schmeißen kann (ohne einen Gedanken an Mülltrennung usw. zu verschwenden). Da das nicht geht mache ich mich – zugegeben sehr systemlos – an verschiedenste Bereiche heran. Thank god ist der Sammelcontainer für Altkleider (geht zu einem Second Hand Laden) ganz in der Nähe!

    Ich habe also angefangen bzw. bin mittendrin und es tut mir gut!

    Kennt ihr das Gefühl, dass Ihr Hemmungen habt Eurer Umwelt mitzuteilen, dass ihr radikal ausmistet? Komisch oder, denn eigentlich ist es doch eine schöne Sache. Fühlen sich andere bedroht von jemandem, der radikal ausmistet oder ist das nur in meinem Kopf????

    Liebe Grüße,
    Barbara

  13. Nein, also das kann Ich eigentlich nicht bestätigen.

    Sicher in meinem Umfeld gibt es auch sie üblichen Verdächtigen, gerade bei den Frauen, die haben viel so „Zeug zum hinstellen“. Das ist so Krempel das kann Ich überhaupt nicht haben.

    OK, Ich habe hier 2 Kerzenständer und 2 Vasen mit Trockenblumen. Die hab Ich aber auch schon 15 Jahre. Dann ist Schluss mit Deko.

    Wenn Ich meine Mutter sehe, die übertreibt es. Ob Weihnachten, Ostern, Halloween, oder was auch immer, Immer wird der Haus total umdekoriert mit 1000 verschiedenen Sachen. Sie hat im Keller einen Extra Kleiderschrank mit 3 riesen Türen in dem nur Deko drin ist.

    Das ist mir echt too much!

    Ich habe in der Weihnachtszeit meinen 40 cm Plasikweihnachtsbaum, der kommt Anfang Dezember auf die Fensterbank und im Januar wieder weg. Fertig.

    Bei Büchern CDs und DVDs tu Ich mir noch schwer. Sowas kann Ich nicht hergeben, auch wenn Ich nach meiner letzten Zählung die Bestätigung habe: Ich habe 1400 ungelesene Bücher und 30 gelesene!

    Ansonsten will Ich wie gesagt versuchen bei meinem Umzug nur das allernötigste mitzunehmen und den Rest irgendwann einmal in Angriff nehmen wenn Ich vom Kopf her bereit dazu bin.

  14. Dresden ist ne super Idee, Philipp. Deko mag ich essbar. Kürbis. Wird leckere Suppe. CD’s finde ich unpraktisch. Giftig sind sie auch. Ich hör lieber Musik per Mausklick. Bücher kaufe ich für 3 Euro gebraucht. Wenn sie gut sind, geb ich sie direkt weiter. Oder verliere sie absichtlich. Bin kein Restelager. Wenn Leute fragen, warum ich minimiere, sage ich mittlerweile nur 4 Wörter: „Macht den Kopf frei.“ Dann kommt sofort ein: „Will ich auch. Ich müsste ja auch mal… Ist aber so schwer“ Mir geht’s auch um leichtere Sachen. Funktionaler. Nicht nur um Weniger. Tu-du-Listen mache ich auch nicht mehr.

  15. Pfff, To Do Listen. Abgeschafft.

    Da sammelt sich all das was man dann eh nie erledigt. Ich hatte da tonnenweise Sachen drauf die dermassen unrealistisch sind, das kann man vergessen.

    Dass cds giftig dind hör Ich so zum erstn mal, kann Ich mir kaum vorstellen.

    Aber mit den Anderen Sachen hast du recht. Vielleicht kann Ich das auch irgendwann mal, meine gelesenen Bücher weggeben. Nicht alle, es gibt welche an denen Ich hänge, meine Kinderbücher z. B. oder Kinderbücher meiner Eltern oder Grosseltern, zum Teil noch Vorkriegsware! Das könnte Ich nie hergeben. Aber die andere Literatur, warum nicht. Eigentlich hast du recht.

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