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© Marek - Fotolia.com

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Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass mir außerhalb von meinem Zuhause weder der Tee, der Kaffee oder die Cocktails schmecken. Ich bin anspruchsvoll geworden. Ich setze einen gewissen Standard voraus und ärgere mich sehr darüber. Ich kenne noch die Zeit, wo man nach schwarzem Tee gefragt hat und es keine Auswahl gegeben hat. Es wurde nicht gefragt ob Assam, Darjeeling, first oder second Flush. Beim Gin Tonic gab es auch keine Nachfrage, welcher Gin und welches Tonic und wenn man einen Kaffee bestellt hat, kam höchstens die Frage, Kännchen oder Tasse und keine Rezitation aller Variationen und Anbaugebiete.
Vieles ist natürlich schon besser geworden durch die Wahlmöglichkeiten, aber manches auch eben nicht. Ich finde die Gastronomen sollten sich alle einmal damit auseinandersetzen und eine größere Vorauswahl treffen.

Außerdem macht mich die Kennerschaft in einem Gebiet zum Nerd. Ich kann darüber philosophieren, gebe mehr Geld für dieses Produkt aus und die Chance enttäuscht zu werden ist deutlich höher wie vor ein paar Jahren. Was mich am meisten daran stört, ist dieses Abgehobene. Einen ehrlichen Filterkaffee nicht mehr richtig schätzen zu können oder bei einem Tee aus dem Teebeutel die Nase zu rümpfen ist gar nicht meine Art. Ich möchte zurück zu dem Punkt, wo ich losen Tee, Bio Fairtrade Espresso und andere Produkte als etwas Besonderes gesehen habe und nicht als meine normale wohl.

Meiner Meinung nach ist das ein Luxusproblem unserer Zeit. Es war früher einfacher, weil die Entscheidungsmöglichkeiten geringer waren und exklusive Güter einer elitären Schicht vorbehalten. Außerdem wollen sich viele Anbieter durch die Positionierung im Premiumsektor abheben und der Vergleichbarkeit entziehen.

Die Teekampagne ist ein gutes Beispiel dafür, wie man einen Kompromiss für alle Seiten finden kann. Es wird primär eine Sorte Tee importiert und durch die hohe Absatzmenge ein guter Preis erzielt, den sich viele Leisten können. So gewinnen am Ende alle.

Deswegen geht es bei mir wieder zurück zum eigenen Maß. Meine Kaffee Phase neigt sich etwas dem Ende und ich werde im Februar dazu übergehen wieder mehr Tee zu trinken. Dazu kommen dann noch grüne Smoothies aber das ist ein anderes Thema. Ich bin gespannt, ob ihr meinen Gedankengang nachvollziehen könnt und euch dieses Thema auch schon einmal untergekommen ist. Was ich aber noch klarstellen möchte, ist, dass es nicht darum geht, ein Konventionelles, anstelle eines Bio Produktes zu nehmen, sondern ein einfaches anstelle eines besonderen. Wer jeden Tag nur wie ein König isst, der weiß die Hausmannskost irgendwann nicht mehr zu schätzen. Deswegen zurück zu den Basics.

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4. Minimalismus Stammtisch Stuttgart

© monropic – Fotolia.com

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Ich habe heute in der Minimalismus Facebookgruppe einen Hinweis zu einem Stammtisch in Stuttgart gefunden und möchte Ihn gerne mit euch Teilen. Ich habe Gero gefragt. Hier findet Ihr alle Infos und die Möglichkeit euch anzumelden.

Hallo, liebe Minimals !

Ihr habt einen minimalistischen Lebensstil für Euch entdeckt ?

Habt das Gefühl, dass es Sinn macht, zu reduzieren statt anzuhäufen, zu reparieren statt wegzuwerfen, zu teilen statt alleine zu nutzen ? Dann kommt doch zu unserem Stammtisch !

Hier trifft sich eine kleine Gruppe von Menschen, die der Konsumwelt kritisch gegenüberstehen und die sich Gedanken zum verantwortungsvollen Umgang mit unseren Ressourcen (Produkte, Energie, Zeit) machen.

Der Stammtisch ist themenoffen. Jeder Teilnehmer begreift und lebt das Thema Minimalismus anders. Egal, ob ihr in einem Bauwagen, oder auf einem Schloß wohnt- ich denke, Minimalismus kann auf jedem Level praktiziert werden. Ich freue mich auf Eure Ansichten und Einsichten.

Bitte meldet Euch an, damit ich einen passenden Tisch reservieren kann.

Viele Grüße, Gero

Link zur Meetup Veranstaltung

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Minimalismus leben im Radio

© antoniobanderas - Fotolia.com

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Ende Dezember war ich bei Radio Bremen zu hören.

Minimalismus leben – Gespräch mit Michael Klumb
Die vielen Dinge machen arm und Konsum kann regelrecht zum Terror werden – nicht nur zur Weihnachtszeit. Aber wie entgeht man der Wohlstandsfalle, in der wir uns alle nur allzu bequem einrichtet haben? Einer, der seit Jahren als “Minimalist” ein anderes Verhältnis zu den Dingen praktiziert, ist Michael Klumb. Im Gespräch mit Tinia Würfel erklärt er, warum Verzicht auf Überflüssiges das Leben enorm bereichern kann.

Hier findet Ihr den Podcast

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3. Minimalismus Stammtisch Köln Bonn

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Der 3. Minimalismus Stammtisch Köln/Bonn hat nun endlich auch einen Termin und eine Location gefunden. Wir treffen uns am 1. März um 13:00 im Café des Wallraf Richartz Museums in Köln. Wir haben Tische für 15 Leute reserviert und haben aktuell schon 7 Zusagen. Ich freue mich schon sehr euch Alle wiederzusehen und mich den Nachmittag mit euch über Minimalismus auszutauschen.

Anfahrt:
Das Café befindet sich direkt neben dem Museum schräg gegenüber des Rathauses. Wenn Ihr mit der Bahn anreist, steigt Ihr am besten an der Haltestelle Heumarkt aus und lauft die 5 Minuten zu Fuß rüber. 2 Parkhäuser befinden sich in der unmittelbaren Nähe.

Martinsstraße 39 – 50667 Köln


Google Maps Generator by RegioHelden

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Nein, ich mag keine Möbel kaufen!

Gastbeitrag von Jana. Ihr findet Jana bei JANALOG. Sie hat übrigens das Minimalismus Leben Logo designed 

© http://janalog.de

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Mir ist aufgefallen, dass ich gerade ein ziemlich krummes Verhältnis zu Möbeln habe.

Da ich in den letzten Jahren so viel umgezogen bin und meist möbliert gewohnt habe, musste ich mir darum keine Gedanken machen. Jedoch habe ich mir vor zwei Jahren drei Möbelstücke zugelegt, da ich nur ein unmöbliertes Zimmer gefunden hatte. So gehören inzwischen ein Bett, ein Schreibtisch, Stuhl sowie eine Kommode zu meinem Hab und Gut.

Was für eine Belastung das bei einem Umzug ist habe ich vor vier Monaten gemerkt, als ich meinen mit 700km bisher längsten Umzug hinter mir hatte.

Als die Möbel aufgebaut waren und es an das einrichten ging, merkte ich, dass ich zu wenig Staufläche für mein Füllmaterial hatte.  Ach du weh! Dabei hatte ich schon vor dem Umzug überflüssigen Fotokram verkauft! Doch irgendwie braucht mein Hobby doch das ein oder andere Zubehörteil, da will und kann ich mich nicht durch den Minimalismus beschränken. Ich steh dazu, genau wie zu meinen Büchern. Kein überflüssiges Teil, nur Sachbücher!

Nun habe ich hier kein ein Bücherregal für die Bücher und ich fand mich plötzlich in dem Zwiespalt Möbel oder Unordnung wieder. Mein Zimmer sah trotz seiner fast 20qm und den wenigen Möbeln aus wie ein kleines Schlachtfeld.

Die Tage vergingen und ich stöberte in Kleinanzeigen und Second Hand Möbelgeschäften nach einem Regal oder ähnlichem. Ich fand jedoch nichts, da ich zu feste Regeln habe: Es kommt nix an die Wand. So waren auch Holzkisten oder Regalbretter an der Wand keine Alternative! IKEA? Nicht weit weg, günstig….aber nein. Wenn dann Second Hand.

Mein Gewissen und meine Überzeugungen ringten wirklich tagelang in meinem Kopf miteinander, bis ich Anfing meine kleineren Bücher auf dem Fensterbrett zu stapeln. Zwar kann ich nun das eine Fenster nicht mehr ganz aufmachen, aber egal. Ich hab ja zwei große!

Ich bin sehr zufrieden mit dieser Lösung, zudem finde ich es auch schick und ich habe meinen Bestand sehr gut im Blick. Ausgeliehene Bücher finden ihren Platz auf dem anderen Fensterbrett.

Jedoch befanden sich immer noch meine großen Bücher und die Ordner auf meiner Kommode, welche ich eigentlich als kleinen Steharbeitsplatz nutzen mochte. Nach einer Weile fielen mir meine übrigen, schon weggepackten Umzugskartons wieder ein. Nun wurden vier wieder ausgegraben, aufgebaut und jeweils zwei aufeinander gestapelt hinter mein Bett gestellt. Die unteren Kisten sind leer bzw. eine beinhaltet mein Fotolaborzeug, welches ich gerade nicht benötige. In die zwei oberen kamen nun die Bücher sowie Ordner mit dem Rücken nach oben. Somit hat man, nachdem man die Klappen des Kartons aufgemacht hat, gleich eine gute Übersicht und findet schnell was man braucht. Klappe zu und es ist aufgeräumt! Zwar ist das nicht die hübscheste Lösung, doch mir taugts.

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ganz oder gar nicht !

© Masson - Fotolia.com

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Kennt Ihr das? Die „Ganz oder gar nicht“ Situation. Ihr wollt etwas aussortieren und schwankt zwischen Ja und Nein. Ganz oder gar nicht?
Ich stehe ganz oft vor dieser Frage. Soll ich meine Heimbar komplett abschaffen, soll ich mein MacBook abgeben und nur noch mit einem iPad arbeiten, soll ich alle T-Shirts einstampfen und mir 10 graue fairtrade, Shirts holen und es mir beim Thema Kleidung so einfach machen wie Mark Zuckerberg und Steve Jobs?

Die Idee dahinter ist toll. Es geht darum eine einfach und klare Entscheidung zu treffen, die sich in der Zukunft wiederholen lässt. Wenn ich nur noch diese Shirts habe, stellt sich nicht mehr die Frage, was ich anziehe oder wenn ich etwas ersetzen will, was ich mir neu kaufe.
In der Praxis muss ich immer wieder feststellen, dass es häufig sinnvoller ist, einen Kompromiss einzugehen. Nur graue T-Shirts können mit der Zeit auch langweilig werden. Der richtige Weg liegt meist irgendwo zwischen ganz oder gar nicht.

Im Weg steht einem dann meist der eigene Anspruch, die perfekte Entscheidung treffen zu müssen. Meist können wir die kompletten Auswirkungen einer Entscheidung nicht vorhersehen. Wir treffen Sie und sehen, was danach passiert.

Ich kann euch nur ans Herz legen nicht jede Entscheidung bis ins letzte Detail zu zerdenken, sondern eurem Bauch und eurem Herz zu vertrauen. Die meisten Entscheidungen lassen sich mit Geld, Zeit und etwas aufwand rückgängig machen.