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Beim Bloggen geht es um Dich

Kaffeebecher Macbook und Notizbuch auf einem Schreibtisch

© peshkov – Fotolia.com

Ich lese immer wieder Fragen zum Thema bloggen, die darauf abzielen Mehrwert für den User zu generieren. Texte werden SEO optimiert, gestylt und mit Keywords versehen, damit auch noch die Suchmaschine ihre helle Freude hat.
Ich finde diese Überlegung grundsätzlich falsch. Die ursprüngliche Idee eines Blogs ist immer noch ein online Tagebuch, in dem Du Dinge festhälst, die Dir persönlich passiert sind.

Wenn ich einen Blog lese, will ich durch die Zeilen den Menschen sehen. Mitfühlen, miterleben, mit dabei sein, ungefilterte Emotionen, Erkenntnisse, Umbrüche, Höhen und Tiefen.
Ich will etwas Ehrliches.

Ehrlichkeit ist selten geworden in einer Welt, in der es darauf ankommt, welchen BMI man hat, welche Klamotten man trägt und welchen Lifestyle man pflegt.

Das heißt natürlich nicht, dass alles auf dem Blog egal ist und es nur auf die geschriebenen Wörter ankommt. Ich freue mich darüber, wenn ein Blog klar strukturiert ist. Wenn sich jemand Gedanken über das Design, die verwendeten Farben, die Menüstruktur und seine Social Media Kanäle gemacht hat.
Zu wider sind mir diese ganzen anderen Überlegungen. Meld dich jetzt an für meinen Newsletter und du erhälst mein Ebook XY in 10 Schritten zu mehr … bla bla….

Ich sehe diese verschiedenen Kanäle immer nur als Angebot, die Inhalte über einer anderen Platform nutzen zu können. Ähnlich wie das bereit stellen eines RSS Feeds. Du willst die Seite nicht immer ansurfen? Dann Aboniere sie, dort wo du bist. Egal ob als E-Mail. Facebook Seite, TwitterAccount oder bei google+ .

Angebote wie Pinterest und Instagramm sehe ich als Erweiterung an. Hier geht es nicht darum nur dein Artikelbild zu pushen, sondern weitere Einblicke zu geben. In dein Leben, deine Interessen und passend zu Themen, die dich interessieren.

Was für Blogs lest ihr gerne und wie seht ihr massive Werbung und zu starke Optimierung?

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Glück durch Weniger

Full Length Rear View of Female Hiker Wearing Backpack Pausing on Trail to Admire View of Lush Green Mountain Valley on Bright Sunny Day

© XtravaganT – Fotolia.com

Man kann Minimalismus aus zwei Richtungen begegnen. Aus der einen Richtung geht es um das Weglassen von etwas. Es geht um Beschränkung, Entsagung und das Führen eines einfaches Leben. Aus der anderen Richtung geht es darum zu identifizieren, was einem im Leben wirklich wichtig ist. Es geht darum zu einem Kern vorzudringen und auf diesem Weg Unnützes zu Eleminieren.
Wir reden hier aber eigentlich von zwei Seiten der gleichen Medaille.

Unser Alltag ist voll von Entscheidungen, die getroffen werden müssen.
Dabei werden Entscheidungen schon, bei so einfachen Dingen, wie dem Einkauf von Lebensmitteln, immer komplexer. Es gibt immer neue Produkte und vielfältigere Kriterien, nach denen wir auswählen können. Egal ob Produktionsbedingungen, Inhaltsstoffe, Herstellungsregion, Zubereitungsart und Preis, es ist, ein ständiges Für und Wider in unserem Kopf.

Experimente haben gezeigt, dass eine zu große Wahlmöglichkeit uns tatsächlich überfordern kann.
Wenn unser Leben schon an der Kühltheke kompliziert ist, wie sieht es dann mit Arbeit, Beziehungen zu anderen Menschen und Freizeit?

Ich glaube viele Minimalisten empfinden Glück durch die Vereinfachung von Entscheidungen und Wahlmöglichkeiten. Wer nur noch 10 T-Shirts besitzt, muss sich um das tägliche Outfit keine großen Gedanken mehr machen.
Wer nicht in 10 Sozialen Netzweken ist sondern nur bei Facebook, der weiß, wo er sich einloggen wird, wenn er etwas bei seinen Freunden lesen möchte, oder etwas teilen will.

Das alles sind wirklich befreiende Entscheidungen, die einem das Leben insgesammt einfacher machen.
Man schafft es dadurch sich an den kleinsten DIngen zu freuen und eine unglaubliche Befriedigung daraus zu ziehen.

Welche Erfahrungen habt ihr im Bereich Glück und Minimalismus gemacht?
Teilt sie gerne in den Kommentaren!

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Viele Wege führen zu Dir

© Sondem - Fotolia.com

© Sondem – Fotolia.com

Jeder von euch kennt bestimmt den Moment, wo ihr an eine Kreuzung kommt und ihr nicht genau wisst, in welche Richtung es nun weiter gehen soll.

Genau so ging es mir in letzter Zeit mit diesem Blog. Ich wollte als, Konstante wenigstens ein Mal die Woche, ein Zitat online stellen und mit Gastartikeln und Lebenszeichen, euch eine kleine Erhaltungsdosis bieten, bis ich für mich den richtigen Weg gefunden habe. Diese Woche hat mich dann der Umstand wach gerüttelt , dass auf einmal ein leeres Zitat auf dem Blog stand. Einfach so. Ohne Inhalt. Dazu dann noch die passenden Kommentare.

Heute Morgen hat es dann klick gemacht.

Worum geht es beim Bloggen? Worum bei Minimalismus leben? Es geht hier um mich. Um meinen Weg, den ich ganz persönlich gehe. Es geht um Veränderung, um Bewegung und die positiven und negativen Folgen meines Handelns. Und natürlich geht es um Dich. Ich hoffe, dass du auf diesem Blog Anstöße findest, dein Leben in eine positivere Richtung zu verändern. Egal ob du es jetzt schaffst, tiefer durch zu atmen, deine Wohnung aufzuräumen, Minimalist zu werden oder einfach mal über einen Beitrag zu lächeln und dich darin wieder zu entdecken.

Die letzten Wochen und Monaten waren bei mir voll mit Veränderung. Ich bin ein Jahr älter geworden und musste erst wieder meinen Rhythmus finden. Ich habe intensive Gespräche geführt über Selbstliebe, Achtsamkeit, Ernährung, gesellschaftlichen Wandel, Familie und vieles mehr.  Ich habe gedacht, das vieles davon nicht auf diesen Blog gehört, doch heute sehe ich es anders.

Ich wollte wieder mit einem Paukenschlag zurückkommen. Aber es gibt beim Bloggen nicht den einen Artikel, sondern immer die Veränderung zwischen den Zeilen, die eine Entwicklung dokumentiert. Deswegen wird es vielleicht in nächster Zeit mehr Artikel wie diesen geben. Noch persönlicher, noch direkter, manchmal auch ohne direkten Bezug zu Minimalismus. Dafür aber zu anderen Themen die Leben, Veränderung und persönliches Wachstum ausmachen.

Was Du und ich aus dieser Episode lernen können ist, dass es viele Wege gibt, mehr über dich selbst zu erfahren. Ein paar Anstöße möchte ich dir noch mit auf den Weg geben:

  1. Gespräche: Wir unterhalten uns so oft mit Menschen und sagen doch so wenig. Führe einfach einmal ein gutes, intensives Gespräch mit einem Menschen, den du schätzt und wachse daran.
  2. neue Themenfelder: Beschäftige dich doch mal mit etwas anderem. Wolltest du immer mal etwas Häkeln, einen eigenen Clip für YouTube machen, besser Vorlesen oder Salsa tanzen. Mach es, JETZT!
  3. Stille: Setz dich hin, atme tief, schließe die Augen, lass Gedanken kommen und gehen
  4. (Selbst-)Reflexion: Frag nach dem Warum!

Ich freue mich auf eure Kommentare

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Minimal Kon – Jahrestreffen 2016 für Minimalisten aus D-A-CH

Minimal_kon

Das fünfte Jahr in Folge organisieren wir nun ein jährliches Treffen für alle, die sich gerne mit gleich gesinnten Austauschen wollen.

Ihr könnt es euch vorstellen, wie einen großen Minimalismus Stammtisch. Mit dem Unterschied, dass es einig Vorträge zu verschiedenen Aspekten von Minimalismus geben wird. Unter anderem Aspekte wie Zero Waste, Achtsamkeit, Persönlichkeitsentwicklung und natürlich auch eine Einführung, was Minimalismus als Lebensstil eigentlich ist.

Sehr wichtig ist es uns auch ,dass ihr genug Raum habt euch auch gegenseitig kennenlernen zu können und auszutauschen. Ich freue mich besonders darüber, viele von euch das erste Mal zu sehen und alte Bekannte und Freunde wieder zu treffen.

Termin ist der 28. August 2016 in Essen im Unperfekthaus.

Für die Anmeldung haben wir eine eigene Seite aufgesetzt. www.minimal-kon.de

Dort findet Ihr neben Anfahrt, Anmeldeformular und Programm alle Informationen, die ihr für das Treffen braucht.
Die finalen Vorträge werden wir bis Anfang Juli online stellen.

Im letzten Jahr hat sich herausgestellt, dass es ideal war, dass viele Teilnehmer im gleichen Hotel untergebracht waren. Ich würd mich freuen viele von Euch im Bildungshotel Blücherstraße 1, Altenessen, Essen, 45141 anzutreffen. Ich werde von Samstag bis Montag in Essen sein. Für die von Euch, die nicht nur Sonntag vor Ort sind, finden wir bestimmt eine Möglichkeit, dass wir Samstagabend gemeinsam etwas Essen und Montag vor der Abfahrt frühstücken.

Ein paar Worte möchte ich noch zum Unperfekthaus verlieren. Es ist ein unglaublich toller Ort. Und ihr sollte am Tag der Veranstaltung euch auch die Zeit nehmen, dieses Haus zu erkunden. Ihr entdeckt dort Kreative aus nur allen möglichen Bereichen und es gibt eine besondere Atmosphäre.

Ich freue mich auf die Minimal Kon 2016 mit euch.

Danke an dieser Stelle ganz besonders an Svenja für die Hilfe bei der Seite und der Organisation und im Voraus an alle Speaker und tollen Menschen, die im Hintergrund diese Veranstaltung wieder möglich gemacht haben.

 

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Gastbeitrag: Was fehlt dem Minimalisten noch zu seinem Glück?

Cashewnüsse aus dem Vorrat

© Doris Heinrichs – Fotolia.com

Oder wie ein Minimalist wohl eher sagen würde: Was habe ich noch zu viel zu meinem Glück?
Stellt euch mal vor, in eurem Badezimmer liegt statt einer Shampooflasche, einer Duschgelflasche, einer Handwaschseife, einer Flasche Rasierschaum und einer Gesichtsreinigungslotion nur ein einziges Stück Seife. Klingt das nicht wie ein minimalistischer Traum?

Es sind ja schließlich nicht Dinge, die einen Minimalisten glücklich machen, sondern viel mehr, sich von unnötigen Dingen zu trennen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Was aber bleibt, wenn die Wohnung ausgeräumt ist und alle Schränke entrümpelt sind? Der Unort des reduziertesten Haushaltes ist versteckt unter der Spüle in der Küche – der Hausmüll. Denn selbst der konsumreduzierteste Mensch wird sich in unserer Gesellschaft in mindestens zwei Bereichen weiterhin versorgen müssen: Körperpflege und Lebensmittel. Und diese zwei Bereiche reichen aus für ein völlig unkontrolliertes Chaos in der Tonne. Einmal einkaufen und der Mülleimer ist wieder voll. Die wirkliche, minimalistische Vollendung kann also nur finden, wer auch diesen Ort unter Kontrolle bringen kann.

Zero Waste ist das Stichwort. Zero Waste macht nicht nur vor, wie man im Badezimmer aus fünf Plastikflaschen Eins machen kann, sondern auch wie Vorräte von Toilettenpapier, Papiertaschentüchern, Küchenrolle und Frischhaltefolie der Vergangenheit angehören. Solche Einwegprodukte durch Mehrwegprodukte auszutauschen spart neben Müll auch Geld, Einkaufsaufwand und Platz in der Schublade. Alleine dadurch wird der Mülleimer schon ein ganzes Stück übersichtlicher.

Bei Lebensmittel ist es die Verpackung, die den Unterschied macht. Betrachtet man die Verpackung selbst als Produkt, so hat dieses Produkt einen klaren Nutzen, wie die Plastiktüte an der Kasse. Ihre Lebensdauer ist aber so gering, dass sie ökologisch nur schwer zu rechtfertigen ist. Wieso also die Verpackung nicht einfach selber mitbringen? Bei Obst, Gemüse, Käse, Brot und auch Kaffee ist das kein Problem. Spätestens auf dem Wochenmarkt oder in der Kaffeerösterei ist alles lose erhältlich und geht in die eigenen Stoffsäckchen, Dosen oder Gläser. Milchprodukte und Getränke nutzen ihre Verpackung einfach mehrmals, im Pfandsystem. Nur die trockenen Lebensmittel wie Reis, Linsen, Nudeln und Co haben es in sich. Paradoxerweise würde man denken, dass solche Lebensmittel am wenigsten Verpackung benötigen, aber genau sie sind es, die am meisten Kunststoff oder Aluminium mit sich bringen. Im normalen Einzelhandel haben wir da keine Chance.

Wie gut, dass endlich auch durch Deutschland eine Welle schwappt, die diesen Wahnsinn beenden kann und den Einzelhandel rück-revolutioniert. In bereits mehr als 20 sogenannten “Unverpackt-Läden” gibt es alles lose aus großen Lebensmittelspendern zum selber abfüllen in die eigenen mitgebrachten Gefäße und Beutel. Kiel hat es vorgemacht und Berlin und viele andere folgten dem Beispiel. Nur wir in Köln sitzen in unserer Wohnung immer noch auf 25 Kilo Lebensmittel-Pappsäcken. Der minimalistische Teil meines Herzens wird durch dieses Hamsterverhalten immer wieder auf die Probe gestellt. Der umweltbewusste Teil aber kann nicht mehr zurück zur Kunststoff-Kleinpackung aus dem Bioladen.

Deshalb machen wir nun endlich Schluss mit dem entscheiden und eröffnen den Unverpackt-Laden für Köln jetzt selbst Mit “Tante Olga” werden wir noch diesen Spätsommer eröffnen. Ohne fremde Hilfe schaffen wir dieses ambitionierte Ziel aber nicht und haben ein Crowdfunding gestartet, um Spenden zu sammeln. Das tolle am Crowdfunding ist, niemand muss viel Geld haben, aber wenn viele wenig Geld haben und nur ein bisschen davon abgeben, können solche tollen Projekte Realität werden. Deshalb rufe ich jedes minimalistische Herz dieser Nation auf: Unterstützt unsere Kampagne mit einem noch so kleinen Beitrag auf www.tante-olga.de und teilte sie mit möglichst vielen Menschen.

Über die Autorin:

Olga Witt lebt mit ihrem Mann Gregor Witt seinen drei Kindern und bald erwartetem weiteren Nachwuchs so müllfrei wie es ihnen möglich ist. Seit mehreren Jahren bloggt die Kölnerin über ihr Leben mit Zero Waste (www.zerowastelifestyle.de) und gibt Workshops und Vorträge zu dem Thema, um es anderen Menschen näher zu bringen und eine wirkliche Veränderung in der Gesellschaft anzustoßen. Um auch selbst an unverpackte Lebensmittel, als letzten fehlenden Baustein ihres müllfreien Haushaltes zu kommen, eröffnet sie mit ihrem Mann und ihrer Partnerin Dinah Stark im Sommer 2016 den 1. Kölner Unverpackt-Laden (www.tante-olga.de).