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ein Hoch auf die Verrückten

© Biletskiy Evgeniy Fotolia.com

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… denn die Menschen, die verrückt genug sind zu denken, sie würden die Welt verändern … sind diejenigen, die es tun werden. – Steve Jobs

 

Wie oft haben mich schon Menschen in meinem Leben für verrückt gehalten? Ich weiß es schon nicht mehr. Du willst Musik auflegen? Minimalismus als Lebensstil? Du nimmst dir eine personal Trainerin? Du machst jetzt einen Podcast? Du machst eine Optiker Ausbildung? Du machst einen Cocktailkurs? Eine Qigong Kursleiterausbildung? Du hast 40 Taiqiquan Bücher?

Ja alles von dem oben Genannten stimmt und ich bereue absolut nichts davon. Nicht alles, was ich in der Vergangenheit gemacht habe, führe ich heute fort. Aber es gehört zu mir und macht aus mir ein großes Stück weit den Menschen, der ich bin.

Alle die, die einen Wunsch in sich tragen, sollten ihn ausprobieren, sollten sich ihm Stellen und schauen, ob dieser Wunsch nicht die Kraft hat, ihr Leben zu verändern. Es muss ja nicht die Welt sein, wie bei Steve. Wir haben verlernt, groß zu träumen. Wir sind gefangen in einem Hamsterrad. Uns wird erklärt, wie unsere Karriereleiter aussieht oder wie sie endet.

Aber es gibt die verrückten, die im Regen den Kopf in den Nacken legen, und jeden Tropfen des Regens spüren und sich darüber freuen, im Hier und Jetzt zu sein.  Gebt euren Wünschen nach, und fangt an zu nähen, zu rudern, zu genießen und zu fliegen. Ich glaube ihr wisst mittlerweile, was ich meine und was es in eurem Leben ist, was ihr immer schon einmal tun wolltet.

Und jetzt geht da raus in diese Welt und tut es. Es geht nicht darum, das Ihr der Beste sein, in dem was ihr tut. Es geht darum, das ihr etwas mit Leidenschaft machst und daran glaubt. Dies gibt euch eine unglaubliche Freiheit, die man gar nicht in Worte fassen kann.

Wann habt ihr schon einmal etwas verrücktes gemacht?

P.S. Ich wünsche euch ein paar tolle Ostertage

 

Linktipp: Die komplette Rede von Steve findet ihr hier bei MacHistory

 

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Gastbeitrag: So viel Zeit kostet Besitz

© Syda Productions - Fotolia.com

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Gegenstände kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit. Aber wie viel Zeit genau? Ich habe versucht, das für ein paar Beispiele auszurechnen.

Beim Entrümpeln kommt mir immer seltener, aber doch hin und wieder der Gedanke: “Warum sollte ich das weggeben? Dieser Gegenstand stört mich doch jetzt nicht mehr.” Ist etwas bereits gekauft und bezahlt, fällt es schwer, sich wieder davon zu trennen. Das fühlt sich ein wenig nach Verschwendung an. Die Frage ist, ob mich die Dinge, die ich bereits besitze, noch weiter etwas kosten. Zeit zum Beispiel.

Als Beispiel ist mir zuerst eine Bluse eingefallen. Ich trage selten Blusen, doch letzte Woche ist meine Oma 80 geworden und so ein Anlass verlangt schon mal nach einer Bluse. Um diese Bluse zu kaufen, musste ich zunächst in das Geschäft fahren. Klamotten kaufe ich selten im Internet, ich probiere sie lieber an. Zur nächsten Stadt mit Einkaufsstraße sind es von mir aus 25 Minuten mit dem Auto. Inklusive Parkplatzsuche hat es ungefähr 30 Minuten gedauert, bis ich schließlich im Geschäft stand. Dann habe ich 20 Minuten gebraucht, um die richtige Bluse zu finden. Der Rückweg dauerte wieder 30 Minuten. Nun sollte man Kleidungsstücke, die direkt auf der Haut aufliegen, vor dem ersten Tragen waschen. Waschmaschine füllen, anschmeißen und die feuchten Klamotten danach aufhängen dauert 10 Minuten. Dann kommt die Tätigkeit, die der Grund dafür ist, dass ich selten Blusen trage: Das Bügeln. Ich kann es, aber ich hasse es. Für die Bluse brauche ich mit Auf- und Abbau des Bügelbretts ca. 10 Minuten. Würde ich diese Bluse alle zwei Wochen tragen, würde sie mich im Monat 40 Minuten kosten. Klar, ich möchte nicht nackt durch die Gegend laufen. Doch bei einem T-Shirt, das ich nicht bügeln muss, spare ich monatlich 20 Minuten Zeit. Und was kann man in 20 Minuten nicht alles machen?

Wie schnell werde ich den Gegenstand wieder los?

Nicht eingerechnet ist die Zeit, die ich dafür benötige, die Bluse wieder loszuwerden. Am schnellsten geht das noch, wenn ich zum nächsten Altkleidercontainer fahre. Dafür brauche ich etwa 15 Minuten. Aber ich bringe aussortierte Gegenstände lieber in Sozialkaufhäuser, und das kostet mich mit Fahrt eine Stunde.

Ein weiteres Beispiel für einen Gegenstand, der noch nach dem Kauf verdammt viel Arbeit macht, ist unsere Schneidemaschine. Ein Kasten, mit dem man schnell Lebensmittel zerkleinern kann. Mein Freund hat das Ding vor ein paar Jahren gekauft und wir haben es schon oft benutzt. Doch meistens greife ich lieber zum altbewährten Küchenmesser. Denn allein für das Zusammenbauen brauche ich drei Minuten, um es auseinander zu bauen und in der Spülmaschine zu verstauen noch einmal 2 Minuten. Sind alle Teile sauber, muss ich sie wieder zusammensetzen und wegräumen. Wieder 3 Minuten. Macht jedes Mal insgesamt 8 Minuten. Sagen wir, ich benutze die Schneidemaschine einmal in der Woche, sind das 32 Minuten im Monat und 384 Minuten oder 6,4 Stunden im Jahr.

Die meiste Zeit geht jedoch für den Kauf eines Gegenstandes drauf. Und dafür, ihn später wieder loszuwerden. Deshalb finde ich es sinnvoll, etwas gar nicht erst zu kaufen.

Ein gutes Beispiel sind Handys. Meins hat sich jetzt nach fast vier Jahren Nutzung in den Ruhestand verabschiedet, weshalb ich gezwungen war, es zu ersetzen. Natürlich, ich  hätte es auch einfach weglassen können, aber dafür bin ich auch beruflich zu sehr darauf angewiesen. Also musste Ersatz her. Schon nach ein paar Minuten Recherche wusste ich, dass ich nichts wusste. Vor allem nicht, für welches Gerät ich mich entscheiden sollte. Glücklicherweise hat mein Freund mehr Ahnung davon und dieses Speicherplatz-Vergleichen macht ihm auch noch Spaß. Also habe ich auf seine Vorauswahl vertraut und das Gerät bestellt, was ungefähr 20 Minuten gedauert hat. Allerdings benötigt das neue Smartphone eine kleinere Sim-Karte, die ich ebenfalls neu bestellen musste: Macht  weitere 20 Minuten (musste erst noch das Passwort erneuern) und 25 Euro. Beides kam nach ungefähr einer Woche an. Mein Freund hat sich erbarmt, mir das neue Handy einzurichten. Er hat dafür zwei Stunden gebraucht, bei mir hätte es sicher einen ganzen Tag gedauert. Die Zeit, die ich mit sinnlosem Surfen verschwenden werde, möchte ich gar nicht mitrechnen. Ich hoffe, dass ich jetzt wieder mindestens vier Jahre meine Ruhe habe.

Der Gegenstand, der am meisten Zeit kostet, ist allerdings das Auto. Allein beim Kauf: Ich kenne Menschen, die monatelang Modelle vergleichen und sich Autos anschauen, bis sie endlich zu einer Entscheidung kommen. Es kann sein, dass der Traumwagen am anderen Ende Deutschlands abgeholt werden muss. Die An- bzw. Ummeldung kostet Wartezeit und Nerven, dann will so ein Auto regelmäßig getankt, gewaschen, gewartet und repariert werden. Ich habe mal versucht, eine grobe Rechnung dazu aufzustellen:

Recherche und Kauf (inklusive Besichtigungen und Anfahrt): 20 Stunden (nett geschätzt)

Anmelden mit Wartezeit: 1-2 Stunden (kommt drauf an, wie voll das Wartezimmer und wie langsam die Behörde ist)

Pflege: Alle 3 Monate Waschanlage (20 Minuten mit Anfahrt), Innenraum saugen 10 Minuten, Innenraum putzen 20 Minuten

Technische Durchsicht 1 Mal im Jahr: Anfahrt zur Werkstatt, Wartezeit, Abholen 60 Minuten insgesamt

Reifenwechsel 2 Mal im Jahr: Anfahrt, Wartezeit, Abholen 60 Minuten insgesamt

Reparatur: Schwer zu kalkulieren, vor allem ärgerlich

Scheiben kratzen im Winter: 5 Minuten/Tag

Was Gegenstände wirklich kosten, lässt sich also nur schwer kalkulieren. Wir bezahlen Geld  immer mit einem Teil unserer Lebenszeit (dieser Tausch nennt sich Arbeit), um uns Dinge kaufen zu können, die wieder unsere Zeit fordern. Um wenig Besitz muss man sich auch nur wenig kümmern. Auf Konsum zu verzichten, bedeutet somit, dass du echte, wertvolle Lebenszeit sparst. Und die ist das Einzige, von dem du niemals mehr bekommen kannst.

Gastbeitrag von Pia Mester.  Sie schreibt auf Malmini.de über Minimalismus als Lebensstil.

Danke Pia!

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ein Buch die Woche

© LoloStock - Fotolia.com

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Wie schafft man es, ein Buch die Woche zu lesen, obwohl man schon nicht genug Zeit hat, für den Sport, das Treffen mit Freunden, den Haushalt und wichtige Briefe?
Ich kenne viele Menschen, die es schaffen im Jahr 50 Bücher zu lesen und ich habe mich eine lange Zeit gefragt, wie sie es schaffen.Wenn ich einmal herunterbreche, wie viel Zeit so etwas in Anspruch nimmt, komme ich auf ca. 4-5h die Woche an Lesezeit, wenn ich 45 Seiten in der Stunde lese und ein durchschnittliches Buch 200-300 Seiten hat.

Was braucht es also zum Lesen? Ein Buch und deine Aufmerksamkeit. Ich sehe überall Menschen auf Bildschirme starren. Wieso nicht diese Zeit nutzen, um ein Buch zu lesen oder einen eBook Reader in die Hand nehmen. Natürlich ist der ideale Fall, wir sind zu Hause, machen uns eine schöne Tasse Tee oder Café. Nehmen auf unserem Lieblingsmöbelstück platz, eine Decke über die Beine, Telefon aus, Smartphone aus und dann haben wir ablenkungsfreie Zeit. Schönes Bild oder? Es entspricht aber weder meinem und wahrscheinlich auch nicht deinem Alltag. Wir stehen auf, machen uns fertig, frühstücken und machen uns dann auf den Weg zur Arbeit.Die Pausenzeit nutzen wir für einen Spaziergang, das Mittagessen oder andere Dinge und nach dem Rückweg nach Hause, steht das Treffen mit Freunden, Fernsehen (nicht bei mir), Haushalt, kochen und einiges anderes auf dem Plan.

Trotzdem gibt es Wege ein Buch die Woche zu lesen. Ich bin kein Freund von Speedreading. Dieses Konzept habe ich einmal in einem Buch von Tim Ferriss gelesen und es ausprobiert. Ja, man kann die Lesegeschwindigkeit erhöhen, zahlt aber auch einen Preis dafür. Lesen wird anstrengender und es gehen teilweise Details verloren. Die Zeit fürs Lesen liegt in unseren Wegen von und zur Arbeit und vor dem Einschlafen verborgen. Abends noch einmal 30 Seiten vor dem Einschlafen und auf dem hin und Rückweg zur Arbeit noch mal 50 Seiten. So lesen wir entspannt ein Buch in der Woche. Außerdem kennt bestimmt jeder von uns eine Person, die immer ein Buch in der Hand hat. Ich kann mich noch gut an jemand aus der Schulzeit erinnern. Sie hatte immer ein Buch, egal ob in der Bahn oder in der großen Pause. Es ist also ohne Weiteres möglich.

Eine Alternative zum Lesen eines klassischen Buchs sind für mich Hörbücher. Die Büchereien sind voll damit und es gibt auch einige Anbieter, die Hörbücher im Abo anbieten, bequem auf dem Smartphone. Für mich ist das eine Prima Sache, aber ich kenne viele, die es nicht schaffen einem Hörbuch zu folgen. Sie schlafen dabei ein oder können zum Beispiel während einer Autofahrt diese Art der Ablenkung nicht ertragen.

Wir sollten uns auch auf keinen Fall einem Ziel unterwerfen. Wenn wir uns den Vorsatz machen ein Buch in der Woche zu lesen, ist dieses Ziel viel zu hochgesteckt. Wir werden daran scheitern. Wir sollten daher nur als Ziel formulieren, mehr zu lesen und schauen, wo wir dieses mehr einbauen können. Hören wir in der Bahn nur Musik? Schauen wir 100 mal am Tag auf unser Smartphone? Diese Zeit können wir nutzen. Ich nutze zum Beispiel in einer vollen Bahn die Kombination aus Musik und einem eBook Reader.Schauen wir 100 mal am Tag auf unser Smartphone? Diese Zeit können wir nutzen. Ich nutze zum Beispiel in einer vollen Bahn die Kombination aus Musik und einem eBook Reader.

Ich höre dann etwas Entspanntes, Ruhiges über die Kopfhörer und lese dabei. Streaming Dienste wie Spotify und Co haben extra Listen für Musik, die zur Entspannung oder Konzentration auf eine Tätigkeit geeignet ist. Das ist aber eine sehr individuelle Sache und jeder muss schauen, wie er sich die Umgebung schafft, die er zum Lesen als angenehm empfindet. Kleine Anekdote von heute Morgen noch zum Schluss. Ich konnte heute eine Frau beobachten, die auf der Rolltreppen gelesen hat.

Wie schafft Ihr es, mehr zu lesen? Welche Tipps könnt Ihr ergänzen?

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Wenn die Welt einstürzt…

© Mik Man - Fotolia.com

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… baue ein Gerüst. Auf dem Rückweg von der Arbeit fahre ich oft über die Rheinbrücke in Leverkusen. Sie ist seit geraumer Zeit für Lkws gesperrt und baufällig. Kein Wunder, diese Brücke wurde gebaut in einer Zeit, wo man sich nicht vorstellen konnte, wie viele Autos in Deutschland durch die Gegend fahren. Außerdem hat der Güterverkehr zugenommen und die Last pro Lkw ist auch deutlich gestiegen. Diese Dauerbelastung mach dem größten Bauwerk aus Stahl und Beton zu schaffen, egal wie sauber es einmal geplant, konstruiert und gebaut worden ist.
Genau, wie eine Brücke nach 50 Jahren schon einmal etwas wackelig werden kann, kann uns Menschen die Summe der Ereignisse eines Lebens aus der Bahn werfen.
Wir stehen unter Strom, sind angespannt und stört einfach die Fliege an der Wand. Jeder kennt diese Situationen und weiß manchmal keinen Ausweg, außer sich Luft zu machen und seine miese Stimmung an anderen Menschen abzuarbeiten. Dies macht zwar nichts besser, aber wenigstens sind die anderen auch etwas schlechter drauf als zuvor.

Ein andere Weg, mit dieser Last umzugehen, ist, sich auf das zu besinnen, was die Basis ist. Das Gerüst, auf dem alles andere aufbaut. Es ist wichtig zu verstehen, was seine Basis ist, sein Rückzugsort. Für mich ist es eigentlich meine Wohnung. In den letzten Wochen war ich allerdings so viel unterwegs, teils, weil so viel zu tun war und teils, weil ich dem Chaos zu Hause entfliehen wollte. Ich habe mich abgelenkt und Zerstreuung gesucht, ohne diese wirklich finden zu können.
Gestern Abend bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass Prio Nr. 1 nun ist. Meine Wohnung aufzuräumen, alle Flächen zu leeren und sie zu der klaren Struktur zurückzuführen, die sie hat, kurz bevor mal wieder jemand mit einer Kamera vorbei schaut oder zum Beispiel meine Mutter zu besuch kommen würde.
Das soll jetzt nicht heißen, dass es bei mir aussieht wie in einer Messie Wohnung. Aber es ist der Punkt überschritten, zu sagen. Ich fühle mich wohl.
Wenn eurer Rückzugsort oder eure Basis nicht die Wohnung ist, sonder etwas anderes, könnt ihr diesen Prozess natürlich auch darauf anwenden.
Aus meiner Beschäftigung mit chinesischen Bewegungskünsten habe ich praktisch erfahren wie sehr das Äußere, das innere Beeinflussen kann und das die meisten Prozesse von außen nach innen ablaufen. Wir sprechen in einer Kirche leiser miteinander, weil der Raum hallt oder wir können uns in einem Fitnesscenter mehr auf Sport konzentrieren, weil die Umgebung dafür geschaffen worden, darin zu trainieren. Ich glaube das dieser Umstand so trivial ist, dass wir ihm gar nicht die richtige Bedeutung beimessen. Diese kann nicht zu hoch eingeschätzt werden.

Ich wünsche euch, dass ihr euer Fundament stützt und zurück zur Basis kommt. Ich würde mich freuen, wenn Ihr eure Gedanken dazu in Form von Kommentaren, oder Emails an mich teilt.

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Minimalist(en) in München gesucht (!)

© DR - Fotolia.com

© DR – Fotolia.com

Minimalisten aus München, meldet euch. Denn Nadine vom Sender AFK TV macht in Ihrem Praktikum einen Fernsehbeitrag zum Thema “Minimalismus” und suche deswegen jemanden, der minimalistisch lebt und Zeit und Lust für ein Interview in München hat.
Zu den Rahmendaten: Wir würden sehr gerne nächste Woche das Interview führen und drehen, aber von den Tageszeiten sind wir sehr flexibel und können uns gut an den Interviewpartner anpassen.

Es soll ein ca. 4-minütiger Fernsehbeitrag werden, der das Thema “Minimalistischer Lebensstil” beleuchtet, also warum hat man sich dafür entschieden, was hat sich seitdem verändert, wie reagiert die Umwelt darauf. Schön wäre es, wenn wir auch in der Wohnung des Minimalisten filmen könnten.

Meldet euch bitte direkt bei Nadine via Email an: redaktion@afktv.de

 

Danke für Eure Hilfe

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Sonnenfinsternis

© Ig0rZh - Fotolia.com

© Ig0rZh – Fotolia.com

Heute kann in Deutschland eine partielle Sonnenfinsternis verfolgt werden. Das heißt, der Mond schiebt sich zwischen  die Erde und die Sonne. Der früheste Beginn ist gegen 9:25. Zwischen 10:30 und 10:50 wird je nach Standort das Maximum erreicht werden, es wird dadurch deutlich dunkler werden. Gegen 12:00 ist die Sonne dann wieder vollständig am Himmel zu sehen.

Ganz wichtig ist, dass ihr auf gar keinen Fall ohne Schutzbrillen in die Sonne schaut. Dies kann zu massiven gesundheitlichen Schäden führen, die euer Augenlicht nachhaltig beeinträchtigen. Ranga von Quarks und Co hat einen Tipp, wie man mit dem Smartphone dieses Schauspiel gefahrlos verfolgen kann. Das Video dazu findet ihr zum Beispiel hier.  Die nächste Sonnenfinsternis mit einer ähnlichen Abdeckung wird erst 2026 (in Deutschland) wieder stattfinden.

Wenn wir in der Zeit zurückreisen, stellen wir allerdings fest, dass dieses Wissen um eine kommende Sonnenfinsternis schon rund 550 vor Christus bestanden hat. Thales von Milet (bekannt vielleicht aus der Mathematik: Satz des Thales), hat laut Herodot die Sonnenfinsternis vom 28.5. 585 vor Christus vorhergesagt haben. Bis im Mittelalter war dieses Wissen allerdings wieder verschwunden.

Im Allgemeinen wurden mit der Sonnenfinsternis Unheil und Tod in Verbindung gebracht. Sei es den Angriff eines anderen Volkes, Krankheiten, wie die Pest oder den Tod eines Kaisers. Die Menschen suchten Zuflucht bei den Kirchen und im Gebet.

Wir sollten uns heute ganz bewusst machen, wenn wir dieses Ereignis erleben, dass Hunderttausende in Deutschland zur gleichen Zeit den Himmel betraten. Dass wir gemeinsam diesen Moment teilen. Und alleine das, macht es schon zu etwas Besonderem. Der Arbeitsalltag wird durchbrochen von einem Ereignis, welches alles andere als alltäglich ist.

Ich habe schon öfter geschrieben, dass man die kleinen Dinge wertschätzen soll. Heute möchte ich euch bitten, die großen Dinge Wert zu schätzen. Ich wünsche euch eine tolle partielle Sonnenfinsternis. Wir schauen alle dieselbe Sonne an.

weiterführende Links
Deutsches Zentrum für Luft und Raumfahrt 
Sonnenfinsternisse des 21. Jahrhunderts (Wikipedia)
Mittelalterlexikon

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schreiben in Bars und Cafés

© Dangubic - Fotolia.com

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Nach 2 Wochen melde ich mich nun zurück. Ich möchte euch erst einmal für die vielen Kommentare und Beileidsbekundungen bedanken. Gerade sitze ich bei mir in der Nähe in einer Bar und blogge. Ich entspreche damit so ziemlich dem Klischee einer Generation, die online ist und irgendetwas mit dem Internet macht und sich dabei aber trotzdem draußen herumtreibt. Nach mehreren schlaflosen Nächten, habe ich mich für einen Tapetenwechsel entschieden und hoffe, in einigen Stunden einen erholsameren Schlaf zu finden. Das Konzept des Tapetenwechsels ist nicht neu und trotzdem möchte ich eine Lanze brechen für das Aufklappen des Laptops in einer ungewohnten Umgebung. Egal ob es im Park, in einer Bar, in der Bahn oder wo anders ist. Die Atmosphäre ist gedämpft. Ich höre Stimmen, Musik, Bildschirme flackern um mich herum, und ich bin trotzdem konzentriert und die Wörter fließen.

Ich denke der Hauptgrund dafür ist, dass ich den Entschluss gefasst habe einen Artikel zu schreiben, heute Abend, jetzt, und nicht eher diese Lokalität verlassen werde, bis das letzte Wort geschrieben und der Artikel für morgen früh fertig ist. Ich habe hier auch nur wenig andere Möglichkeiten. Ich könnte mit dem Chef über die Cocktailkarte Philosophieren oder den Videoclips nachhängen und mich einem Burger hingeben. Aber was mache ich? Ich schreibe!

Ich kann sehr gut verstehen, wenn viele sich eine Schreibroutine aneignen und jeden Morgen zur selben Zeit bis zu 5000 Wörter schreiben. Bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft diese Routine zu entwickeln und bis dahin werde ich immer mal wieder den Ort wechseln um die Konzentration zu erhalten die ich brauche.

Von Daniel weiß ich, dass er gerne im UPH ist um einen Artikel zu verfassen, dort herrscht auch eine angenehme Atmosphäre, bei Getränkeflatrate und kostenlosen W-LAN sind alle Voraussetzung gegeben, um ablenkungsfrei zu schreiben.

Was man daraus für sein tägliches Leben lernen kann, ist, dass man sich eine Umgebung schaffen muss, in der es einem möglich ist, ablenkungsarm das zu tun, was gerade ansteht oder besser noch, genau das zu tun, was man machen möchte.  In welcher Umgebung könnt Ihr euch gut auf das Konzentrieren, was ihr tun möchtet.