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Krankenhaus & Selbsterkenntnis

Krankenzimmer im Krankenhaus mit Bett und Tisch

© upixa – Fotolia.com

Wenn das Leben durch äußere Umstände auf Grundbedürfnisse eingeschränkt wird, kann man trotzdem, mit dem Geist, diesen Zustand verlassen und zu einem tieferen Kern vordringen. Ich möchte gar nicht darüber schreiben, warum es dazu kam, dass ich eine Woche im Krankenhaus verweilen musste, weil dies für die Erkenntnisse nicht von Bedeutung ist. Entscheidend ist, dass für mich selbst, in diesem eingeschränkten Zustand nur noch wenige Dinge wirkliche und intensive Freunde ausgelöst haben. Gesundheit wird im Allgemeinen als Abwesenheit von Krankheit verstanden. Ich glaube, es war Eckart von Hirschhausen, der einmal erwähnte, dass ein gesunder Mensch nur jemand ist, der nicht genau genug untersucht wurde. Deswegen ist die Definition vielleicht eher so, dass Leben ohne große Einschränkungen möglich sein muss, um als gesund gelten zu können.

Als frisch operierter ist man froh, wenn man sich wieder selbst waschen kann und Toilettengänge ohne fremde Hilfe erledigen kann. Außerdem freut man sich über das Nachlassen der Schmerzen und den wieder wachsenden Bewegungsraum. Man freut sich an Apfelbäumen, einem Sonnenuntergang und liebem Besuch.
Ich glaube, die Besonderheit dieser einfachen Erlebnisse wird zu einem großen Teil durch die Einschränkung hervorgerufen. Ein weiterer Aspekt, warum es in diesem Umfeld oft zu Erkenntnissen kommt, ist, dass man sich mit sich selbst beschäftigen muss. Die Möglichkeiten der Ablenkung sind einfach begrenzt. Ein gutes Buch kann zwar eine Ablenkung darstellen, aber die unbequeme Liegeposition rückt schneller ins Bewusstsein zurück und überlagert die Lesefreunden so stark, dass man des Lesens überdrüssig wird.

Im Alltag verlieren wir leider oft wieder die Fähigkeit, diese kleinen Dinge als etwas Besonderes wahrzunehmen.
Ich für meinen Teil versuche mir diese Besonderheit zu bewahren und nehme mir die Zeit mich an Kleinem zu freuen.
Ich glaube man muss dies wirklich tun, sich die Zeit nehmen und sich Raum dafür geben.
Wichtig ist auch, das Ganze auf eine sehr natürliche Weise zu tun. Mir geht es nicht darum Momente zu zerdenken oder auf einer intellektuellen Ebene zu betrachten, sondern einfach nur bewusst da zu sein.

Ich wünsch mir, dass du dir einmal, ganz persönlich, Gedanken darüber machst, was dir wichtig ist in deinem Leben. Woran empfindest du wirkliche Freude. Wann hast du das letzte mal gelacht und dich angenommen gefühlt?
Gehe tiefer rein in dieses Gefühl und versuche einmal ganz aktiv dieses Gefühl in den nächsten Tagen öfter zu spüren und offener auf andere Menschen zu zugehen und dich an den kleinen Dingen des Lebens zu freuen.
Ich würde mich auch freuen, wenn du deine Erkenntnisse in den Kommentaren teilst und somit anderen Zugang zu deinen Gedanken gibst.

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MinimalKon16 – Rückblick

UnperfektHaus (UPH) in Essen

UnperfektHaus (UPH) in Essen

2012 habe ich das erste MinimalismusTreffen in Deutschland ins Leben gerufen. Zum 5 Jährigen dieser Veranstaltung erwarteten wir nun über 100 Teilnehmer. Dies zeigt mir, wie sehr das Thema in der Gesellschaft angekommen ist. Auch habe ich mich sehr darüber gefreut, wie bunt gemischt die Altersstruktur war und wie rege der Austausch untereinander stattgefunden hat. Ich möchte euch in dem Text mitnehmen, wie ich diese Tage erlebt habe und freue mich auf eure Kommentare.
Samstag Mittag habe ich mich von Bergisch Gladbach (nähe Köln) auf den Weg nach Essen gemacht. Vor 3 Jahren waren wir schon einmal mit 30 Leuten im UPH mit dem „Minimalismus Jahrestreffen“ und ich habe mich einfach darauf gefreut, wieder in einer so tollen Location zu sein. Die Anreise wurde leider durch die defekte Klimaanlage getrübt, aber eine gute Stunde Fahrtzeit war wirklich lächerlich wenig im Vergleich zu vielen anderen, die wuer durch Deutschland gefahren sind oder sogar aus Tschechien angereist sind um dabei zu sein.

Nachdem ich bei Daniel noch die nötigen Verbindungskabel für den Laptop abgeholte hatte, checkte ich dann ein.
1. Erkenntnis des Wochenendes => günstige Hotels haben keine Klimaanlage

Nach dem Einchecken habe ich mich dann noch mit Svenja (Apfelmädchen) und Marc (Sadfish) im Café Konsumreform (auch dem Uph zugehörig) getroffen. Wir hatten alle wenig gefrühstückt und etwas anständiges zu essen, um die Zeit bis zum abendlichen Treffen zu überbrücken, hatten wir uns alle verdient.

2. Erkenntnis, das Apfelmädchen probiert auch mal nicht vegane Quiche mit Süßkartoffeln und Chili

Zwischendurch habe ich mich mit Anna, Mareike, Ina & Anja abgesprochen, wie wir abends zum Zodiac kommen, einem interessanten Restaurant in Essen die sich auf vegane & vegetarische Küche spezialisiert hat.
Zu sphärischen Klängen haben wir dann Pizza, Kräuter-Joghurt Mixgetränke und vieles mehr zu uns genommen und angeregt unterhalten.
Insgesamt waren wir im Restaurant schon 15 Leute, ein kleiner Vorgeschmack auf den Sonntag.

3. Erkenntnis, das Thema Menstruationstassen kommt immer irgendwann auf die Tapete, wenn sich Minimalistinnen unterhalten 😉

Der große Tag ist gekommen. Ich habe im Vorfeld schon öfter gesagt, dass dies der wichtigste Tag des Jahres für mich ist und genau so hat es sich angefühlt. In meinem Kopf waren viele Befürchtungen. Werden genug Leute kommen? Schaffen es alle Vortragenden pünktlich zum UPH nach Essen? Werden vielleicht zu viele Leute kommen? Wie wird das Feedback werden?
Im Nachhinein stellten sich alle diese Fragen als unbegründet heraus, aber jeder, der schon einmal eine größere Party organisiert hat, weiß, wie ich mich gefühlt habe.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Beamer lief der ganze Tag ziemlich rund ab. Natürlich kam es zu ein paar kleinen zeitlichen Verschiebungen währende der Vorträge, aber wir wollten die Pausen nicht beschneiden und haben deshalb das Programm immer ein paar Minuten weiter nach hinten gelegt. Ich glaube, der rege Austausch zwischen den Vorträgen, hat allen Teilnehmern gut gefallen. Es war uns auch ein Anliegen, dies trotz der großen Teilnehmer Zahl von rund 100 Leuten zu gewährleisten.

Copyright M. Klumb

Copyright M. Klumb

Zu den Vorträgen:

Nach einer kleinen Begrüßung durch Svenja, Marc und mich, gefolgt von einer kleinen Pause durfte Marc denn Anfang machen.
Nach einhelliger Meinung hat er Potenzial zum Poetry Slammer gezeigt und sein Vortrag hat die Grundlagen von Minimalismus und seine ganz persönlichen Beweggründe wunderbar dargestellt.

Olga´s Vortrag hat gezeigt, was in Sachen Zero Waste für jeden von uns möglich ist. Außerdem hat Sie den Bogen gespannt zum Thema Minimalismus und gezeigt, wie nah sich diese beiden Themen berühren.

Nach der Mittagspause hat Gabi uns mitgenommen in die Welt der Meditation. Klar, einfach und begreifbar haben wir erfahren, wie direkt Gehmeditation im Alltag umsetzbar ist. Im Anschluss konnten wir dies auch direkt durch Ihre Anleitung ein Stockwerk tiefer unter ihrer Anleitung ausprobieren.

Olivera hat das Thema Minimalismus & Kinder an einem typischen Tag einer Mutter zusammengefasst. Viele Aspekte vom Anziehen über aufräumen bis hin zu effizienten Einkaufslisten gepaart mit dem jeweiligen Stresslevel haben uns einen guten Eindruck vermittelt, wie Minimalismus Ihr Familienleben bereichert hat.

Joachim hat einen großen Bogen gespannt zum Thema wohlfühlen mit den Dingen. Die Mikrofonkabellänge hätte für die Einbindung des Publikums keinen Zentimeter kürzer sein dürfen.

Ich glaube dieses Jahr, ist es wirklich gelungen eine gute Mischung aus Vorträgen, persönlichem Austausch und einer tollen Atmosphäre hin zu bekommen. Nächstes Jahr, versuchen wir dann erneut, nicht das heisseste Wochenende zu erwischen.

Zu guter Letzt möchte ich noch einmal Danke sagen. Danke, das Ihr alle zur Minimal Kon gekommen seid. Danke an Olivera, Gabi, Olga, Marc und Joachim für die tollen Vorträge. Danke Svenja für die unglaubliche Unterstützung bei der Organisation. Danke auch an das UPH, für die einfache und unkomplizierte Abwicklung, den tollen Raum und die vorhandene Technik.

Es sind die vielen kleinen und großen Begegnungen, die Gespräche auf dem Flur, während des Essens, die lieben Worte und das tolle Feedback, die das Wochenende, neben den Vorträgen für mich besonders gemacht haben.

Danke für alles

Euer
Michael

 

 

Rückblicke der anderen Jahre

2012 – “Blogger” Treffen in Köln

2013 – “Blogger” Treffen in Essen

2014 – Minimalismus Treffen in Hamburg

2015 – Minimalismus Treffen Frankfurt 

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Gastbeitrag: Woran Nachhaltigkeit schon scheitert

© anyaberkut - Fotolia.com

© anyaberkut – Fotolia.com

Als ich das erste Buch zum Thema Nachhaltigkeit in der Hand hielt, wurde mir bewusst, dass die nachhaltige Forstwirtschaft ein eigenes Studium ist. Nachhaltige Forstwirtschaft betrifft zwar nicht jeden, aber nachhaltige Stromerzeugung schon eher. Es ist offensichtlich, dass die Frage, ob nachhaltige Stromerzeugung in Deutschland möglich sei, davon auch abhängt wie viel erzeugt werden kann und wie groß der Bedarf ist.

Der erste Schritt (den jeder gehen könnte) wäre zum Beispiel, dass man sich informiere wie viel nachhaltiger Strom überhaupt nach aktueller Lage jeder Person in Deutschland zur Verfügung stehen würde, denn dann könnte man zu mindestens in Erfahrung bringen, ob der eigene Verbrauch von dieser Stromerzeugung aktuell gedeckt werden kann. Sollte dies nicht der Fall, so kann man zum Beispiel seinen Konsum überdenken oder es sich ganz einfach machen und hoffen, dass in Zukunft der Konsum gedeckt werden kann. Die erste Entscheidung wäre mit Vernunft begründbar, aber die zweite eben nicht. Sollte man aber glauben Strom nachhaltig zu verbrauchen, dann sollte man folgendes bedenken: Solarzellen und Windräder erzeugen zwar Strom, aber sie speichern ihn nicht! Wem dies nicht klar ist, der könnte seinen Verbrauch erneut hinterfragen: Kann man zum Beispiel den größten Teil vom Strom verbrauchen, wenn die Sonne strahlt oder der Wind weht? Dies würde die Speicherproblematik erleichtern. Einfache Überlegungen und einfache Schritte, nichts Wildes. Unvernünftig wäre es erneut, wenn man glauben würde, dass in der Zukunft alles besser sein wird und man sein Verhalten nicht ändern muss. Dann kann man auch alles mit einem Gott begründen, der sich irgendwann mal zeigen wird. Das Thema Elektroauto und deren Batterieproblematik lasse ich an dieser Stelle mal weg.

Als Mathematiker möchte ich auf zwei Personen der Mathematik verweisen: David Hilbert und Alexander Grothendieck. Hilbert hat den Ruf (noch vor Gauß und Newton!) der größte Mathematiker aller Zeiten zu sein und nicht weit davon folgt ihm Grothendieck. Beide verbindet, dass sie eine nachhaltige Veränderung anstreben wollten. Hilbert nutze seine Bekanntheit aus um die Mathematik nachhaltig zu reformieren. Er setzte sich für strenge Beweisführungen, exakte Definitionen und allgemein akzeptierte Axiome ein. Dies war nämlich zu der Zeit von Gauß nicht so, was zu falschen Beweisen führte. Hilbert hatte Erfolg und bis heute profitieren Mathematiker von seinem Programm. Der Erfolg von Hilbert war nicht unrealistisch. Er hatte zu seiner Zeit den höchsten Ruf. Sollte sich sein Programm durchsetzen, so hätte man leichter zu lesende Artikel und weltweit die gleichen Definitionen sowie Axiome. Die Mehrheit der Mathematiker sah ein, dass diese Reformation vernünftig wäre.

Der Nobelpreisträger Bertrand Russel wirkte an dieser Reformation mit und kommentierte dies mit dem Satz: „Seit man begonnen hat, die einfachsten Behauptungen zu beweisen, erwiesen sich viele von ihnen als falsch.“ Nach David Hilbert stach der Mathematiker Alexander Grothendieck heraus. In den 60’ern (nach seinen Verdiensten in der Mathematik) wollte Grothendieck seine Bekanntheit ausnutzen um auf den Umweltschutz aufmerksam zu machen. Er war unter anderem so konsequent gegen Atomstrom, dass er den Strom komplett in seinem Haus abschaltete. Auch wies er auf die Gefahr hin, dass der Einsatz von Antibiotikum resistente Keime hervor bringen könnte. Grothendieck hatte die Hoffnung, dass er die Mathematiker gewinnen kann sich einer Umweltbewegung anzuschließen, da sie doch Logiker sind. Trotz seiner Argumente blieb das Interesse aus.
Jeder Versuch einer Bewegung mit Vernunft die Gegenseite zu überzeugen, muss scheitern, wenn die Gegenseite den Argumenten nicht folgen kann. Selbst wenn die Gegenseite den Argumenten folgen kann, kann sie immer noch sagen „Mir egal“ oder auf eine bessere Zukunft hoffen. Was spricht dagegen nur noch Fleisch zu essen, was aus Tierhaltungen stammt, welche kein Antibiotikum einsetzen umso die Züchtung von resistenten Keimen zu verhindern? Sachliche Gegenargumente begegneten mir nie, aber durchaus Desinteresse oder der Glaube, dass es immer bessere Behandlungsformen geben wird. Vielleicht werden die Bilder von sterbenden Kindern, die sich bei dem Verzehr von Hamburgern mit super resistenten Keimen angesteckt haben, alle wach rütteln. Vielleicht! Sollte dies eintreffen, dann werden manche diese Maßnahmen ergreifen. Es wäre dann weniger ein Sieg mittels Vernunft, sondern einer mittels Gefühlen und Emotionen. Wir sollten uns vor Augen halten, dass solche Methoden funktionieren können, selbst wenn das rationale bzw. vernünftige Denken etwas anderes sagt.

Die Preise mancher Produkte sind ja auch nicht mit dem Preisleistungsverhältnis rational begründbar, dass sie aber trotzdem Absatz finden, ist dem Umstand geschuldet, dass die Produkte unsere Gefühle ansprechen und man uns Wissen vorenthalten will. So planen manche Modemarken bewusst ein, dass ihre Produkte überteuert angeboten werden, damit Käufer glauben, dass sie ein Schnäppchen machen können, wenn die Preise reduziert werden. Gefühle können das rationale Denken zur Seite schieben und daher werden sie gerne angesprochen, aber man darf nicht vergessen: Gefühlsmethoden können sich abnutzen (egal ob man damit gutes oder falsches bezwecken möchte), aber 1 + 0 = 1 gilt immer. Man solle sich nun keine Hoffnung machen, falls die Psycho- und Gefühlspolitik gescheitert ist, dass am Ende die Logik und die Vernunft übrig bleiben werden. In einer relativierten Welt wie wir sie leben, ist die Logik und Vernunft eh längst relativ. Angela Merkel kritisierte Gerhard Schröder einst dafür, dass er gegen den Irakkrieg sei, weil er damit die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass der Krieg tatsächlich eintreten würde.

Danke Chris für deinen Beitrag

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Gastbeitrag: Du musst mehr aus dir heraus kommen!

Portrait of a beautiful woman with big eyes and smooth skin looking at camera

© Antonioguillem – Fotolia.com

Du musst mehr aus dir heraus kommen! Muss ich das wirklich?

Meine Persönliche Antwort darauf ist: NEIN! Ich muss nicht das tun, was andere von mir erwarten, wenn es mich selbst nicht glücklich macht.
Ich habe schon so oft gehört: “Du musst dich mehr öffnen, du musst mehr aus dir herauskommen.” Aber das macht mich nicht glücklich.
Warum möchte dein Gegenüber, dass du dich mehr öffnest? Es gibt ihm Sicherheit, je mehr du von dir preisgibst, desto weniger muss er es tun. Je mehr du von dir offen legst, desto angreifbarer bist du. Je mehr ein Mensch über dich weiß, desto mehr Macht hat er über dich.
Ausserdem sucht der Mensch von Natur aus Bestätigung. Sei es indem du ihm zustimmst, seine Meinung ebenfalls vertritts oder genau andersherum. Wenn du nämlich nicht seine Ansichten vertritts, ist er bestärkt darin, dass es ja viel besser ist, wie er sein Leben führt. Ja.. So einfach sind leider manche Menschen. Über andere Meinungen nachzudenken bedeutet Anstrengung, Zeit zu investieren und Demut zu zeigen, falls man merkt, dass seine eigenen Vorstellungen vielleicht doch nicht die besten oder perfektesten sind.

Warum öffne ich mich nicht jedem , der es von mir erwartet?
Ich frage mich immer, möchte ich mit diesem Menschen meine Gedanken und meine Zeit teilen? Wenn nicht, ist es verschwendete Energie verschwendete Zeit. Ich habe für mich selbst gemerkt, dass es mir nicht gut tut wenn ich zuviel von mir zeige. Jeder Mensch ist anders, das musst du ganz für dich selbst entscheiden.
Zudem fällt es mir schwer Smalltalk zu halten, da es für mich einfach keinen Sinn ergibt. Ich möchte nur das tun, was mich und auch meinen Gegenüber weiterbringt.
Ich öffne mich nur noch den Menschen, die es mir wert sind, die ich an meinem Leben teilhaben lassen möchte. Das sind die Menschen die ich liebe.
Es ist mir nicht wichtig was andere über mich denken, deshalb ist es auch nicht wichtig dass sie meine Ansichten kennen oder was ich gestern gemacht habe, wann ich das nächste mal in den Urlaub fahre oder warum ich mein Kleiderschrank nicht voll ist mit Markenklamotten.

Was möchte ich dir mit auf den Weg geben? Tue das, was dich glücklich macht. Nicht das, was andere von dir erwarten. Bleib dir selbst treu und zeige nur so viel von dir, dass es dich nicht belastet. Der Mensch ist ein Individuum und ich möchte nicht sagen, dass Menschen die offen sind und schnell auf Menschen zugehen, es in Zukunft sein lassen sollen. Nein, dieser Artikel richtet sich an zurückhaltendere Menschen (wie mich), denen oft nachgesagt wird sie seien schüchtern. Denen oft Druck gemacht wird, mehr von sich preiszugeben. Das musst du nicht! In erster Linie musst du dir selbst gefallen und nicht den Menschen, die du wahrscheinlich nie wieder siehst. Ich habe mich lange unter Druck setzen lassen, habe versucht offener zu werden. Aber das bin nicht ich, nein!
Deshalb: Sei du selbst, sei das, was DICH glücklich macht, nicht das was andere von dir erwarten, auch wenn es manchmal der steinigere Weg ist.
Bleib dir treu. Sei glücklich.

Komm bald wieder.

Deine Hanna


Danke Hanna für deinen Gastbeitrag! Hanna findet Ihr im Netz unter   Projekt Hanna  – Instagram

 

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Minimalismus & Hamsterkäufe

Little hamster in a basket

© asolo79 – Fotolia.com Little hamster in a basket

In den letzten Tagen habe ich lange nicht mehr so gelacht, wie die über die Stilblüten, die das Wort Hamsterkäufe durch das Netz getrieben hat. Gestern konnte ich noch guten Gewissens im Postilion lesen, dass ich wohl aufgrund meines erhöhten Körperfett Anteils save bin.

Bei der allgegenwärtigen Lebensmittelverschwendung, bin ich der festen Überzeugung, dass viele Haushalte jetzt schon einen mehr als ausreichenden Vorrat zur Verfügung haben. Aber Spaß beiseite. Ich bin froh in einer Generation aufgewachsen zu sein, die mit dem Thema Krieg, bis jetzt nur am Rande in Berührung gekommen ist und hier in Deutschland nie die schlimmen Zustände und Erfahrungen erleben musste, wie noch Generationen vor mir. Trotz der erhöhten Gefahrenlage durch terroristische Anschläge fühle ich mich sicher. Es gibt viele Länder auf dieser Erde, wo man dies nicht kann.

Die Empfehlungen für einen Sicherheitsvorrat variieren von Land zu Land wirklich sehr stark, von nicht vorhanden bis hin zu speziellen Anbietern die Notrationen anbieten, die 20-30 Jahre haltbar sind.  In der öffentlichen Diskussion wird oft angeführt, dass die Empfehlungen gerade zu einem ungünstigen Zeitpunkt veröffentlicht worden sind und diese die Angst der Menschen weiter vergrößern könnten. Ironischerweise geht es genau um das Gegenteil. Ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln in Form von Besitz.

Jeder der sich mit Minimalismus ein wenig beschäftigt hat, weiß, dass wenn die Grundbedürfnisse gedeckt und ein gewisses Einkommen erreicht ist, nicht automatisch mehr Glück mit mehr Geld einhergeht.

Ich persönlich neige auch bei einigen Produkten zum hamstern. Dies hat eher praktische Gründe, dennoch habe ich mich aufgrund der Debatte einmal mehr gefragt, ob dies wirklich nötig ist. Deswegen werde ich bis ende des Jahres einige meiner “Vorräte” aufbrauchen und schauen wirklich nur noch mit 1 Stück im Vorrat + 1x in Benutzung auszukommen. Konkreter gesagt sind es bei mir Produkte wie Haargel, Rasierschaum, Rasierklingen, Spülmittel, Waschmittel, meine Lieblings Sneaker und ein paar Sachen mehr.  Die meisten dieser Dinge werden bis Ende des Jahres locker reichen. Meine Idee dahinter ist, dass ich mir nun über die Anschaffung eine lange Zeit keine Sorgen mehr machen muss. Außerdem ist sichergestellt, dass ich diese Dinge tatsächlich benutze und nichts davon dem Verfallsdatum zum Opfer fällt.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch eine Kehrseite des ganzen, das ist der verbrauchte Platz. Glücklicherweise habe ich genug Möbelstücke um die Vorräte zu beherbergen, aber von Zeit zu Zeit hinterfrage ich auch diese. Da mein Internetanschluss Anfang Januar ausläuft und ich noch nicht vor habe, direkt wieder einen neuen Vertrag anzufangen, hinterfrage ich aktuell meinen Fernseher sowie den Schrank, in dem dieser steht. Ich konsumiere Filme meist über Streaming (Apple TV / AmazonPrime) und das klassische Fernsehen interessier mich immer weniger.

Hamstern ist für mich eine negative Ausprägung von zu viel sowie einer Illusion eines Sicherheitsbedürfnis. Es muss bessere Wege geben die Versorgung intelligenter zu gewährleisten (> googelt mal nach Transition Town) und Sicherheit in den Köpfen wiederherzustellen.

 

Welche Meinung habt ihr zum Thema Hamstern? Haltet ihr gewisse Produkte in einer größeren Menge vor? Was sind eure Beweggründe dafür? Weniger Verpackungsmüll? Sicherheit? Einfachheit? Ich freu mich auf eure Kommentare